Viele Ärzte wünschten Sie hätten den Draht zu ihren Patienten, wie die Influencer ihnen zu ihren Followern haben. Die Bereitstellung von sogenannten Social Media-Apps wie Instagram stellt eine neue Stufe der Interaktion dar und somit eine größere Teilhabe der Zielgruppe in der Themenauswahl sowie eine kurze Reaktionszeit. Letztlich sollen diese neuen Interaktionsmöglichkeiten dazu beitragen, die Kommunikation mit den Zielgruppen zu fördern und somit größere Reichweiten und höhere Akzeptanz der Impfungen zu erreichen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Hintergrund
1.2 Bedarfsanalyse
1.3 Ziele identifizieren
1.4 Ziele setzen
1.5 Interventionsentwicklung
1.6 Interventionsimplementierung
1.7 Evaluation
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten, durch den Intervention-Mapping-Ansatz ein setting-spezifisches Gesundheitsförderungsprogramm zu entwickeln, um die Impfakzeptanz bei Masern unter Einbeziehung von Social-Media-Kanälen, insbesondere durch die Rolle von Mama-Bloggern, gezielt zu steigern.
- Analyse der Impfproblematik und des gesellschaftlichen Hintergrunds
- Einsatz des Intervention-Mapping-Modells zur Programmplanung
- Bedeutung der Gesundheitskommunikation in sozialen Netzwerken
- Rolle von Multiplikatoren und Influencern im Gesundheitswesen
- Konzeption von Maßnahmen zur Wissensvermittlung und Verhaltensänderung
Auszug aus dem Buch
1.1 Hintergrund
Überschriften wie: „Impfungen- ein tödliches Versäumnis“, „Die Impfpflicht bei Masern ist sinnvoll“ oder „Braucht Deutschland eine Impfpflicht?“ kennzeichnen bereits seit 2018 die Titelseiten vieler Tageszeitungen in Deutschland. Nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2016 die niedrigsten Fallzahlen (5273 Fälle) verzeichnete, verachtfachten sich die Zahlen im ersten Halbjahr 2018 auf 41.00 Masern infizierte in Europa. Die Zahl stieg bis Ende des Jahres 82.596. Aufgrund der dramatischen Zahlen, tritt ab dem 1. März 2020 in Deutschland die Masernimpfpflicht in Kraft. Die Impfung gilt als Voraussetzung für die Eliminierung der Masernerkrankung. Doch bis heute gibt es keinen Einzelimpfstoff, dieser ist auch nicht in Sicht. Denn die pharmazeutischen Unternehmen wehren sich gegen die Produktion eines Masern- Einzelimpfstoffes. Aber wie lässt sich eine Masernimpfpflicht durchziehen, wenn es nur eine Kombinationsimpfung gibt? Oder wie können zögernde Eltern vom Sinn dieser Präventionsmaßnahmen überzeugt werden und somit die Impfakzeptanz bei Masern wie auch die generelle Impfakzeptanz gesteigert werden? Die Social-Media-Plattform Instagram verzeichnet in Deutschland 15 Millionen Nutzer. Eine Vielzahl der Nutzer verfolgt tagtäglich die Storys und Posts von den ca. 2.000 Mama-Bloggern. Unternehmen nutzen gerne die Profile der Mütter um für ihre Produkte zu werben. Die sogenannten Mama-Blogger sollten ihren Einfluss für die Aufklärung über Impfungen nutzen. Denn die Gesundheitskommunikation über das Internet gewinnt zunehmend an Bedeutung. Viele Ärzte wünschten Sie hätten den Draht zu ihren Patienten wie die Influencer ihnen zu ihren Followern haben. Die Bereitstellung von sogenannten Social Media- Apps wie Instagram stellt eine neue Stufe der Interaktion dar und somit eine größere Teilhabe der Zielgruppe in der Themenauswahl, sowie eine kurze Reaktionszeit. Letztlich sollen diese neuen Interaktionsmöglichkeiten dazu beitragen, die Kommunikation mit den Zielgruppen zu fördern und somit größere Reichweiten und höhere Akzeptanz der Impfungen zu erreichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der steigenden Masernzahlen in Europa ein und stellt die Relevanz der Impfproblematik sowie die Rolle sozialer Medien als neue Plattform für Gesundheitskommunikation dar.
1.1 Hintergrund: Hier wird der Anstieg der Maserninfektionen, die politische Reaktion durch die Impfpflicht und das Potenzial von Influencern/Mama-Bloggern zur Steigerung der Impfakzeptanz beleuchtet.
1.2 Bedarfsanalyse: Es wird der Einsatz des PRECEDE-Modells beschrieben, um die Bedürfnisse der Zielgruppe (junge Eltern) zu analysieren und ein interdisziplinäres Planungsteam aufzustellen.
1.3 Ziele identifizieren: In diesem Abschnitt werden auf Basis der Bedarfsanalyse zentrale Programmziele und notwendige Verhaltensänderungen bei der Zielgruppe spezifiziert.
1.4 Ziele setzen: Die Ziele werden mittels Matrizen strukturiert, um Determinanten und Handlungsziele transparent gegenüberzustellen.
1.5 Interventionsentwicklung: Es werden konkrete Maßnahmen wie informative YouTube-Videos und die Nutzung von Story-Sequenzen durch geschulte Mama-Blogger zur Aufklärung geplant.
1.6 Interventionsimplementierung: Dieser Teil beschreibt die Phase, in der der Interventionsplan umgesetzt wird, um die intendierten Akteure effektiv zu erreichen.
1.7 Evaluation: Zum Abschluss werden Evaluationsfragen formuliert, um sowohl den Wissenszuwachs als auch die Prozessqualität des Impfprogramms zu prüfen.
Schlüsselwörter
Impfung, Masern, Impfakzeptanz, Intervention-Mapping, Gesundheitsförderung, Social Media, Mama-Blogger, Gesundheitskommunikation, Impfpflicht, Aufklärung, Prävention, Influencer, Zielgruppenansprache, Verhaltensprävention, Patienteninformation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines gesundheitsfördernden Programms zur Steigerung der Impfakzeptanz bei Masern, indem moderne Kommunikationswege wie soziale Netzwerke genutzt werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Impfproblematik, die Rolle von Social-Media-Plattformen, Influencer-Marketing im Gesundheitswesen und die methodische Planung von Präventionsmaßnahmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung eines Konzepts, das durch die Zusammenarbeit von Medizinern und einflussreichen Mama-Bloggern die Aufklärung über Impfungen verbessert und die Impfquote durch Vertrauensbildung erhöht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt den Interventions-Mapping-Ansatz, um ein systematisches, setting-spezifisches Programm zur Gesundheitsförderung zu entwickeln.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Bedarfsanalyse, Zieldefinition, Interventionsentwicklung sowie die Planung der Implementierung und Evaluation des Programms.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Impfakzeptanz, Intervention-Mapping, Social-Media-Kommunikation und Gesundheitsförderung.
Warum spielt die Zielgruppe der "Mama-Blogger" eine so große Rolle in der Untersuchung?
Sie agieren als Vertrauenspersonen und Vorbilder für junge Mütter, die sich bei Unsicherheiten eher an diese wenden als an offizielle Institutionen.
Welchen Einfluss haben soziale Medien auf die Impfentscheidung laut dieser Arbeit?
Sie ermöglichen eine direkte Interaktion, kurze Reaktionszeiten und die Erreichbarkeit der Zielgruppe in deren gewohntem digitalen Umfeld.
Wie soll die Evaluation des geplanten Programms erfolgen?
Die Evaluation ist zweigeteilt: Sie prüft auf Ergebnisebene den Wissenszuwachs und die Verhaltensänderung sowie auf Prozessebene die erfolgreiche Implementierung und Ressourcennutzung.
- Citar trabajo
- B.A. Linda Bödefeld (Autor), 2020, Steigerung der Impfakzeptanz mit Social Media, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1134864