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Die Soziologie des Neoliberalismus. Ein Forschungstagebuch

Título: Die Soziologie des Neoliberalismus. Ein Forschungstagebuch

Trabajo , 2020 , 24 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Sociología - Sistemas sociales y Estructuras sociales
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Im Sinne des Autors ist diese Ausarbeitung als eine skizzenhafte, vorbereitende Auseinandersetzung mit dem Thema Neoliberalismus aus einer grundlegend skeptischen Haltung zu betrachten.

Der Geist des Neoliberalismus hat längst von unserer Gesellschaft Besitz ergriffen, so lautet meine These direkt zu Beginn. Dies wurde während der Corona-Krise erneut offensichtlich, zum Beispiel im Gesundheitswesen. Die Gesellschaft empörte sich plötzlich kollektiv, dass zum Beispiel Krankenhäuser einer marktliberalen Gewinnlogik, anstatt einer staatlichen Versorgungslogik unterworfen sind.

Man darf gespannt sein, wie lange die Empörung anhält. Bereits jetzt, da sich Teile der Gesellschaft an die Krise gewöhnt zu haben scheinen, wird der Aufschrei leiser, ja teilweise kaum noch vernehmbar.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Der klassische- und der Neo-Liberalismus

Die Krisenhaftigkeit des Liberalismus

Die Wurzel allen Übels? Das Walter Lippmann Kolloquium.

Sag, wie hast Du es mit der Demokratie?

Ist der Neoliberalismus alternativlos?

Der Jäger der falschen Propheten

Die Frage nach der Gewalt

Demokratie, nein danke? Wie autoritär ist der Liberalismus?

Fazit und Evaluation

Zielsetzung & Themen

Das Ziel dieser Arbeit ist eine kritische soziologische Auseinandersetzung mit dem Neoliberalismus, wobei der Fokus darauf liegt, die ideologischen Grundlagen, autoritäre Tendenzen und das Spannungsverhältnis zur Demokratie zu untersuchen, ohne dabei einen Anspruch auf Neutralität zu erheben.

  • Historische Herleitung des Neoliberalismus und dessen Abgrenzung zum klassischen Liberalismus.
  • Analyse der Krisenhaftigkeit neoliberaler Ideen und deren Unfähigkeit zur Selbstreform.
  • Kritische Untersuchung des Walter Lippmann Kolloquiums als mögliche Keimzelle neoliberaler Ideologie.
  • Disput über die Demokratieverträglichkeit und autoritäre Potenziale innerhalb der neoliberalen Theorie.
  • Reflexion über Alternativen zum Kapitalismus unter Einbeziehung philosophischer Positionen wie denen von Karl Popper.

Auszug aus dem Buch

Die Krisenhaftigkeit des Liberalismus

Wir erleben den Neoliberalismus heute als eine enorm krisenanfällige Idee. Die Finanzkrise, die Euroschuldenkrise und zuletzt auf eine völlig andere Art und Weise auch die Corona-Krise haben gezeigt, dass der Neoliberalismus den Erschütterungen des bestehenden Systems nicht gewachsen ist. Schon der klassische Liberalismus war allerdings von Krisen geprägt.

Die erste große Welle des Kapitalismus im Zuge der Industrialisierung führte zu katastrophalen Zuständen, was die Lebensumstände der Arbeiter*innen betraf. Oft ist von Verelendung oder auch von Pauperismus die Rede. Die Zustände der damaligen Zeit werden an anderer Stelle besser und vor allem ausführlicher beschrieben, als ich es an dieser Stelle zu beschreiben vermag. Der Staat jedenfalls mischte sich damals kaum in die wirtschaftliche Ordnung ein, der Arbeiterführer Ferdinand Lassalle prägt den Begriff vom „Nachtwächterstaat“ (Biebricher, 2018).

Beeindruckt von dieser ersten offensichtlich gewordenen Krise des Kapitalismus, veränderte sich auch der Liberalismus. Er wird nämlich deutlich sozialer und befürwortet den Aufbau eines Sozialstaats in Deutschland und selbst in den USA wird ein Gesetz erlassen, welches die Bildung von Kartellen verhindern soll und zu diesem Zweck in die Wirtschaft eingreift. Die Idee des Liberalismus war damit allerdings noch nicht gebrochen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Autor erläutert seine Motivation, sich soziologisch kritisch mit dem Neoliberalismus auseinanderzusetzen, und stellt die These auf, dass der Geist des Neoliberalismus unsere Gesellschaft und unser Denken bereits tiefgreifend durchdrungen hat.

Der klassische- und der Neo-Liberalismus: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Dimension und Entstehung der Idee, wobei die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem klassischen Liberalismus und dem Neoliberalismus kritisch hinterfragt werden.

Die Krisenhaftigkeit des Liberalismus: Hier wird analysiert, dass der Neoliberalismus krisenanfällig ist und auf systemische Erschütterungen kaum adäquat reagieren kann, wobei eine historische Parallele zum klassischen Liberalismus gezogen wird.

Die Wurzel allen Übels? Das Walter Lippmann Kolloquium.: Diese Sektion untersucht das Walter Lippmann Kolloquium von 1938 als potenziellen Ursprung für eine Ideologie, die heute unsere Gesellschaft determiniert, inklusive einer stichpunktartigen Zusammenfassung der Thesen von Ludwig Mises.

Sag, wie hast Du es mit der Demokratie?: Es wird diskutiert, inwiefern der Neoliberalismus demokratiefeindliche Züge aufweist und ob eine Koexistenz zwischen neoliberaler Wirtschaftsideologie und demokratischen Werten möglich ist.

Ist der Neoliberalismus alternativlos?: Die Arbeit hinterfragt den Diskurs um die angebliche Alternativlosigkeit des Neoliberalismus und setzt sich kritisch mit Alternativmodellen sowie Karl Poppers Positionen zum Sozialismus auseinander.

Der Jäger der falschen Propheten: Eine Auseinandersetzung mit Karl Poppers Kritik an Marx und dem Sozialismus, wobei auch methodische Fehler in Poppers Interpretation aufgezeigt werden.

Die Frage nach der Gewalt: Dieses Kapitel thematisiert die Legitimität von Widerstand und Revolution gegen ökonomische Systeme im Lichte von Poppers Demokratieverständnis.

Demokratie, nein danke? Wie autoritär ist der Liberalismus?: Der Autor diskutiert die Nähe prominenter Neoliberaler wie Hayek zu autoritären Regimen und reflektiert über die Gefahr einer schleichenden Aushöhlung der Demokratie durch neoliberale Agenden.

Fazit und Evaluation: Der Autor resümiert den ungewöhnlichen Aufbau des Forschungstagebuchs und stellt fest, dass Demokratie und Neoliberalismus zwar grundsätzlich vereinbar, aber nur durch starke Gegenstimmen vor einer autoritären Entwicklung zu bewahren sind.

Schlüsselwörter

Neoliberalismus, Soziologie, Kapitalismus, Demokratie, Liberalismus, Walter Lippmann Kolloquium, Karl Popper, Sozialismus, Marktwirtschaft, Ideologiekritik, Autoritarismus, Wirtschaftskrise, Gesellschaft, Selbstoptimierung, Krisenhaftigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit ist als Forschungstagebuch konzipiert, das sich soziologisch kritisch mit dem Neoliberalismus und dessen Einfluss auf die Gesellschaft auseinandersetzt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Feldern gehören die Geschichte des Neoliberalismus, seine Krisenanfälligkeit, das Verhältnis zu demokratischen Systemen und die Auseinandersetzung mit alternativen Gesellschaftsmodellen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist nicht die vollumfängliche Aufarbeitung, sondern eine skizzenhafte, kritische Reflexion des Neoliberalismus aus einer skeptischen Haltung heraus.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt einen assoziativen, tagebuchartigen Ansatz, bei dem Literatur in der Reihenfolge der Lektüre verarbeitet und mit eigenen Gedanken sowie aktuellen gesellschaftlichen Beobachtungen verknüpft wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden historische Ursprünge wie das Walter Lippmann Kolloquium analysiert, die Demokratiefeindlichkeit des Neoliberalismus diskutiert und Poppers Kritik am Sozialismus reflektiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neoliberalismus, Soziologie, Kapitalismus, Demokratie, Liberalismus, Ideologiekritik und Autoritarismus sind die prägenden Begriffe.

Inwiefern spielt das Walter Lippmann Kolloquium eine Rolle?

Der Autor hinterfragt, ob dieses Kolloquium als die „Wurzel allen Übels“ betrachtet werden kann, die den heutigen neoliberalen Zeitgeist maßgeblich bestimmt hat.

Wie steht der Autor zur "Alternativlosigkeit" des Neoliberalismus?

Der Autor lehnt die Rhetorik der Alternativlosigkeit ab und fordert, dass neoliberale Ideen durch starke Gegenstimmen reguliert werden müssen, um eine autoritäre Entwicklung zu verhindern.

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Detalles

Título
Die Soziologie des Neoliberalismus. Ein Forschungstagebuch
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
24
No. de catálogo
V1137397
ISBN (Ebook)
9783346513991
ISBN (Libro)
9783346514004
Idioma
Alemán
Etiqueta
soziologie neoliberalismus forschungstagebuch
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2020, Die Soziologie des Neoliberalismus. Ein Forschungstagebuch, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1137397
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