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Meine Geschwister und ich

Die Darstellung von Geschwisterbeziehungen in der Kinderzeichnung

Título: Meine Geschwister und ich

Trabajo de Seminario , 1999 , 43 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Dagny Wrede (Autor)

Trabajo social
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Ich habe das Thema „Meine Geschwister und ich- Die Darstellung von Geschwisterbeziehungen in der Kinderzeichnung“ zum Gegenstand dieser Hausarbeit gemacht, weil ich es für notwendig erachte, daß ich mich im Hinblick auf meine Tätigkeit als Sozialarbeiterin zum einen mit der Geschwisterbeziehung und zum anderen mit dem Medium Kinderzeichnung als Kommunikationsmittel auseinandersetze. Ziel war es ursprünglich, daß ich mir im Rahmen dieser Arbeit sowohl einen theoretischen als auch einen praktischen, im Sinne von erfahrungsbezogenen, Hintergrund zu Geschwisterbeziehungen erarbeite. Als Informationsquellen wollte ich sowohl die Literatur als auch „Erfahrungsberichte“ in Form von Kinderzeichnungen verwenden. Das Vorhaben, die Bilder als Instrument zu nutzen, um Informationen über die Geschwisterbeziehungen der Kinder zu erhalten, hat im Laufe der Durchführung etwas an Bedeutung verloren. Als ich mit den Kindern malte und schließlich ihre Bilder vor mir hatte, ist mir deutlich geworden, daß ich versucht habe, die Realität künstlich in Abschnitte einzuteilen: Die Kinderzeichnungen haben nicht nur die Geschwisterbeziehung zum Thema, sondern zeigen mir einen Ausschnitt aus dem Leben und Empfinden jedes einzelnen Kindes. Es geht um viel mehr als die Beziehung zu den Geschwistern und diesem „Mehr“ möchte ich nun auch meine Aufmerksamkeit zuwenden, denn nur so nehme ich die Botschaften der Kinder in ihren Bildern wirklich ernst und werde ihnen gerecht. Ich halte es für gerechtfertigt, daß ich meine ursprüngliche Gewichtung zugunsten einer der Realität angepaßten Betrachtungsweise verändere, um den größtmöglichen Nutzen sowohl für mich selbst als auch für die mit den Kindern arbeitenden Pädagoginnen aus meiner Arbeit ziehen zu können. Wichtig ist mir zudem besonders, daß ich das Malen mit Kindern daraufhin überprüfe, ob ich persönlich es als Kommunikationsmedium nutzen kann.
Die Analyse des Malprozesses und die Auswertung der Zeichnungen stehen im Vordergrund meiner Arbeit. Davon ausgehend werde ich mich mit den Aspekten der Geschwisterbeziehungen näher beschäftigen, die in den Bildern ihren Ausdruck finden. Daneben werde ich allen anderen Hinweisen zur Persönlichkeit und zur individuellen Situation der Kinder nachgehen, sie allerdings nicht ausführlich anhand der Literatur verfolgen, da dies den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Kindergruppen

2.1. Das Konzept der „Bärengruppen“

2.2. Beschreibung der beiden „Bärengruppen“

3. Theorie der Kinderzeichnung

3.1. Zur Malentwicklung

3.2. Die Geschwisterbeziehung in der Literatur zu Kinderzeichnungen

4. Die Malaktion

4.1. Vorbereitung der Malaktion

4.2. Durchführung

4.3. Beobachtungen im Gruppengeschehen

4.4. Einzelbetrachtung

4.4.1. Moritz

4.4.2. Florian

4.4.3. Natalie

4.4.4. Kevin

4.4.5. Max

5. Schlußbetrachtung

5.1. Ausblick für die Gruppen: Was bedarf der Bearbeitung?

5.2. Die Rolle des Kommunikationsmittels Kinderzeichnung für die soziale Arbeit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Kinder durch das Medium der Zeichnung ihre Geschwisterbeziehungen und ihre individuelle Lebenssituation zum Ausdruck bringen. Dabei verfolgt die Verfasserin das Ziel, das Malen als Kommunikationsmittel in der sozialarbeiterischen Praxis mit Kindern zu reflektieren und Ansätze für eine bessere pädagogische Unterstützung der Kinder in ihren Gruppensituationen zu entwickeln.

  • Theoretische Grundlagen zur Malentwicklung von Kindern
  • Analyse der Geschwisterbeziehungen in der Kinderzeichnung
  • Fallbeispiele aus sozialtherapeutischen „Bärengruppen“
  • Methodik der Beobachtung und Interpretation von Kinderzeichnungen
  • Reflexion der Rolle der Sozialarbeit bei der Förderung von Kindern

Auszug aus dem Buch

Versuch einer Interpretation

Moritz‘ Bild und auch der Entstehungsprozeß zeigen mir deutlich, mit welcher Intensität er den Konflikt mit seiner Schwester und letztlich mit sich selbst erlebt. Die Szene steht im Mittelpunkt der Darstellung, der umgebende Raum ist fast leer. Dies unterstreicht auf der einen Seite die Bedeutung des Konflikts ( alles andere darzustellen könnte für Moritz nebensächlich gewesen sein), auf der anderen Seite wird eine kleine Darstellung in der Literatur auch als Hinweis darauf gesehen, daß dem zeichnenden Kind aufgrund von Unsicherheit, fehlendem Selbstvertrauen, Hemmungen oder Angst der Mut fehlt, für sich selbst Raum in Anspruch zu nehmen.

Moritz erlebt seine Schwester Anne- um bei der von ihm selbst verwendeten Symbolik zu bleiben- als „scheinheilig“. Sie tut so, als sei sie ein Engel, der „gar nichts gemacht hat“, meint Moritz selbst und gleichzeitig ärgert sie ihn. Moritz hat Anne in seinem Bild sogar blonde Haare gegeben, obwohl diese in der Realität dunkel sind, was der Konvention entspricht, daß Engel „nun einmal blond sind“. Daß sie nach außen hin das Bild eines Engels vermittelt, sich ihm gegenüber aber eher „teuflisch“ verhält, macht Moritz sehr wütend.

Dies läßt sich aus seiner Zeichnung und den Kommentaren dazu unschwer erkennen. Allerdings zeigt das Bild keinen Handlungsansatz seinerseits, keine aktive Reaktion auf das Verhalten der Schwester. Moritz läßt die Wut nicht raus: Die Arme sind an den Körper gepreßt, die Kappe auf dem Kopf wirkt sehr drückend und der handelnde, aktive Teufel ist sozusagen nur in den Gedanken da.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Verfasserin legt ihr Interesse an der Geschwisterthematik und dem Medium der Kinderzeichnung als Kommunikationsmittel für ihre Tätigkeit als Sozialarbeiterin dar.

2. Die Kindergruppen: Vorstellung der „Bärengruppen“ als sozialtherapeutische Angebote und detaillierte Beschreibung der zwei beobachteten Kindergruppen.

3. Theorie der Kinderzeichnung: Zusammenfassung der wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Malentwicklung von Kindern und zur wissenschaftlichen Literatur über Geschwisterdarstellungen.

4. Die Malaktion: Dokumentation der praktischen Malaktion mit den Kindern sowie die detaillierte Analyse der Zeichnungen der fünf einzelnen Kinder (Moritz, Florian, Natalie, Kevin, Max).

5. Schlußbetrachtung: Fazit über notwendige pädagogische Bearbeitungsaspekte für die Kinder sowie eine Bewertung der Bedeutung der Kinderzeichnung für die soziale Arbeit.

Schlüsselwörter

Kinderzeichnung, Geschwisterbeziehung, Sozialarbeit, Bärengruppen, Malentwicklung, Psychologische Interpretation, Konfliktlösung, Identitätsentwicklung, Sozialverhalten, Kommunikation, Gruppengeschehen, Elisabeth Koppitz, Symbolik, Familientherapie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Darstellung von Geschwisterbeziehungen in Kinderzeichnungen und deren Bedeutung im Kontext der sozialen Arbeit in therapeutischen Kindergruppen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Malentwicklung von Kindern, die Auswirkungen der Geschwisterrivalität sowie die Nutzung der Zeichnung als Kommunikationsinstrument für Pädagogen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, durch die Analyse der Bilder Einblicke in die Gefühlswelt und die soziale Situation der Kinder zu gewinnen, um sie in ihrer Entwicklung besser begleiten und unterstützen zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt Beobachtungsprotokolle während der Malaktion und interpretiert die entstandenen Bilder anhand von Kriterien für emotionale Faktoren nach Elizabeth M. Koppitz.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Vorbereitung und Durchführung einer Malaktion in zwei Kindergruppen sowie einer ausführlichen Einzelfallanalyse der Bilder von fünf Kindern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kinderzeichnung, Geschwisterbeziehung, soziale Arbeit, Malentwicklung und psychologische Interpretation.

Wie beeinflussen die Geschwister das Verhalten der Kinder laut den Bildern?

Die Zeichnungen zeigen häufig Konflikte, Konkurrenz um elterliche Aufmerksamkeit und den Wunsch nach Stärke, wobei die Kinder ihre Rolle in der Geschwisterfolge oft über Symbole oder die Bildkomposition verarbeiten.

Warum ist das Medium Zeichnung für die soziale Arbeit so wertvoll?

Die Autorin betont, dass Kinder durch Zeichnungen Gefühle und Ängste ausdrücken können, für die ihnen oft die Worte fehlen, wodurch eine Brücke für die pädagogische Kommunikation entsteht.

Final del extracto de 43 páginas  - subir

Detalles

Título
Meine Geschwister und ich
Subtítulo
Die Darstellung von Geschwisterbeziehungen in der Kinderzeichnung
Universidad
University of Applied Sciences Hanover  (Einführung in fachspezifische Grundlagen)
Curso
Signale in Kinderzeichnungen I
Calificación
1
Autor
Dagny Wrede (Autor)
Año de publicación
1999
Páginas
43
No. de catálogo
V113787
ISBN (Ebook)
9783640150885
ISBN (Libro)
9783640320097
Idioma
Alemán
Etiqueta
Meine Geschwister Signale Kinderzeichnungen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dagny Wrede (Autor), 1999, Meine Geschwister und ich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113787
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