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Reisen als Bewältigung des Trauma-Erbes. Am Beispiel vom Roman "Katzenberge" und dem Film "Kinder unter Deck"

Título: Reisen als Bewältigung des Trauma-Erbes. Am Beispiel vom Roman "Katzenberge" und dem Film "Kinder unter Deck"

Trabajo Escrito , 2020 , 16 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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In dieser Arbeit soll die transgenerationale Trauma-Weitergabe zunächst erklärt und in Bezug zu den Holocaust überlebenden gesetzt werden. Darauffolgend werden der Roman und der Film analysiert und in Bezug zum Trauma- Erben gesetzt werden. In beiden Erzählungen steht das Reisen zu den Ursprungsorten der Großeltern im Fokus und soll, unter dem Aspekt der Weitergabe von Traumata, als Ansatz zur Lösung dieser diskutiert werden.

Viele Menschen erleben Traumata durch die fürchterlichen Ereignisse, die der Krieg hervortrug. Doch als der Krieg vorbei war, blieb keine Zeit diese Traumata aufzuarbeiten. Während des Wiederaufbaus war kein Platz für seelische Schäden, es wurden vorrangig die offensichtlichen, materiellen Schäden behoben. Welche Folgen dies hat, ist nun erkennbar, denn die Traumata werden an die folgenden Generationen weitergegeben. Dies passiert unbewusst und wirkt sich teilweise drastisch auf die Persönlichkeitsentwicklung der Erben aus.

Die Zahl der Holocaustüberlebenden sinkt Jahr für Jahr und somit die Möglichkeit der direkten Aufarbeitung der Traumata. Letztendlich hinterlassen sie viele Fragen und ihre Kinder sehen sich gezwungen so weiterzuleben. Doch die dritte Generation scheint die ungelösten Fragen offen zu stellen und will die Geschichte aufarbeiten. In der folgenden Arbeit soll anhand eines Romans und eines Film genau dieser Aspekt analysiert und diskutiert werden. Es werden zweit Familien vorgestellt, deren Geschichten auf eine gewisse Weise sehr ähnlich, jedoch auch völlig unterschiedlich sind. Es zeigt den Mut der dritten Generation, die sich nicht vor der Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit dem Vergangenen scheuen und einem Ansatz, der zur Lösung solcher Traumata beitragen kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Trauma- Erbe

2.1 Transgenerationale Trauma-Weitergabe

3. Sabrina Janesch - Katzenberge

3.1 Inhalt

3.2 Motiv

3.3 Lösung des Traumas

4. Kinder unter Deck

4.1 Inhalt

4.2 Motiv

4.3 Lösung des Traumas

5. Vergleich Katzenberge und Kinder unter Deck

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern Reisen zu den Ursprungsorten der Großeltern als Methode zur Bewältigung transgenerationaler Traumata dienen können. Anhand des Romans "Katzenberge" und des Films "Kinder unter Deck" wird analysiert, wie die dritte Generation versucht, durch die aktive Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte und das Aufsuchen historischer Schauplätze unbewusste Traumata zu verarbeiten.

  • Transgenerationale Trauma-Weitergabe und deren Auswirkungen auf Folgegenerationen.
  • Die Rolle von Kommunikation und Schweigen in traumatisierten Familien.
  • Der Einfluss von Reisen an Ursprungsorte auf die Identitätsfindung der dritten Generation.
  • Vergleichende Analyse literarischer und filmischer Verarbeitungsansätze.
  • Bedeutung der historischen Aufarbeitung für die psychische Entlastung der Nachfahren.

Auszug aus dem Buch

Lösung des Traumas

Wie das Trauma, welches man an die nächsten Generationen weitergibt aussieht, ist sehr unterschiedlich. In diesem Roman scheint es so, dass vor allem der Aspekt der Heimat einen fundamentalen Bedeutungsschwerpunkt für die betroffenen Personen hat. Dies zeigt sich zunächst darin, wie eindrücklich der Großvater den Ort, in dem er gelebt hat, beschreibt. Zudem beschreibt er die Erde, die es dort gibt als „satt, fett und fast zum Verzehr selber geeignet“ (Katzenberge, S.) Demnach spricht er sehr positiv von seiner Heimat und sieht die Deportation nach Schlesien als temporär.

„Das schlesige, schlimige, schissige Schlesien, sei eine Übergangslösung, eine Art makabrer Scherz, den man sich so lange erlaubte, bis daheim in Galizien alles in Ordnung gebracht worden war.“ (Katzenberge, S.43)

Heimat bedeutete ihm viel und so erzählte und dachte er viel über seien ehemalige Heimat nach. So konnte sich auch Nele durch die Beschreibungen und Erzählungen ihres Großvaters ein grobes Bild davon machen, wie es dort auszusehen hat. Letztendlich sah die Realität anders aus und womöglich war es die Erinnerung selbst, die die Sehnsucht des Großvaters bekräftigte. Denn nie hatte er sich heimisch bzw. angekommen gefühlt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der transgenerationalen Traumatisierung nach dem Zweiten Weltkrieg ein und stellt die Forschungsfrage bezüglich des Reisens als Lösungsansatz.

2. Trauma- Erbe: Dieses Kapitel definiert den Trauma-Begriff und erläutert psychologische Konzepte der transgenerationalen Weitergabe, insbesondere die Rolle des Schweigens und der Sozialisation.

3. Sabrina Janesch - Katzenberge: Hier wird der Roman analysiert, wobei der Fokus auf dem Motiv der Heimat, der Erd-Symbolik und der individuellen Spurensuche der Protagonistin Nele liegt.

4. Kinder unter Deck: Das Kapitel untersucht den Dokumentarfilm von Bettina Henkel, insbesondere die Beziehung zwischen ihr und ihrem Vater während der gemeinsamen Reise in die Vergangenheit.

5. Vergleich Katzenberge und Kinder unter Deck: Hier werden die Parallelen und Unterschiede zwischen literarischer Fiktion und filmischer Dokumentation hinsichtlich der Trauma-Bewältigung gegenübergestellt.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass Reisen zur familiären Ursprungsstätte einen wertvollen Beitrag zur Aufarbeitung und psychischen Entlastung der dritten Generation leisten können.

Schlüsselwörter

Transgenerationale Traumatisierung, Zweiter Weltkrieg, Familiengeschichte, Trauma-Erbe, Identitätsfindung, Erinnerungskultur, Heimat, Sabrina Janesch, Bettina Henkel, Katzenberge, Kinder unter Deck, Aufarbeitung, Verdrängung, Schuldgefühle, Literaturanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Traumata des Zweiten Weltkriegs unbewusst an nachfolgende Generationen weitergegeben werden und ob das Reisen zu den Ursprungsorten der Großeltern dabei helfen kann, diese Last zu verarbeiten.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die transgenerationale Trauma-Weitergabe, die Bedeutung der familiären Kommunikation, die Identitätsfindung der dritten Generation sowie die Analyse von Heimat und Schuld.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, den Nutzen des Reisens als Ansatz zur Bewältigung des transgenerationalen Trauma-Erbes zu diskutieren und zu ergründen, warum die dritte Generation ein solch starkes Bedürfnis nach der Rückkehr an die Ursprungsorte verspürt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Literatur- und Medienanalyse, indem sie die psychologischen Konzepte der Trauma-Weitergabe auf die Inhalte des Romans "Katzenberge" und des Films "Kinder unter Deck" anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der transgenerationalen Trauma-Weitergabe erläutert, gefolgt von einer detaillierten Analyse des Romans von Sabrina Janesch und des Films von Bettina Henkel im Hinblick auf deren Umgang mit dem Erbe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Schlüsselwörter sind unter anderem Transgenerationale Traumatisierung, Familiengeschichte, Trauma-Erbe, Identitätsfindung, Aufarbeitung, Verdrängung und Erinnerungskultur.

Wie unterscheidet sich der Umgang mit dem Trauma in "Katzenberge" im Vergleich zu "Kinder unter Deck"?

Während in "Katzenberge" das Trauma eher symbolisch durch Dämonen und das Motiv der Erde dargestellt wird, ist die Aufarbeitung im Film "Kinder unter Deck" direkter durch Interviews und die Interaktion zwischen Vater und Tochter geprägt.

Zu welcher Schlussfolgerung gelangt die Autorin bezüglich des Reisens als Therapie?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Reisen zwar keine klassische Therapie ersetzen können, jedoch durch die Konfrontation mit der Realität vor Ort Klarheit schaffen und den Betroffenen helfen können, ihren eigenen Platz in der Familiengeschichte zu finden.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Reisen als Bewältigung des Trauma-Erbes. Am Beispiel vom Roman "Katzenberge" und dem Film "Kinder unter Deck"
Universidad
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Germanistik)
Calificación
2,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
16
No. de catálogo
V1139200
ISBN (Ebook)
9783346512710
ISBN (Libro)
9783346512727
Idioma
Alemán
Etiqueta
Traumaerbe Katzenberge Kinder unter Deck Reisen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2020, Reisen als Bewältigung des Trauma-Erbes. Am Beispiel vom Roman "Katzenberge" und dem Film "Kinder unter Deck", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1139200
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