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Machtpolitik bei Veränderungsprozessen

Der Einfluss von machtpolitischen Spielen bei organisatorischen Veränderungen

Title: Machtpolitik bei Veränderungsprozessen

Excerpt , 2004 , 11 Pages , Grade: 1

Autor:in: Dr. Daniel Wrede (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Exzerpt der Diplomarbeit des Autors „Mikropolitik in organisatorischem Wandel“, ein-gereicht am Institut für Soziologie der Universität Hannover am 15.07.2004. Note: Sehr gut. Das Interesse der zugrundeliegenden Diplomarbeit richtete sich daher auf die Bedeu-tung von Mikropolitik in Prozessen des organisatorischen Wandels. Die erkenntnisleitende Fragestellung lautete: Welche Bedeutung hat Mikropolitik für Prozesse des organisatorischen Wandels? Dabei wurde auf Grundlage der strategischen Organisationsanalyse von Crozier und Friedberg (1979) und dem darauf aufbauenden Konzept der Mikropolitik (Bosetz-ky/Heinrich 1980, Küpper/Ortmann 1988, Ortmann u.a. 1990, Neuberger 1995) unter-sucht, welche wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen den beiden Faktoren bestehen, von denen jede Organisation beeinflusst wird: Veränderung und Mikropolitik.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Das Scheitern technisch-organisatorischer Reorganisationen

Vom struktur-funktionalistischen Verständnis zum Politikmodell der Organisation – Der mikropolitische Ansatz

Organisatorische Veränderungen sind politische Prozesse

Schlussfolgerungen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Bedeutung mikropolitischer Prozesse in Organisationen während Phasen des organisatorischen Wandels und analysiert die wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen Veränderungsvorhaben und dem informellen Ringen um Macht und Einfluss.

  • Grundlagen der Mikropolitik in Organisationen
  • Die Rolle informeller Gruppen und Machtbeziehungen bei Reorganisationen
  • Wechselwirkungen zwischen strukturellen Veränderungen und mikropolitischem Handeln
  • Die Analyse von Innovations- und Routinespielen in Veränderungsprozessen
  • Politische Taktiken und Koalitionsbildung im organisationalen Wandel

Auszug aus dem Buch

Organisatorische Veränderungen sind politische Prozesse

Reorganisationen gehen mit Umverteilungen von Macht, Einfluss und Ressourcen einher, bei denen wesentliche Interessen von Organisationsmitgliedern substantiell berührt werden. „Organisatorischer Wandel läßt sich in aller Regel nicht bewerkstelligen, ohne daß sich einige als Gewinner und andere als Verlierer wahrnehmen. Dies löst politische Aktivitäten der unterschiedlichsten Art aus: Expertisen werden bestellt, um die Vorteilhaf tigkeit bestimmter Lösungen wissenschaftlich zu untermauern; Koalitionen von Befürwortern und Gegnern werden geschmiedet; auf Berater wird Einfluß ausgeübt usw.“ (Kieser 1998, S. 5).

Die Umsetzung von Reorganisationen bringt immer politische Lösungen hervor, weil binnenorganisatorische Wohlfahrtsverteilungen hinterfragt werden und selbst scheinbar kleine Innovationen massive Veränderungen von Aufgaben, Strukturen und Prozessen bedeuten können. Bei Veränderungsprozessen geht es daher nie ausschließlich um Strukturen, Aufgaben und sachliche Ziele, sondern immer auch um Personen, Positionen und Beziehungen. Bei organisatorischen Veränderungsprozessen entstehen fortwährend neue Ungewissheitszonen, die neue Machtquellen darstellen. Es ist damit zu rechnen, dass sowohl »Unterstützer«, als auch »Verhinderer« des Wandels zu politischen Taktiken greifen, um ihre Ziele zu verwirklichen. Dies kann zu einer Dauerpolitisierung von internen Prozessen und Entscheidungen führen.

Zusammenfassung der Kapitel

Das Scheitern technisch-organisatorischer Reorganisationen: Das Kapitel thematisiert die Diskrepanz zwischen rationalen Modellen der Organisationsentwicklung und der tatsächlichen, von Macht und Politik geprägten Praxis, die oft zum Scheitern von Veränderungsprojekten führt.

Vom struktur-funktionalistischen Verständnis zum Politikmodell der Organisation – Der mikropolitische Ansatz: Hier wird der Übergang von einem rational-bürokratischen Organisationsverständnis hin zu einem Netzwerkmodell beschrieben, in dem Akteure durch Machtspiele und Kontrolle von Ungewissheitszonen Strukturen beeinflussen.

Organisatorische Veränderungen sind politische Prozesse: Dieser Abschnitt erläutert, dass Reorganisationen unweigerlich zu Machtkämpfen führen, da sie Ressourcen verteilen und Interessen der Mitglieder berühren, was mikropolitische Aktivitäten intensiviert.

Schlussfolgerungen: Die Arbeit fasst zusammen, dass Mikropolitik kein Störfaktor, sondern ein inhärenter Mechanismus des organisatorischen Wandels ist, der sowohl konstruktive als auch destruktive Effekte haben kann.

Schlüsselwörter

Mikropolitik, organisatorischer Wandel, Macht, Reorganisation, Organisationsentwicklung, Ungewissheitszonen, Interessenkonflikte, Machtbeziehungen, Koalitionsbildung, Innovationsspiele, Routinespiele, Akteur, Organisationsstruktur, Veränderungsprozesse, Unternehmenskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle informeller Machtstrukturen und mikropolitischer Spiele in Organisationen, insbesondere wie diese durch geplante organisatorische Veränderungen beeinflusst werden oder diese selbst steuern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung der Mikropolitik, die politische Dynamik bei Reorganisationsprozessen, das Verhalten von Akteuren in Machtkämpfen sowie die strukturellen Folgen dieses Handelns.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage der Arbeit lautet: Welche Bedeutung hat Mikropolitik für Prozesse des organisatorischen Wandels?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf der strategischen Organisationsanalyse nach Crozier und Friedberg sowie dem darauf aufbauenden Konzept der Mikropolitik, um wechselseitige Abhängigkeiten zwischen Wandlungsprozessen und Machtbeziehungen zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Funktionsweise von Mikropolitik, den Einfluss auf Spielregeln in Organisationen, die Unterscheidung zwischen Innovations- und Routinespielen sowie die Auswirkungen auf den Erfolg oder Misserfolg von Veränderungsvorhaben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Mikropolitik, Macht, organisatorischer Wandel, Reorganisation, Ungewissheitszonen und die Rolle der Akteure.

Warum wird Mikropolitik oft als "anrüchig" betrachtet?

Die Ideologisierung von Macht als etwas Negatives führt dazu, dass viele Ansätze der Organisationsentwicklung das politische Handeln in Unternehmen ausblenden oder als reines Implementierungsproblem behandeln, statt es als legitimen Bestandteil sozialen Handelns anzuerkennen.

Können Veränderungsprozesse ohne Mikropolitik gelingen?

Nach Ansicht des Autors ist organisatorischer Wandel untrennbar mit politischen Prozessen verbunden; kein Veränderungsprojekt kann seine Ziele erreichen, wenn die mikropolitische Ebene ignoriert wird, da politisches Handeln notwendig ist, um internen Wandel überhaupt zu bewerkstelligen.

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Details

Title
Machtpolitik bei Veränderungsprozessen
Subtitle
Der Einfluss von machtpolitischen Spielen bei organisatorischen Veränderungen
College
University of Hannover
Grade
1
Author
Dr. Daniel Wrede (Author)
Publication Year
2004
Pages
11
Catalog Number
V113934
ISBN (eBook)
9783640133727
ISBN (Book)
9783640320134
Language
German
Tags
Machtpolitik Veränderungsprozessen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Daniel Wrede (Author), 2004, Machtpolitik bei Veränderungsprozessen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113934
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