Selbstreguliertes Lernen bedeutet, dass ein Lerner sich selbständig Lernziele setzt und das Erreichen dieses Ziels konsequent zu verfolgen. Zu diesem Zweck werden sowohl kognitive als auch metakognitive Strategien angewandt. Den Fortschritt bei dieser Form des Lernens kontrolliert der Lernende selbst.
Auch für die Motivation vor Beginn und im Verlaufe des Lernprozesses ist der Lerner selbst verantwortlich. Diese ist abhängig „von der Leistungsmotivation, dem Interesse und der intrinsischen Motivation des Lerners“.
Das bedeutet also, dass bei hoher Motivation und großem Interesse von Seiten des Lernenden eine beständige, aber auch häufigere Lernaktivität zu erwarten ist als bei schwächerer Motivation.
Die oben erwähnte intrinsische Motivation bedeutet, dass der Lerner sozusagen aus sich selbst heraus motiviert ist und eine Aufgabe bewältigen möchte, so dass dementsprechend Lernstrategien ausgewählt werden, die zu einem tieferen Verstehen und behalten führen als solche, die aus einer von außen an den Lerner herangetragenen, extrinsischen Motivation hervorgehen.
Boekarts hat anhand dieser Merkmale das Drei-Schichten-Modell des selbstregulierten Lernens entwickelt, das die verschiedenen Strategien in Form eines Schaubilds verdeutlichen soll.
Inhaltsverzeichnis
- Definitionen von Selbstreguliertem Lernen
- Selbstreguliertes Lernen in Bildungsstandards
- Selbstreguliertes Lernen in der Schule
- Möglichkeiten für Freiräume
- Durchführungshäufigkeit
- Durchführungshäufigkeit im internationalen Vergleich
- Ergebnisse der Gruppenarbeitsphase
- Schlussbetrachtung
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Ausarbeitung befasst sich mit dem Konzept des selbstregulierten Lernens im schulischen Kontext. Ziel ist es, die Definitionen und Prinzipien des selbstregulierten Lernens zu erläutern und dessen Bedeutung für die Bildungsstandards und die Unterrichtspraxis zu beleuchten. Dabei werden verschiedene Aspekte des selbstregulierten Lernens betrachtet, wie z.B. die Rolle von Motivation, kognitiven und metakognitiven Strategien sowie die Förderung von Freiräumen im Unterricht.
- Definition und Merkmale des selbstregulierten Lernens
- Bedeutung des selbstregulierten Lernens in Bildungsstandards
- Möglichkeiten zur Förderung des selbstregulierten Lernens in der Schule
- Herausforderungen und Chancen des selbstregulierten Lernens
- Zusammenhang zwischen selbstreguliertem Lernen und Motivation
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel der Ausarbeitung definiert den Begriff des selbstregulierten Lernens und erläutert die verschiedenen Komponenten, die zu einem erfolgreichen selbstregulierten Lernprozess beitragen. Es wird das Drei-Schichten-Modell von Boekaerts vorgestellt, das die Regulation des Selbst, die Regulation des Lernprozesses und die Wahl von Zielen und Ressourcen als zentrale Elemente des selbstregulierten Lernens hervorhebt.
Das zweite Kapitel untersucht die Bedeutung des selbstregulierten Lernens in den Bildungsstandards verschiedener Fächer. Anhand von Beispielen aus den Kerncurriculae für Englisch, Geschichte und Kunst wird gezeigt, wie die Prinzipien des selbstregulierten Lernens in den Bildungszielen und Kompetenzerwartungen verankert sind.
Das dritte Kapitel befasst sich mit der Umsetzung des selbstregulierten Lernens in der Schule. Es werden verschiedene Möglichkeiten zur Förderung von Freiräumen im Unterricht diskutiert, die den Lernenden ermöglichen, ihre Lernprozesse selbstständig zu gestalten. Darüber hinaus wird die Durchführungshäufigkeit von selbstreguliertem Lernen in der Praxis beleuchtet und ein internationaler Vergleich gezogen.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Selbstreguliertes Lernen, Bildungsstandards, Motivation, kognitive Strategien, metakognitive Strategien, Freiräume im Unterricht, Durchführungshäufigkeit, internationaler Vergleich, Lernprozesse, Unterrichtspraxis.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet "Selbstreguliertes Lernen"?
Es beschreibt einen Prozess, bei dem der Lerner sich selbstständig Ziele setzt, Strategien wählt und seinen Lernfortschritt eigenverantwortlich kontrolliert und motiviert.
Was ist das Drei-Schichten-Modell von Boekaerts?
Das Modell unterteilt selbstreguliertes Lernen in drei Ebenen: Regulation des Selbst (Wahl von Zielen), Regulation des Lernprozesses (Strategien) und Regulation der Ressourcen.
Warum ist intrinsische Motivation für diesen Lernprozess wichtig?
Intrinsisch motivierte Lerner wählen Strategien, die zu einem tieferen Verständnis führen, da sie die Aufgabe aus eigenem Interesse bewältigen wollen, anstatt nur äußeren Druck zu erfüllen.
Sind Bildungsstandards auf selbstreguliertes Lernen ausgerichtet?
Ja, moderne Bildungsstandards in Fächern wie Englisch oder Geschichte fordern zunehmend Kompetenzen, die die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Schüler stärken.
Welche Rolle spielen metakognitive Strategien?
Metakognitive Strategien helfen dem Lerner, das eigene Denken und Lernen zu planen, zu überwachen und am Ende kritisch zu bewerten.
- Citar trabajo
- Daniela Garthaus (Autor), Mareike Drexhage (Autor), 2008, Selbstreguliertes Lernen in der Schule, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114047