Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Teología - Teología histórica, historia eclesiástica

Caritatives Wirken der christlichen Gemeinden

Título: Caritatives Wirken der christlichen Gemeinden

Trabajo , 1996 , 22 Páginas , Calificación: 1,2

Autor:in: Jens Hasekamp (Autor)

Teología - Teología histórica, historia eclesiástica
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die ersten drei Jahrhunderte der christlichen Gemeinschaft liefern äußerst interessante Einblicke in das, was das Christentum in seinem Ursprung ausmachte. Die christliche Caritas als Form der gemeinschaftlichen Sozialpflege und Unterstützungssystem, aber auch als Form der Äußerung der für die Christen zentrale Nächstenliebe zeigt den hohen Anspruch an den Einzelnen, der bis heute in institutionalisierter Form weiter existiert.

Die vorliegende Arbeit untersucht den Kern und den Beginn der christlichen Caritas. Im Kontext der antiken Rahmenbedingungen werden die christlichen Ämter beschrieben und ihre Funktion dargestellt. Anhand der Methoden zur Bereitstellung der finanziellen Mittel und der großen Mengen an Naturalien für den Dienst der Caritas wird die Einstellung der Christen zum privaten Besitz als in der Geschichte vielfach wechselnde Haltung deutlich.

Die Untersuchung der Caritas in frühchristlichen Gemeinden ist keineswegs antike Geschichte. Der Blick zurück zeigt, wie intensiv das caritative Wirken die christliche Grundhaltung geprägt hat und in die Verhaltensregeln, die eine christliche Kirche propagiert, eingeflossen ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Voraussetzungen in der alten Welt

2.1. Zur antiken Liberalitas

2.2. Die römischen Kollegien und ihre Bedeutungen für die Entwicklung christlicher Gemeinden

3. Die christlichen Gemeinden um 200- 300 n.Chr.

3.1. Die mit der Caritas in Verbindung stehenden Ämter der frühchristlichen Gemeinde

3.1.1. Die Aufgaben des Bischofs

3.1.2. Das Amt der Diakone und Subdiakone

3.1.3. Die Witwen und Jungfrauen

3.2. Die Agape

3.3. Die Mittel der Armenpflege

3.4. Das Verhältnis zum Besitz

3.5. Die sündentilgende Kraft von Almosen

4. Zusammenfassende Stellungnahme

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das caritative Wirken der christlichen Gemeinden im dritten Jahrhundert n. Chr. Ziel ist es, die Entwicklung der frühchristlichen Armenpflege vor dem Hintergrund antiker gesellschaftlicher Strukturen sowie die sich wandelnden Motive und Organisationsformen dieses sozialen Dienstes zu analysieren.

  • Historische Voraussetzungen: Abgrenzung der christlichen Caritas von der antiken Liberalitas und römischen Kollegien.
  • Gemeindestruktur und Ämter: Die Rolle von Bischöfen, Diakonen, Witwen und Jungfrauen im caritativen Dienst.
  • Soziale Institutionen: Bedeutung und Durchführung der Agape als Ausdruck gemeinschaftlicher Armenunterstützung.
  • Wirtschaftliche Basis: Finanzierung der Armenpflege durch Spenden, Oblationen und den Umgang mit privatem Besitz.
  • Motivationswandel: Von der Nächstenliebe hin zur theologischen Bedeutung der sündentilgenden Kraft von Almosen.

Auszug aus dem Buch

3.1.2. Das Amt der Diakone und Subdiakone

Die Tatsache, daß in den Gemeinden oft genau sieben Diakone eingesetzt waren, läßt darauf schließen, daß die Begründung des Amtes auf Apg 6, 1-6 zurückzuführen ist. Abgesehen von der Anzahl der Diakone scheint dieser Rückschluß jedoch nicht richtig zu sein. Die Leitung der Armenpflege liegt allein in den Händen des Bischofs, die Diakone sind nur Helfer des Bischofs.

Die Arbeit der Diakone erstreckt sich von der Hilfeleistung während der Eucharistiefeier und den Agapen, über anfallende Arbeiten an den Kirchengebäuden und Sicherstellung der Ordnung innerhalb der Kirche bis hin zur Arbeit in der Armenpflege, die sicherlich den größten Aufgabenbereich der Diakone darstellte. G. Uhlhorn beschreibt die Aufgabe der Diakone treffend in bildhafter Form:

Die Diakonen [...] sollen Augen und Ohr des Bischofs sein, durch sie soll er erfahren, wie es in der Gemeinde steht, sie sollen zugleich die Hand sein, mit der er handelt. So vor allem in der Armenpflege.

Da im dritten Jahrhundert die Gemeinden bereits deutlich gewachsen waren, bedurfte es einer gewissen Organisation innerhalb der Armenpflege. Um das Ziel, eine individuelle, auf die Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmte Unterstützung auch jetzt noch aufrechterhalten zu können, wurden sogenannte „Matrikel“ angelegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der christlichen Liebestätigkeit im dritten Jahrhundert und Darlegung der methodischen Vorgehensweise.

2. Voraussetzungen in der alten Welt: Untersuchung der antiken Liberalitas und der römischen Kollegien als Vorläufer und Abgrenzungspunkt für christliche Gemeinden.

3. Die christlichen Gemeinden um 200- 300 n.Chr.: Überblick über die hierarchische Struktur und das kirchliche Gemeindemodell sowie die Ämterverteilung.

3.1. Die mit der Caritas in Verbindung stehenden Ämter der frühchristlichen Gemeinde: Detaillierte Darstellung der Aufgaben von Klerus und Laienämtern in der Armenpflege.

3.1.1. Die Aufgaben des Bischofs: Analyse der zentralen Stellung des Bischofs als Leiter der Armenpflege und als „pater pauperum“.

3.1.2. Das Amt der Diakone und Subdiakone: Beschreibung der unterstützenden Tätigkeiten der Diakone und der Einführung von Matrikeln zur effizienten Armenverwaltung.

3.1.3. Die Witwen und Jungfrauen: Erläuterung des Dienstes der Witwen und Diakonissen bei der Krankenpflege und dem Gebet.

3.2. Die Agape: Darstellung der Agape als gemeinschaftliches Liebesmahl zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts.

3.3. Die Mittel der Armenpflege: Erörterung der finanziellen Basis, der Beschaffung von Mitteln und der Solidarität zwischen den Gemeinden.

3.4. Das Verhältnis zum Besitz: Auseinandersetzung mit der christlichen Bewertung von Reichtum und der Rolle von Arbeit im dritten Jahrhundert.

3.5. Die sündentilgende Kraft von Almosen: Untersuchung des Motivationswandels hin zur Vorstellung, dass Almosen göttliche Gnade erwirken.

4. Zusammenfassende Stellungnahme: Fazit zur Bedeutung der Caritas als soziales Sicherheitsnetz und deren Abgrenzung zur antiken Welt.

Schlüsselwörter

Caritas, christliche Gemeinde, 3. Jahrhundert, Armenpflege, Liberalitas, Kollegien, Bischof, Diakone, Agape, Matrikel, Almosen, Nächstenliebe, Besitz, Kirchenväter, soziale Sicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit dem caritativen Wirken innerhalb der christlichen Gemeinden im dritten Jahrhundert nach Christus und analysiert, wie diese Liebestätigkeit organisiert und theologisch begründet wurde.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit behandelt die historischen Voraussetzungen in der antiken Welt, die interne Ämterstruktur der Gemeinden, die institutionelle Praxis der Armenpflege, den Umgang mit Besitz und den Wandel der Motivation für Almosen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die christliche Caritas als soziales System zu beschreiben, das sich einerseits von antiken Modellen wie der Liberalitas unterscheidet, andererseits jedoch als einzigartiges soziales Netz zum schnellen Wachstum der Gemeinden beitrug.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor wählt einen methodischen Ansatz, der die Ämterstruktur der Gemeinde in den Mittelpunkt stellt, um die Verteilung caritativer Aufgaben transparent zu machen, ergänzt durch eine Analyse historischer Quellentexte.

Was wird im Hauptteil des Buches behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Voraussetzungen im römischen Reich, eine detaillierte Beschreibung der kirchlichen Ämter (Bischof, Diakone, Witwen), sowie eine Untersuchung der Armenpflege, der Agape und des Verständnisses von Besitz und Almosen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Caritas, Gemeindestruktur, Almosenwesen, antike Liberalitas, soziale Absicherung und frühe Kirchengeschichte charakterisiert.

Inwiefern unterscheiden sich die römischen Kollegien von der christlichen Gemeinde?

Während die Kollegien primär der Selbsthilfe der Mitglieder und der Totenfürsorge dienten, war die christliche Gemeinde als Träger einer umfassenden, auf Nächstenliebe basierenden Armenpflege organisiert, die über die eigenen Mitglieder hinausgehen konnte.

Wie veränderte sich die Motivation für die Almosengabe im Laufe des dritten Jahrhunderts?

Der Autor zeigt auf, dass die ursprüngliche, aus direkter Nächstenliebe motivierte Hilfe zunehmend durch die Vorstellung ergänzt wurde, dass Almosen Sünden tilgen und göttliche Gnade für das Jenseits erwirken können.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Caritatives Wirken der christlichen Gemeinden
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Katholische Theologie)
Curso
Hauptseminar: Aspekte des christlichen Gemeindelebens im 3. Jahrhundert
Calificación
1,2
Autor
Jens Hasekamp (Autor)
Año de publicación
1996
Páginas
22
No. de catálogo
V11404
ISBN (Ebook)
9783638175760
ISBN (Libro)
9783640916948
Idioma
Alemán
Etiqueta
Caritas Frühchristlich Caritatives Wirken christlich christliche Gemeinden Gemeinden Antike Liberalitas
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jens Hasekamp (Autor), 1996, Caritatives Wirken der christlichen Gemeinden, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11404
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  22  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint