Die Forschungsfrage, die in dieser literaturbasierten Arbeit untersucht und beantwortet wird, lautet: Mit welchen Kompetenzen und Führungsverhalten wird eine Führungskraft zum Digital Leader? Die Industrie 4.0 und Digitalisierung bringt nicht nur für die Mitarbeiter eine starke Veränderung mit sich, sondern wirken sich auch auf die Führungskräfte und die ganze Organisation aus. Der Umstieg auf diese neue Etappe erfordert das Modell des "Digital Leadership". Führungskräfte müssen dabei zu "Digital-Leader-Persönlichkeiten" werden. Zu dem Ergebnis, dass Unternehmen, die sich in einem digitalen Wandel befinden, bisherige Vorgehensweisen und Führungskonzepte überarbeiten und anpassen müssen, kommt ebenso die Studie der „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Studie "Digital Leadership - Die Zukunft der Führung in Unternehmen", welche in einer Kooperation zwischen mehreren Unternehmen erstellt wurde. Es stellt sich dabei auch die hohe Bedeutung der Digitalisierung und dem daher erforderlichen Digital Leadership heraus.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 VUCA-Management
3 Digital Leadership
3.1 Kernkompetenzen
3.1.1 Fachkompetenzen
3.1.2 Methodenkompetenz
3.1.3 Sozialkompetenz
3.2 Veränderung des Rollenbildes und Führungsverhaltens
3.3 Geeignetes Führungsmodell
3.4 Kritische Betrachtung
4 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit untersucht, welche spezifischen Kompetenzen und Verhaltensweisen eine Führungskraft im digitalen Zeitalter benötigt, um als „Digital Leader“ erfolgreich zu agieren und den Herausforderungen einer VUCA-Umwelt zu begegnen.
- Analyse der VUCA-Umwelt und ihrer Auswirkungen auf das Führungsverhalten
- Identifikation zentraler Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen
- Untersuchung der Veränderung des Rollenbildes von Führungskräften
- Bewertung geeigneter Führungsmodelle (u.a. Synercube-Konzept)
- Kritische Reflexion der Diskrepanz zwischen Erwartungen und Kompetenzstatus
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Fachkompetenzen
Erforderliche Fachkompetenzen, mit denen eine Führungskraft zum Digital Leader wird, werden in den ausgewählten Berichten und Studium kaum erwähnt. Aus diesem Grund wird hier ausschließlich auf die Ergebnisse der Experteninterviews von Wagner eingegangen, wobei die drei meistgenannten Fachkompetenzen genauer beleuchtet werden.
Technologisches Verständnis: Diese Fachkompetenz kann auch unter den Begrifflichkeiten wie „technisches Know-how“ oder „Technikaffinität“ verstanden werden. Die Führungskraft soll dabei ein Verständnis dafür besitzen bzw. entwickeln können, wofür die verschiedenen und auch teilweise neuen Technologien proaktiv eingesetzt werden können (Wagner, 2018, S. 69). Dieses technologische Verständnis sollte aber keine neue Anforderung sein, weil sie auch schon durch die schnelllebigen, technischen Entwicklungen eine Voraussetzung war. Es könnte dabei also viel mehr darum gehen, dass die Technikaffinität sich nicht nur auf einen Bereich beschränkt und hinzukommende neue Technologien schnell zur Zielerfüllung des Unternehmens und des Teams eingebracht werden können.
IT- Kompetenz: Sie stellt eine Grundkompetenz dar, um als digitale Führungskraft überhaupt handlungsfähig zu sein. Neben dem zielführenden Einsatz sind Wissenskenntnisse über die Anwendung der wichtigsten Hard- und Softwareprodukten notwendig. (Wagner, 2018, S. 69). Für eine virtuelle Zusammenarbeit, in der es darum geht, dass das Engagement gefördert wird, produktiv zu arbeiten und auch die Führungskraft ein Teil des Teams darstellen soll, ist ein fachgerechter Umgang mit den verschiedenen Applikationen und Tools grundlegend (Davies, et al., 2011, S. 12)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels in der Führung durch Digitalisierung und Industrie 4.0 sowie die Forschungsfrage der Arbeit.
2 VUCA-Management: Dieses Kapitel erläutert das VUCA-Modell als Strategie für die sich ständig verändernde Arbeitswelt und bietet Ansätze zum Umgang mit Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität.
3 Digital Leadership: Das Hauptkapitel analysiert erforderliche Kompetenzfelder, den Rollenwandel von Führungskräften sowie geeignete Führungsmodelle und reflektiert die Ist-Situation in Unternehmen.
4 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung fasst die Ergebnisse hinsichtlich notwendiger Kompetenzentwicklungen und veränderter Führungsstrukturen kompakt zusammen.
Schlüsselwörter
Digital Leadership, VUCA, Führungskultur, Digitalisierung, Kompetenzentwicklung, Change-Management, Sozialkompetenz, Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Synercube, Rollenbild, Agilität, Transformation, Führungskräfte, Industrie 4.0
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Anforderungen an moderne Führungskräfte in Zeiten des digitalen Wandels und definiert das Konzept des "Digital Leadership".
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen VUCA-Management, die Identifikation von Führungskompetenzen (Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen) sowie die Anpassung von Führungsmodellen und Rollenbildern.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, zu beantworten, mit welchen Kompetenzen und welchem Führungsverhalten eine Führungskraft erfolgreich zum "Digital Leader" werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine literaturbasierte Hausarbeit, die bestehende Studien, Berichte und Expertenmeinungen zur Analyse und Beantwortung der Forschungsfrage heranzieht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der VUCA-Umwelt, die detaillierte Darstellung von Kernkompetenzen, die Erörterung des veränderten Rollenbildes sowie die kritische Betrachtung der Kompetenzlücke in der Praxis.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Digital Leadership, VUCA, Führungskompetenzen, digitalen Wandel und Transformation charakterisieren.
Was besagt das Synercube-Modell in diesem Kontext?
Das Synercube-Konzept dient als innovativer Führungsansatz, der bisherige zweidimensionale Modelle um Werte- und Kulturorientierungen erweitert, um Unternehmen bei der digitalen Transformation zu unterstützen.
Warum wird die Kommunikation als kritisch für Digital Leader angesehen?
Kommunikation ist grundlegend für die Vermittlung von Sinn (Sense-making) und das Feedbackwesen, wobei die Studie zeigt, dass offene Kommunikation sowohl die wichtigste Erwartung als auch der größte Mangel in heutigen Unternehmen ist.
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- Tim Vogler (Autor), 2021, Digital Leadership. Führung in Zeiten des digitalen Wandels, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1140603