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Zivilmacht Europa – Leitbild rot-grüner Außenpolitik?

Zur Entwicklung der europäischen Sicherheitspolitik während der rot-grünen Regierungszeit in Deutschland

Title: Zivilmacht Europa – Leitbild rot-grüner Außenpolitik?

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 30 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Thomas Lohmeier (Author)

Politics - Topic: German Foreign Policy
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit untersucht die Frage, ob unter der rot-grünen Bundesregierung das von progressiven und friedensbewegten Kreisen entwickelte Konzept der Zivilmacht, Leitbild der Europapolitik war.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zivilmachtkonzeption in der europapolitischen Debatte

2.1 Zivilmacht Europa – Begriffsprägung durch Duchêne

2.2 Zivilmachtkonzeption nach dem Ende der bipolaren Weltordnung

3. Zivilmacht als politische Handlungsoption

4. Die Entwicklung der ESVI während der rot-grünen Regierungszeit

4.1 Der Kosovo-Krieg und seine Folgen

4.1.1 Der Kosovo-Krieg: Seine Ursachen …

4.1.2 … und seine Auswirkungen auf die ESVI

4.2 Die neue Sicherheitspolitik nach dem Kosovo-Krieg

5. Zivilmacht Europa?

6. Rot-Grün und die europäische Sicherheitspolitik

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht, inwieweit die seit den 1970er Jahren entwickelte Zivilmachtkonzeption als tatsächliches Leitbild der rot-grünen Bundesregierung in Deutschland für ihre europapolitische Sicherheitsstrategie diente.

  • Entwicklung des Zivilmachtbegriffs im europäischen Diskurs
  • Analyse der europäischen Sicherheits- und Verteidigungsintensität (ESVI)
  • Bedeutung des Kosovo-Krieges 1999 als sicherheitspolitische Zäsur
  • Vergleich von Zivilmacht-Idealtypen mit der realpolitischen Ausrichtung
  • Rolle der rot-grünen Regierung bei der sicherheitspolitischen Neuausrichtung

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Der Kosovo-Krieg: Seine Ursachen …

Während die NATO den Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien mit massiven Menschenrechtsverletzungen der jugoslawischen Armee- und Polizeieinheiten gegenüber den Kosovo-Albanern legitimierte und die Motive der jugoslawischen Politik im Kosovo mit „Großmachtansprüchen“ des jugoslawischen Präsidenten Slobodan Miloševic erklärte, zeigt sich bei genauerer Betrachtung, dass die Konfliktursachen wesentlich komplexer waren. Auch die Auflösungskriege des ehemaligen Jugoslawiens sind nur als komplexes Ergebnis einer anhalten Wirtschaftskrise und dem Legitimationsverlust des alten politischen Systems nach dem Zerfall des real-existierenden Sozialismus zu verstehen. Die monokausale Behauptung, die Auflösungskriege und die Menschenrechtsverletzungen im Kosovo seien Folge serbischer Großmachtpolitik greift eindeutig zu kurz.

Bezüglich des Kosovo-Konfliktes führt Christoph Rohloff zudem an, dass nach der Vertreibung vieler Serben aus der Krajina durch Kroatien immer noch viele Flüchtlinge ohne feste Bleibe in Serbien umher irrten und eine zweite Vertreibung - diesmal im eigenen Land - von keiner jugoslawischen Regierung hätte geduldet werden können. Die offizielle Begründung der NATO, Menschrechtsverletzungen und Vertreibung im Kosovo zu beenden, war aus verschiedenen Gründen nicht überzeugend, ihr Handeln im Vorfeld des Kriegs zu widersprüchlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Debatte um das Konzept der "Zivilmacht Europa" ein und skizziert die zentrale Forschungsfrage nach dessen Relevanz für die rot-grüne Regierungszeit.

2. Zivilmachtkonzeption in der europapolitischen Debatte: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Wurzeln des Begriffs der Zivilmacht und dessen Anpassung nach dem Ende der bipolaren Weltordnung.

3. Zivilmacht als politische Handlungsoption: Hier werden Kriterien für eine Zivilmachtpolitik definiert und Möglichkeiten sowie Grenzen der praktischen Anwendung diskutiert.

4. Die Entwicklung der ESVI während der rot-grünen Regierungszeit: Das Hauptkapitel analysiert den Aufbau europäischer Militärstrukturen, wobei der Kosovo-Krieg als entscheidender Wendepunkt für die Sicherheitsarchitektur hervorgehoben wird.

5. Zivilmacht Europa?: Eine kritische Bestandsaufnahme, die hinterfragt, ob die Europäische Union die Kriterien einer Zivilmacht nach den Ereignissen des Kosovo-Krieges noch erfüllt.

6. Rot-Grün und die europäische Sicherheitspolitik: Dieses Kapitel untersucht konkret das Handeln der rot-grünen Bundesregierung und deren Einfluss auf die sicherheitspolitische Ausrichtung Europas.

7. Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass die rot-grüne Regierung von einem zivilmachtorientierten Ansatz abrückte und die Entwicklung zur Militärmacht mitgestaltete.

Schlüsselwörter

Zivilmacht, Europäische Sicherheitspolitik, ESVI, rot-grüne Regierungszeit, Kosovo-Krieg, Sicherheitspolitik, Völkerrecht, Militärintervention, NATO, OSZE, transatlantische Beziehungen, Krisenbewältigung, Europa, Außenpolitik, Souveränitätsverzicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob die Konzeption einer "Zivilmacht Europa" als Leitbild für die Sicherheitspolitik der rot-grünen Bundesregierung in Deutschland diente.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die theoretische Zivilmachtkonzeption, die Entwicklung europäischer Sicherheits- und Verteidigungsstrukturen sowie die sicherheitspolitischen Konsequenzen nach dem Kosovo-Krieg.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob und inwieweit die rot-grüne Bundesregierung eine Zivilmachtpolitik europapolitisch verfolgt hat oder ob sie zu einer militärischen Orientierung beitrug.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse von Strategiepapieren, Koalitionsvereinbarungen und historischen Ereignissen zur Bewertung der europäischen Sicherheitspolitik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Entwicklung der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungsintensität (ESVI), dem Einfluss des Kosovo-Krieges und der Analyse des Handelns der rot-grünen Koalition unter Joschka Fischer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Zivilmacht, Europäische Sicherheitspolitik, ESVI, Kosovo-Krieg und rot-grüne Regierungszeit.

Welche Bedeutung hatte der Kosovo-Krieg für die Zivilmacht-Debatte?

Der Krieg gilt in der Arbeit als entscheidender Wendepunkt, da er die Ideale einer friedensorientierten Zivilmacht durch die NATO-Selbstmandatierung und die Umgehung des UN-Sicherheitsrates massiv in Frage stellte.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Joschka Fischer?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Fischer als Außenminister aktiv an einer sicherheitspolitischen Ausrichtung mitwirkte, die sich zunehmend von zivilen Idealen entfernte und militärische Fähigkeiten stärker in den Vordergrund rückte.

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Details

Title
Zivilmacht Europa – Leitbild rot-grüner Außenpolitik?
Subtitle
Zur Entwicklung der europäischen Sicherheitspolitik während der rot-grünen Regierungszeit in Deutschland
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut )
Course
Die Grünen und die Außenpolitik
Grade
2,0
Author
Thomas Lohmeier (Author)
Publication Year
2006
Pages
30
Catalog Number
V114085
ISBN (eBook)
9783640147830
ISBN (Book)
9783640218493
Language
German
Tags
Zivilmacht Europa Leitbild Außenpolitik Grünen Außenpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Lohmeier (Author), 2006, Zivilmacht Europa – Leitbild rot-grüner Außenpolitik?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114085
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