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Jugendstrafvollzug. Die richtige Reaktion auf abweichendes Verhalten und Kriminalität?

Title: Jugendstrafvollzug. Die richtige Reaktion auf abweichendes Verhalten und Kriminalität?

Elaboration , 2021 , 29 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Social Work
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Die Institution des Jugendstrafvollzugs steht immer wieder in der Kritik, da vermutet wird, dass Zwang und Repression einen negativen Einfluss auf jugendliche Straftäter haben. Damit eine nachhaltige Rehabilitation stattfinden kann, werden daher immer wieder neue Sanktionsformen erprobt. Der Thematik devianzpädagogischer Konzepte wird sich im Kapitel 2 angenähert, über den generellen Zweck von Strafen sowie verschiedenen Aspekten der Jugendstrafe wie der Geschichte und der Ausgestaltungen, um einen Überblick über den aktuellen Stand zu geben. Nachfolgend wird in Kapitel 3 am Beispiel des Projekt Chance im baden-württembergischen Creglingen eine Möglichkeit des Jugendstrafvollzugs in freier Form vorgestellt.

Aussichten bezüglich der Möglichkeiten, Grenzen, Wirkung und Nachhaltigkeit des Jugendstrafvollzugs werden anschließend im vierten Teil der Ausarbeitung erläutert, um der obengenannten Fragestellung nachzugehen. Weiterhin wird in Kapitel 5 die Rolle der Soziale Arbeit anhand verschiedener Aspekte im Jugendstrafvollzug verortet. Dazu werden der Zwangskontext, die gesetzlichen Rahmenbedingungen, Aufgabenbereiche und verschiedene Anforderungen an die Fachkräfte, sowie die Möglichkeiten und Grenzen analysiert. Abschließend erfolgt eine persönliche Schlussbetrachtung und ein Ausblick entsprechend der Fragestellung (Kapitel 6).

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Jugendkriminalität

2.1 Sinn und Zweck des Strafens

2.2 Was ist Jugendkriminalität?

2.3 Verurteilung zur Jugendstrafe

2.4 Geschichte des Jugendstrafvollzugs

2.5 Ausgestaltung des Jugendstrafvollzugs

2.6 Leitgedanke Erziehung

3 Freie Formen im Jugendstrafvollzug: Projekt Chance

3.1 Ziele

3.2 Methoden

3.3 Ausgestaltung des freien Vollzugs im Projekt Chance

3.4 Kritik am Projekt Chance

4 Aussichten des Jugendstrafvollzugs

4.1 Möglichkeiten und Grenzen

4.2 Wirkung und Nachhaltigkeit

4.3 Kritische Positionen zum Jugendstrafvollzug

5 Soziale Arbeit im Jugendstrafvollzug

5.1 Soziale Arbeit im Zwangskontext des Jugendstrafvollzugs

5.2 Rechtliche Grundlagen

5.3 Aufgabenfeld der Sozialen Arbeit

5.4 Anforderungen an die Fachkräfte

5.4.1 Professionelle Grundhaltung

5.4.2 Pädagogisches Denken und Handeln

5.5 Möglichkeiten und Grenzen

6 Persönliche Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, inwiefern der Jugendstrafvollzug die geeignete Reaktion auf abweichendes Verhalten und Kriminalität von Jugendlichen darstellt, und analysiert hierbei kritisch die Rolle der Sozialen Arbeit sowie alternative Vollzugsformen.

  • Strafzwecktheorien und die erzieherische Ausrichtung des Jugendstrafrechts
  • Die Implementierung freier Vollzugsformen am Beispiel des Projekts "Projekt Chance"
  • Chancen, Grenzen und Wirkungen des Jugendstrafvollzugs im Hinblick auf Rehabilitation
  • Herausforderungen und Anforderungsprofile für die Soziale Arbeit im Zwangskontext
  • Kritische Diskurse zur Sinnhaftigkeit und zu Reformmöglichkeiten des Jugendstrafvollzugs

Auszug aus dem Buch

3.2 Methoden

Ende der 1960er Jahre entwickelte der US-amerikanische Pädagoge und Psychologe Laurence Kohlberg den Just Community Ansatz, der die Einflüsse der Gruppe auf die Erziehung von Schüler:innen behandelt. Demnach ist „das Befolgen der Gruppenregeln (bzw. der Gruppenautorität) und der Anschluss an die soziale Gruppe wesentlich notwendig für jede Schulklasse“ (Garz 2006: 93), damit sich eine moralische Atmosphäre entwickeln kann. Den Kern der Theorie, das (moralische) Lernen in der Gruppe und durch die Gruppe, wendet das Projekt Chance in angepasster Form im freien Strafvollzug an. Durch das Zusammenleben und das gegenseitige Lernen entsteht ein hoher Bewertungs- und Leistungsdruck (vgl. Trapper 2007: 11). Bewertungs- und Rückmeldungsbögen werden sowohl von den Mitarbeiter:innen, als auch von anderen Inhaftierten und dem Inhaftierten selbst ausgefüllt, um eine ganzheitliche demokratische Reflexion des Verhaltens zu erreichen. Hier lässt sich ein Vorteil gegenüber dem herkömmlichen Jugendstrafvollzug erkennen, bei dem die Gruppe mehr oder minder sich selbst überlassen wird. Damit der Gruppenprozess im freien Vollzug zur Rehabilitation beiträgt bedarf es jedoch in jedem Fall pädagogische Begleitung durch die Mitarbeiter:innen, in dem sie einer möglicherweise entstehenden Hierarchisierung unter den Inhaftierten entgegenwirken. (vgl. ders.: 12f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Umgangs mit jugendlicher Kriminalität ein und skizziert den Aufbau der Arbeit.

2 Jugendkriminalität: Dieses Kapitel erläutert die Strafzwecktheorien, definiert Jugendkriminalität und beschreibt die gesetzlichen sowie historischen Grundlagen des Jugendstrafvollzugs.

3 Freie Formen im Jugendstrafvollzug: Projekt Chance: Hier wird das Konzept des Projekts Chance als alternative Vollzugsform vorgestellt, inklusive seiner Ziele, Methoden und einer kritischen Würdigung.

4 Aussichten des Jugendstrafvollzugs: Dieses Kapitel diskutiert Möglichkeiten, Grenzen, Wirkung und Nachhaltigkeit des Vollzugs sowie kritische Positionen zu dessen Existenzberechtigung.

5 Soziale Arbeit im Jugendstrafvollzug: Es wird die Rolle, der Zwangskontext und die Aufgaben der Sozialen Arbeit sowie die Anforderungen an die Fachkräfte analysiert.

6 Persönliche Schlussbetrachtung und Ausblick: Dieses Kapitel zieht ein Fazit zur Relevanz des Erziehungsgedankens und zur Zukunftsfähigkeit des Jugendstrafvollzugs.

Schlüsselwörter

Jugendstrafvollzug, Jugendkriminalität, Soziale Arbeit, Rehabilitation, Erziehung, Projekt Chance, Strafzwecktheorien, Zwangskontext, Resozialisierung, Freier Vollzug, Pädagogisches Handeln, Rückfallquote, Haft, Sanktionen, Jugendstrafrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit des Jugendstrafvollzugs als Reaktion auf abweichendes Verhalten und Kriminalität bei Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themen umfassen die erzieherische Ausrichtung des Strafrechts, alternative Vollzugsformen wie das Projekt Chance, die Wirksamkeit der Resozialisierung sowie die spezifischen Aufgaben und Herausforderungen der Sozialen Arbeit in diesem Bereich.

Welches primäre Ziel verfolgt die Ausarbeitung?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, inwiefern der Jugendstrafvollzug zur Rehabilitation beiträgt und ob er unter Berücksichtigung pädagogischer Aspekte die richtige Antwort auf Jugendkriminalität darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und Auseinandersetzung mit aktuellen kriminologischen sowie sozialpädagogischen Theorien und Konzepten.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Jugendkriminalität, eine detaillierte Analyse freier Vollzugsformen, eine kritische Diskussion der Wirksamkeit des Vollzugs sowie die Darstellung der Rolle der Sozialen Arbeit.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wesentliche Begriffe sind Jugendstrafvollzug, Resozialisierung, Erziehung, Soziale Arbeit, freie Vollzugsformen und Rehabilitationsansätze.

Wie unterscheidet sich das "Projekt Chance" vom herkömmlichen Jugendstrafvollzug?

Das Projekt Chance verzichtet auf klassische Repressionsmittel wie Mauern und Zäune und nutzt stattdessen eine intensive Gruppendynamik und multiprofessionelle Betreuung, um soziale Kompetenzen und ein prosoziales Verhalten zu fördern.

Warum ist die Soziale Arbeit im Jugendstrafvollzug mit einem "doppelten Mandat" konfrontiert?

Sozialarbeiter müssen einerseits eine helfende und unterstützende Beziehung zu den Jugendlichen aufbauen, andererseits sind sie als Teil der Vollzugseinrichtung in Sicherheits- und Kontrollstrukturen eingebunden.

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Details

Title
Jugendstrafvollzug. Die richtige Reaktion auf abweichendes Verhalten und Kriminalität?
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
29
Catalog Number
V1142432
ISBN (eBook)
9783346518354
ISBN (Book)
9783346518361
Language
German
Tags
Kriminalität Jugendstrafvollzug richtige Reaktion Jugendkriminalität abweichendes Verhalten Jugendstrafvollzug in freien Formen Sinn und Zweck des Strafens Projekt Chance Möglichkeiten und Grenzen des Jugendstrafvollzugs Kritische Positionen Soziale Arbeit im Jugendstrafvollzug Soziale Arbeit Zwangskontext Anforderungen Möglichkeiten und Grenzen
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Anonym (Author), 2021, Jugendstrafvollzug. Die richtige Reaktion auf abweichendes Verhalten und Kriminalität?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1142432
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