Die Organisationen der Sozialwirtschaft haben tiefgreifende Veränderungen zu bewältigen. Die politisch initiierte Einführung von Marktmechanismen bedingen Wettbewerb und steigende Konsumentensouveränität. Um diesen Veränderungen künftig begegnen zu können, müssen sich die Organisationen verändern. Ein wirkungsvolles Instrument zur Gestaltung dieses Wandels sind Management-by-objectives-Konzepte. Eine besondere Herausforderung dabei sind kooperative Mitarbeitergespräche mit Zielvereinbarung, welche Gegenstand der vorliegenden Arbeit sind. Für die Non-Profit-Organisationen der Sozialwirtschaft werden dabei Modifikationen der gängigen Konzepte vorgeschlagen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2. Grundlegendes zum Mitarbeitergespräch
2.1 Vorteile des kooperativen Mitarbeitergesprächs
2.2 Abgrenzung zu anderen Gesprächen
2.3 Besondere Relevanz in Organisationen der Sozialwirtschaft
3. Rahmenbedingungen
3.1 Vorbereitung und Zuständigkeit des Mitarbeitergesprächs
3.2 Kultur und Kommunikation
4. Inhalt des Mitarbeitergesprächs
4.1 Rückblick auf die Vereinbarungen des vergangenen Zeitraums
4.2 Arbeitsaufgaben und Arbeitsumfeld
4.3 Arbeitsumfeld
4.4 Zusammenarbeit
4.5 Normative und strategische Ausrichtung
4.6 Entwicklungsperspektiven
4.7 Zielvereinbarungen
5 Evaluation
6 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen der Publikation
Die Arbeit untersucht das kooperative Mitarbeitergespräch als effektives Führungsinstrument, um den tiefgreifenden Wandlungsprozessen in Organisationen der Sozialwirtschaft durch eine stärkere Mitarbeiterorientierung und Zielausrichtung zu begegnen.
- Bedeutung von Management-by-objectives Konzepten
- Vorteile kooperativer Mitarbeitergespräche für Organisationen
- Rahmenbedingungen und Gesprächskultur
- Strukturierte Themenblöcke für das Mitarbeitergespräch
- Praktische Implementierung mittels Leitfäden und Protokollen
Auszug aus dem Buch
2.3 Besondere Relevanz in Organisationen der Sozialwirtschaft
Eine besondere Relevanz entfalten die Mitarbeitergespräche in Organisationen der Sozialwirtschaft. Hier erfolgen Kundenkontakte (und Kontakte zu weiteren Interessensgruppen wie Eltern und Angehörige) im Gegensatz zu Wirtschaftbetrieben durch beinahe jeden Mitarbeiter. Daher ist im Sinne der Entwicklung einer einheitlichen Corporate Identity die Vermittlung von organisatorischen Werten und Normen für Organisationen der Sozialwirtschaft empfehlenswert. Diskussionen über Ziele, Sinn und Unsinn von neuen Werten sind dabei das Medium, in dem sich die Mitarbeiter einer Organisation diese Ziele aneignen. Das Verhalten der Organisationsmitglieder lässt sich durch eine gezielte Vermittlung der Unternehmensphilosophie beeinflussen, andererseits können Korrekturen vorgenommen werden. Hierfür ist das Mitarbeitergespräch ein geeignetes Instrumentarium, denn Ziele zu diesem Themenbereich können auch vereinbart werden: Verhaltensziele.
Zudem verlangen die rasanten Veränderungen in der Sozialwirtschaft ein mitarbeiterorientiertes Change Management, da die Zufriedenheit der Mitarbeiter in beträchtlichem Ausmaß mit der Einbeziehung in die Veränderungsprozesse korreliert.
Die bestehenden Professionalisierungsansprüche an sozialwirtschaftliche Organisationen bieten einen weiteren Grund für die Etablierung von Mitarbeitergesprächen. Der sich immer schneller vollziehende Wandel ist innerhalb der Organisationen zielgerichtet zu kommunizieren und zu steuern. Hierbei kann den Mitarbeitergesprächen eine besondere Bedeutung beigemessen werden.
Ein weiteres Argument für kooperative Mitarbeitergespräche im Non-Profit-Sektor hat traditionelle Gründe: Seit jeher ist die Mitarbeiterorientierung gerade im Sozial- und Gesundheitswesen im Sinne von Mitsprache, Mitbestimmung und Teamarbeit ausgeprägter als in den Betrieben der Industrie.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Veränderungsprozessen in der Sozialwirtschaft durch Marktmechanismen und führt das Mitarbeitergespräch als wirkungsvolles Führungsinstrument ein.
2. Grundlegendes zum Mitarbeitergespräch: Dieses Kapitel erläutert die Methode der kooperativen Mitarbeitergespräche als Partizipationsinstrument zur Erreichung von Organisationszielen und hebt deren motivierende Wirkung hervor.
3. Rahmenbedingungen: Hier werden die organisatorischen Voraussetzungen wie der Jahresrhythmus, die Nutzung von Leitfäden und die Bedeutung einer respektvollen Gesprächskultur dargelegt.
4. Inhalt des Mitarbeitergesprächs: Dieses Kapitel strukturiert den Ablauf des Gesprächs in fünf wesentliche Themenblöcke, um eine ganzheitliche Bilanzierung und Zielplanung zu gewährleisten.
5 Evaluation: Die Evaluation beschreibt die stichprobenartige Analyse von Gesprächsprotokollen, um die Qualität und Wirksamkeit der durchgeführten Mitarbeitergespräche zu prüfen.
6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung unterstreicht die Rolle des kooperativen Mitarbeitergesprächs als zeitgemäßes Führungsinstrument zur Konsolidierung personeller Ressourcen im organisatorischen Wandel.
Schlüsselwörter
Mitarbeitergespräch, Sozialwirtschaft, Zielvereinbarung, Führungsinstrument, Mitarbeiterorientierung, Change Management, Organisationsziele, Personalentwicklung, Leistungsbereitschaft, Arbeitszufriedenheit, Gesprächsführung, Unternehmensphilosophie, Partizipation, Professionalisierung, Zielformulierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung und Durchführung kooperativer Mitarbeitergespräche als Führungsinstrument speziell innerhalb von Organisationen der Sozialwirtschaft.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Notwendigkeit von Mitarbeiterorientierung im Zuge organisatorischer Wandlungsprozesse, die Gesprächsstrukturierung und die gezielte Vereinbarung von Entwicklungs- sowie Verhaltenszielen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, den Nutzen kooperativer Mitarbeitergespräche für die Zielerreichung und Zufriedenheit in sozialwirtschaftlichen Einrichtungen aufzuzeigen und praxistaugliche Konzepte zu liefern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung des Konzepts der Mitarbeitergespräche und ergänzt diese durch praxisorientierte Leitfäden und Vorlagen für die Anwendung im Arbeitsalltag.
Was wird im Hauptteil detailliert besprochen?
Der Hauptteil gliedert sich in die notwendigen Rahmenbedingungen (Vorbereitung, Kultur) und eine detaillierte, in fünf Themenblöcke unterteilte Inhaltsstruktur für die Durchführung des Gesprächs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mitarbeitergespräch, Sozialwirtschaft, Zielvereinbarung, Partizipation und Führungsinstrument charakterisiert.
Warum ist das Mitarbeitergespräch in der Sozialwirtschaft besonders relevant?
Aufgrund der hohen Bedeutung von Kundenkontakten durch nahezu jeden Mitarbeiter ist eine einheitliche Wertevermittlung und die Förderung der Identifikation mit der Unternehmensphilosophie essenziell.
Welche Rolle spielen Verhaltensziele in der Arbeit?
Verhaltensziele ermöglichen es, die Unternehmensphilosophie und Werte in das konkrete tägliche Handeln der Mitarbeiter zu integrieren und dieses gezielt zu beeinflussen.
Was bietet der Anhang der Arbeit?
Der Anhang bietet praktische Hilfsmittel: ein Muster für ein Einladungsschreiben, einen konkreten Leitfaden für die Vorbereitung durch den Mitarbeiter und einen strukturierten Protokollbogen.
- Quote paper
- Martin Rossol (Author), 2008, Das kooperative Mitarbeitergespräch in Organisationen der Sozialwirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114386