Asiatische Werte - Das asiatische Menschenrechtsverständnis


Seminararbeit, 2007
24 Seiten, Note: 2,3
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Asiatische Werte
2.1 Entstehung der Debatte um asiatische Werte
2.2 Was sind asiatische Werte
2.3 Asiatische Positionen zur Debatte um asiatische Werte
2.3.1 Asianismus-Debatte
2.3.2 Die Ishihara/ Mahatir-Debatte
2.3.3 Lee Kuan Yews Konzept
2.3.4 Die Rolle der Harmonie (Yasuhiro Nakasone)
2.4 Auffassung und Erklärungen des asiatischen Menschenrechtsverständnis
2.4.1 Asiatisches Menschenrechtsverständnis
2.4.2 Die Bangkoker Erklärung (Bangkok Declaration) von
2.5 Untersuchung für Verfechter der asiatischen Wertedebatte bedeutende asiatischer Werte
2.5.1 Einstellung zu Macht und Autorität
2.5.2 Kollektiv- versus Individualinteressen
2.5.3 Asiatische Religionen
2.5.4 Rechtstradition
2.6 Gibt es überhaupt asiatische Werte?

3. Umfragen zu (Werte-) Einstellungen asiatischer Bürger im Vergleich zu Einstellungen westlicher Bürger

4. Zusammenfassung und Fazit

Literatur und Quellenverzeichnis:

1. Einleitung

Was sind asiatische Werte, gibt es diese überhaupt und welche Intentionen hatten ihre Begründer? Gibt es eindeutige, ausdrückliche und unüberbrückbare Gegensätze in der Auffassung von Werten zwischen dem „Westen“ und Asien?

Mit diesen Fragestellungen beschäftigt sich die vorliegende Arbeit.

Die Diskussion der asiatischen Werte fand in den 90er-Jahren, losgetreten von einigen asiatischen Spitzenpolitikern und Persönlichkeiten, unter der Führung der ehemaligen Premierminister Singapurs Lee Kuan Yew und Malaysias Muhatir bin Mohamad statt. Die Gründe dieser Debatte werden im Laufe dieser Arbeit erörtert.

Die Diskussion über Werte in der Welt begann aber nicht erst seit der Debatte um asiatische Werte. Spätestens seit den Schrecken des zweiten Weltkriegs ist die Diskussion um Menschenrechte aktueller denn je. Am 10. Dezember des Jahres 1948 wurde dann auch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von den Vereinten Nationen verfasst als Verankerung von westlichen
Werten. Außer den Menschenrechten gelten demokratische Werte wie individuelle Freiheit als „westliche Werte“. Die Universalität der Menschenrechte als westlicher Wert stellt die Chance dar, die künftige Politik der Weltgesellschaft einer normativen Verbindlichkeit zu unterwerfen.

Die völkerrechtliche Verbindlichkeit wurde am 10. Dezember 1948 in der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen (UNO) verankert.

Es wurden erstmals in einer so umfassenden und weit reichenden Erklärung liberale und soziale Rechte gleichgewichtig und nebeneinander gestellt, so dass die Menschenrechte universale Geltung bekamen und mit dieser neuen Magna Charta der Welt ein Ideal geschaffen wurde, von dessen ethischen Appell sich so schnell kein Mitgliedsland der UNO befreien konnte und kann (vgl. Hermann 1998).

Jedoch tat sich in den 90er Jahren Widerstand gegen die Universalität der Menschenrechte und grundsätzlich gegen die im „Westen“ geltenden Werte auf. Besonders asiatische Vertreter waren der Meinung, dass Diskussionsbedarf über grundsätzliche Werte bestünde.

So wurde beispielsweise die Universalität der Menschenrechte negiert, um eine eigene Vorstellung über die Ansicht der Werte in Sachen Menschenrechte kund zu geben. Dies geschah im Rahmen der asiatischen Wertedebatte mit der asiatischen Menschenrechtserklärung, der Bangkoker Erklärung, die im Rahmen des Hauptteils über „asiatische Werte“ dargestellt wird.

Um der Diskussion um asiatische Werte besser verstehen zu können, wird zunächst beschrieben, was überhaupt unter „asiatischen Werten“ zu verstehen ist. Hierbei werden einige dieser so genannten asiatischen Werte aufgegriffen und diskutiert. Anschließend wird grundsätzlich geklärt, inwieweit es überhaupt asiatische Werte gibt. Gegen Ende der Arbeit werden Motive der Initiatoren der asiatischen Wertedebatte erkundet. Außerdem wird anhand empirischer Daten versucht darzulegen, wie die Einstellung der asiatischen Bevölkerung zu einigen den Werten betreffende Themen, ist.

Abgeschlossen wird die Arbeit mit einer Zusammenfassung und dem Fazit. Anhängend an den Schlussteil der Hausarbeit findet sich eine Liste der verwendeten Literatur, sowie weitere Quellenangaben.

2. Asiatische Werte

Im Bezug auf das Thema dieser Arbeit „Asiatische Werte“ ist es elementar zu analysieren, was überhaupt „Asiatische Werte“ sind und welche Bedeutung diesen zukommt. Zunächst einmal wird in diesem Teilabschnitt der Arbeit erläutert wie es zur Diskussion um asiatische Werte kam, was asiatische Werte sind, und welche Persönlichkeiten, insbesondere auf asiatischer Seite, Stellungnahme zu dieser Thematik genommen haben und wie diese aussieht.

Nach der grundsätzlichen Klärung und der Erläuterung folgt eine Auseinandersetzung mit vier für Verfechter der asiatischen Wertedebatte, bedeutenden asiatischen Werten und dessen Analyse. Abschließend für diesen Punkt wird diskutiert, ob es überhaupt (offizielle) asiatische Werte gibt und welche Intentionen die Begründer dieser Wertedebatte pflegten, als sie diese begannen.

2.1 Entstehung der Debatte um asiatische Werte

Zunächst einmal wurde die Diskussion ausschließlich auf politischer Ebene und nicht auf philosophischer oder staatstheoretischer Ebene geführt.

Die Auseinandersetzung über asiatische Werte begann nach dem Zusammenbruch des Kommunismus bzw. des Sowjet-Blocks 1989 und der politischen Neuorientierung ehemals kommunistisch- geführter Länder, für die westliche Werte, wie Demokratie und die Universalität der Menschenrechte nun auch in Frage kamen, da die liberale Demokratie nun zur dominierenden Ideologie geworden war.

Die Frage war, wie westliche und asiatische Länder auf das Ideologie-Vakuum reagieren und versuchen ihre Vorstellungen durchzusetzen.

„More than ever, cultural identities are becoming prevalent in balancing out the tendency to universalize concepts such as „democracy“ and „human rights“ that are predominantly viewed as products of the liberal West.” The Huntington thesis claims that many East Asiean countries will resist the West´s effort to export democracy and universal human rigts, and instead establish authoritian regimes that produce societal order and a helthy economy” (Dalton/ Nhu-Ngoc 2003: 3).

“Es wurde sogar die Frage aufgeworfen, ob der dominierende zivilisatorische Paradigmaanspruch des Westens zu halten ist, und ob ihm nicht konkurrierende Zivilisationsbilder – besonders aus Asien- mit einem eigenen Führungsanspruch entgegentreten“ (vgl. Mols/Derichs: 226).

Eine weitere Dimension der Diskussion stellt der ökonomische und politische Interessenkonflikt zwischen alten Industriestaaten Europas und Nordamerikas und den Wachstumsökonomien des pazifischen Raums dar (vgl. Lee 2003).

Ein zentrales Problem der Debatte war, dass sich beide Kulturen in der Vergangenheit stets als „überlegen“ betrachtet haben.

Der Ausgangspunkt der Diskussion war ein doppeltes Identitätsproblem: Der „Westen“ fragte sich, ob nun auch die Modernisierungstheorie in asiatischen Ländern greife, die besagt, dass eben nach ökonomischen Wohlstand auch der politische Systemwandel in Richtung demokratischer Prinzipien folgt.

In asiatischen Staaten war die Fragestellung ganz ähnlich gelagert. Es wurde sich gefragt, ob nach der Nachahmung der ökonomischen Entwicklung, nun auch die politischen Systeme im Westen Vorbild für die eigenen sein sollten oder ob politische Systeme entstehen würden, die sich zwar Demokratien nennen, aber typischerweise von asiatischen Werten geprägt seien (vgl. Lee 2003: 1).

Ein weiterer Grund war die angebliche steigende Dekadenz und dem schlechte Lebensstil im Westen, aufgrund dessen sich gefragt wurde ob es nicht besser sei auf eigene Werte zu setzen: „Wo massiver sozialer Verfall (massive social decay) herrsche – gemessen an einer absolut exuberanten Zunahme der Verbrechensraten in den USA, extrem angewachsenen Scheidungsziffern, einem entsprechenden Anstieg der Zahl allein erziehender Mütter-, sei es angebracht darüber nachzudenken, welche Elemente der Westlichkeit weiterhin brauchbar seien und welche immer weniger zur Zukunftsbewältigung taugten“ (Mols/ Derichs 1995: 233).

2.2 Was sind asiatische Werte

Nach Meinung der Vertreter der asiatischen Werte-Debatte, unter anderem Lee Kuan Yew und Mahatir bin Mohamad, die später noch genauer vorgestellt werden, waren es die asiatischen Werte, die zum wirtschaftlichen Erfolg in Teilen Asiens geführt hatten: „Um ihre Argumente zu untermauern, griffen sie in den neunziger Jahren auf die These vom „konfuzianischen Kapitalismus“ der Modernisierungstheorie zurück. Die Vertreter der konfuzianischen Kapitalismusthese haben im Hinblick auf den Erfolg Japans und der vier Tigerstaaten (Hongkong, Singapur, Südkorea, Taiwan) seit den sechziger Jahren immer wieder behauptet, die konfuzianische Tradition sei das Geheimnis der wirtschaftlichen Erfolge, dieser Länder. Dabei betonten sie Loyalität, Sparsamkeit, Fleiß, Bildung, Friedfertigkeit und Harmonie als wesentliche ethische Merkmale dieser Tradition“ (Lee 2003: 2).

Jedoch ist anzumerken, dass bisher noch keine offizielle Liste mit „asiatischen Werten“ veröffentlicht wurde.

Als inoffizielle asiatische Werte werden immer wieder die oben genannten Tugenden Loyalität, Sparsamkeit, Fleiß, Bildung, Friedfertigkeit und Harmonie, sowie Respekt, Einheit und nationale Identität angeführt. Im Fokus steht immer der Blick auf das Kollektiv (Kollektivismus). Als beispielhafter Wert kann der Paternalismus gesehen werden.

Definition Paternalismus (von lat. Paternus= väterlich):

Fachterminus für eine ungleiche soziale Beziehung, in der der dominante Partner (hier Repräsentant des Staates) dem oder den sozial Schwächeren (hier das Volk) das Verhalten eines Familienvaters entgegenbringt. Vom schwächeren Partner werden Vertrauen und Loyalität erwartet, vom Vorgesetzten als Preis für die Bevormundung und strukturell nicht mögliche Gleichberechtigung des „Untergebenen“ ein Minimum an Fürsorgepflicht (vgl. Nohlen 2004: 649).

Am Beispiel des Paternalismus ist zu erkennen, dass die asiatischen Werte nicht gerade auf demokratischen Grundsätzen, wie Gleichbehandlung und Gleichheit vor dem Gesetz aufgebaut werden sollen. Der Paternalismus spielt in den nun folgenden Positionen der asiatischen Vertreter eine bestimmende Rolle.

2.3 Asiatische Positionen zur Debatte um asiatische Werte

Professor Doktor Eberhardt Sandschneider, Otto-Wolff-Direktor des Forschungsinstitutes der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, erklärt in seinem Aufsatz „Asiatische Herausforderungen? Kritische Anmerkungen zu der Debatte um „asiatische Werte““ drei Positionen von asiatischen Protagonisten, wie das gesellschaftliche Leben mit Bezug zu asiatischen Werte auszusehen hat.

Die Positionen Sandschneiders habe ich noch ergänzt und die Auffassung von Yasuhiro Nakasone hinzugefügt.

Vertreter der asiatischen These propagieren ihre autoritäre Politik als den asiatischen Weg. Sie machen die asiatischen Werte verantwortlich für den ökonomischen Erfolg in Asien.

Vor allem die gleich näher beschriebenen Yew und Mahatir sind der Meinung, dass der Bevölkerung die asiatischen Werte eingeimpft werden sollten und es eine Vorprogrammierung auf die asiatischen Werte geben sollte.

2.3.1 Asianismus-Debatte

Mit der Betrachtung der Asianismus- Debatte wird ersichtlich, dass Werte des Westens, wie die Universalität der Menschenrechte zurückgewiesen werden und besagt dass Wertegrundlagen des Westens nicht vereinbar seien mit den asiatischen Werten.

„Die so genannte Asianismus- Debatte proklamierte die prinzipielle Inkompatibilität von Werten und verwies auf vermeintlich offensichtliche Unterschiede in den grundlegenden Verhaltensmustern zwischen Asiaten und Europäern: Asiaten – so hieß es – hätten eine positivere Einstellung zu Macht, Autoritäten Hierarchien. Ordnung und soziale Harmonie seien hier wichtiger als Pluralismus“.

Menschenrechte könnten folglich nicht universell, sondern nur kultur- und entwicklungsabhängig verstanden werden. Universalistische und instrumentelle Positionen prallten aufeinander und Vertreter des Asianismus wollten individuelle Freiheit nur als Voraussetzung für funktionierende Marktwirtschaften, nicht aber für demokratische Ordnungen zulassen“(Sandschneider 2001: 8).

2.3.2 Die Ishihara/ Mahatir-Debatte

Die Ishihara/ Mahatir- Debatte postuliert, dass die westlichen Gesellschaft nicht in der Lage sind als Vorbild für asiatische Gesellschaften zu dienen. Angeprangert wird der Lebensstil westlicher Gesellschaften. Ishihara stellt sogar die asiatische Zivilisation, in Gestalt von Japan, über die westlichen Zivilisationen (Nordamerika, Westeuropa). Das oben angesprochene Problem, dass sich beide Kulturen in der Historie stets als überlegen betrachtet haben, wird hier von Ishihara ausgesprochen.

Shintaro Ishihara ist Japaner. Er ist einer der wichtigsten Politiker in der japanischen Hauptstadt Tokio und wurde am 30. September 1932 in Kobe/ Japan geboren und ist gemeinsam mit Mahatir bin Mohamad Initiator der Ishihara/ Mahatir-Debatte.

Doktor Tun Mahatir bin Mohamad ist ehemaliger Premierminister von Malaysia (1981-2003) und wurde am 20. Dezember 1925 in Alor Setar/ Malaysia geboren.

Die Ishihara/ Mahatir- Debatte besagt, dass die Selbstlegitimation autoritärer Regime mit Infragestellung westlicher Gesellschaften als Vorbildcharakter asiatischer Gesellschaften erfolgen soll (vgl. Sandschneider 1999: 8f): „Mit einem einseitig (im schlechtesten Sinne des Wortes) vielfach populistischen Blick auf die Schattenseiten westlicher Gesellschaften wurde deren Vorbildcharakter für Asien prinzipiell in Frage gestellt“ (Sandschneider 1999: 8f). Ishihara geht sogar soweit, die asiatische Gesellschaft, im Begriff von Japan als führende Kultur darzustellen „Wir sind die Weltmacht […] Die Amerikaner mit ihrer nur wenige Jahrhunderte umfassenden Geschichte haben den Übergang von einer bedeutenden historischen Periode in eine andere noch nie erlebt. Sie wurden erst vor ein paar Jahren, gegen Ende der modernen Ära, zur wichtigsten Weltmacht – Japan sei beides: modern und geschichtsbewusst, innovativ und von tradierte Normen überzeugt, hochtechnisch, hoch zivilisiert und doch auf den eigenen Lebensstil bedacht: Das ist die Lektion der Geschichte“ (Mols/ Derichs 1995: 236).

2.3.3 Lee Kuan Yews Konzept

Lee Kuan Yew wurde 1923 geboren und ist ein Politiker in der Republik Singapur. Er war der erste Premierminister Singapurs und übte dieses Amt von 1959 bis 1990 aus. Seine Idee der Gesellschafts- und Staatform steht für eine „well- ordered- society“ in einem autoritären Staatsgebilde.

Ein Ordnungsmodell mit Maximum an Freiheit, aber nur in einem geordneten Staat und nicht im Zustand von Streit und Anarchie (vgl. Sandschneider 2001: 9): “Advocady of an authoritarian regime, The expansion of the right of the individual to behave or misbehave as he pleases has come at the expense of orderly society. In the East the main object is to have a well-ordered society so that everboydy can have maximum enjoyment of his freedoms. This freedom can only exist in an ordered state an not in a natural state of contention and anarchy” (Dalton/ Nhu-Ngoc 2003: 4)

„Als Konsequenz soll nach seiner Auffassung auf der kollektiv- politischen Ebene ein autokratisches politisches System existieren, das allerdings auf individueller Ebene bestimmte Freiheits- und Bürgerrechte (insbesondere Eigentumsrechte und Rechtssicherheit) als Voraussetzung für ökonomischen Wohlstand garantiert. Hier präsentiert sich von europäischen Wertmuster deutlich unterschiedliches Staatsverständnis: „Politisch verhält sich die Herrschaftselite als Monopolist, der umfassende Machtansprüche stellt und keine legitime Opposition als Konkurrenz duldet. Gesellschaftspolitisch agiert sie als Kontrolleur, der unerwünschte und dem wirtschaftlichen Entwicklungsprozess abträgliche Spannungen kanalisiert und notfalls unterdrückt, während sich im Bereich der Wirtschaft als Katalysator versteht und die Aufgabe übernimmt, möglichst optimale Rahmenbedingungen für ansonsten nicht staatliche reglementiertes Wirtschaftsverhalten zu entwerfen“ (Sandschneider 2001: 9).

Lee Kuan Yew nennt für ihn wichtige asiatische Werte. Er betont den Vorrang der Gemeinschafts- vor den Individualinteressen, die Bewahrung der Familie als Grundelement der Gesellschaft, den Vorrang von konsensorientierten (vor konfliktorientierten) Lösungsstrategien und die Toleranz und Harmonie zwischen Religionen und Rassen.

Nach der Meinung von Yew und den anderen Hauptprotagonisten sollte eine besondere Akzentuierung auf Unterschiede in der politischen Kultur und die spezifische Rolle von Religionen beachtet werden.

Auch durch Yews Haltung zur Auslegung und gesellschaftlichen Auffassung von Werten wird klar, dass die Ausrichtung des politischen Systems, aufgrund angeblich fest verankerter Wertetraditionen, nur in Richtung autoritärer Staatsform, aussehen kann. Lee Kuan Yew fasst sich sogar noch genauer, indem er nicht die Demokratie als Ziel als angibt, sondern den Richtungspunkt auf eine transparente und nicht korrupte Regierung legt. So soll der demokratische und universelle Wert der Pressefreiheit, als westliches Wertegut, eingeschränkt werden, um durch die Presse entfachte Unstimmigkeiten zu vermeiden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Asiatische Werte - Das asiatische Menschenrechtsverständnis
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Institut für Sozialwissenschaften, Abteilung Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Kulturen in der internationalen Politik
Note
2,3
Jahr
2007
Seiten
24
Katalognummer
V114535
ISBN (eBook)
9783640161508
ISBN (Buch)
9783640161546
Dateigröße
461 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Asiatische, Werte, Menschenrechtsverständnis, Kulturen, Politik
Arbeit zitieren
Anonym, 2007, Asiatische Werte - Das asiatische Menschenrechtsverständnis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114535

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