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Asiatische Werte - Das asiatische Menschenrechtsverständnis

Titre: Asiatische Werte - Das asiatische Menschenrechtsverständnis

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 24 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Politique - Sujet: Droit international et les droits de l'homme
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Diskussion über Werte in der Welt begann aber nicht erst seit der Debatte um asiatische Werte. Spätestens seit den Schrecken des zweiten Weltkriegs ist die Diskussion um Menschenrechte aktueller denn je. Am 10. Dezember des Jahres 1948 wurde dann auch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von den Vereinten Nationen verfasst als Verankerung von westlichen
Werten. Außer den Menschenrechten gelten demokratische Werte wie individuelle Freiheit als „westliche Werte“. Die Universalität der Menschenrechte als westlicher Wert stellt die Chance dar, die künftige Politik der Weltgesellschaft einer normativen Verbindlichkeit zu unterwerfen.
Die völkerrechtliche Verbindlichkeit wurde am 10. Dezember 1948 in der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen (UNO) verankert.
Es wurden erstmals in einer so umfassenden und weit reichenden Erklärung liberale und soziale Rechte gleichgewichtig und nebeneinander gestellt, so dass die Menschenrechte universale Geltung bekamen und mit dieser neuen Magna Charta der Welt ein Ideal geschaffen wurde, von dessen ethischen Appell sich so schnell kein Mitgliedsland der UNO befreien konnte und kann (vgl. Hermann 1998).
Jedoch tat sich in den 90er Jahren Widerstand gegen die Universalität der Menschenrechte und grundsätzlich gegen die im „Westen“ geltenden Werte auf. Besonders asiatische Vertreter waren der Meinung, dass Diskussionsbedarf über grundsätzliche Werte bestünde.
So wurde beispielsweise die Universalität der Menschenrechte negiert, um eine eigene Vorstellung über die Ansicht der Werte in Sachen Menschenrechte kund zu geben. Dies geschah im Rahmen der asiatischen Wertedebatte mit der asiatischen Menschenrechtserklärung, der Bangkoker Erklärung, die im Rahmen des Hauptteils über „asiatische Werte“ dargestellt wird.
Um der Diskussion um asiatische Werte besser verstehen zu können, wird zunächst beschrieben, was überhaupt unter „asiatischen Werten“ zu verstehen ist. Hierbei werden einige dieser so genannten asiatischen Werte aufgegriffen und diskutiert. Anschließend wird grundsätzlich geklärt, inwieweit es überhaupt asiatische Werte gibt. Gegen Ende der Arbeit werden Motive der Initiatoren der asiatischen Wertedebatte erkundet. Außerdem wird anhand empirischer Daten versucht darzulegen, wie die Einstellung der asiatischen Bevölkerung zu einigen den Werten betreffende Themen, ist.
Abgeschlossen wird die Arbeit mit einer Zusammenfassung und dem Fazit. Anhängend an den Schlussteil der Hausarbeit findet sich eine Liste der verwendeten Literatur, sowie weitere Quellenangaben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Asiatische Werte

2.1 Entstehung der Debatte um asiatische Werte

2.2 Was sind asiatische Werte

2.3 Asiatische Positionen zur Debatte um asiatische Werte

2.3.1 Asianismus-Debatte

2.3.2 Die Ishihara/ Mahatir-Debatte

2.3.3 Lee Kuan Yews Konzept

2.3.4 Die Rolle der Harmonie (Yasuhiro Nakasone)

2.4 Auffassung und Erklärungen des asiatischen Menschenrechtsverständnis

2.4.1 Asiatisches Menschenrechtsverständnis

2.4.2 Die Bangkoker Erklärung (Bangkok Declaration) von 1993

2.5 Untersuchung für Verfechter der asiatischen Wertedebatte bedeutende asiatischer Werte

2.5.1 Einstellung zu Macht und Autorität

2.5.2 Kollektiv- versus Individualinteressen

2.5.3 Asiatische Religionen

2.5.4 Rechtstradition

2.6 Gibt es überhaupt asiatische Werte?

3. Umfragen zu (Werte-) Einstellungen asiatischer Bürger im Vergleich zu Einstellungen westlicher Bürger

4. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Debatte um sogenannte „asiatische Werte“, ihre Hintergründe sowie ihre politische Instrumentalisierung durch asiatische Eliten zur Rechtfertigung autoritärer Herrschaftsformen und zur Abgrenzung gegenüber westlichen Demokratie- und Menschenrechtsvorstellungen.

  • Ursprung und politische Motive der „Asiatische Werte“-Debatte
  • Analyse zentraler Positionen führender asiatischer Politiker
  • Verhältnis zwischen asiatischen Werten und universellen Menschenrechten
  • Empirischer Vergleich wertespezifischer Einstellungen in Asien und dem Westen
  • Kritische Reflexion der Vereinbarkeit asiatischer Traditionen mit demokratischen Prinzipien

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Die Ishihara/ Mahatir-Debatte

Die Ishihara/ Mahatir- Debatte postuliert, dass die westlichen Gesellschaft nicht in der Lage sind als Vorbild für asiatische Gesellschaften zu dienen. Angeprangert wird der Lebensstil westlicher Gesellschaften. Ishihara stellt sogar die asiatische Zivilisation, in Gestalt von Japan, über die westlichen Zivilisationen (Nordamerika, Westeuropa). Das oben angesprochene Problem, dass sich beide Kulturen in der Historie stets als überlegen betrachtet haben, wird hier von Ishihara ausgesprochen.

Shintaro Ishihara ist Japaner. Er ist einer der wichtigsten Politiker in der japanischen Hauptstadt Tokio und wurde am 30. September 1932 in Kobe/ Japan geboren und ist gemeinsam mit Mahatir bin Mohamad Initiator der Ishihara/ Mahatir-Debatte. Doktor Tun Mahatir bin Mohamad ist ehemaliger Premierminister von Malaysia (1981-2003) und wurde am 20. Dezember 1925 in Alor Setar/ Malaysia geboren.

Die Ishihara/ Mahatir- Debatte besagt, dass die Selbstlegitimation autoritärer Regime mit Infragestellung westlicher Gesellschaften als Vorbildcharakter asiatischer Gesellschaften erfolgen soll (vgl. Sandschneider 1999: 8f): „Mit einem einseitig (im schlechtesten Sinne des Wortes) vielfach populistischen Blick auf die Schattenseiten westlicher Gesellschaften wurde deren Vorbildcharakter für Asien prinzipiell in Frage gestellt“ (Sandschneider 1999: 8f). Ishihara geht sogar soweit, die asiatische Gesellschaft, im Begriff von Japan als führende Kultur darzustellen „Wir sind die Weltmacht […] Die Amerikaner mit ihrer nur wenige Jahrhunderte umfassenden Geschichte haben den Übergang von einer bedeutenden historischen Periode in eine andere noch nie erlebt. Sie wurden erst vor ein paar Jahren, gegen Ende der modernen Ära, zur wichtigsten Weltmacht – Japan sei beides: modern und geschichtsbewusst, innovativ und von tradierte Normen überzeugt, hochtechnisch, hoch zivilisiert und doch auf den eigenen Lebensstil bedacht: Das ist die Lektion der Geschichte“ (Mols/ Derichs 1995: 236).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Debatte um asiatische Werte ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Gegensätzen zwischen westlichen und asiatischen Wertevorstellungen.

2. Asiatische Werte: Dieses Kapitel analysiert die inhaltliche Definition asiatischer Werte sowie die politischen Positionen führender asiatischer Akteure und deren Interpretation von Menschenrechten und religiösen Traditionen.

3. Umfragen zu (Werte-) Einstellungen asiatischer Bürger im Vergleich zu Einstellungen westlicher Bürger: Anhand empirischer Daten wird untersucht, wie sich die tatsächlichen Einstellungen der Bevölkerung in asiatischen und westlichen Ländern bezüglich Autorität, Demokratie und Individualismus unterscheiden.

4. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit resümiert, dass es keine in sich geschlossenen „asiatischen Werte“ gibt, sondern diese primär politisch instrumentalisiert wurden, um autoritäre Machtansprüche zu rechtfertigen.

Schlüsselwörter

Asiatische Werte, Menschenrechte, Autorität, Konfuzianismus, Demokratie, westliche Werte, Paternalismus, Individualismus, Kollektivismus, Lee Kuan Yew, Mahathir bin Mohamad, Bangkoker Erklärung, politische Instrumentalisierung, Identitätssuche, Modernisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Debatte über „asiatische Werte“, die in den 1990er Jahren von asiatischen Führungspolitikern initiiert wurde, um westliche universelle Menschenrechtskonzepte infrage zu stellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die politische Abgrenzung zwischen Ost und West, die Rolle von Autorität und Kollektivismus, die Bedeutung asiatischer Religionen sowie das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Entwicklung und politischer Demokratisierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob es tatsächlich eigenständige, unüberbrückbare „asiatische Werte“ gibt oder ob diese lediglich konstruiert wurden, um autoritäre Machtstrukturen zu legitimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine qualitative Analyse politischer Diskurse und Thesen sowie eine quantitative Auswertung vorhandener Umfragedaten (z.B. World Value Survey), um die Hypothesen zur Inkompatibilität von Werten zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der politischen Positionen führender Köpfe, die Analyse des asiatischen Menschenrechtsverständnisses und die Untersuchung spezifischer Werte wie Paternalismus, Religion und Rechtstradition.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Asiatische Werte, politische Instrumentalisierung, Demokratie-Hindernis, Menschenrechte, Kollektivismus und Modernisierungstheorie.

Welche Rolle spielt der Konfuzianismus in der Argumentation der Initiatoren?

Die Protagonisten nutzen den Konfuzianismus als kulturelle Begründung für Gehorsam, Harmonie und Autorität, um westliche demokratische Forderungen nach Partizipation abzuwehren.

Wie bewertet die Arbeit die Bangkoker Erklärung?

Die Arbeit ordnet die Bangkoker Erklärung als gezielten Versuch asiatischer Regierungen ein, ihre staatliche Souveränität vor externer Einmischung in Menschenrechtsfragen zu schützen.

Was zeigen die empirischen Umfragen im Vergleich zum Westen?

Die Umfragen widerlegen das Bild einer tief verwurzelten Ablehnung demokratischer Werte durch die asiatische Bevölkerung; vielmehr zeigt sich eine signifikante Befürwortung der Demokratie als beste Staatsform.

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Résumé des informations

Titre
Asiatische Werte - Das asiatische Menschenrechtsverständnis
Université
University of Koblenz-Landau  (Institut für Sozialwissenschaften, Abteilung Politikwissenschaft)
Cours
Kulturen in der internationalen Politik
Note
2,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
24
N° de catalogue
V114535
ISBN (ebook)
9783640161508
ISBN (Livre)
9783640161546
Langue
allemand
mots-clé
Asiatische Werte Menschenrechtsverständnis Kulturen Politik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2007, Asiatische Werte - Das asiatische Menschenrechtsverständnis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114535
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Extrait de  24  pages
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