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Inwiefern beeinflussen prekäre Lebenslagen die Wahlentscheidung zugunsten einer rechtspopulistischen Partei?

Title: Inwiefern beeinflussen prekäre Lebenslagen die Wahlentscheidung zugunsten einer rechtspopulistischen Partei?

Research Paper (undergraduate) , 2021 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andreas Strobel (Author)

Social Work
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Inwiefern können prekäre Lebenslagen die Wahlentscheidung zugunsten einer rechtspopulistischen Partei beeinflussen? Die Beantwortung dieser Frage soll Gegenstand dieser Arbeit sein. In dieser soll zunächst verdeutlicht werden, was unter rechtspopulistischen Parteien zu verstehen ist. Die Erklärung erfolgt hierbei am Beispiel der Alternative für Deutschland, da diese die derzeit populärste rechtsgerichtete Partei Deutschlands ist und auch in der wissenschaftlichen Diskussion sowie auch in der Öffentlichkeit die größte Aufmerksamkeit zuteilwird.

Des Weiteren werden die Begrifflichkeiten „Prekär“ und „Lebenslagen“ und deren Bedeutungsumfang einer genauen Betrachtung unterzogen. Im Anschluss daran wird auf soziale bzw. die dazu jeweiligen politischen Milieus Bezug genommen werden. Betrachtet werden hierbei einerseits das Milieu der bürgerlichen Mitte in Verbindung mit dem politischen Milieu der bedrohten Arbeitnehmermitte, andererseits das prekäre Milieu in Verbindung mit dem Milieu des abgehängten Prekariats. Zuletzt wird ein Fazit gezogen, in dem, neben einer kurzen Zusammenfassung der grundlegenden Aussagen, der Zusammenhang prekärer Lebenslagen und rechtspopulistischer Wahlentscheidung dargelegt werden soll.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Rechtspopulistische Parteien

3 Prekär/Prekarität

3.1 Begriffsbestimmung anhand des historischen Kontextes

3.2 Bedeutungsumfang in der heutigen Zeit

4 Lebenslagen

4.1 Begriffsbestimmung

4.2 Prekäre Lebenslagen und deren Folgewirkungen

5 Milieus und Wahlentscheidung

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen prekären Lebenslagen und der Wahlentscheidung zugunsten rechtspopulistischer Parteien in Deutschland, wobei die Alternative für Deutschland (AfD) als zentrales Fallbeispiel dient. Dabei wird analysiert, wie soziale Unsicherheit und das Gefühl des sozialen Abstiegs innerhalb verschiedener Milieus zur Abkehr von etablierten Parteien führen.

  • Analyse des Begriffs der Prekarität im historischen und aktuellen Kontext.
  • Untersuchung des Konzepts der Lebenslagen als mehrdimensionaler sozialwissenschaftlicher Ansatz.
  • Erforschung der Wechselwirkungen zwischen Arbeitswelt, sozialer Unsicherheit und politischer Entfremdung.
  • Gegenüberstellung des Milieus der Bürgerlichen Mitte und des prekären Milieus im Hinblick auf ihr Wahlverhalten.
  • Diskussion über die Mobilisierung von Wählern durch rechtspopulistische Diskurse.

Auszug aus dem Buch

3.1 Begriffsbestimmung anhand des historischen Kontextes

Der Begriff prekär ist von dem Lateinischen Wort precarius abgeleitet und bedeutet sowohl unsicher, als auch wider Willen – unfreiwillig, sowie auch durch Bitten erlangt. Zurückführen lässt sich der Begriff auf das Prekarium, bei dem es sich im antiken Rom um ein Stück Land handelte, welches der Besitzer einem Bauern auf unbestimmte Zeit überließ. Nach Römischen Recht konnte der Eigentümer seinen Grund und Boden jedoch jederzeit wieder zurückfordern.

Die Lebenssituation der Menschen, die ein Prekarium in Anspruch nahmen (was oftmals der einzige Weg war eine mögliche Lebensverbesserung herbeizuführen), wird aller Wahrscheinlichkeit nach von Ungewissheit und Ängsten bestimmt gewesen sein, war man doch der Willkür des Grundbesitzers hilflos ausgeliefert gewesen. Die grundlegende Bedeutung des Begriffes prekär ist bis heute die gleiche (vgl. Vogel 2015, S. 6). „Prekär zu sein heißt: unfreiwillig einer Situation ausgesetzt zu sein, die mit Planungsunsicherheit und einem niedrigen arbeitsrechtlichen oder staatsbürgerschaftlichen Status verbunden ist.“ (ebd. S. 6).

Im soziologischen Sprachgebrauch steht Prekarität für unsichere, instabile Beschäftigungs- und Lebensverhältnisse (vgl. Dörre 2014, S. 1). Gerade der Terminus soziale Unsicherheit ist eng mit dem Begriff der Prekarität verbunden. Im Verlauf der Geschichte war der Großteil der Bevölkerung von sozialer Unsicherheit betroffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, skizziert die Relevanz der Begriffe Prekariat und prekäre Lebenslagen im politischen Diskurs und definiert das Ziel der Arbeit, den Einfluss dieser Faktoren auf das Wahlverhalten zugunsten der AfD zu untersuchen.

2 Rechtspopulistische Parteien: Dieses Kapitel definiert Rechtspopulismus als fremdenfeindliche Protestbewegung, die eine Abgrenzung zum Volk konstruiert und erläutert die politische Strategie der AfD, etablierte Parteien zu delegitimieren und soziale Ängste für ihre Ziele zu instrumentalisieren.

3 Prekär/Prekarität: Es wird die historische Herleitung des Begriffs prekär erläutert und der Wandel von der antiken Bedeutung hin zum soziologischen Verständnis unsicherer Arbeits- und Lebensverhältnisse in der modernen Gesellschaft dargestellt.

3.1 Begriffsbestimmung anhand des historischen Kontextes: Dieser Abschnitt beleuchtet die etymologische Herkunft des Begriffs Prekariat aus dem antiken römischen Recht und dessen Übertragung auf heutige soziologische Kontexte.

3.2 Bedeutungsumfang in der heutigen Zeit: Der Fokus liegt hier auf dem strukturellen Wandel der Arbeitswelt und den daraus resultierenden Entkollektivierungs- und Prekarisierungsprozessen, die auch ehemals abgesicherte soziale Schichten erfassen.

4 Lebenslagen: Das Kapitel führt den Lebenslagenansatz als sozialwissenschaftliches Konzept ein, um Mehrdimensionalität und wechselseitige Beeinflussungen von materiellen und immateriellen Lebensbedingungen abzubilden.

4.1 Begriffsbestimmung: Hier wird der historische Rückblick auf die Entwicklung des Lebenslagenkonzepts durch Otto Neurath und Gerhard Weisser bis hin zur modernen Anwendung in der Sozialberichterstattung vorgenommen.

4.2 Prekäre Lebenslagen und deren Folgewirkungen: Es werden die verschiedenen Facetten prekärer Lebensbedingungen – wie finanzielle Probleme oder Wohnsituationen – sowie deren individuelle und gesundheitliche Folgewirkungen analysiert.

5 Milieus und Wahlentscheidung: Dieses Kapitel analysiert die Milieus der Bürgerlichen Mitte und das prekäre Milieu, ordnet ihnen politische Milieus zu und untersucht die Hintergründe für ihre Hinwendung zu rechtspopulistischen Wahlergebnissen.

6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bestätigt den Zusammenhang zwischen prekären Lebenslagen und Protestverhalten und betont, dass der Politikverdrossenheit durch gezielte politische Maßnahmen entgegengewirkt werden muss.

Schlüsselwörter

Prekariat, Prekarisierung, Rechtspopulismus, AfD, Lebenslagen, soziale Unsicherheit, politische Milieus, soziale Ungleichheit, Arbeitswelt, Wahlverhalten, Protestwahl, soziale Ausgrenzung, Wohlfahrtsstaat, Abgehängtes Prekariat, Politikverdrossenheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwieweit prekäre Lebenslagen und die daraus resultierende soziale Unsicherheit das Wahlverhalten von Bürgern beeinflussen und warum dies insbesondere für rechtspopulistische Parteien wie die AfD mobilisierend wirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Themen sind Prekarität und Prekarisierungsprozesse in der modernen Arbeitswelt, das Konzept der Lebenslagen, die soziologische Milieuforschung sowie die Ursachen für rechtspopulistische Wahlerfolge.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen prekären Lebenslagen und der Wahlentscheidung zugunsten einer rechtspopulistischen Partei zu untersuchen, um zu verstehen, warum sich Menschen in Prekarität politisch von etablierten Parteien abwenden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Studienarbeit stützt sich auf eine fundierte theoretische Literaturanalyse. Dabei werden soziologische Konzepte zu Milieus, Prekarität und Lebenslagen herangezogen und mit aktuellen Studien zur politischen Entwicklung in Deutschland verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung von Rechtspopulismus, Prekarität und Lebenslagen, gefolgt von einer milieuspezifischen Analyse des Wahlverhaltens und der Wahrnehmung sozialer Gerechtigkeit durch die Betroffenen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Prekariat, soziale Unsicherheit, Rechtspopulismus, AfD, soziale Milieus und politische Entfremdung.

Wie wirkt sich die Angst vor dem sozialen Abstieg auf das Wahlverhalten aus?

Die Angst vor dem Abstieg, besonders innerhalb der bürgerlichen Mitte, führt zu einer Verunsicherung, die durch rechtspopulistische Rhetorik aufgenommen wird, indem einfache Erklärungen und "Sündenböcke" angeboten werden, was die Abkehr von regierenden Parteien fördert.

Warum ist das prekäre Milieu für die AfD besonders empfänglich?

Das prekäre Milieu ist von Hoffnungslosigkeit und dem Gefühl sozialer Ausgrenzung geprägt. Die AfD erreicht diese Wähler, indem sie deren Themen aufgreift und das Gefühl vermittelt, ihre Interessen gegen ein "abgehobenes Establishment" zu vertreten.

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Details

Title
Inwiefern beeinflussen prekäre Lebenslagen die Wahlentscheidung zugunsten einer rechtspopulistischen Partei?
College
University of applied Sciences Regensburg
Grade
1,0
Author
Andreas Strobel (Author)
Publication Year
2021
Pages
28
Catalog Number
V1145792
ISBN (eBook)
9783346524430
ISBN (Book)
9783346524447
Language
German
Tags
inwiefern lebenslagen wahlentscheidung partei
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Strobel (Author), 2021, Inwiefern beeinflussen prekäre Lebenslagen die Wahlentscheidung zugunsten einer rechtspopulistischen Partei?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1145792
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