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Bildungswissenschaftler im Bereich der Interkulturellen Arbeit mit Migranten. Zum 4 CID-Modell

Vorstellung des Modells, praktische Anwendung und mediendidaktische Überlegungen

Title: Bildungswissenschaftler im Bereich der Interkulturellen Arbeit mit Migranten. Zum 4 CID-Modell

Term Paper , 2008 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michael Träger (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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Migration wird im Glossar des Studienbriefes „Nationalstaat und Erziehung“ von Wenning definiert als „längerfristige, räumliche Verlagerung des Lebensraumes über eine größere Distanz, die ein Verlassen des sozialen Aktionsraumes zur Folge hat“ (2005, S. 26). Ein Verlassen des bisherigen sozialen Aktionsraumes bedeutet für Migranten, dass ihre bisherigen gesellschaftlichen Anforderungen vorerst an Bedeutung verlieren und sie mit neuen komplexen Anforderungen der aufnehmenden Gesellschaft konfrontiert werden.

In diesem Zusammenhang scheint es sinnvoll, Instruktionsmodelle zu nutzen, da diese in der Lage sind, lebensnahe, authentische Lernkontexte aufzunehmen und sie in ihrem Komplexitätsgrad zu reduzieren, was sich gemäß der Cognitive Load Theory positiv auf die Lernleistung auswirken kann (van Merriënboer & Kirschner 2007, S. 22 f.). Diesen beiden Aspekten (Zielen) soll in dieser Hausarbeit nachgegangen werden.

Das Four Component Instructional Design Model (4CID-Modell), das im Rahmen dieser Arbeit näher beleuchtet werden soll, gilt derzeit international als das wichtigste Modell, das z.B. solche komplexen kognitiven Fähigkeiten aus authentischen Lern-/Lebenskontexten trainieren kann (Bastiaens, Deimann, Schrader & Orth, 2006, S. 84).

Im zweiten Kapitel, dem praktischen Teil der vorliegenden Arbeit, wird das 4CID–Modell in seinen Grundzügen anhand des im Titel genannten exemplarischen Beispiels beschrieben und zugleich auf dieses Arbeitsfeld angewendet. Das dritte Kapitel liefert den theoretischen Bezugrahmen für das vorgenannte Modell und gibt Hinweise für geeignete Didaktische Szenarien und Beispiele für den Einsatz von Medien im 4CID–Modell. Abschließend erfolgt ein eigenes Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das 4CID-Modell und seine praktische Anwendung

2.1 Analyse der Kompetenz / Hierarchisierung

2.2 Sequentialisierung der Aufgabenklassen

2.3 Entwurf von Lernaufgaben

2.4 Beispiele für unterstützende Informationen

2.5 Beispiel für just-in-time-Informationen (JIT-Informationen)

3 Mediendidaktische Überlegungen in Bezug auf das 4CID-Modell

3.1 Lerntheoretische Überlegungen

3.2 Situiertes Lernen

3.3 Geeignete Didaktische Szenarien

3.4 Medien zur Unterstützung des Blueprints und Beispiele

4 Zusammenfassung und eigenes Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Anwendung des 4CID-Modells (Four Component Instructional Design) auf die komplexe berufliche Tätigkeit eines Bildungswissenschaftlers in der interkulturellen Arbeit mit Migranten. Ziel ist es, den Nutzen dieses Modells zur Reduktion von Komplexität durch authentische, situiertes Lernen fördernde Szenarien darzustellen.

  • Grundlagen und Struktur des 4CID-Modells
  • Entwicklung einer Fertigkeitshierarchie für Migrationsarbeit
  • Konzeption authentischer Lernaufgaben und Aufgabenklassen
  • Integration mediendidaktischer Ansätze und unterstützender Informationen

Auszug aus dem Buch

2. Das 4CID-Modell und seine praktische Anwendung

Das 4CID-Modell gehört zu den Instruktionsdesignmodellen (ID) der zweiten Generation, in denen kognitivistische und konstruktivistische Positionen miteinander verbunden werden. Die Verbindung des Elements der Instruktion mit dem Konstruktionsprinzip führte zur Entwicklung von ID-Modellen, die Lernen anhand authentischer Problemstellungen, d.h. situiertes Lernen, anstreben (de Witt & Czerwionka, 2007, S. 58 ff.). Die Gestaltung von komplexen Lernsituationen innerhalb des 4CID-Modells stellen van Merriënboer und Kirschner mit Hilfe eines Blueprints vor (2007, S. 13 f.). Dieses wird von ihnen in vier Einzelelemente (engl. four components) unterteilt und als „training Blueprint“ bezeichnet:

Eine besonders wichtige Rolle nehmen hierbei die authentischen Lernaufgaben (engl. learning tasks) ein. Sie versuchen die Realität des Alltags widerzuspiegeln und ermöglichen so das Erlernen von komplexen kognitiven Fertigkeiten. Sie dienen dem Aufbau kognitiver Schemata bei den Lernenden. Diese Schemata lenken dann die Ausführung von nicht wiederkehrenden Fertigkeiten (engl. non-recurrent skills) und Automatisierung von Schemata beim Ausüben von wiederkehrenden Fertigkeiten (engl. recurrent skills). Um non-recurrent skills erfolgreich bewältigen zu können, sind ständig verfügbare unterstützende (engl. supportive) Informationen erforderlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung definiert den Begriff der Migration und legt dar, warum das 4CID-Modell zur Bewältigung der damit verbundenen komplexen Anforderungen in der interkulturellen Arbeit genutzt werden soll.

2 Das 4CID-Modell und seine praktische Anwendung: In diesem Teil werden die theoretischen Komponenten des Modells erläutert und beispielhaft auf die Rolle eines Bildungswissenschaftlers im Bereich der Arbeit mit Migranten angewendet.

2.1 Analyse der Kompetenz / Hierarchisierung: Dieses Unterkapitel beschreibt die Zerlegung der ganzheitlichen Fertigkeit in Teilfertigkeiten und deren Darstellung in einer konditionalen und temporären Hierarchie.

2.2 Sequentialisierung der Aufgabenklassen: Hier wird erklärt, wie durch vereinfachende Annahmen eine Lernsequenz mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad entworfen wird, um kognitive Überlastung zu vermeiden.

2.3 Entwurf von Lernaufgaben: Das Kapitel erläutert die Identifikation authentischer Probleme und deren Ausgestaltung als Lernaufgaben zur Förderung kognitiver Strukturen.

2.4 Beispiele für unterstützende Informationen: Dieses Kapitel zeigt auf, wie durch kognitives Feedback und gezielte Unterstützung (z.B. Expertenpräsentationen) non-recurrent skills erlernt werden können.

2.5 Beispiel für just-in-time-Informationen (JIT-Informationen): Hier wird die Rolle von Handlungsvorschriften bei der Bewältigung von recurrent skills und deren Funktion zur Fehlerminimierung dargestellt.

3 Mediendidaktische Überlegungen in Bezug auf das 4CID-Modell: Dieser Abschnitt beleuchtet den lerntheoretischen Kontext sowie die Wahl geeigneter Szenarien und Medien zur Unterstützung des Modells.

3.1 Lerntheoretische Überlegungen: Es wird diskutiert, wie ID-Modelle psychologische Forschungsergebnisse in Gestaltungsvorgaben für Lernumgebungen übersetzen.

3.2 Situiertes Lernen: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit, Lernen in authentischen sozialen Kontexten stattfinden zu lassen, um träges Wissen zu vermeiden.

3.3 Geeignete Didaktische Szenarien: Hier werden Lernnetzwerke und die Fallmethode als didaktische Skripte für die Integration in das 4CID-Modell vorgestellt.

3.4 Medien zur Unterstützung des Blueprints und Beispiele: Dieses Kapitel differenziert zwischen primären und sekundären Medien im 4CID-Modell und deren Einsatz für Lernaufgaben und JIT-Informationen.

4 Zusammenfassung und eigenes Fazit: Das Fazit reflektiert die Anwendbarkeit des 4CID-Modells, diskutiert den hohen Arbeitsaufwand bei der Erstellung und bestätigt dessen Nutzen für die berufliche Vorbereitung.

Schlüsselwörter

4CID-Modell, Bildungswissenschaft, Interkulturelle Arbeit, Migration, Instruktionsdesign, Authentisches Lernen, Situiertes Lernen, Cognitive Load Theory, Lernaufgaben, Fertigkeitshierarchie, Mediendidaktik, Didaktische Szenarien, Kompetenzentwicklung, Wissensmanagement, Berufliche Bildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des Four Component Instructional Design (4CID) Modells auf das Berufsfeld eines Bildungswissenschaftlers im Kontext der Arbeit mit Migranten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Gestaltung komplexer Lernumgebungen, Instruktionsdesign, mediendidaktische Szenarien und die Verbindung von theoretischen Modellen mit der Praxis der Migrationshilfe.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Eignung des 4CID-Modells zur systematischen Strukturierung komplexer Lernaufgaben und zur Unterstützung der Lernenden in einem interkulturellen Arbeitskontext aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine theoretische Analyse von Instruktionsdesign-Modellen sowie deren exemplarische Anwendung und Übertragung auf ein praxisorientiertes Fallbeispiel.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die praktische Anwendung des 4CID-Modells (Analyse, Sequenzierung, Entwurf von Lernaufgaben) und die theoretische Fundierung durch situiertes Lernen und mediendidaktische Überlegungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie 4CID-Modell, Instruktionsdesign, situiertes Lernen, Kompetenzhierarchisierung und authentische Lernaufgaben.

Wie trägt das Modell zur Komplexitätsreduktion bei?

Das Modell nutzt "scaffolding" und die Aufteilung in Aufgabenklassen mit variierendem Schwierigkeitsgrad, um den Lernenden nicht zu überfordern und die kognitive Belastung zu steuern.

Warum ist die Unterscheidung zwischen non-recurrent und recurrent skills wichtig?

Sie ermöglicht eine gezielte Auswahl der Unterstützung: Während für non-recurrent skills supportive Informationen zur Verfügung stehen, unterstützen JIT-Informationen die Automatisierung von recurrent skills.

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Details

Title
Bildungswissenschaftler im Bereich der Interkulturellen Arbeit mit Migranten. Zum 4 CID-Modell
Subtitle
Vorstellung des Modells, praktische Anwendung und mediendidaktische Überlegungen
College
University of Hagen  (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften, Lehrgebiet Mediendidaktik)
Course
Bildungswissenschaft, Modul 2B, Allgemeine Didaktik und Mediendidaktik
Grade
1,0
Author
Michael Träger (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V114621
ISBN (eBook)
9783640162048
ISBN (Book)
9783640163892
Language
German
Tags
Bildungswissenschaftler/-in Bereich Interkulturellen Arbeit Migranten Bildungswissenschaft Modul Allgemeine Didaktik Mediendidaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Träger (Author), 2008, Bildungswissenschaftler im Bereich der Interkulturellen Arbeit mit Migranten. Zum 4 CID-Modell, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114621
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