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Die Kohlenstoffdioxid-Bepreisung in Deutschland als Erweiterung des Emissionshandelssystem EU-ETS. Eine Analyse unterschiedlicher Handlungsoptionen

Titre: Die Kohlenstoffdioxid-Bepreisung in Deutschland als Erweiterung des Emissionshandelssystem EU-ETS. Eine Analyse unterschiedlicher Handlungsoptionen

Thèse de Bachelor , 2020 , 61 Pages , Note: 2,6

Autor:in: Stefan Ramme (Auteur)

Gestion d'entreprise - Généralités
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Im Oktober 2019 wurde durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit ein erster Gesetzesentwurf zur Einführung eines neuen nationalen Klimaschutzgesetzes in Deutschland veröffentlicht. Wesentlicher Inhalt dieses neuen Gesetzes soll die Einführung einer jährlich steigenden Bepreisung auf den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (im Folgenden mit CO2 abgekürzt) im Gebäudewärme- und Verkehrssektor sein. Damit scheint der jetzige Entwurf eine Ergänzung des schon existierenden EU-Emissionshandels (European Union Emissions Trading System, EU-ETS) darzustellen, welcher die bereits erwähnten Sektoren derzeit nicht mit einbezieht. Mit einem ursprünglichen Startpreis von zehn Euro pro Tonne verbrauchtem oder ausgestoßenem CO2 will die Bundesregierung ihr Ziel erreichen, im Jahr 2030 55 Prozent weniger Treibhausgase als im Jahr 1990 zu verbrauchen.

Im Vermittlungsausschuss, einem Gremium bestehend aus Mitgliedern des Bundestages und des Bundesrates, wurde am 18. Dezember 2019 beschlossen, den Einstiegspreis von ursprünglich 10 Euro auf 25 Euro pro Tonne zu erhöhen. Nach der Einführung im Januar 2021 soll der Verbrauchspreis je Tonne CO2 progressiv auf bis zu 55 Euro im Jahr 2025 steigen. Während in Deutschland die Einführung einer nationalen Bepreisung diskutiert wird, wurde in den Niederlanden erstmals eine Europäische Regierung durch das höchste nationale Gericht zu einem verbindlichen Wert zur Senkung der Treibhausgasemissionen verpflichtet. Bis Ende des Jahres 2020 soll der Ausstoß von Treibhausgasen in den Niederlanden um mindestens 25 Prozent geringer sein als im Jahr 1990.

Wie also lässt sich die Einführung eines eigenständigen Festpreissystems in Deutschland bewerten, wenn auf europäischer Ebene bereits ein vergleichbarer Preismechanismus existiert? Diese Abschlussarbeit beschäftigt sich eingehend mit diesem Thema. Die Wahl dieser Problematik liegt nahe, da sowohl In der Politik als auch in der Gesellschaft die Diskussion über Klimaschutz und CO2 äußerst aktuell ist. Um diese teilweise sehr spannungsvoll und emotional geladenen Auseinandersetzungen auf einer logischen und nüchternen Ebene beleuchten zu können und
aufgrund des persönlichen Interesses des Autors, wird eine ökonomischen Analyse der Einführung eines CO2-Preises auf nationaler Ebene erfolgen. Ziel dieser Arbeit ist es, eine kritische Diskussion zu einem aktuellen Thema anzuregen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Methodisches Vorgehen

2 Theoretische Analysen & Hintergründe

2.1 Forschungsstand zum Thema CO2

2.2 Übersicht bisherige Klimakonferenzen und Inhalte

2.3 Ökonomische Ideen und Prinzipien hinter CO2-Bepreisungen

2.4 Darstellung des Europäischen Emissionshandelssystems

2.5 Diskussionsschwerpunkte

3 Untersuchungskonzept

4 Analyse des Gutachtens vom DIW

4.1 Allgemeines zum Institut und zum Gutachten

4.2 Textueller Inhalt

5 Kritische Würdigung und Diskussion

5.1 Bewertung des Emissionshandels im Rahmen vom EU-ETS

5.2 Grundsätzliche Kritik am ökonomischen Vorgehen

5.3 Beurteilung des Ansatzes in der Bundesrepublik Deutschland

5.4 Kommentierung der Kernargumente des DIW

6 Fazit, Ausblick & Eigenkritik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert kritisch die Einführung einer nationalen CO2-Bepreisung in Deutschland als Ergänzung zum bestehenden EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS). Dabei wird untersucht, ob ein eigenständiges nationales System einen effektiven Beitrag zur Dekarbonisierung der deutschen Wirtschaft leisten kann und inwieweit ökonomische Modelle den komplexen gesellschaftlichen Anforderungen gerecht werden.

  • Analyse und kritische Würdigung eines DIW-Gutachtens zur CO2-Bepreisung
  • Untersuchung der theoretischen Grundlagen und ökonomischen Prinzipien hinter CO2-Preissystemen
  • Diskussion der Lenkungs- und Verteilungswirkungen nationaler Bepreisungsmodelle
  • Kritische Reflexion des EU-ETS und möglicher Schnittstellen zu nationalen Maßnahmen
  • Beurteilung des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung

Auszug aus dem Buch

2.1 Forschungsstand zum Thema CO2

Was ist Kohlenstoffdioxid? CO2 ist eine chemische Verbindung aus einem Kohlenstoff- und zwei Sauerstoffatomen. Wesentliche Eigenschaften sind sein gasförmiges Vorkommen in der Erdatmosphäre, Geruchlosigkeit, Unbrennbarkeit und Löslichkeit in Wasser. CO2 ist ein natürlicher Bestandteil unserer Luft. Anwendung durch Menschen erfährt er zum Beispiel bei der Haltbarmachung von Lebensmitteln, bei der er das Bakterienwachstum hemmt, und in der Reinigung von Kleidung. Relevanter ist der Fakt, das Pflanzen mithilfe dieses Stoffes durch Photosynthese Sauerstoff herstellen, ohne den der Mensch nicht lebensfähig wäre. Doch weshalb wird nun durch verschiedene Systeme zur Bepreisung von CO2 versucht die Konzentration in der Erdatmosphäre zu verringern?

Kohlenstoffdioxid trägt zur Erhöhung der Durchschnitttemperatur auf der Erde bei. Durch seine chemische Zusammensetzung absorbiert es elektromagnetische Strahlung und trägt damit zum sogenannten anthropogenen, also vom Menschen gemachten, Treibhauseffekt bei. Sonnenstrahlung trifft auf die Erde und erwärmt dort durch die Energie ihrer elektromagnetischen Wellen deren Oberfläche und darauf befindliche Gegenstände. Anders gesagt, die Photonen der Sonnenstrahlung werden absorbiert. Die so erwärmte Erdoberfläche gibt ebenfalls elektromagnetische Strahlung ab, allerdings im Wellenlängenbereich der Infrarotstrahlung (Wellenlänge von circa 10.000nm) und damit in einem deutlich höheren Bereich als das eigentliche Sonnenlicht (Wellenlänge um die 500nm). Durch diese Veränderung der Wellenlänge sind verschiedene Stoffe wie zum Beispiel Glas oder das Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre nicht mehr durchlässig für die so reflektierte Strahlung. Diese wird nun ebenfalls zum Teil absorbiert, und letztendlich in Form von Wärmeenergie in alle Richtungen abgegeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der nationalen CO2-Bepreisung in Deutschland ein und verknüpft diese mit dem Klimaschutzprogramm 2030 sowie der Rolle des EU-ETS.

2 Theoretische Analysen & Hintergründe: Das Kapitel liefert das wissenschaftliche Fundament zum Treibhauseffekt, historischen Klimakonferenzen und den ökonomischen Prinzipien hinter CO2-Preissystemen.

3 Untersuchungskonzept: Hier wird die methodische Herangehensweise erläutert, die maßgeblich auf einer hermeneutischen Quellenanalyse zur kritischen Prüfung des DIW-Gutachtens basiert.

4 Analyse des Gutachtens vom DIW: Eine reine Darlegung der Kerninhalte, Argumentationslinien und Szenarien des untersuchten Gutachtens zur CO2-Bepreisung im Wärme- und Verkehrssektor.

5 Kritische Würdigung und Diskussion: Dieser Teil enthält die subjektive Diskussion und kritische Auseinandersetzung mit den Modellen des DIW sowie eine Bewertung der aktuellen EU-ETS-Umsetzung.

6 Fazit, Ausblick & Eigenkritik: Abschließend fasst der Autor die Ergebnisse zusammen, hinterfragt seine eigene methodische Vorgehensweise und gibt einen Ausblick auf notwendige staatenübergreifende Maßnahmen.

Schlüsselwörter

CO2-Bepreisung, Emissionshandel, EU-ETS, Klimaschutz, Treibhauseffekt, DIW, Energiesteuer, Klimaprämie, Lenkungswirkung, Preiselastizität, Dekarbonisierung, Umweltökonomie, Klimaschutzprogramm 2030, Brennstoffemissionshandelsgesetz, Interne Effekte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelor-Thesis befasst sich mit der Einführung einer nationalen CO2-Bepreisung in Deutschland, die als zusätzliche Maßnahme zum bereits existierenden EU-Emissionshandel (EU-ETS) für die Sektoren Wärme und Verkehr geplant ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die ökonomischen Instrumente zur Internalisierung externer Kosten, der Klimawandel, die Funktionsweise des EU-ETS sowie die kritische Analyse von Klimaschutzgutachten, speziell durch das DIW.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das Vorverständnis zum Thema CO2-Bepreisung durch eine kritische Analyse des DIW-Gutachtens zu vertiefen und zu hinterfragen, ob die vorgeschlagenen ökonomischen Ansätze in der komplexen Realität zur Erreichung der Klimaziele ausreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die Methode der hermeneutischen Quellenanalyse, um sich unbefangen dem Inhalt des DIW-Gutachtens zu nähern und dessen Argumente in den Kontext eines umfassenden Verständnisses der Klimapolitik zu setzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Analyse des DIW-Gutachtens (einschließlich Aufkommens- und Verteilungswirkungen) sowie eine ausführliche kritische Diskussion der ökonomischen Annahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich besonders durch Begriffe wie CO2-Bepreisung, Emissionshandel, Klimaschutz, Lenkungswirkung und Umweltökonomie beschreiben.

Wie bewertet der Autor die Klimaprämie?

Der Autor betrachtet die Klimaprämie als einen notwendigen, aber problematischen Bestandteil: Einerseits erhöht sie die soziale Akzeptanz, andererseits könnte ihr Aufbau hohe Verwaltungskosten verursachen und ihre Lenkungswirkung durch Rebound-Effekte abgeschwächt werden.

Was kritisiert der Autor an den DIW-Berechnungen?

Der Autor bemängelt die starke Abhängigkeit von theoretischen Modellen, die rationale Akteure voraussetzen und dabei soziale Dynamiken, extreme Ereignisse (wie SARS-CoV-2) oder komplexe reale Anpassungskosten von Haushalten vernachlässigen.

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Résumé des informations

Titre
Die Kohlenstoffdioxid-Bepreisung in Deutschland als Erweiterung des Emissionshandelssystem EU-ETS. Eine Analyse unterschiedlicher Handlungsoptionen
Université
University of Applied Sciences Leipzig
Note
2,6
Auteur
Stefan Ramme (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
61
N° de catalogue
V1148587
ISBN (ebook)
9783346534835
ISBN (Livre)
9783346534842
Langue
allemand
mots-clé
kohlenstoffdioxid-bepreisung deutschland erweiterung emissionshandelssystem eu-ets eine analyse handlungsoptionen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stefan Ramme (Auteur), 2020, Die Kohlenstoffdioxid-Bepreisung in Deutschland als Erweiterung des Emissionshandelssystem EU-ETS. Eine Analyse unterschiedlicher Handlungsoptionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1148587
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