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Offene Unterrichtsformen in Theorie und Praxis - mit besonderem Schwerpunkt auf Möglichkeiten zu deren Durchführung in Lebensgestaltung – Ethik – Religionskunde (LER)

Title: Offene Unterrichtsformen in Theorie und Praxis - mit besonderem Schwerpunkt auf Möglichkeiten zu deren Durchführung in Lebensgestaltung – Ethik – Religionskunde (LER)

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 35 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stefan Grzesikowski (Author)

Ethics
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit versucht einen Spagat, indem sie offene Unterrichtsformen nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch betrachten möchte, um daraus Schlüsse für die eigene Lehrtätigkeit im Fach LER zu ziehen. Da mit dem Thema offener Unterricht gleich ein ganzer Themenkomplex in Angriff genommen wird, ist eine anfängliche Beschränkung auf allgemeine Eigenschaften offenen Unterrichts sinnvoll.
Obwohl die Werbung für solche Unterrichtsformen schon lange zum guten Ton in der allgemeinen Didaktik gehört, Ramseger fragte bereits 1977 in seinem Vorwort provokant, ob unter dem Schlagwort ‚Offener Unterricht’ ein Allheilmittel für die Probleme von Schule gefunden sei,1 obwohl der Ansatz also nicht neu ist, werden auch in dieser Arbeit Argumente für eine Öffnung von Unterricht diskutiert. Dies vor allem deshalb, weil diese Form des Unterrichtens anscheinend bis heute noch nicht auf breiter Basis in der Praxis angekommen ist. Dort wo eine Form von offenem Unterricht anscheinend angekommen ist, in der Grundschule Brück, soll unsere Hospitation vorerst einmal klären, ob es sich überhaupt um einen solchen handelt und dann vielleicht auch, welche in einem solchen kurzen Zeitraum beobachtbare Vor-oder Nachteile die Arbeitsweise gegenüber anderen, geschlossenen Unterrichtmethoden bietet. Ein ausführliches Gespräch mit einzelnen Lehrern scheint hier angebracht, um deren Erfahrungen bei der Durchführung der Öffnung für die eigenen Überlegungen zu nutzen.
Natürlich ist es bei dieser Arbeit auch von besonderem Interesse, Schlussfolgerungen für den eigenen Unterricht in LER zu ziehen und so soll versucht werden, über Methoden zur Öffnung des Unterrichts und Offene Unterrichtsmethoden im LER-Unterricht nachzudenken. Eine solche theoretische Betrachtung, die auf die Praxis zielt, ist allerdings nicht ganz einfach, da ja diese Gedanken durch fehlende reale Ausgangsbedingungen, an welchen normalerweise die Überlegungen zu gutem Unterricht ansetzen sollten, immer ein wenig in der Luft hängen. Nach allgemeinen Überlegungen sollen exemplarisch zwei recht unterschiedliche Methoden, die beide auf ihre Weise eine Öffnung von Unterricht bedeuten, näher betrachtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Bemerkungen

2. Offene Unterrichtsformen in der Theorie

2.1. Allgemein

2.2. Argumente für eine Öffnung von Unterricht

3. Offener Unterricht in der Praxis

3.1. Der Anfangsunterricht der Grundschule Brück

3.2. Schlussfolgerungen aus den Beobachtungen in Brück

4. Methoden zur Öffnung und Offene Unterrichtsformen in LER

4.1. Allgemein

4.2. Die Einführung von Gesprächskreisen

4.3. Schrittweise Öffnung durch Lernen an Stationen

5. Abschließende Bemerkungen

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen theoretischem Anspruch und praktischer Umsetzung offener Unterrichtsformen, mit dem Ziel, konkrete Handlungsmöglichkeiten für das Fach Lebensgestaltung – Ethik – Religionskunde (LER) abzuleiten.

  • Theoretische Grundlagen und Merkmale offenen Unterrichts
  • Empirische Einordnung der Verbreitung offener Lehrmethoden
  • Praktische Hospitationsergebnisse zur Öffnung von Unterricht
  • Methodische Ansätze für die Unterrichtsgestaltung (Gesprächskreise, Stationenlernen)
  • Förderung von Kompetenzaufbau und selbstgesteuertem Lernen

Auszug aus dem Buch

3. Offener Unterricht in der Praxis

Wie bereits angedeutet bemühten wir uns eigentlich um eine Hospitationsmöglichkeit in der Sekundarstufe I oder II, was sich allerdings leider nicht realisieren ließ, weshalb wir dann den Anfangsunterricht in Brück besuchten. Ziel unserer Hospitation war es, handlungsorientierten, schülerzentrierten und so in irgendeiner Weise geöffneten Unterricht in der praktischen Umsetzung zu beobachten. Die Grundschule Brück eignete sich für unsere Ziele, da sie sich allgemein und besonders in den FLEX-Klassen um eine Öffnung des Unterrichts bemüht. Um zielgerichtet beobachten zu können, haben wir Protokollbögen für systematische Unterrichtsbeobachtungen angefertigt, indem wir das Beobachtungsziel vorab festgelegt, definiert und operationalisiert haben. Der Anfangsunterricht der Grundschule erfolgt in zwei Blöcken zu jeweils 90 Minuten mit anschließender Hortbetreuung, die eine Hausaufgabenbetreuung beinhaltet.

Die der Protokollierung nachfolgende Interpretation anhand der Begriffsbestimmungen und jeweiligen Operationalisierung der Beobachtungsziele ergab dann ein recht eindeutiges Bild. So lässt sich festhalten, dass das Schülerverhalten weitgehend typisch für offenen Unterricht ist und der Unterricht zu großen Teilen handlungsorientiert war. Besonders charakteristisch dafür ist das Ritual des Experimentes, welches Raum für spontane Schüleraktivitäten generiert. Es bleibt trotz des Ritualcharakters spontan, weil keine Festlegung besteht, dass ein Experiment durchgeführt werden muss, sondern lediglich die, dass nur eines pro Freiarbeitsphase stattfinden kann, und sich die Schüler ihren Versuch selbst aus entsprechenden Büchern heraussuchen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitende Bemerkungen: Die Arbeit beleuchtet das Ziel, offene Unterrichtsformen theoretisch und praktisch zu betrachten, um Schlussfolgerungen für den eigenen Unterricht im Fach LER zu ziehen.

2. Offene Unterrichtsformen in der Theorie: Es werden die begriffliche Komplexität des offenen Unterrichts, dessen historische Wurzeln sowie wesentliche Argumente für seine Implementierung dargelegt.

3. Offener Unterricht in der Praxis: Dieses Kapitel wertet Hospitationsergebnisse aus der Grundschule Brück aus und zieht Schlüsse zur praktischen Durchführbarkeit sowie den dabei auftretenden organisatorischen Anforderungen.

4. Methoden zur Öffnung und Offene Unterrichtsformen in LER: Es werden konkrete Methoden wie der Gesprächskreis und das Lernen an Stationen vorgestellt, die eine schrittweise Öffnung des Unterrichts im Fach LER ermöglichen.

5. Abschließende Bemerkungen: Die Arbeit resümiert, dass eine schrittweise Öffnung des Unterrichts unter Berücksichtigung der Kompetenzentwicklung der Schüler sowohl notwendig als auch machbar ist.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der in der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Offener Unterricht, LER, Kompetenzbildung, selbstgesteuertes Lernen, Handlungsorientierung, Freiarbeit, Stationenlernen, Gesprächskreis, Schülerzentrierung, Lehrerrolle, Lernkompetenz, Schulpraxis, Metakognition, Reflexion, Methodenvielfalt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie offene Unterrichtsformen theoretisch begründet werden können und wie sie in der schulischen Praxis, insbesondere im Fach Lebensgestaltung – Ethik – Religionskunde (LER), erfolgreich umgesetzt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Definition und Merkmale des offenen Unterrichts, die Auseinandersetzung mit empirischen Befunden zur Unterrichtspraxis sowie die didaktische Analyse spezifischer Methoden zur Öffnung des Unterrichts.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, für die eigene Lehrtätigkeit im Fach LER fundierte Schlussfolgerungen zu ziehen, wie traditioneller Unterricht durch gezielte, schrittweise Öffnung bereichert und verbessert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie auf eine empirische Unterrichtshospitation, deren Beobachtungsdaten systematisch ausgewertet und interpretiert wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Reflexion über die Öffnung von Unterricht, eine praktische Fallstudie über den Anfangsunterricht in Brück sowie eine methodische Anleitung zur Einführung von Gesprächskreisen und Stationenlernen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Offener Unterricht, Kompetenzbildung, selbstgesteuertes Lernen, Handlungsorientierung und die Spezifika des Fachunterrichts LER charakterisiert.

Warum ist die schrittweise Öffnung des Unterrichts so wichtig?

Eine schrittweise Vorgehensweise ist notwendig, um sowohl die Lehrkraft als auch die Schüler nicht durch einen zu hohen Öffnungsgrad zu überfordern, sondern die Selbststeuerungsfähigkeiten der Lernenden kontinuierlich aufzubauen.

Welche Rolle spielt die Lehrerpersönlichkeit bei der Öffnung des Unterrichts?

Die Lehrerpersönlichkeit ist entscheidend, da sie den Rahmen für Freiräume vorgibt; die Umstellung vom belehrenden Lehrer hin zum Lernberater wird als ein notwendiger Wandel beschrieben, der von der Lehrkraft bewusst gewollt und moderiert werden muss.

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Details

Title
Offene Unterrichtsformen in Theorie und Praxis - mit besonderem Schwerpunkt auf Möglichkeiten zu deren Durchführung in Lebensgestaltung – Ethik – Religionskunde (LER)
College
University of Potsdam  (Institut für Philosophie / Kollegium LER)
Grade
1,3
Author
Stefan Grzesikowski (Author)
Publication Year
2007
Pages
35
Catalog Number
V114944
ISBN (eBook)
9783640162703
ISBN (Book)
9783640164233
Language
German
Tags
Offene Unterrichtsformen Theorie Praxis Schwerpunkt Möglichkeiten Durchführung Lebensgestaltung Ethik Religionskunde LER Offener Unterricht Freiarbeit Stationenlernen konstruktivistische Didaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Grzesikowski (Author), 2007, Offene Unterrichtsformen in Theorie und Praxis - mit besonderem Schwerpunkt auf Möglichkeiten zu deren Durchführung in Lebensgestaltung – Ethik – Religionskunde (LER), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114944
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