Ziel dieser Arbeit ist es, einen kleinen Überblick über aktuelle Studien und Messmethoden zur Thematik Digital-Leadership-Kompetenz zu schaffen. Es soll eine Grundlage geschaffen werden, durch welche Führungskräfte sich darüber informieren können, wie sie zu Digital Leadern werden und so die Motivation für das Wollen erhalten, die Kompetenzen für ihr Können entwickeln und daraus das Machen resultiert.
Um dieses Ziel zu erreichen werden zu Beginn die definitorischen Grundlagen der Begriffe "Digital Leadership", "Führungskraft" und "Führungskompetenz" thematisiert, um ein einheitliches Verständnis für diese Arbeit zu schaffen. Anschließend geht es um die zentralen Einflussfaktoren auf das Digital Leadership. Die Betonung liegt hier auf
dem Wort "zentral", denn selbstverständlich gibt es weitere Einflussfaktoren auf das Digital Leadership, wie den demografischen Wandel oder die Globalisierung, welche Digital Leader ebenfalls vor neue Herausforderungen stellen. Jedoch reicht dafür die Kapazität dieser Arbeit nicht aus. Aus diesem Grund wird sich auf die Haupteinflussfaktoren "Digitale Technologien" und die "veränderte Umwelt", oder auch "VUCA-Welt“ konzentriert.
Anschließend findet ein Vergleich aktueller Studien und Messmethoden statt. Als Messmethode für Digital Leadership Kompetenz wird der Digital-Leadership-Index vorgestellt. Dieser baut auf einer individuellen und einer organisatorisch-kulturellen Dimension auf und schließt mit einem konkreten Praxisbezug ab. Darauffolgend wird die Studie "Digital Leadership in KMU – Was sagen Führungskräfte" von Lindner vorgestellt, erläutert und durch weitere Studien ergänzt. Abschließend werden alle erworbenen Erkenntnisse zusammengefasst und in Form eines Fazits festgehalten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
1.3. Methodik
2. Definitorische Grundlagen
2.1. Digital Leadership
2.2. Führungskraft
2.3. Führungskompetenz
3. Zentrale Einflussfaktoren auf das Digital Leadership
3.1. Digitale Technologien
3.2. Veränderte Umwelt – VUCA
4. Vergleich aktueller Studien und Messmethoden
4.1. Digital-Leadership-Index
4.1.1. Individuelle Dimension
4.1.2. Organisatorisch-kulturelle Dimension
4.1.3. Ziel und Praxisbezug
4.2. Studie: Digital Leadership in KMU – Was sagen Führungskräfte
5. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen fundierten Überblick über aktuelle Studien und Messmethoden im Bereich der Digital Leadership Kompetenz zu geben. Dabei soll eine Wissensgrundlage geschaffen werden, die Führungskräfte befähigt, die notwendigen Kompetenzen für den digitalen Wandel zu verstehen und aktiv weiterzuentwickeln.
- Analyse des Einflusses der digitalen Transformation auf Führungskräfte.
- Definition der zentralen Begriffe Digital Leadership, Führungskraft und Führungskompetenz.
- Untersuchung von Haupteinflussfaktoren wie digitale Technologien und das VUCA-Umfeld.
- Vergleich und Vorstellung relevanter Messinstrumente wie des Digital-Leadership-Index.
- Evaluierung aktueller Studien zur Herausforderung von Führung in KMU.
Auszug aus dem Buch
3.1. Digitale Technologien
Digitale Technologien sind erst der Auslöser für die Digitale Transformation, bzw. ermöglichen diese. Smartphones sind im Verlauf der vergangenen zehn Jahre zum festen Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden. In Deutschland beläuft sich im Jahr 2019 die Zahl der Nutzer auf rund 58 Millionen. In der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen sind Smartphones mit einem Nutzeranteil von über 95 Prozent nicht mehr wegzudenken. Doch was gehört eigentlich alles zu den digitalen Technologien dazu? Grob zusammenfassen und gliedern kann man diese anhand der sogenannten SMACT-Technologien. Dieser Begriff setzt sich zusammen aus: Social, also sozialen Netzwerken, wie Facebook, Mobile, wozu u. a. Smartphones gehören, Analytics, also Big Data und deren Auswertung und Nutzung, Cloud, also bspw. das Arbeiten von überall durch Cloud-Lösungen und (Internet of) Things, also der Vernetzung von Gegenständen, wie bspw. in einem Smart Home.
Durch die Nutzung dieser digitalen Technologien im Unternehmensalltag entstehen neue Arbeitsformen, wie bspw. die Möglichkeit von Homeoffice. Mitarbeiter können von jedem Ort der Welt mit einer Internetverbindung arbeiten, wodurch eine erhöhte Flexibilität, sowohl in örtlicher als auch in zeitlicher Perspektive entsteht. Folglich entstehen auch veränderte Anforderungen an Führungskräfte, wenn nicht mehr alle Mitarbeiter am gleichen Ort sind, sondern virtuell geführt werden müssen. Zudem entsteht auch eine neue Form der Transparenz, wie bspw. durch Arbeitgeberbewertungsportale, welche Auskunft darüber geben, was neue Mitarbeiter im Unternehmen erwartet. Auch die Selbstführung ist betroffen, denn neue Technologien können bspw. zur Organisation der eigenen Arbeit genutzt werden. Es wird also deutlich, dass die digitalen Technologien sich auf Führungskräfte auswirken und diese sich anpassen müssen. Sie müssen im Rahmen der digitalen Transformation dazu in der Lage sein die neuen Technologien einzusetzen und darüber hinaus veränderte Führungskompetenzen erwerben, um auch ihr Führungsverhalten zu verändern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der digitalen Transformation für Führungskräfte und führt die zentrale Fragestellung nach den notwendigen Kompetenzen für Digital Leader ein.
2. Definitorische Grundlagen: In diesem Kapitel werden die für die Arbeit essenziellen Begriffe Digital Leadership, Führungskraft und Führungskompetenz theoretisch definiert und voneinander abgegrenzt.
3. Zentrale Einflussfaktoren auf das Digital Leadership: Das Kapitel untersucht die wesentlichen Treiber des Wandels, konkret digitale Technologien und die durch Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität geprägte VUCA-Welt.
4. Vergleich aktueller Studien und Messmethoden: Hier erfolgt eine Analyse von Kompetenzmodellen, insbesondere des Digital-Leadership-Index, sowie eine Auswertung empirischer Studien zur Führungspraxis in kleinen und mittleren Unternehmen.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über die Bedeutung von Sozial- und Kommunikationskompetenzen zusammen und reflektiert den fortwährenden Prozess der digitalen Transformation.
Schlüsselwörter
Digitale Transformation, Digital Leadership, Führungskompetenz, VUCA, SMACT-Technologien, Digital-Leadership-Index, Führungskraft, Personalentwicklung, Agile Führung, Virtuelle Führung, Kommunikationsfähigkeit, Changemanagement, Digitale Vision, Kompetenzmodell, Unternehmensführung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der digitalen Transformation und deren spezifischen Auswirkungen auf die Anforderungen an moderne Führungskräfte in Unternehmen.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Führung im digitalen Kontext, der Identifikation von Einflussfaktoren wie VUCA sowie dem Vergleich von Messmethoden zur Bewertung von Führungskompetenzen.
Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage der Studie?
Die zentrale Frage lautet: Welche spezifischen Kompetenzen benötigt ein Digital Leader, um in Zeiten der digitalen Transformation erfolgreich zu führen?
Welche wissenschaftliche Methode kommt in der Arbeit zur Anwendung?
Die Verfasserin nutzt eine Sekundäranalyse in Form einer umfassenden Literaturrecherche, um den aktuellen Wissensstand aus Fachliteratur und Studien zusammenzuführen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse von Einflussfaktoren (Technologien, VUCA) sowie die Vorstellung und kritische Betrachtung des Digital-Leadership-Index und empirischer Studien.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Digital Leadership, Digitale Transformation, Führungskompetenz, VUCA und der Digital-Leadership-Index.
Was ist das zentrale Ergebnis in Bezug auf die Wichtigkeit von Kompetenzen?
Die Studie identifiziert die Sozialkompetenz und insbesondere die Kommunikationsfähigkeit als die wichtigste Meta-Kompetenz für Führungskräfte in einer digitalisierten Arbeitswelt.
Wie ist der Digital-Leadership-Index laut Arbeit strukturiert?
Er ist als zweidimensionales Modell aufgebaut, das individuelle Kompetenzen einer Führungskraft mit den Gegebenheiten des organisatorisch-kulturellen Umfelds verknüpft.
Wie bewertet die Autorin den Status Quo der Führungskräfte in Bezug auf Digital Leadership?
Es wird festgestellt, dass zwar ein breites Bewusstsein für das Thema vorhanden ist, jedoch oft Ratlosigkeit bezüglich der konkreten Umsetzung herrscht und der Anteil an "echten" Digital Leadern noch gering ist.
- Arbeit zitieren
- Nora Theis (Autor:in), 2020, Führung und Digital-Leadership-Kompetenz. Übersicht und Vergleich aktueller Studien und Messmethoden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1149635