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Partizipation von Kindern und Jugendlichen innerhalb stationärer Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe

Titel: Partizipation von Kindern und Jugendlichen innerhalb stationärer Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe

Seminararbeit , 2021 , 15 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Angelina Lorenz (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie gestaltet sich die aktuelle Situation der Partizipation, wenn man auf die Jüngsten unserer heutigen Gesellschaft schaut? Bietet sich Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich zu partizipieren? Die Frage dient als Ausgangspunkt der Arbeit. Sie führt zu der Überlegung, wie genau partizipatorische Prozesse eigentlich ausgestaltet werden können und damit zum maßgebenden Thema der Arbeit – Empowerment.

Das Thema der Arbeit wird unter dem Aspekt der „Partizipation von Kindern und Jugendlichen innerhalb stationärer Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe“ eingegrenzt. Das Ziel der Seminararbeit ist es, herauszufinden, welche Beteiligungsformen innerhalb stationärer Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe anwendbar sind. Weiterhin soll geprüft werden, ob und wie die Partizipation Kinder und Jugendlicher nach momentanem Stand in den Kinder- und Jugendheimen Deutschlands gelingt oder inwieweit die bisher praktizierten Methoden ausbaufähig sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffserklärungen

2.1 Empowerment

2.2 Partizipation

3 Rechtliche Grundlagen

3.1 UN-Kinderrechtskonvention

3.2 SGB VIII: Kinder- und Jugendhilfe

4 Inhalt und Reichweite von Partizipation

4.1 Stufen der Beteiligung nach Schröder (1995)

4.2 Beteiligungsformen

5 Beteiligung im Heimalltag - Praxisbausteine nach Wolff und Hartig

6 Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Thema der Partizipation von Kindern und Jugendlichen in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Ziel ist es, geeignete Beteiligungsformen aufzuzeigen und zu prüfen, inwieweit diese in der Praxis gelingen oder ausbaufähig sind, um die Selbstständigkeitserziehung der jungen Menschen zu fördern.

  • Grundlagen der Begriffe Empowerment und Partizipation
  • Rechtlicher Rahmen durch die UN-Kinderrechtskonvention und das SGB VIII
  • Analyse von Partizipationsgraden anhand des Stufenmodells nach Schröder
  • Praktische Umsetzung von Beteiligung im Alltag durch Konzepte von Wolff und Hartig

Auszug aus dem Buch

4.1 Stufen der Beteiligung nach Schröder (1995)

Das Stufenmodell nach Roger Hart (1992) und Wolfgang Gernert (1993) (siehe Anhang 1) besteht aus insgesamt neun Stufen. Dieses trennt wiederum die von Erwachsenen instrumentalisierte Partizipation von der Partizipation, in denen Kindern Beteiligung ermöglicht wird. Erstgenanntes widerspricht der Begriffsdefiniton der Beteiligung von Heranwachsenden.

Die unterste Stufe ist die der Fremdbestimmung. Das Handeln des Kindes ist vollkommen fremdbestimmt, d.h. der Aktionsimpuls wird nicht von dem Kind selbst initiiert, sondern von einer anderen Person. Der Betroffene verfolgt keine eigene Intention und versteht seine eigene Handlung nicht. Die Stufe der Dekoration beschreibt die betroffene Person wortwörtlich als rein schmückendes Element. Dabei hat lediglich das Mitwirken eine Bedeutung, es ist irrelevant, ob das Kind den Hintergrund für seine Teilnahme weiß. Die Alibi-Teilnahme ist die dritte Stufe. Betroffene können auf freiwilliger Basis an Entscheidungsgremien teilnehmen, ihre Stimme hat allerdings keine Wirkung auf die Entscheidungsprozesse. Diese untersten drei Stufen entsprechen keinesfalls echter Partizipation. Sie erwecken bestenfalls den Anschein einer Beteiligung. Es handelt sich hierbei um die Etappen instrumentalisierter Mitbestimmung nach der Devise „mehr Schein als Sein“ (Autor unbekannt).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Partizipation als Schlüsselthema der Bildungspraxis ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Umsetzung in stationären Einrichtungen.

2 Begriffserklärungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Empowerment, als Prozess zur Stärkung der Autonomie, und Partizipation, als aktive Mitgestaltung durch junge Menschen.

3 Rechtliche Grundlagen: Es werden die menschenrechtlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen durch die UN-Kinderrechtskonvention und das SGB VIII dargestellt, die Kindern ein Recht auf Beteiligung zusichern.

4 Inhalt und Reichweite von Partizipation: Das Kapitel analysiert durch das Stufenmodell von Schröder und verschiedene Beteiligungsformen, wie sich echte Teilhabe von instrumentalisierter Mitbestimmung unterscheidet.

5 Beteiligung im Heimalltag - Praxisbausteine nach Wolff und Hartig: Hier werden fünf konkrete Praxisbausteine vorgestellt, die als Werkzeuge für Betreuer dienen, um eine gelingende Integration von Beteiligung im Heimalltag zu ermöglichen.

6 Zusammenfassung: Das Fazit stellt fest, dass in der Theorie vielfältige Zugänge existieren, die praktische Umsetzung jedoch von der Qualität der Konzepte freier Träger abhängt.

Schlüsselwörter

Partizipation, Empowerment, Heimerziehung, Kinder- und Jugendhilfe, Selbstbestimmung, Beteiligungsformen, SGB VIII, UN-Kinderrechtskonvention, stationäre Einrichtungen, Selbstständigkeit, Mitbestimmung, Pädagogik, Praxisbausteine, Kindeswohl, Mitgestaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Partizipation von Kindern und Jugendlichen, die in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe leben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Rahmenbedingungen, den theoretischen Stufen der Beteiligung sowie den praktischen Umsetzungsmöglichkeiten im Heimalltag.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, herauszufinden, welche Beteiligungsformen anwendbar sind und ob die Partizipation in deutschen Kinder- und Jugendheimen aktuell gelingt oder optimiert werden muss.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung pädagogischer Fachkonzepte, insbesondere der Modelle von Schröder sowie Wolff und Hartig.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die theoretischen Grundlagen (Empowerment/Partizipation), die rechtlichen Fundamente (UN-Konvention/SGB VIII) sowie konkrete Praxisbausteine für den pädagogischen Alltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Partizipation, Empowerment, stationäre Erziehungshilfe und die Beteiligungsstufen nach Hart/Gernert.

Was versteht man unter dem "transitiven Zugang" beim Empowerment?

Dieser Zugang beschreibt den Perspektivwechsel des Pädagogen weg vom Defizitblick hin zur Förderung der individuellen Unabhängigkeit und Stärken des Klienten.

Warum ist das Stufenmodell nach Schröder für die Arbeit relevant?

Es dient dazu, echte Partizipation von scheinbarer Beteiligung ("mehr Schein als Sein") abzugrenzen und die Qualität von Mitbestimmungsprozessen zu bewerten.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Partizipation von Kindern und Jugendlichen innerhalb stationärer Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
Hochschule
Duale Hochschule Gera-Eisenach (ehem. Berufsakademie Thürigen in Gera)
Veranstaltung
Soziale Arbeit als Disziplin und Profession vor
Note
3,0
Autor
Angelina Lorenz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
15
Katalognummer
V1151188
ISBN (eBook)
9783346537478
ISBN (Buch)
9783346537485
Sprache
Deutsch
Schlagworte
partizipation kindern jugendlichen einrichtungen kinder- jugendhilfe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Angelina Lorenz (Autor:in), 2021, Partizipation von Kindern und Jugendlichen innerhalb stationärer Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1151188
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Leseprobe aus  15  Seiten
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