In dieser Praxisarbeit steht die Forschungshypothese "Gemeinsam für die Kinder! Frühpädagogische Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern" im Fokus. Die Hypothese bezieht sich dabei auf eine Kindertagesstätte in Berlin. Familie und Kindertagesstätte sind zwei soziale Institutionen, die die frühkindliche Entwicklung maßgeblich beeinflussen. Der Begriff der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft wird verwendet, um die Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften sowie dem Kind zu beschreiben. In dieser Arbeit werden Zugänge, Möglichkeiten zur Implementierung und Grenzen der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mithilfe von qualitativen schriftlichen Befragungen geklärt.
Inhaltsverzeichnis
1 Hinführung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Frühpädagogik in der Kindertagesstätte
2.1.1 Frühpädagogik
2.1.2 Berliner Bildungsprogramm
2.2 Frühpädagogische Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
2.2.1 Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
2.2.2 Ziel der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
2.2.3 Rechtliche Grundlagen
3 Theorie – Praxis – Transfer
3.1 Adressaten*innen der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
3.2 Zugänge der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
3.3 Implementierung der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft in der Kindertagesstätte
3.3.1 Aufnahmegespräch
3.3.2 Informationsgespräch – Tür-und-Angel-Gespräch
3.3.3 Entwicklungsgespräch
3.3.4 Beratungsgespräch
3.4 Grenzen der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
4 Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Praxisarbeit untersucht die Forschungshypothese „Gemeinsam für die Kinder! Frühpädagogische Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern“ am Beispiel der Berliner Einrichtung „Kita XXX“. Ziel ist es, die Möglichkeiten der adressatenspezifischen Implementierung der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft sowie auftretende Zugänge und Grenzen aus Sicht der pädagogischen Fachkräfte qualitativ zu analysieren und zu validieren.
- Theoretische Fundierung der Frühpädagogik und des Berliner Bildungsprogramms
- Konzept und Ziele der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
- Methoden zur Implementierung wie Aufnahme-, Informations-, Entwicklungs- und Beratungsgespräche
- Analyse von Zugängen und Hürden in der Zusammenarbeit mit Eltern
- Empirische Erkenntnisse durch eine qualitative schriftliche Befragung
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Aufnahmegespräch
Das Aufnahmegespräch ist in der Regel der erste direkte Kontakt zwischen pädagogischer Fachkraft und Eltern des Kindes. Dies berichtet auch Anonym 1 (2021, S. 16), „[m]eine Zusammenarbeit mit den Eltern beginnt meistens mit dem Aufnahmegespräch“. Andernfalls können die Beteiligten sich schon über einen telefonischen Erstkontakt kennengelernt haben. Das Aufnahmegespräch bildet die Grundlage der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft. Des Weiteren „erhalten die Eltern einen ersten Eindruck von mir und unserer Einrichtung […] [und] bekommen Informationen zu [der pädagogischen] Arbeit und unseren pädagogischen Ansatz“ (Anonym 1, 2021, S. 16). Dabei bilden die Beteiligten, Eltern und pädagogische Fachkraft, die Bildungs- und Erziehungspartner des Kindes. Daran anknüpfend ist die pädagogische Fachkraft bestrebt, die Unsicherheiten und Sorgen der Eltern zu eliminieren, sowie „viele Fragen der Eltern [zu] klären“ (ebd.). Das Ziel des Aufnahmegesprächs besteht in der Schaffung von Sicherheit für die Eltern, das Kennenlernen der Einrichtung, sowie deren Abläufe und die Weitergabe inhaltlich fachlicher Informationen zum frühpädagogischen Bildungs- und Erziehungsverständnisses der Kindertagesstätte. Hierzu gehört auch, dass die pädagogische Fachkraft die „Möglichkeit [bekommt] […] Informationen von den Eltern über ihr Kind zu erhalten, um entsprechend auf das Kind eingehen zu können“ (ebd.). Dadurch werden die Eltern auf den Transitionsprozess des Kindes vorbereitet, sowie kann „[d]urch den Austausch im Aufnahmegespräch […] die Basis für den bestmöglichen Start des Kindes“ (ebd.), in der Kindertagesstätte, geschaffen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Hinführung: Die Einleitung verankert die Bedeutung der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft für die frühkindliche Entwicklung und definiert die Forschungshypothese im Kontext der „Kita XXX“.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die fachliche Basis durch die Frühpädagogik, das Berliner Bildungsprogramm sowie die rechtlichen und konzeptionellen Rahmenbedingungen der Partnerschaft.
3 Theorie – Praxis – Transfer: Im Hauptteil wird die praktische Implementierung, inklusive der verschiedenen Gesprächsformate und der Adressatenanalyse, anhand einer qualitativen Befragung untersucht und kritisch reflektiert.
4 Resümee: Das Fazit wertet die Ergebnisse der Untersuchung aus und bestätigt die Forschungshypothese hinsichtlich der fundamentalen Bedeutung der untersuchten Gesprächsformen.
Schlüsselwörter
Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, Frühpädagogik, Kita, Berliner Bildungsprogramm, Elternarbeit, Aufnahmegespräch, Entwicklungsgespräch, Tür-und-Angel-Gespräch, Elternkompetenz, Kindeswohl, Kooperation, pädagogische Fachkräfte, Transition, Beratung, Befragung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Praxisarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der professionellen Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften in einer Kindertageseinrichtung, auch bekannt als Bildungs- und Erziehungspartnerschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Zentrum stehen die theoretischen Grundlagen der Frühpädagogik, die praktische Umsetzung verschiedener Gesprächsformate mit Eltern sowie die Identifikation von Zugängen und Grenzen in diesem Prozess.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist die Untersuchung der Forschungshypothese, ob und wie eine frühpädagogische Bildungs- und Erziehungspartnerschaft „gemeinsam für die Kinder“ in einer Kita erfolgreich realisiert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird für die Untersuchung verwendet?
Die Autorin nutzt eine qualitative schriftliche Befragung von vier pädagogischen Fachkräften der „Kita XXX“, um fundierte Einblicke in die Praxis zu gewinnen.
Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Adressaten, die verschiedenen Möglichkeiten der Kontaktanbahnung (Zugänge) sowie die detaillierte Beschreibung der Implementierung durch spezifische Gesprächsformen wie Aufnahme-, Entwicklungs- und Beratungsgespräche.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, Elternarbeit, Kindeswohl, Kooperation und Frühpädagogik geprägt.
Welche Rolle spielen „Tür-und-Angel-Gespräche“ im Konzept der Kita?
Diese kurzen Gespräche bei der Bring- und Abholzeit dienen dem tagesaktuellen Erfahrungsaustausch und sind für die Kontinuität des Informationsflusses zwischen Eltern und Fachkräften essenziell.
Welche Grenzen der Zusammenarbeit werden in der Arbeit identifiziert?
Zu den genannten Grenzen gehören fehlende Kooperation der Sorgeberechtigten, sprachliche Barrieren, unterschiedliche Erziehungsvorstellungen sowie zeitliche Kapazitäten der pädagogischen Fachkräfte.
- Citation du texte
- Sarah Sucher (Auteur), 2021, Frühpädagogische Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern. Zugänge, Möglichkeiten der Implementierung und Grenzen am Beispiel einer Berliner Kindertagesstätte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1151334