Das historische Gedächtnis in Roman und Film. "Soldados de Salamina" von Javier Cercas und David Trueba

Am Beispiel der Raumsemantik nach Jurij M. Lotman


Bachelorarbeit, 2016

60 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einblicke in die Gedächtnisforschung
2.1 Das kulturelle Gedächtnis
2.1.1 Das kollektive und kommunikative Gedächtnis
2.1.2 Gedächtniskonzepte der Literaturwissenschaft
2.2 Orte und Räume der Erinnerung
2.2.1 Erinnerungsorte nach Pierre Nora
2.2.2 Raumsemantik nach Jurij M. Lotman

3. Javier Cercas und David Trueba: Die Vermittler zwischen den dos españas – Einführende Überlegungen zu den Medien Film und Literatur
3.1 Analyse der Raumsemantik im Roman Soldados de Salamina von Javier Cercas
3.1.1 Die Figur Javier Cercas in ihrer Vermittlerfunktion
3.1.2 Die Figur des Falangemitbegründers Rafael Sánchez Mazas
3.1.3 Der anonyme Soldat: Die Figur Antoni Miralles und der Gnadenakt als zentrales Ereignis
3.2 Analyse der Raumsemiotik: Die Verfilmung von Soldados de Salamina von David Trueba
3.2.1 Wechsel der Geschlechter: Die Figur Lola Cercas
3.2.2 Die Figur Rafael Sánchez Mazas
3.2.3 Die Figur des verträumten Soldaten als Held
3.3 Auswertung der Ergebnisse

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In der Gedächtnisforschung wird eine zunehmende Popularität deutlich. Das Aufkommen eines Bewusstseins über Geschichte und die Reflexion vergangener historischer Ereignisse kann man sowohl international als auch interdisziplinär beobachten. Auch in Spanien wird eine besondere Hinwendung zur Gedächtnisforschung deutlich. Diese macht sich nicht nur im politischen Diskurs bemerkbar, sondern gewinnt ebenso in Literatur und Film an großer Bedeutung.1 Besonders der Spanische Bürgerkrieg gerät in den Diskurs der Gedächtnisforschung, bedingt durch den besonderen Verlauf seiner Erinnerungskultur.

Nach Ende des Spanischen Bürgerkrieges begann unter Francisco Franco die Diktatur in Spanien, die eine totalitäre und manipulierende Erinnerungspolitik verfolgte und durch Zensur und die Spaltung Spaniens in dos españas zu verzeichnen war.2 Somit wurden die Erinnerungen an den Spanischen Bürgerkrieg zu Gunsten der Falangisten als Befreiungskampf proklamiert. Jegliche Kritik an diesem Herrschaftssystem wurde schnellstmöglich eliminiert, was auf allen Ebenen deutlich wurde: „[...] politisch durch kompromisslose Machtaufteilung unter den Siegern, intellektuell durch Zensur und Verbote, […] kulturell durch Eliminierung der Symbole jenes angeblichen ,Anti-Spanien‘“.3 Trotz der transición und des damit verbundenen Übergangs von Diktatur zu Demokratie wurde keine Verarbeitung der Geschehnisse, die sich während des Bürgerkrieges und der Franco-Diktatur ereigneten, vorgenommen. Unter dem Motto „Nie wieder!“4 wurde das Vergangene als Unglücksfall abgestempelt. Es wurde versucht, eine Konfrontation zwischen den dos españas zu vermeiden. Dies war als „Pakt des Vergessens“ in dieser Etappe der Erinnerungskultur prägend.5 Erst mit dem Aufkommen eines Bewusstseins verdrängter Erinnerungskulturen begann eine Auseinandersetzung mit dem Bürgerkrieg und auch mit der Diktaturzeit. Das zuvor tabuisierte Thema rund um die Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg führte auf allen Ebenen zu einer „Erinnerungskrise“. Es entstanden Erinnerungsvereine, darunter die bekannte Asociación para la recuperación de la Memoría Histórica, die sich u.a. für die Exhumierung der hingerichteten Republikaner einsetzt.6

Besonders in der Literatur und in den Medien ist ein Aufschwung hinsichtlich der Erinnerungen an den Spanischen Bürgerkrieg zu verzeichnen. Mit dem Begriff der memoria histórica entsteht das Anstreben einer kritischen Konfrontation mit der Vergangenheit und dessen Umgang, die für das kollektive Gedächtnis Spaniens prägend wird. So sind ab den 90er Jahren neben vielen Autobiografien unzähliger Zeitzeugen/Zeitzeuginnen auch viele Filme und literarische Werke zu verzeichnen, in welchen Fiktion und Realität vermischt werden.7

Die anfangs standardisierten Themen zwischen Verlierern/Verliererinnen und Gewinnern/Gewinnerinnen im Kontext des Bürgerkrieges werden durch die zunehmende Heldenthematik zu Gunsten der Republikaner in Film und Literatur verdrängt. „[V]erknüpft mit einem umfassenden Interesse an dem Alltag der >kleinen Leute<, deren Erfahrungen“8 werden sie aus der Opferrolle abgespalten.9

In diesem Zusammenhang tritt auch das in dieser Arbeit zu untersuchende Korpus auf: der Roman Soldados de Salamina von Javier Cercas und dessen gleichnamige Verfilmung von David Trueba. Sie spielen in der Thematik der aktuellen Erinnerungskultur Spaniens eine etablierte Rolle. So wird in diesen Werken die Heldenrhetorik ebenfalls zur Zielscheibe. Es handelt sich dabei um ein hochgradig selbstreflexives Werk, das die Auseinandersetzung mit dem Spanischen Bürgerkrieg thematisiert. Es stellt aber die Ereignisse des Bürgerkrieges in den Hintergrund und legt vielmehr die kritische Auseinandersetzung mit der Aneignung vergangener Geschichte und Erinnerungen dar.

Ziel dieser Arbeit ist es herauszuarbeiten, wie in Roman und Verfilmung mit dem historischen Gedächtnis umgegangen wird. Dies soll anhand der Räumlichkeiten in Film und Literatur genauer analysiert werden und sich dabei auf die Theorie der Raumsemantik nach Jurij M. Lotman stützen. Denn Lotman ist es, der die Narratologie innerhalb von Texten durch die Komponente der Raumsemantik ergänzt und somit eine neue Perspektive in den Analyseverfahren der Erzähltheorie einbaut. Dazu sollen auserwählte Romanabschnitte und Filmsequenzen genauer betrachtet werden. Die Heldenthematik wird ebenfalls untersucht, jedoch nach dem Modell von Lotman, der den Begriff des Helden über die Grenzüberschreitung der Räume definiert.

Vorab folgen einige theoretische Grundlagen zur Gedächtnisforschung aus kultur- und literaturwissenschaftlicher Perspektive, die durch die Arbeiten von Halbwachs sowie Jan und Aleida Assmann geprägt werden.

2. Einblicke in die Gedächtnisforschung

Die dargelegte Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Gedächtnis aus dem Blickwinkel der Geisteswissenschaften, insbesondere der Kultur- und Literaturwissenschaft. Dabei soll der auserwählte Roman und dessen Verfilmung als Kulturgut im Hintergrund des historischen Gedächtnisses Spaniens analysiert werden. Eingangs folgt eine Definition von Gedächtnis und dessen individueller Funktionsweise, im nächsten Kapitel wird auf das kulturelle Gedächtnis und seine kollektiven Erscheinungsformen genauer eingegangen.

Die Gedächtnisforschung findet heute in vielen Bereichen der Wissenschaft ihren Platz. Neben Forschungen im naturwissenschaftlichen Bereich, die sich vor allem mit neuronalen Untersuchungen zum Gedächtnis beschäftigen, sind es die Geisteswissenschaften, die sich zunehmend mit den sozialen und kulturellen Untersuchungen zum Gedächtnis befassen.10 Astrid Erll fasst dieses universell zunehmende Interesse an der Gedächtnisforschung unter drei Aspekten zusammen: „gesamtkulturelles“, „interdisziplinäres“ und „internationales Phänomen“.11 Damit umfasst die Gedächtnisforschung neben der Wissenschaft auch zunehmend den Bereich der Medien. Betrachtet man beispielsweise die historischen Spielfilme, die oftmals im Kontext wahrer Begebenheiten inszeniert werden, verdeutlicht das die Aktualität des Themas außerhalb der wissenschaftlichen Forschung rund um das Gedächtnis.12

Unter Gedächtnis versteht man den kognitiven Prozess und die Fähigkeit, sich an Vergangenes zu erinnern. Somit ermöglicht das Gedächtnis einem Menschen, erlebte Ereignisse, Informationen sowie Sinneseindrücke einzuspeichern und diese ggf. auch wieder abzurufen. Die Funktion des Gedächtnisses beruht auf komplexen, kognitiven Prozessen, wobei diese nicht immer bewusst stattfinden. Es wird daher zwischen Gedächtnis und Erinnerung unterschieden. Während das Gedächtnis auf neuronalen Prozessen im Gehirn beruht, die sowohl bewusst als auch unbewusst stattfinden, spielt sich die Erinnerung im Bewusstsein des Menschen ab. Denn erst durch das bewusste Wahrnehmen spricht man von Erinnern.13 Somit stellt das Gedächtnis mit seinen Funktionen erst die Voraussetzung für das Erinnern dar.14 Die Erinnerung ermöglicht es, ein Konstrukt der Vergangenheit entstehen zu lassen, das wiederum durch drei grundsätzliche Schritte verbunden ist: das Ereignis, die Wahrnehmung dieses Ereignisses, die Wiedergabe durch das Erzählen.15 Das Erinnern ist immer subjektiv und durch die eigenen Wahrnehmungen geprägt: „Im Erinnern wird Erlebtes so mit Erzähltem verbunden, dass endgültig verloren geht, was man wirklich als >wirkliche Quelle< oder >reales Erlebnis< bezeichnen könnte.“16 Der „konstruktive Charakter“ sowie der „Gegenwartsbezug“, den Astrid Erll dem Erinnern zuweist, wird so nachvollziehbar.17 Auch auf die damit verbundene Folge der Unzuverlässigkeit der Erinnerungen, die im individuellen sowie im kollektiven Kontext zu beachten wäre, ist hinzuweisen.

Zusätzlich unterscheiden sich Gedächtnis und Erinnern in ihrer zeitlichen Struktur. Denn Erinnern benötigt Repetition und ist daher an die Gegenwart gebunden, da ohne Repetition das Vergessen in Erscheinung tritt.18 Eine zentrale Funktion nehmen Gedächtnis und Erinnern in der Identitätsbildung ein, was sowohl das Individuum wie auch die Gemeinschaft betrifft. Ohne individuelle und kollektive Konstruktionen der Vergangenheit könnten das Individuum und die Gemeinschaft kein festes Selbstbild herstellen.19 Voraussetzung für die Identitätsbildung ist demnach Erinnerung. So bedeutet der Verlust des Erinnerungsvermögens auch einen möglichen bzw. wahrscheinlichen Verlust der Identität.20 Erinnerungen werden von vielen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören besonders Sinneseindrücke und Gefühle. Zusätzlich können sich Erinnerungen mit Zunehmen der Zeit auch verändern, sodass „immer neue Rekonstruktionen, die die Erinnerungen an das jeweilige Selbstbild in der jeweiligen Gegenwart anpassen“21 entstehen.

Aleida Assmann unterteilt das autobiografische Gedächtnis22 in drei Systeme, die die individuelle Identitätsbildung prägen: das episodische, das semantische und das prozedurale Gedächtnis.23

Das episodische Gedächtnis umfasst alle individuellen Erinnerungen, die im Laufe des Lebens durch Erlebnisse erlangt werden. Man kann es als „gelebte Identität“ bezeichnen, die sich auf die eigenen Erlebnisse beschränken und unabhängig von kollektiven Erinnerungen erworben werden. Daher sind sie subjektiv geprägt und erfordern ebenfalls Rekonstruktionen, um ein Vergessen zu verhindern. Dieses Gedächtnis kann man in schriftlicher Form in Tagebüchern oder Autobiografien festhalten.24

Das semantische Gedächtnis hingegen ist das Gelernte, das nicht auf Rekonstruktionen beruht. Einmal erlernt ist es unveränderbar, auch wenn es vergessen wird, wie z.B. Rechenverfahren in der Mathematik. Die Repetition spielt dabei auch eine wichtige Rolle: „[...] [D]as Memorieren von Fakten und Daten, Zahlen und Formeln, Regeln und Paragraphen ist eine selbstverständliche Grundlage von Schule und Ausbildung.“25 So sind es vor allem Bildungseinrichtungen, die das semantische Gedächtnis prägen. Dieses ist ebenfalls in schriftlicher Form ausdehnbar und steht in Ergänzung zum episodischen Gedächtnis.26

Das prozedurale Gedächtnis ist nicht ausdehnbar und stellt ein „verkörpertes Gedächtnis“ dar. Es beinhaltet alles Erlernte, das man ein Leben lang nicht mehr vergisst oder verlernt, wie z.B. das Autofahren oder Spielen eines Instrumentes. Darunter fallen auch Prozeduren des Alltags, die durch ständige Repetition nicht mehr als Erlerntes wahrgenommen werden.27

2.1 Das kulturelle Gedächtnis

Unter dem Begriff des kulturellen bzw. historischem Gedächtnisses versteht man ein Konstrukt, das das gesamte Kulturgut einer Gesellschaft speichert und über Generationen hinweg weitergibt. Dazu zählen neben gesellschaftlichen Konventionen auch historische Ereignisse, Literatur und vieles mehr, was sich prägend auf das Selbstbild der jeweiligen Gesellschaft auswirkt.28 Dies beruht nicht auf biochemischen Prozessen, sondern auf Repetition und Weitergabe:

Das ist eine Frage kultureller Mnemotechnik, d.h. der Speicherung, Reaktivierung und Vermitt- lung von Sinn. Die Funktion solcher kulturellen Mnemotechnik liegt in der Gewährleistung von Kontinuität bzw. Identität. […] Der Unterschied besteht darin, daß [sic] das Gruppengedächtnis keine neuronale Basis hat. An deren Stelle tritt die Kultur.29

Daraus wird deutlich, dass das kulturelle Gedächtnis ebenso wie das semantische Gedächtnis eines Individuums auf kontinuierlicher Repetition beruht, da die Erinnerung innerhalb der Gegenwart entsteht und für das Nichtvergessen ständige Repetition und Rekonstruktion erforderlich ist. Auch wird deutlich, dass das semantische Gedächtnis des Individuums für die kollektive Identitätsbildung entscheidend ist, da sich dieses Gedächtnissystem aus dem Gelernten herausbildet.

Aleida Assmann unterscheidet innerhalb des kulturellen Gedächtnisses zwischen einem Speichergedächtnis, das alle Informationen unabhängig von dessen Gebrauch speichert, und einem Funktionsgedächtnis. Letzteres ist der belebte Teil des Gedächtnisses einer Gemeinschaft und leistet einen wichtigen Beitrag zur kollektiven Identitätsbildung.30 Dieser „enthält eine kleine Auswahl aus der Fülle der überlieferten Bestände, die für die Identität dieser Gruppe relevant ist.“31 Dabei spielt die Kanonisierung innerhalb einer Gemeinschaft eine zentrale Rolle, die über die Zugehörigkeit zum Funktionsgedächtnis entscheidet.32

Der Begriff des kulturellen Gedächtnisses wird bereits 1925 von Maurice Halbwachs eingeleitet. Er spezialisiert sich dabei auf das kollektive Gedächtnis eines Individuums.33 Halbwachs betrachtet das Gedächtnis aus sozialer Perspektive und bezeichnet es in Bezug auf das Individuum als ein „Kulturphänomen“ und umgekehrt auch die Kultur innerhalb einer Gemeinschaft als „Gedächtnisphänomen“.34 Nach Halbwachs ist die Voraussetzung für die Erinnerung das soziale Umfeld, somit ist die Erinnerung immer sozial gebunden. Sogar das episodische Gedächtnis eines Individuums besitzt nach Halbwachs „eine kollektive Dimension insofern, als ohne soziale Bezugsrahmen Gedächtnisbildung gar nicht möglich ist“.35 Gemeint ist die Kommunikation innerhalb einer Gemeinschaft wie etwa Familie oder Freunde, in der auch individuelle Erinnerungen erst durch den Akt des Dialogs zu Stande kommen.36 Da der Akt des Erinnerns auch den Akt des Erzählens der Erinnerung beinhaltet, trifft Halbwachs‘ Annahme somit zu. Daraus leitet Halbwachs die unentbehrliche Verbindung zwischen Erinnerung und Kommunikation ab und unterstreicht die unumgängliche Beeinflussung des Gedächtnisses und der Erinnerungen durch die Umwelt:

Das, was der Einzelne erinnert, ist zutiefst beeinflusst von den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, an denen er partizipiert […] und mit denen er in einem kommunikativen Austausch steht, deren Mitglieder einen gemeinsamen Fundus von Vorstellungen, Werten und Erfahrungen haben, aus denen sich die kollektiven Gedächtnisrahmen als die Bedingungen der Möglichkeit individueller Erinnerung konstituieren.37

Es leitet sich die Frage ab, wie Individuen mit unterschiedlichen Gemeinschaftszugehörigkeiten diesem Schema entsprechen können. Laut Halbwachs besitzen solche Personen ein individuelles Gedächtnis.38

Weiter unterscheidet Halbwachs zwischen Geschichte und kollektivem Gedächtnis. Während das kollektive Gedächtnis in einer kontinuierlichen Repetition stattfindet, die in der Gegenwart erzeugt wird und Rekonstruktion sowie Selektion beinhaltet, ist unter Geschichte der Abschnitt der Vergangenheit gemeint, der nicht mehr erinnert wird. Dies kann sowohl unbewusst als auch bewusst in Erwägung gezogen werden.39 Durch die Selektion innerhalb des kulturellen Gedächtnisses wird die Subjektivität bereits deutlich.

Zusammenfassend sind folgende wichtige Aspekte festzuhalten: Das episodische bzw. individuelle Gedächtnis besitzt immer eine kollektive Dimension. Diese tritt durch Kommunikation innerhalb von Gemeinschaften hervor. Daher sind Erinnerungen und Kommunikation nicht voneinander trennbar. Außerdem sind Erinnerungen immer geprägt durch die jeweilige Gemeinschaft und deren kollektives Gedächtnis. Individuelles und kollektives Gedächtnis sind komplementär und stehen in einer reziproken Abhängigkeit.40 Wenn Halbwachs vom kollektiven Gedächtnis spricht, bezieht er sich auf das Individuum und sein soziales Umfeld, er verwendet diesen Begriff nicht auf überdimensionaler Ebene. Laut Halbwachs besitzt die gesellschaftliche Gruppe kein Gedächtnis.41 Im folgenden Kapitel wird das kollektive Gedächtnis jedoch genau aus diesem Blickwinkel betrachtet.

2.1.1 Das kollektive und kommunikative Gedächtnis

Das Konzept des kulturellen Gedächtnisses wird von Jan und Aleida Assmann weiterentwickelt. Sie beschränken den Begriff des kulturellen Gedächtnisses nicht wie Halbwachs auf das Individuum, sondern verwenden es im übertragenen Sinn für eine Gesellschaft.42 Dieser Versuch beinhaltet „alle Pole: Gedächtnis (bzw. appräsentierte Vergangenheit), Kultur und Gruppe (bzw. Gesellschaft) aufeinander zu beziehen“.43 Dabei geht es vor allem um die Formen der Manifestation kollektiver Erinnerungen. Diese unterscheiden innerhalb des kulturellen Gedächtnisses zwischen zwei weiteren Konzepten: dem kommunikativen und dem kollektiven Gedächtnis.44

Das kommunikative Gedächtnis, auf das sich Halbwachs bezieht und das er als kulturelles Gedächtnis beschreibt, findet vorwiegend in der gegenwärtigen Interaktion zwischen Personen im Alltag statt. Diese Interaktion ist folglich zeitlich beschränkt und besitzt keine festen Anhaltspunkte. Sie ist dem Forschungsbereich der Oral History zuzuordnen.45 Diese Interaktion, die auch typische Charakteristika des kommunikativen Gedächtnisses darstellt, beschreibt Assmann genauer: „Alltagskommunikation ist durch ein hohes Maß an Unspezialisiertheit, Rollenreziprozität, thematische Unfestgelegtheit und Unorganisiertheit gekennzeichnet. Sie findet typischerweise statt zwischen Partnern, die jederzeit ihre Rollen vertauschen können.“46 Daraus wird die Alltagsnähe deutlich, deren Inhalt meist auf wahren Begebenheiten und Autobiografien beruht. Folglich überschreitet die zeitliche Struktur des kommunikativen Gedächtnisses keine 100 Jahre.47 Die Zeugenschaft spielt im Rahmen des kommunikativen Gedächtnisses eine wichtige Rolle, die lebende Erfahrungen und Erinnerungen in Form von Interaktion weitergibt. Im Rahmen des kulturellen Gedächtnisses und der Geschichtsschreibung findet das Konzept der Zeugenschaft oft Gebrauch. Es wird die Idee der Komplementarität verfolgt, in der neben der Frage nach dem ‚Was ist passiert?‘ auch nach dem ‚Wie wird sich daran erinnert?‘ erörtert wird.48 Zusätzlich besitzt das kommunikative Gedächtnis eine begrenzte zeitliche Struktur, die sich verschiebt, wie Assmann offenlegt: „Dieser Horizont wandert mit dem fortschreitenden Gegenwartspunkt mit. Das kommunikative Gedächtnis kennt keine Fixpunkte, die es an eine sich mit fortschreitender Gegenwart immer weiter ausdehnende Vergangenheit binden würden.“49 Festzuhalten ist, dass innerhalb des kommunikativen Gedächtnisses die Aufrechterhaltung der Erinnerung durch Kommunikation erfolgt und diese somit sozial gebunden und gruppenbezogen ist.50

Im Gegensatz zum kommunikativen Gedächtnis bezieht sich das kollektive Gedächtnis auf explizite Manifestationen von Erinnerungen. Dies unterscheidet es im Wesentlichen vom ersten Konzept.51 Hier wird eine Aufrechterhaltung der Erinnerungen durch die Bildung von Kanons erlangt. Dieses Konzept des kollektiven Gedächtnisses nach Jan Assmann grenzt sich insofern von Halbwachs Überlegungen ab, als Halbwachs diese generalisierten Kulturformen bereits der Geschichte zuordnet und nicht mehr im Gedächtnis verortet.52 Jan Assmann führt sechs Charakteristika des kollektiven Gedächtnisses an: Identitätskonkretheit, Rekonstruktivität, Geformtheit, Organisiertheit, Verbindlichkeit und Reflexivität.53

Als Identitätskonkretheit bezeichnet Assmann die Wissenskammer einer Gesellschaft, aus der sich ihre kollektive Identität herausbildet und aus der wiederum das Individuum seine Identität ableitet und sich somit von anderen Gruppen abgrenzt.54

Unter Rekonstruktivität versteht man das kollektive Gedächtnis als „retrospektives Konstrukt“55, d.h. es wird immer von der Gegenwart aus rückblickend erinnert. Dabei wird zwischen zwei Formen unterschieden. Während die Potenzialität die Ansammlung jeglicher kulturellen Erinnerungen umfasst, die im Speichergedächtnis verweilen, meint die Aktualität die gegenwärtig belebte Erinnerung, also das Funktionsgedächtnis.56

Die Geformtheit ist die zentrale Eigenschaft des kollektiven Gedächtnisses, durch die der Unterschied zum kommunikativen Gedächtnis deutlich wird. Sie beinhaltet die Manifestation der Kommunikation in Bildern, in der Kunst, in der Sprache, in Schulbüchern und in Literatur oder Riten.57

Eine weitere Eigenschaft des kollektiven Gedächtnisses ist die Organisiertheit. Dabei manifestiert sich die Kommunikation in und durch staatliche Einrichtungen. Darunter fallen u.a. objektivierte Medien, wie z.B. Denkmäler, Statuen, Straßennamen etc.58

Die Verbindlichkeit des kollektiven Gedächtnisses teilt sich in eine „Werteperspektive“ und in ein „Relevanzgefälle“, d.h. es wird innerhalb der Wissenskammer zwischen zentralen und nicht zentralen Zeichen unterschieden, die für die Konstruktion des Selbstbildes eine Rolle spielen.59

Die letzte Eigenschaft meint die Reflexivität des kulturellen Gedächtnisses und gliedert sich in drei Bereiche: Die Reflexion des Selbstbildes, die Reflexion der Praxis (gemeint ist die innere Struktur einer Gruppe) und die Reflexion des Selbst.60

Zusammengefasst entwickelt sich aus dem kommunikativen Gedächtnis das kollektive Gedächtnis, wobei beide Formen, wie bei Halbwachs, in reziproker Abhängigkeit zueinanderstehen. Deutlich wird, dass sich beide in ihrer zeitlichen Struktur unterscheiden. Beim kollektiven Gedächtnis reicht diese nämlich viel weiter in die Vergangenheit zurück, sodass bestimmte Ereignisse über die Zeit hinweg festgehalten werden und nicht in die Gegenwart wandern. Dies wird vor allem durch die Eigenschaft der Geformtheit erreicht.61 Ziel des kollektiven Gedächtnisses ist die Stabilisierung von Werten und der kollektiven Identität.

Auch innerhalb der Literaturwissenschaft findet das Thema Gedächtnis eine Rolle und ist in unterschiedliche Konzepte unterteilt, wie im Folgenden vorgestellt wird.

2.1.2 Gedächtniskonzepte der Literaturwissenschaft

„Die Kodierung von Vergangenheitsversionen – von der Lebenserfahrung bis zur Nationalgeschichte – ist ohne literarische Formen undenkbar.“62 Diese Aussage macht bereits die Verbindung von Gedächtnis und Erinnerung zur Literaturwissenschaft deutlich. Auch in der Literaturwissenschaft hat sich die Forschung rund um Gedächtnis und Erinnerung etabliert. Mit ihren verschiedenen Analyseverfahren bietet sie einen Blick „auf Problemfelder, denen sich auch die Zeitgeschichte, die Geschichtsdidaktik sowie die Politikwissenschaften widmen.“63 Noch dazu bietet die Literaturwissenschaft einen Einblick in Erinnerungskulturen innerhalb von Gesellschaften zu verschiedenen Epochenzeiten.64 Die Gedächtniskonzepte der Literaturwissenschaft sollen eine Anlaufstelle für die wissenschaftliche Arbeit mit Gedächtnis und Erinnerung bieten, die in der Literatur untersucht wird.65 Astrid Erll und Ansgar Nünning stellen dabei drei Gedächtniskonzepte vor.66

Das erste Konzept umfasst das Gedächtnis der Literatur und wurde bereits von Renate Lachmann eingeführt.67 Hierbei beruht das Gedächtnis der Literatur auf „einem innerliterarischen Gedächtnis“68, das die Intertextualität und Verbindung mehrerer Texte als Akt der Erinnerung versteht und ein Verfahren des Gedächtnisses darstellt. Durch dieses Konzept entsteht auch die Erinnerung an die Literatur selbst. Sie kann nun aus zwei Blickwinkeln betrachtet werden, wie Erll und Nünning verdeutlichen:

Das Konzept ,Gedächtnis der Literatur‘ kann im Sinne eines genitivus subjectivus (Literatur ‚hat‘ ein Gedächtnis) oder im Sinne eines genitivus objectivus (an Literatur wird erinnert) verstanden werden. Im ersten Fall kommt Literatur als Symbolsystem in den Blick, im zweiten als Sozialsystem.69

Während somit u.a. die Intertextualität unter ein Symbolsystem fällt, sind es die Kanons und die Literaturgeschichtsschreibung, die an die Literatur erinnern lassen. Deutlich wird an dieser Stelle die diachrone Ebene, auf der sich dieses Konzept befindet.70

Ein weiteres Konzept ist das Gedächtnis in der Literatur. Es beschränkt sich, im Gegensatz zum ersten, auf jeweils ein Werk mit seinem Aufbau und repräsentiert somit ein Gedächtnis. Es wird daher auf der synchronen Ebene verortet. Hierbei geht es um die Frage nach der Darstellungsweise der Erinnerung und um die damit verbundene Wirkung, die erreicht wird. Untersucht wird das Werk dabei mithilfe verschiedener Methoden, wie z.B. der Erzähltheorie. Das Gedächtnis in der Literatur kann in zwei unterschiedlichen Formen erscheinen. Es muss daher unterschieden werden zwischen der individuellen und der kollektiven Erinnerung.71 Diese finden oft im historischen Roman sowie in der Dokufiktion ihren Platz. Die Vermischung von Fiktion und Realität ist eine häufig vorgefundene Anwendung in der Literaturwissenschaft, insbesondere bei historisch-zeitgeschichtlichen Themen.72 Die Funktion dieses Konzeptes fassen Erll und Nünning zusammen: „Sie ist diejenige Disziplin, die kulturelle Äußerungsformen […] einer ‚Lektüre‘ zu unterziehen vermag und die Strategien und Rhetoriken aufzeigt, die bestimmte gedächtnisbezogene Effekte erzeugen.“73

Das dritte Konzept „Literatur als Medium des Gedächtnisses“ verbindet die beiden vorherigen Konzepte miteinander und versucht das Gedächtnis in der Literatur im Kontext der Gesellschaft zu betrachten, um u.a ihre Erinnerungskultur in der jeweiligen Zeit darzustellen.74 Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Betrachtung des Verhältnisses zwischen Literatur und kollektivem Gedächtnis und der Frage, inwieweit Literatur als vermittelndes Element zur Bildung des historischen bzw. kollektiven Gedächtnisses beiträgt.75

Diese Arbeit setzt sich mit letztgenanntem Konzept auseinander. Es wird versucht, anhand bestimmter Methoden, die im nächsten Kapitel vorgestellt werden, die Darstellungsformen der Erinnerung in Roman und Film zu erfassen und ihre Wirkung auf das kollektive bzw. historische Gedächtnis zu verdeutlichen.

2.2 Orte und Räume der Erinnerung

Genau wie die Vergangenheit, an die erinnert wird, beruhen auch Räume und Orte auf Konstrukten. Sie sind nicht naturgegeben, sondern werden erst durch die von Gesellschaften und Nationen gesetzten Grenzen erfunden. Es ist der Versuch, die Welt in einer strukturierten Ordnung zu erfassen.76 Vor allem aus dem Blickwinkel der kulturwissenschaftlichen Disziplin wird das sozial bedingte Konstrukt deutlich: „Geographie nach der von der Disziplin vollzogenen kulturellen Wende ist demnach nicht etwas naturräumlich Gegebenes, sondern wird »gemacht«.“77 Der Raum stellt mit seinen topographischen Eingrenzungen die erste Instanz dar, wo bestimmte Orte verzeichnet werden können.78 Die Funktion von Räumen ist vielfältig und lässt sich aus vielen Perspektiven untersuchen, wie z.B. der geographische, soziale oder physikalische Raum.

In dieser Arbeit soll der literarische Raum in Film und Literatur, in denen durch räumliche Verweise auf außerräumliche Themen verwiesen wird, genauer analysiert und im Kontext des historischen Gedächtnisses betrachtet werden. Denn die Identität einer Gemeinschaft oder eines Individuums ist wandelbar: „Erinnerungsräume und Gedächtnisorte sind mit der raum- und zeitbezogenen Identität des Kollektivs oder einzelner Individuen eng verbunden.“79 Deutliches Beispiel dafür ist der kollektive Verlauf der Erinnerungskultur Spaniens in Bezug auf den Spanischen Bürgerkrieg.80

Im Folgenden werden zwei Theorien zur Raumsemiotik vorgestellt: Während Pierre Nora sich mit Manifestationen von Erinnerungsorten des kollektiven Gedächtnisses beschäftigt, untersucht Jurij M. Lotmann die Semantik bzw. Semiotik der Räume innerhalb von Texten.

2.2.1 Erinnerungsorte nach Pierre Nora

Pierre Nora beschäftigt sich mit Gedächtnis- bzw. Erinnerungsorten und ihrem funktionalen Wert. Dabei geht er im Besonderen auf Erinnerungsorte Frankreichs ein. Nora versucht in seinem Werk Les lieux de mémoire anhand auserwählter Erinnerungsorte herauszuarbeiten, wie und wodurch eine Nation ihr kollektives Gedächtnis pflegt und erweitert.81 Er betrachtet Manifestationen von Erinnerungen als Bedrohung für „das mündlich tradierte kollektive Gedächtnis“.82 Denn Erinnerungsorte sind nach Nora das Zeichen für einen zunehmenden Verlust des Gedächtnisses. Hierbei wird der Begriff des Gedächtnisses ebenfalls im übertragenen Sinne benutzt, er bezieht sich dabei auf eine Nation. Erinnerungsorte beschreibt Nora als selbstgesetzte Fixpunkte innerhalb der Nation, die auf Ereignissen der Vergangenheit beruhen. Sie besitzen einen fiktiven Ansatz, da sich nicht alle Menschen einer Gesellschaft kennen und trotzdem ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt werden kann. Die Entstehung solcher Erinnerungsorte erfolgt durch die zunehmende Separation von Gedächtnis und Geschichte.83 Nora grenzt Gedächtnis und Geschichte scharf voneinander ab und betrachtet sie als Antonyme. Gedächtnis wird durch Geschichte abgelöst, wobei es u.a durch Erinnerungsorte widergespiegelt wird.84 Diese Ablösung erfolgt immer dann, wenn das Gedächtnis nicht mehr besetzt wird, womit eine Spaltung zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart entsteht. So stellt das Gedächtnis bei Nora auch den belebten Teil einer Gesellschaft dar, der für die Verbundenheit einer Nation sorgt und dabei immer selektiv vorgeht. Im Gegensatz dazu stellt die Geschichte die nicht selektierte Beschreibung der Vergangenheit dar.85 Auch durch die zunehmende Popularität einer Geschichtsschreibung hat die Erinnerung nach Nora ihren eigentlichen Sinn verloren.86 Dies bedeutet, dass sich die Gesellschaft in einem Wechsel befindet, die ihr Verhältnis zur Vergangenheit allmählich verliert. Diesem Vergessen und der zunehmenden Spaltung von Vergangenheit und Gegenwart soll durch Erinnerungsorte nachgekommen werden.87 Interessant hierbei ist die manipulative Eigenschaft von Erinnerungsorten, die immer selektiv ist und von höheren Institutionen festgelegt wird, während Geschichte als universell verstanden wird.88 Daraus wird der Unterschied zwischen Geschichte und Erinnerungsorten erneut unterstrichen. Zwar wird das Gedächtnis von der Geschichte abgelöst, doch stellen Erinnerungsorte beabsichtigte Manifestationen dar, die durch ihren selektiven Charakter und ihre Subjektivität gekennzeichnet sind und somit eher dem Gedächtnis zuzuordnen wären.

[...]


1 Vgl. Jünke 2012: 11ff.

2 Vgl. Suntrup-Andersen 2008: 47ff.

3 Bernecker 2009: 60.

4 Bernecker 2009: 63.

5 Vgl. Jünke 2012: 40f.. Vgl. auch Bernecker 2009: 63f.

6 Vgl. Pereira 2012: 146f.

7 Vgl. Suntrup-Andersen 2008: 74ff.. Vgl. auch Bungård 2012: 108 f.

8 Rothauge 2014: 155.

9 Vgl. Rothauge 2014: 13ff., 155. Vgl. auch Suntrup-Andersen 2008: 49ff.

10 Vgl. Assmann 2011: 181.

11 Erll 2005: 1.

12 Vgl. Erll 2005: 3f.

13 Vgl. Nünning 2013: 252.

14 Vgl. Assmann 2011: 182.

15 Vgl. Nünning 2013: 252f.. Zur Narration von Erinnerungen als Beisteuerung zur Identitätsbildung, vgl. auch Neumann 2005: 155ff.

16 Nünning 2013: 253.

17 Vgl. Erll 2005: 7.

18 Vgl. Assmann 2011: 182. Vgl. auch Assmann 2007: 88ff.

19 Vgl. Nünning 2013: 253. Zur Identitätsbildung, vgl. auch Gymnich 2003: 29-48.

20 Vgl. Neumann 2005: 151f.

21 Assmann 2011: 183.

22 Genaueres zum autobiografischen Gedächtnis, vgl. Neumann 2005: 154.

23 Vgl. Assmann 2011: 184. Die Unterteilung in episodisches und semantisches Gedächtnis geht auf den Psychologen Endel Tulving zurück, vgl. Neumann 2005: 153.

24 Vgl. Assmann 2011: 185ff.

25 Assmann 2011: 186.

26 Vgl. Assmann 2011: 185ff.

27 Vgl. Assmann 2011: 186f.

28 Vgl. Nünning 2013: 254.

29 Assmann 2007: 89.

30 Vgl. Assmann 2011: 188. Für weitere Erklärungen des Speicher- und Funktionsgedächtnisses, vgl. Erll 2005: 31.

31 Assmann 2011: 188.

32 Zur Kanonbildung innerhalb einer Gemeinschaft, vgl. Assmann 2007: 93ff.

33 Vgl. Assmann 2011: 189. Vgl. Suntrup-Andersen 2008: 21.

34 Vgl. Neumann 2005: 159f.

35 Jünke 2012: 25.

36 Vgl. Neumann 2005: 160.

37 Jünke 2012: 25.

38 Vgl. Jünke 2012: 26.

39 Vgl. Jünke 2012: 26f.

40 Vgl. Jünke 2012: 26.

41 Vgl. Jünke 2012: 25.

42 Vgl. Jünke 2012: 27.

43 Assmann 1988: 13.

44 Vgl. Erll 2005: 27.

45 Vgl. Assmann 1988: 10.

46 Assmann 1988: 10.

47 Vgl. Erll 2005: 29.

48 Vgl. Assmann 2006: 263ff.

49 Assmann 1988: 11.

50 Vgl. Assmann 1988: 10.

51 Vgl. Erll 2005: 27.

52 Vgl. Assmann 1988: 11.

53 Vgl. Assmann 1988: 13ff.. Vgl auch Jünke 2012: 31f.

54 Vgl. Erll 2005: 28. Vgl. auch Assmann 1988: 13. Vgl. auch Jünke 2012: 31.

55 Erll 2005: 28.

56 Vgl. Assmann 1988: 13.

57 Vgl. Erll 2005:28. Vgl. auch Assmann 1988: 14.

58 Vgl. Assmann 1988: 14.

59 Vgl. Erll 2005: 29. Vgl. auch Assmann 1988: 14f.

60 Vgl. Assmann 1988: 15.

61 Vgl. Erll 2005: 29.

62 Erll/Nünning 2005: 6.

63 Erll/Nünning 2005: 7.

64 Vgl. Erll/Nünning 2005: 6f.

65 Vgl. Erll/Nünning 2003: 3f.

66 In Erll/Nünning 2003 wird zwischen fünf Gedächtniskonzepten unterschieden, die in Erll/Nünning 2005 unter drei Konzepten zusammengefasst werden und auf das sich dieses Kapitel bezieht.

67 Vgl. Erll/Nünning 2005: 2. Vgl. auch Erll/Nünning 2003: 9.

68 Erll/Nünning 2003: 4.

69 Erll/Nünning 2005: 3.

70 Vgl. Erll/Nünning 2005: 3f.. Kanon und Literaturgeschichte werden bei Erll/Nünning als eigenes Konzept vorgestellt, vgl. Erll/Nünning 2003: 14-16.

71 Vgl. Erll/Nünning 2005: 4.

72 Vgl. Ruiz Martínez 2013: 139ff.. Vgl. auch Tschilschke 2010: 181ff.

73 Erll/Nünning 2005: 5.

74 Vgl. Erll/Nünning 2005: 5.

75 Vgl. Erll/Nünning 2003: 19ff.. Vgl. auch Erll/Nünning 2005: 5f.

76 Vgl. Krah 1999: 3. Vgl. auch Dünne 2006: 289f.

77 Dünne 2006: 290. Vgl. auch Dünne 2006: 297. Zum Raum in den Kulturwissenschaften, vgl. Günzel 2010: 93f.

78 Vgl. Dünne 2006: 300.

79 Žigrai 2001: 51.

80 Vgl. Kühn, 2012: 131ff.. Vgl. auch Rothauge 2014: 29ff.

81 Vgl. Erll 2005: 23.

82 Suntrup-Andersen 2008: 23.

83 Vgl. Jünke 2012: 28.

84 Vgl. Nora 1990: 14 ff.

85 Vgl. Jünke 2012: 28f.

86 Vgl. Gilzmer 2007: 19.

87 Jünke 2012: 29. Vgl. auch Erll 2005: 23.

88 Vgl. Bernecker 2011: 63. Vgl. auch die Geschichtspolitik Spaniens in Schmid 2009: 53ff.

Ende der Leseprobe aus 60 Seiten

Details

Titel
Das historische Gedächtnis in Roman und Film. "Soldados de Salamina" von Javier Cercas und David Trueba
Untertitel
Am Beispiel der Raumsemantik nach Jurij M. Lotman
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Institut für Romanistik)
Note
2,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
60
Katalognummer
V1151632
ISBN (eBook)
9783346541925
ISBN (Buch)
9783346541932
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soldados de Salamina, David Trueba, Historisches Gedächtnis
Arbeit zitieren
Yasemin Ceran-Kaya (Autor:in), 2016, Das historische Gedächtnis in Roman und Film. "Soldados de Salamina" von Javier Cercas und David Trueba, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1151632

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