Diese Hausarbeit beschreibt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von PR und Journalismus aus Sicht der Praxis und der Theorie. Es wird auf Professionalisierung, Instrumente und Ethik eingegangen.
Eine weitere zentrale Frage ist, wie sich das Verhältnis von PR und Journalismus in der Geschichte entwickelt hat und wie es heute aussieht.
Es wurde eine fiktive Wahlkampfsituation generiert. Hierbei wurde der reale Landkreis Harburg gewählt mit dem fiktiven Kandidaten Andreas Nadel der fiktiven Partei „Wir für den Norden“ (WfN).
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Vorstellung der fiktiven Wahlkampfsituation
3. Kommunikationstheorie-Modelle
3.1. Two-Step-Flow-of-Communication
3.2. Dynamisch transaktionaler Ansatz
3.3. Agenda Setting
4. Anwendung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert theoretische Modelle der Kommunikationswissenschaft und überträgt diese auf die praktische Gestaltung eines Wahlkampfes in einer fiktiven Landratswahlsituation, um eine effektive Kommunikationsstrategie für den Kandidaten zu entwickeln.
- Grundlagen der politischen Kommunikation und Wahlkampfstrategien
- Anwendung des Two-Step-Flow-Modells zur Aktivierung von Meinungsführern
- Nutzung des Agenda Settings zur Platzierung von politischen Kernbotschaften
- Bedeutung des dynamisch-transaktionalen Ansatzes in der Medienwirkung
- Praktische Erfolgsfaktoren für die Kommunikation im digitalen und lokalen Raum
Auszug aus dem Buch
3.1. TWO-STEP-FLOW-OF-COMMUNICATION
Das Modell der „Two-Step-Flow-of-Communication“ (zweistufiger Kommunikationsfluss) basiert darauf, dass zwischen dem Medium und den passiveren Interessierten noch aktive Meinungsführer / Meinungsbildner eingegliedert sind. Diese Meinungsführer / Meinungsbildner nutzen ihre Position gegenüber den weniger Interessierten und färben die Informationen, die sie aus den Medien erhalten haben, mit eigenen Einstellungen ein, fügen zusätzlichen Informationen hinzu und geben so eine andere und erweiterte Information an den Interessierten wieder.
Die Meinungsführer / Meinungsbildner haben einen verstärkenden Effekt bezüglich der Informationen in den Massenmedien. Des Weiteren nutzen die weniger Interessierten den Meinungsführer / Meinungsbildner auch als Ratgeber, da dieser als wissend erscheint. Für diese besondere Position benötigen die Meinungsführer / Meinungsbildner einen intensiveren Kontakt zu den Medien (VGL. LAZARSFELD ET AL. 1948: S 50FF, ERSTAUFLAGE 1944). Hinzu kommt, dass Personen eher vertrauten Bekannten Glauben schenken, als anonymen Moderatoren / Journalisten in den Massenmedien. Die interpersonale Kommunikation mit persönlichen Kontakten (face-to-face Kontakt) ist ausschlaggebend für die Glaubwürdigkeit der Meinungsführer / Meinungsbildner.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Aufgabenstellung und Definition des fiktiven Szenarios um den Landratskandidaten Andreas Nadel.
2. Vorstellung der fiktiven Wahlkampfsituation: Detaillierte Beschreibung der politischen und demografischen Rahmenbedingungen im Landkreis Harburg sowie der Kernanliegen des Kandidaten.
3. Kommunikationstheorie-Modelle: Theoretische Herleitung wissenschaftlicher Kommunikationsmodelle, die als Grundlage für die Wahlkampfplanung dienen.
3.1. Two-Step-Flow-of-Communication: Erläuterung des zweistufigen Kommunikationsflusses und der Rolle von Meinungsführern als Multiplikatoren.
3.2. Dynamisch transaktionaler Ansatz: Analyse des Zusammenspiels zwischen Medienbotschaft und der aktiven Konstruktion von Bedeutung durch den Rezipienten.
3.3. Agenda Setting: Erklärung, wie Medien durch die Platzierung von Themen die öffentliche Wahrnehmung und Priorisierung beeinflussen.
4. Anwendung: Übertragung der theoretischen Konzepte auf konkrete Kommunikationsmaßnahmen im Wahlkampf, wie Social Media, Pressearbeit und Bürgerbeteiligung.
Schlüsselwörter
Politische Kommunikation, Wahlkampf, Two-Step-Flow, Agenda Setting, Dynamisch transaktionaler Ansatz, Meinungsführer, Landkreis Harburg, Wahlprogramm, Medienwirkung, Kommunikationstheorie, Bürgerbeteiligung, Wahlkampfstrategie, Öffentlichkeitsarbeit, Rezipienten, Botschaftssteuerung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit verknüpft wissenschaftliche Kommunikationstheorien mit der praktischen Planung eines fiktiven Wahlkampfes für eine Landratswahl.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die theoretischen Modelle der Medienwirkung, die strategische Planung von Wahlkampfbotschaften und die spezifischen Anforderungen der Lokalpolitik.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erstellung einer fundierten Kommunikationsstrategie für den Kandidaten Andreas Nadel, die potenzielle Fallstricke berücksichtigt.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse und wendet diese auf ein konstruiertes Fallbeispiel an.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung theoretischer Kommunikationsmodelle (u.a. Two-Step-Flow, Agenda Setting) und deren direkte Anwendung auf Wahlkampfmaßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Politische Kommunikation, Wahlkampf, Agenda Setting, Meinungsführer und Medienwirkung.
Warum ist das "Two-Step-Flow-Modell" für den Wahlkampf im Landkreis Harburg relevant?
Es ist relevant, da in der Lokalpolitik persönliche Kontakte und das Vertrauen zu lokalen Meinungsführern eine entscheidende Rolle für die Glaubwürdigkeit des Kandidaten spielen.
Welche Rolle spielt die Visualisierung in der Kommunikationsstrategie?
Die Arbeit betont, dass Botschaften visualisiert werden sollten, da die Merkfähigkeit bei kombiniertem Sehen und Hören deutlich höher ist als bei reinem Lesen.
Wie sollte das Wahlkampfteam mit Fehlern umgehen?
Das Team sollte im Fehlerfall Seriosität bewahren und die Fehler ehrlich anerkennen, statt sie zu verschleiern, um das Vertrauen der Wähler nicht zu gefährden.
- Citation du texte
- Marlies Thieme (Auteur), 2017, Politische Kommunikation für den Wahlkampf. Theorien und Modelle am fiktiven Beispiel einer Landratswahl, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1151937