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Die historische Entwicklung von migrationsgesellschaftlichen Diskursen. Auswirkungen für die Soziale Arbeit und für junge Migrationsandere hinsichtlich der (Bildungs-)Gleichberechtigung in Deutschland

Titel: Die historische Entwicklung von migrationsgesellschaftlichen Diskursen. Auswirkungen für die Soziale Arbeit und für junge Migrationsandere hinsichtlich der (Bildungs-)Gleichberechtigung in Deutschland

Bachelorarbeit , 2021 , 66 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Chantal Jenke (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zu Beginn der Arbeit werden die wichtigsten Begriffe "Migration", "Jugendalter" und "Soziale Arbeit" im Hinblick auf diese Ausarbeitung umfassend erläutert. Anschließend werden soziale und migrationsgesellschaftliche Ereignisse im historischen Kontext dargestellt. Hierbei erfolgt die historische Betrachtung in Dekaden von 1960 bis 2000. Anhand der geschichtlichen Betrachtung können somit die heutigen Erkenntnisse der Migrationsforschung verstanden werden. Anhand
des Forschungsstandes können pädagogische Konzepte, die einen Einfluss auf die Bildungsgerechtigkeit haben, strukturell verändert werden. Demnach wird die Interkulturelle Pädagogik porträtiert, woraufhin ein Exkurs zur Kulturalisierung sowie zu Etikettierungsprozessen und den damit verbundenen Folgen für Migrationsandere stattfindet.

Daran anschließend wird das Konzept der Migrationspädagogik dargestellt. Mithilfe des gesammelten Wissens über die Interkulturelle Pädagogik sowie Migrationspädagogik, werden Anerkennungsverhältnisse und die Bedeutsamkeit dieser für die Soziale Arbeit mit Migrationsanderen thematisiert. Daraus ergeben sich elementare Erkenntnisse, die im letzten Kapitel mittels Schlussfolgerungen erfasst werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition der Begriffe

2.1 Migration

2.2 Jugendalter

2.3 Soziale Arbeit

3. Bedeutung von Sozialer Arbeit und Migrationsarbeit

3.1 Geschichte der Migrationspädagogik und Migrationsforschung

3.1.1 1960er-Jahre

3.1.2 1970er-Jahre

3.1.3 1980er-Jahre

3.1.4 1990er-Jahre

3.1.5 2000er-Jahre

3.2 Kritik

4. Aktuelle Konzepte und Diskurse der Migrationspädagogik und Migrationsforschung

4.1 Migrationsforschung

4.1.1 Vom Arbeiterkind zum Akademiker

4.1.2 Muslimische Kinder und Jugendliche in Deutschland

4.1.3 Migrationssoziologie im 21. Jahrhundert

4.2 Interkulturelle Pädagogik

4.2.1 Kulturalismus

4.2.2 Etikettierungsprozesse

4.3 Migrationspädagogik

4.4 Interkulturelle Soziale Arbeit und Anerkennungsverhältnisse

5. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung von migrationsgesellschaftlichen Diskursen in Deutschland und deren Auswirkungen auf die Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe junger Menschen mit Migrationserfahrung, um Ansätze für eine reflexive Soziale Arbeit abzuleiten.

  • Historische Analyse der Migrationspädagogik und -forschung von 1960 bis 2000.
  • Einfluss von sozioökonomischen Faktoren und Bildungssystemen auf Bildungsaufsteiger.
  • Kritische Reflexion von Konzepten wie Ausländerpädagogik und Interkulturelle Pädagogik.
  • Rolle von Anerkennungsprozessen und Labeling-Theorien in der Sozialen Arbeit.
  • Bedeutung von Migrationsgesellschaften für die Praxis der Sozialpädagogik.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Vom Arbeiterkind zum Akademiker

Menschen mit Wanderungserfahrungen kämpfen über Generationen hinweg unermüdlich mit Diskriminierungserfahrungen. Die PISA-Studien zeigten die manifestierte Benachteiligung der Kinder mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem. Welche Gründe und Ursachen gibt es dafür, dass Migrationsandere seltener ein Abitur machen und häufiger ohne Schulabschluss ihre Schullaufbahn beenden? Dieser Frage geht Aladin El-Mafaalani empirisch nach.

Aladin El-Mafaalani wurde 1978 in Datteln geboren und arbeitet als Universitätsprofessor für Erziehung und Bildung in der Migrationsgesellschaft an der Universität Osnabrück (Universität Osnabrück, 2019). El-Mafaalanis Studie „Vom Arbeiterkind zum Akademiker“, die 2014 erschien, bezieht sich auf Bildungsaufsteiger*innen aus benachteiligten Milieus.

Das Ziel dieser Studie ist es, ein Verständnis für die Problemstellungen bei der Überwindung sozialer Ungleichheit zu entwickeln. Auch wenn die Studie nicht als Handlungsempfehlung für die Praxis zu verstehen ist, kann sie zum Diskurs der Chancen(un)gleichheit beitragen (El-Mafaalani 2014, 9). Hierbei wurde nicht nur das Einkommen und die Berufsposition, sondern besonders der akademische Abschluss und das Bildungsniveau betrachtet, während die Herkunftsfamilie der Unter- oder Mittelschicht zugeordnet werden kann. Die vierzig interviewten „Extremaufsteiger*innen“ der Studie sind türkischstämmige und vietnamesisch-stämmige Migrant*innen, sowie weitere Menschen ohne Migrationshintergrund (El-Mafaalani 2014, 9). Bevor die zentralen Ergebnisse der Studie betrachtet werden können, muss erläutert werden, welche Auswirkungen die sozialen Benachteiligungen haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Migrationsgeschichte für die Soziale Arbeit ein und formuliert die zentrale Fragestellung zur Bildungsgerechtigkeit.

2. Definition der Begriffe: Hier werden die zentralen Termini „Migration“, „Jugendalter“ und „Soziale Arbeit“ definiert, um das theoretische Fundament der Arbeit zu legen.

3. Bedeutung von Sozialer Arbeit und Migrationsarbeit: Das Kapitel bietet eine chronologische Aufarbeitung der Migrationsgeschichte in Deutschland in Dekaden und diskutiert deren sozialpädagogische Relevanz.

4. Aktuelle Konzepte und Diskurse der Migrationspädagogik und Migrationsforschung: Dieses Kapitel vertieft moderne theoretische Ansätze, wie die Migrationsforschung und das Konzept der Migrationspädagogik, und analysiert empirische Studien zu Bildungsaufstiegen.

5. Schlussfolgerungen: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Bildungsteilhabe durch Anerkennungsverhältnisse aktiv zu fördern.

Schlüsselwörter

Migration, Migrationspädagogik, Soziale Arbeit, Bildungsgerechtigkeit, Migrationshintergrund, Interkulturelle Pädagogik, Anerkennung, Bildungsaufstieg, Habitus, Diskurs, soziale Ungleichheit, Teilhabe, Migrationsforschung, Identitätsbildung, Labeling Approach.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung von Migrationsdiskursen in Deutschland und deren Auswirkungen auf die Bildungs- und Chancengerechtigkeit für junge Menschen mit Migrationsgeschichte.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Migrationspädagogik, der soziale Aufstieg durch Bildung, die Rolle der Sozialen Arbeit sowie die Bedeutung von Diskursen über Integration und kulturelle Identität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der historischen Entwicklung migrationsgesellschaftlicher Diskurse und den Auswirkungen auf die Bildungsgerechtigkeit zu beleuchten, um daraus Ansätze für die Soziale Arbeit zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse, die den historischen Verlauf der Migrationsforschung in Dekaden nachzeichnet und durch aktuelle empirische Studien ergänzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, die Begriffsdefinitionen, eine kritische Untersuchung von Bildungsaufstiegsprozessen und eine detaillierte Erläuterung der aktuellen Migrationspädagogik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Migrationspädagogik, Anerkennung, soziale Ungleichheit, Habitus und Bildungsaufstieg charakterisiert.

Welche Rolle spielt der Habitus-Begriff nach Bourdieu in der Analyse?

Der Habitus-Begriff dient dazu, zu erklären, wie soziale Herkunft und familiäre Sozialisation Bildungsentscheidungen und -erfolge beeinflussen, was den „Herkunftseffekt“ bei Migrationsanderen verdeutlicht.

Wie bewerten die Autoren die Rolle der Interkulturellen Pädagogik im Vergleich zur Migrationspädagogik?

Während die Interkulturelle Pädagogik häufig kritisch auf kulturelle Differenz reduziert wird, bietet die Migrationspädagogik laut Paul Mecheril einen breiteren Rahmen, der auch Machtverhältnisse und Zugehörigkeitsordnungen in den Fokus rückt.

Ende der Leseprobe aus 66 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die historische Entwicklung von migrationsgesellschaftlichen Diskursen. Auswirkungen für die Soziale Arbeit und für junge Migrationsandere hinsichtlich der (Bildungs-)Gleichberechtigung in Deutschland
Hochschule
Katholische Fachhochschule Mainz
Note
1,3
Autor
Chantal Jenke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
66
Katalognummer
V1152978
ISBN (eBook)
9783346545299
ISBN (Buch)
9783346545305
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildung Migration Chancengleichheit Interkulturelle Pädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Chantal Jenke (Autor:in), 2021, Die historische Entwicklung von migrationsgesellschaftlichen Diskursen. Auswirkungen für die Soziale Arbeit und für junge Migrationsandere hinsichtlich der (Bildungs-)Gleichberechtigung in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1152978
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Leseprobe aus  66  Seiten
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