In dieser Seminararbeit wird ein quantitatives Erhebungsinstrument entwickelt, mit dem die strukturelle Benachteiligung von Grundschulkindern beim Zugang zu öffentlichen Musikschulen untersucht werden kann. Es wird davon ausgegangen, dass das Elternhaus als primäre Sozialisationsinstanz einen wesentlichen Anteil an den Nutzungsbarrieren der Kinder hat. Die daran anknüpfenden Hypothesen werden mit Hilfe eines Fragebogens geprüft. Die Studie zielt darauf ab, die Gründe für das Verhalten der Nicht-Nutzer von öffentlichen Musikschulen aufzudecken. Den theoretischen Unterbau hierfür liefert der Kultursoziologe Pierre Bourdieu, der zeigt, dass die Lebenschancen von Kindern maßgeblich von der Kapitalakkumulation und Habitusdisposition der Eltern abhängen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung - Formulierung und Präzisierung des Forschungsproblems
- Planung und Vorbereitung der Erhebung
- Warum eine quantitative Methode? - Vor- und Nachteile
- Konstruktion des Erhebungsinstruments - Begriffsdefinitionen und Operationalisierung
- Begriffsdefinitionen
- Operationalisierung
- Aspekte zum Gesamtaufbau und zur Gestaltung des Fragebogens
- Stichprobenverfahren
- Petest
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Seminararbeit zielt darauf ab, Nutzungsbarrieren von Grundschulkindern am Beispiel der öffentlichen Musikschulen zu untersuchen. Hierbei steht die Frage im Vordergrund, inwieweit das Elternhaus die Chancenungleichheit beim Zugang zu kulturellen Bildungsangeboten beeinflusst.
- Einfluss des ökonomischen und kulturellen Kapitals der Eltern auf die Nutzung von öffentlichen Musikschulen
- Repräsentation von Grundschulkindern mit geringem sozioökonomischem Status und Migrationshintergrund in öffentlichen Musikschulen
- Analyse der strukturellen Benachteiligung von Kindern aus bildungsfernen Haushalten
- Bedeutung der familiären Sozialisation für den Zugang zu kulturellen Bildungsangeboten
- Entwicklung von kulturpolitischen Maßnahmen zur Reduzierung von Nutzungsbarrieren
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung definiert das Forschungsproblem und legt die Relevanz der Untersuchung dar. Das Kapitel „Planung und Vorbereitung der Erhebung“ beleuchtet die Gründe für die Wahl einer quantitativen Methode und die Konstruktion des Erhebungsinstruments. Dabei werden Begriffsdefinitionen erläutert und die Operationalisierung der verwendeten Variablen dargestellt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themenfeldern Kultursoziologie, Bildungsungleichheit, kulturelle Teilhabe, öffentliche Musikschulen, sozioökonomisches Kapital, Migrationshintergrund, Familiensozialisation, quantitative Forschungsmethoden und Fragebogenkonstruktion.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielt das Elternhaus beim Zugang zu öffentlichen Musikschulen?
Das Elternhaus fungiert als primäre Sozialisationsinstanz. Die Arbeit geht davon aus, dass die Kapitalakkumulation und Habitusdisposition der Eltern maßgeblich darüber entscheiden, welche Nutzungsbarrieren für Kinder bestehen.
Welcher theoretische Ansatz wird in der Studie verwendet?
Die theoretische Grundlage bildet die Kultursoziologie von Pierre Bourdieu, insbesondere seine Theorien zu kulturellem Kapital und Lebenschancen.
Warum wurde eine quantitative Forschungsmethode gewählt?
Die quantitative Methode ermöglicht die Entwicklung eines Erhebungsinstruments (Fragebogen), um Hypothesen zur strukturellen Benachteiligung statistisch zu prüfen und Gründe für das Verhalten von Nicht-Nutzern aufzudecken.
Welche Zielgruppen stehen im Fokus der Untersuchung?
Im Fokus stehen Grundschulkinder, insbesondere solche mit geringem sozioökonomischem Status oder Migrationshintergrund, die in öffentlichen Musikschulen oft unterrepräsentiert sind.
Was ist das Ziel der Operationalisierung in dieser Arbeit?
Die Operationalisierung dient dazu, abstrakte Begriffe wie „Nutzungsbarrieren“ oder „kulturelles Kapital“ in messbare Variablen für den Fragebogen zu übersetzen.
- Citar trabajo
- Franz Ambelang (Autor), 2011, Eine Frage des Elternhauses? Nutzungsbarrieren von Grundschulkindern anhand der öffentlichen Musikschulen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1153711