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Die redaktionelle Autorschaft am Beispiel der Brüder Grimm. Eine Analyse

Título: Die redaktionelle Autorschaft am Beispiel der Brüder Grimm. Eine Analyse

Trabajo Escrito , 2021 , 18 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, ob Medienerschaffer, die ihre Arbeit auf den Werken Anderer aufbauen, trotz einem geringeren Teil an Eigenleistung Urheber sind, oder keinen Anspruch auf Urheberschutz besitzen. Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, wird zur Veranschaulichung ein Beispiel aus der Literatur untersucht, und zwar die Gebrüder Grimm, welche unter anderem für ihre Märchensammlung bekannt sind. Ziel der Arbeit ist es, anhand verschiedener literarischer Theorien zur Autorschaft, die Brüder als eben solche identifizieren zu können.

Im Zuge dessen wird zuerst der Hintergrund und die Methodik zur Entstehung der Märchensammlung betrachtet. Anschließend werden einige Modelle zur Autorschaft analysiert und am Beispiel der Kinder- und Hausmärchen exemplifiziert. Dabei wird auf Konzepte in der Antike, den romantischen Genrebegriff, der Autorschaft nach Mukařovský und Woodmansee eingegangen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. Von Autoren und Urhebern

3.1 Die Gebrüder Grimm

3.1.1 Geschichtlicher- und sozialer Hintergrund

3.1.2 Methodiken zur Erstellung der Sammlung

3.1.3 Folgen und Auswirkungen ihres Werkes

3.2 Die Autorschaft in der Literaturwissenschaft

3.2.1 Von Göttern und Genies

3.2.2 Das Autorenbild nach Mukařovský

3.2.3 Martha Woodmansee‘s Verständnis kollektiver Autorschaft

4. Eigenposition in der Autorschafts-Theorie

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das moderne Verständnis von Autorschaft und Urheberschaft vor dem Hintergrund aktueller urheberrechtlicher Debatten, insbesondere im Kontext der EU-Uploadfilter-Richtlinie. Anhand des Fallbeispiels der „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm wird analysiert, inwieweit Herausgeber und Sammler als Autoren gelten können und wie sich literaturwissenschaftliche Theorien zur Autorschaft auf dieses Werk anwenden lassen.

  • Die Problematik von Uploadfiltern und der Schutz geistigen Eigentums.
  • Historische und literaturwissenschaftliche Definitionen des Begriffs „Autor“.
  • Die Analyse des Werkes der Brüder Grimm als (ko-)autorieller Prozess.
  • Die Auseinandersetzung mit dem romantischen Geniebegriff vs. kollektiver Autorschaft.
  • Die Gegenüberstellung von Theorie und aktueller Gesetzgebung.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Methodiken zur Erstellung der Sammlung

Nachdem wir soeben die Intention hinter den Werken der Gebrüder Grimm betrachtet haben, befassen wir uns jetzt mit der Methodik der Zusammenstellung der Kinder- und Hausmärchen.

Um verschiedene Märchen zusammenzutragen, sammelten die Brüder zum einen Zeugnisse aus literarischen Quellen und zum anderen mündliche Erzählungen. Bei den schriftlichen Quellen nutzten die Gebrüder teils den Vorgang der Dekontextualisierung. Hierbei werden Binnenerzählungen in Romanen o.Ä. aus ihren Erzählzusammenhang genommen. Durch den nun fehlenden Kontext wirken diese anschließend, als wären sie einfache Volksmärchen, da tiefere darin steckende Bedeutungsebenen ohne die ursprüngliche Rahmenhandlung verloren gehen.

Dennoch übernahmen die Gebrüder Grimm nicht alle Texte wörtlich, sondern griffen beispielsweise auch auf Erzählungen aus der Bibel zurück, welche sie anschließend bearbeiteten. Dies widerspricht der eigentlichen Intention der reinen Sammlung, um das Gedankengut der Vergangenheit festzuhalten, da jede Einmischung ihrerseits „aus dem Horizont eines modernen, nicht mehr naiven Bewusstseins [käme]“. Allerdings konnten sie die Erzählungen so den anderen bereits gesammelten Märchen stilistisch anpassen, so dass die Sammlung in sich als Gesamtwerk stimmiger war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Autor erläutert seine Entscheidung, zugunsten der Lesbarkeit auf eine gendergerechte Schreibweise zu verzichten und das generische Maskulinum zu verwenden.

2. Einleitung: Die Arbeit führt in die Kontroverse um die EU-Urheberrechtsreform und die Problematik von Uploadfiltern ein, welche den Anlass für die theoretische Untersuchung zur Autorschaft bietet.

3. Von Autoren und Urhebern: Dieses Kapitel verknüpft das juristische Konzept des Urhebers mit dem literaturwissenschaftlichen Verständnis des Autors und leitet zur Analyse der Gebrüder Grimm über.

3.1 Die Gebrüder Grimm: Die Untersuchung beleuchtet den historischen Hintergrund, die Arbeitsweise der Brüder bei der Märchensammlung und die weitreichenden gesellschaftlichen Auswirkungen ihres Werkes.

3.2 Die Autorschaft in der Literaturwissenschaft: Hier werden verschiedene theoretische Konzepte (Geniebegriff, Mukařovský, Woodmansee) analysiert, um den Status der Grimms als Autoren kritisch zu hinterfragen.

4. Eigenposition in der Autorschafts-Theorie: Der Autor legt seine eigene Sichtweise dar, die Autorschaft primär durch das Einbringen einer eigenen Idee definiert, unabhängig vom Grad der Originalität.

5. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass aktuelle Urheberrechtsgesetze auf einem dekonstruierten Autorenbegriff basieren und fordert eine kritische Auseinandersetzung mit den daraus resultierenden Einschränkungen.

Schlüsselwörter

Autorschaft, Urheberrecht, Brüder Grimm, Kinder- und Hausmärchen, Uploadfilter, Geniebegriff, Jan Mukařovský, Martha Woodmansee, Kollektive Autorschaft, Literaturwissenschaft, geistiges Eigentum, Romantik, Publikationsblockade, Märchensammlung, Medientheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Autorschaft und Urheberrecht und hinterfragt, ob Sammler oder Editoren wie die Brüder Grimm als Autoren bezeichnet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Autorenbegriffs, die Analyse literaturwissenschaftlicher Theorien und die Auswirkungen aktueller EU-Gesetzgebung (Uploadfilter) auf die Definition von schöpferischer Leistung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, anhand der verschiedenen theoretischen Konzepte die Gebrüder Grimm als Autoren zu identifizieren und diese Erkenntnisse auf heutige urheberrechtliche Konfliktfelder zu übertragen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Literaturanalyse, bei der das Werk der Gebrüder Grimm mit verschiedenen theoretischen Modellen zur Autorschaft (z. B. Genie-Ästhetik, kooperative Autorschaft) abgeglichen wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Gebrüder Grimm, eine theoretische Diskussion über das Wesen des Autors sowie eine Synthese, in der der Autor seine eigene Position zur Autorschaft begründet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Autorschaft, Urheberrecht, Brüder Grimm, Uploadfilter, Genie-Ästhetik und kollektive Autorschaft.

Warum spielt der Begriff des „Genies“ eine wichtige Rolle für die Analyse?

Der Begriff des Genies ist ein traditioneller Maßstab für Autorschaft, der in der Arbeit genutzt wird, um die Abgrenzung der Gebrüder Grimm – die eher sammelnd als schöpfend tätig waren – zu verdeutlichen.

Wie bewertet der Autor die moderne Urheberrechtsgesetzgebung?

Der Autor kritisiert, dass heutige Urheberrechtsgesetze auf einem veralteten oder starren Autorenbegriff basieren, der wenig Spielraum für kollektive Schaffensprozesse oder moderne Formen der Interpretation und Bearbeitung lässt.

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Detalles

Título
Die redaktionelle Autorschaft am Beispiel der Brüder Grimm. Eine Analyse
Universidad
University of Bayreuth
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
18
No. de catálogo
V1153717
ISBN (Ebook)
9783346545121
ISBN (Libro)
9783346545138
Idioma
Alemán
Etiqueta
Germanistik Autor Autorbegriff Grimm Neuere deutsche Literaturwissenschaft Mukarovsky Martha Woodmansee Ghoete Urheber Urheberrecht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2021, Die redaktionelle Autorschaft am Beispiel der Brüder Grimm. Eine Analyse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1153717
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