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Entscheidungsprozess und Erfolgsfaktoren des Offshore Outsourcing wissensintensiver Dienstleistungen

Titre: Entscheidungsprozess und Erfolgsfaktoren des Offshore Outsourcing wissensintensiver Dienstleistungen

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 17 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Frederik Ries (Auteur)

Gestion d'entreprise - Direction d'entreprise, Management, Organisation
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Résumé Extrait Résumé des informations

Vornehmlich der im Zuge der Globalisierung gestiegene Kostendruck, die Besinnung der Unternehmen auf ihre Kernkompetenz und die Generierung neuer Wissensquellen (vgl. Dragonetti/Dalsace/Cool 2003, 2) haben bei den Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten zu Outsourcing, der Verlagerung von internen Arbeitsprozessen an externe Anbieter, geführt. Um eine möglichst hohe Kosteneinsparung zu realisieren, wurde hierbei immer häufiger offshore – also über die eigenen Landesgrenzen hinweg – verlagert.
Nachdem in einer ersten Welle hauptsächlich arbeitsintensive Tätigkeiten ausgelagert wurden, folgen derzeit in einer zweiten Welle wissensintensive Dienstleistungstätigkeiten (vgl. Yougdahl/Ramaswamy/Verma 2008, 135). Farrell et al. (2005, 18) haben in ihrer Studie acht große Sektoren der wissensintensiven Dienstleistungen untersucht und kommen zu dem Schluss, dass aus den untersuchten Branchen bis zum Jahr 2008 weltweit rund 1,2 Millionen Arbeitsplätze in Niedriglohnländer verlagert werden.
Entgegen der allgemein vorherrschenden Meinung lassen sich mit Offshore Outsourcing Projekten allerdings nicht nur monetäre und qualitative Erfolge erzielen. Joppe und Ganowski haben beobachtet, dass „acht von zehn Abenteuern mit Outsourcing, Offshoring, Betriebsverlagerungen, Joint Ventures und Low Cost Country Sourcing in den ersten beiden Jahren erst einmal gründlich schief“ (2008, 35-36) gehen und viele Projekte bis dahin abgebrochen werden oder nur unzureichend erfolgreich sind. Eine Studie von Landis, Mishra und Porrello (vgl. 2005, 9) unterstützt diese Aussage: Rund 64 Prozent der Unternehmen haben zumindest Teile ihrer Prozesse reintegriert.
Anscheinend birgt das Outsourcing also sehr viele Risiken, die zu einem Scheitern führen können. Diese Risiken lassen sich jedoch mit einer gründlichen und systematischen Vorbereitung stark reduzieren. Der hierfür benötigte Entscheidungsprozess und die Erfolgsfaktoren werden im Folgenden mit einem speziellen Fokus auf das Offshore Outsourcing wissensin-tensiver Dienstleistungen genauer ausgeführt. Hierzu wurde die Arbeit in eben diese beiden Teile untergliedert.
Der erste Teil beschäftigt sich mit dem Entscheidungsprozess, der in Unternehmen ablaufen sollten, um eine qualifizierte Entscheidung für oder gegen das Verlagern von Dienstleistungen ins Ausland treffen zu können. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Ausgangssituation und methodisches Vorgehen

2. Entscheidungsprozesse des Offshore Outsourcings

2.1. Grundlegende Abgrenzung

2.2. Qualifizierte Bestimmung der auszulagernden Prozesse

2.3. Auswirkungen des Umfangs des Kundenkontaktes auf die Entscheidung

2.4. Berücksichtigung der Gesamtkosten für den Anbietervergleich

2.5. Risikobetrachtung zur Vermeidung ungeplanter Einflussfaktoren

3. Erfolgsfaktoren des Offshore Outsourcings

3.1. Maßnahmen zur Risikoreduzierung

3.2. Schaffung von Transparenz

3.3. Vermeidung des rein operationalen Risikos

3.4. Verwaltung der Partnerschaft

3.5. Faktoren zur Erstellung des Service Level Agreements

4. Fazit und Ausblick des Offshore Outsourcings wissensintensiver Dienstleistungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kritischen Erfolgsfaktoren und Entscheidungsprozesse beim Offshore Outsourcing wissensintensiver Dienstleistungen, um Unternehmen dabei zu unterstützen, durch eine systematische Vorbereitung und Risikominimierung ein Scheitern ihrer Projekte zu vermeiden und langfristige Wettbewerbsvorteile zu generieren.

  • Analyse des Entscheidungsprozesses für Offshore Outsourcing
  • Klassifizierung von Unternehmensprozessen für die Auslagerung
  • Bedeutung der Gesamtkostenbetrachtung vs. reine Preisorientierung
  • Risikomanagement bei komplexen wissensintensiven Dienstleistungen
  • Strategien zur effektiven Verwaltung von Outsourcing-Partnerschaften

Auszug aus dem Buch

2.1. Grundlegende Abgrenzung

Eine einheitliche Definition wissensintensiver Dienstleistungen existiert in der Literatur bislang nicht. Im Folgenden wird sich an der Definition von Miles (2001, 7) angelehnt an, der diese mit „all kinds of business services that are knowledge-based, in the sense of being founded upon highly specialised knowledge“ umschreibt. Wissensintensive Dienstleistungen erfordern demnach ein hohes Maß an Spezialwissen, welches sowohl implizit als auch explizit sein kann. Während explizites Wissen sehr gut zu erfassen ist und sich beispielsweise in Prozessen aufnehmen lässt, kann implizites Wissen nicht einfach erfasst oder transferiert werden, da dieses größtenteils auf Erfahrungswerten basiert (vgl. Youngdahl/Ramaswamy 2008, 213). Kerncharakteristika wissensintensiver Dienstleistungen sind Interaktion, begriffen als „Einbeziehung externer Faktoren in den Prozess der Leistungserstellung“, und Immaterialität im Sinne von „nicht-physischer Natur einer Leistung“ (in Anlehnung an Frost/Kohleick 2007, 132).

In der Wissenschaft ist der Bereich des Offshore Outsourcings wissensintensiver Dienstleistungen bisher nicht sehr ausführlich behandelt worden. Am weitesten sind derartige Auslagerungsprozesse in der IT Branche fortgeschritten, welche bereits seit Jahren Softwareentwicklung vornehmlich nach Indien auslagert (vgl. Erber/Sayed-Ahmed 2005, 100). Im Allgemeinen sind die Motive, die ein Unternehmen veranlassen, wissensintensive Dienstleistungen ins Ausland zu verlagern, ähnlich denen von Produktionsverlagerungen (vgl. Bardhan/Kroll 2003, 2). Aus diesem Grund können der Entscheidungsprozess und die Erfolgfaktoren unter spezieller Berücksichtigung der Kerncharakteristika wissensintensiver Dienstleistungen größtenteils analog zum klassischen Offshore Outsourcing gesehen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ausgangssituation und methodisches Vorgehen: Das Kapitel beleuchtet den steigenden Kostendruck durch Globalisierung als Treiber für das Outsourcing und skizziert die methodische Unterteilung der Arbeit in Entscheidungsprozess und Erfolgsfaktoren.

2. Entscheidungsprozesse des Offshore Outsourcings: Hier werden grundlegende Definitionen, die Differenzierung zwischen Prozessen (Front vs. Back Office) und die notwendige Betrachtung der Gesamtkosten für eine qualifizierte Auslagerungsentscheidung diskutiert.

3. Erfolgsfaktoren des Offshore Outsourcings: Dieses Kapitel erläutert konkrete Management-Maßnahmen zur Risikoreduzierung, Prozessstandardisierung, Transparenzschaffung und vertraglichen Gestaltung durch Service Level Agreements.

4. Fazit und Ausblick des Offshore Outsourcings wissensintensiver Dienstleistungen: Es wird festgehalten, dass Scheitern meist auf unzureichende Vorbereitung zurückzuführen ist und Offshore Outsourcing bei korrekter strategischer Planung ein mächtiges Instrument zur Effizienzsteigerung bleibt.

Schlüsselwörter

Offshore Outsourcing, Wissensintensive Dienstleistungen, Globalisierung, Prozessmanagement, Kostenstrukturen, Risikomanagement, Service Level Agreement, Front Office, Back Office, Kernkompetenz, Partnerschaftsverwaltung, Outsourcing-Strategie, Wissensmanagement, Effizienzsteigerung, Qualitätsoutput.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit behandelt den Entscheidungsprozess und die kritischen Erfolgsfaktoren bei der Auslagerung wissensintensiver Dienstleistungen in Niedriglohnländer.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zu den Schwerpunkten zählen die Kategorisierung von Geschäftsprozessen, die Risikoanalyse, Kostenstrukturen sowie der Aufbau und die Verwaltung nachhaltiger Partnerschaften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Unternehmen eine systematische Anleitung an die Hand zu geben, um Fehlentscheidungen beim Offshoring zu vermeiden und durch professionelle Vorbereitung tatsächliche Mehrwerte zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch aktuelle Literaturrecherche und der Synthese von empirischen Beobachtungen zur Outsourcing-Praxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturierte Entscheidungsphase für das Auslagern und einen anschließenden Abschnitt zu Erfolgsfaktoren für die operative Phase.

Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter dieser Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Offshore Outsourcing, Risikomanagement, Service Level Agreements, Wissensintensive Dienstleistungen und Prozessoptimierung.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Back Office und Front Office eine Rolle?

Diese Differenzierung ist entscheidend, da Back Office Tätigkeiten eher zur Kostenoptimierung und Front Office Aufgaben eher zur Service- und Qualitätsverbesserung geeignet sind.

Warum wird im Dokument vor einer reinen Preissicht gewarnt?

Der Autor warnt davor, da "versteckte" langfristige Kosten (z.B. durch Koordinationsaufwand oder Qualitätsverluste) oft die vordergründigen Lohnkostenvorteile übersteigen können.

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Résumé des informations

Titre
Entscheidungsprozess und Erfolgsfaktoren des Offshore Outsourcing wissensintensiver Dienstleistungen
Université
University of Bayreuth  (Lehrstuhl für Internationales Management)
Cours
Funktionen des Internationalen Managements
Note
2,0
Auteur
Frederik Ries (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
17
N° de catalogue
V115436
ISBN (ebook)
9783640174690
ISBN (Livre)
9783640174980
Langue
allemand
mots-clé
Entscheidungsprozess Erfolgsfaktoren Offshore Outsourcing Dienstleistungen Funktionen Internationalen Managements
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Frederik Ries (Auteur), 2008, Entscheidungsprozess und Erfolgsfaktoren des Offshore Outsourcing wissensintensiver Dienstleistungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115436
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Extrait de  17  pages
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