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Darstellung der Weiblichkeit in Filmen von Valie Export, Linda Christanell und Mara Mattuschka

Österreichische Avantgarde-, Kurz- und Videofilmemacherinnen

Titre: Darstellung der Weiblichkeit in Filmen von Valie Export, Linda Christanell und Mara Mattuschka

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 14 Pages

Autor:in: Mag Barbara Kainz (Auteur)

Filmologie
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Résumé Extrait Résumé des informations

Wie sich der Avantgarde-Film mit seinem ursprünglichen Bestreben der
traditionellen, massentauglichen Filmästhetik erfolgreich entwendet und eine neue,
vom Expressionismus, Dadaismus, der Aktionskunst etc. geprägte Kunstform,
sowohl formaler als auch inhaltlicher Art, begründet hat, so bot dieser vor allem ab
den 1970er Jahren – die Impulszeit feministischer Frauenbewegungen – speziell für
das weibliche Geschlecht ein relativ leicht zugängliches Terrain um sich aus
festgesetzten, gesellschaftlichen Zwängen zu entwinden.
Valie Export, die erste österreichische, weibliche Avantgardefilmemacherin, wagte
erste Schritte, um einerseits die anfängliche Männer-Domäne im österreichischen
Avantgarde-Film – bestehend seit den 50er Jahren – mit ihrer Präsenz und ihrem
künstlerischen Schaffen zu bereichern, andererseits um diesen filmischkünstlerischen
Freiraum dafür zu nutzen, dem Feminismus eine Chance zu geben
bzw. im wahrsten Sinne begreiflich zu machen, wie zum Beispiel in der Aktion Tappund
Tastkino (1968). Beim Tapp- und Tastkino, ein Versuch des Expanded Cinema –
filmische Repräsentationsformen werden mit der Realität konfrontiert –, welches
Valie Export zusammen mit Peter Weibel begründet hat, experimentierte man mit der
Filmprojektion an sich, indem ein vor Exports nacktem Oberkörper geschnallter
Kasten zum Kinosaal wurde und ihre Brüste, die betastet werden konnten, zur
Leinwand umfunktioniert wurden. Valie Export selbst bezeichnet diese Aktion als
erstes feministisches Kino, nachdem Mitte bis Ende der 1960er Jahre bei Aktionisten,
wie beispielsweise Otto Mühl, die Frau noch immer als Objekt gesehen bzw. ihre
Darstellung ausbeuterisch betrieben wurde

[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Filmanalytische Vorgangsweise

3 Darstellung von „Weiblichkeit“ in den Filmen von Valie Export

4 Darstellung von „Weiblichkeit“ in den Filmen von Linda Christanell

5 Darstellung von „Weiblichkeit“ in den Filmen von Mara Mattuschka

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Inszenierung von Weiblichkeit im österreichischen Avantgarde- und Experimentalfilm der 1970er bis frühen 1990er Jahre anhand ausgewählter Werke von Valie Export, Linda Christanell und Mara Mattuschka im Kontext feministischer Filmtheorie.

  • Analyse der Dekonstruktion stereotypischer Frauenbilder in der Avantgarde.
  • Vergleich unterschiedlicher filmästhetischer Ansätze zur Darstellung des weiblichen Körpers.
  • Untersuchung der Bedeutung von Requisiten und Objekten in der weiblichen Identitätskonstitution.
  • Diskussion über die Subjektwerdung der Frau und das Aufbrechen männlicher Blickstrukturen.
  • Einsatz von Humor, Ironie und Maskerade als subversives künstlerisches Mittel.

Auszug aus dem Buch

3 Darstellung von „Weiblichkeit“ in den Filmen von Valie Export

Allgemein betrachtet lässt sich „Weiblichkeit“ anhand von zwei grundlegenden Möglichkeiten filmisch darstellen. Die Frau bzw. die Darstellung der Frau bildet den Ausgangspunkt, der sich in der Folge auf zwei Ebenen aufteilt. Einerseits lässt sich „Weiblichkeit“ durch den Körper (der Frau) darstellen, andererseits durch Objekte, die mit „Frau“ oder „weiblich“ konnotiert werden, daher leider meist auch sehr klischeehaft sind, wie zum Beispiel das Objekt „Schuh“ – Highheels – oder Schmuck, eine Handtasche etc. Die Darstellung des weiblichen Körpers reicht von einem getreuen Abbild über die Inszenierung gewisser Körperteile bis zur äußersten Abstraktheit, wo dann nur noch weibliche Formen erkennbar sind. Geht man noch einen Schritt weiter, indem man sich die Frage nach der Definition von „Frau“ bzw. dem „Weiblichen“ der Frau stellt, trifft man auf die Intention von Valie Export. Valie Export steht, wie bereits erwähnt, in der Tradition des Wiener Aktionismus, wo Kunst und die Darstellung des Körpers zusammengeführt werden. Die Beschäftigung mit dem betont weiblichen Körper zieht sich daher wie ein roter Faden durch Valie Exports multimediale Arbeiten. Exports Definition des Weiblichen geht von der phallokratischen Gesellschaftsordnung aus, in der „die Frau, das Wesen, das keinen Phallus hat, nur als Defizit und Defekt definiert werden kann [...]“ und „[...] ihre vom Männlichen abgeleiteten Negativformen, das so genannte Weibliche [...]“ ausmachen und fordert nach der Subjektwerdung und folglich nach der Dekodierung der Frau von traditionellen Rollenbildern-Codes. „Die Frau befreit sich von ‚den Spuren der Kolonisation...: Die Gesellschaft wird nackt, die nackte Frau dreht den Spiegel herum. Diese Ästhetik des Widerstandes ist die feministische Ästhetik““

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Rolle des Avantgarde-Films als Terrain für feministische Ausdrucksformen und stellt die Vorreiterrolle von Valie Export bei der Dekonstruktion traditioneller Frauenbilder dar.

2 Filmanalytische Vorgangsweise: Das Kapitel definiert den Rahmen der Untersuchung, indem es die Forschungsfragen zur Inszenierung von Weiblichkeit formuliert und die für die Analyse ausgewählten Filme und Künstlerinnen vorstellt.

3 Darstellung von „Weiblichkeit“ in den Filmen von Valie Export: Hier wird analysiert, wie Valie Export den weiblichen Körper durch innovative Dekonstruktion und den Bruch mit der klassischen Blickdramaturgie als Medium der Subjektwerdung nutzt.

4 Darstellung von „Weiblichkeit“ in den Filmen von Linda Christanell: Dieses Kapitel behandelt den Fokus von Linda Christanell auf weiblich konnotierte Accessoires und Objekte, die durch Ironie und Fetischisierung in neue, kritische Zusammenhänge gestellt werden.

5 Darstellung von „Weiblichkeit“ in den Filmen von Mara Mattuschka: Es wird untersucht, wie Mara Mattuschka mittels Maskerade, Humor und der bewussten Verweigerung von Schaulust das Identitätskonzept ihrer Kunstfigur „Mimi Minus“ inszeniert.

6 Literaturverzeichnis: Dies ist ein Verzeichnis der für die Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Internetressourcen.

Schlüsselwörter

Avantgardefilm, Weiblichkeit, Feminismus, Valie Export, Linda Christanell, Mara Mattuschka, Filmtheorie, Subjektwerdung, Körperdarstellung, österreichischer Film, Identität, Dekonstruktion, Objekthaftigkeit, visuelle Ästhetik, Gender-Diskurs

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der künstlerischen Auseinandersetzung und filmischen Inszenierung von Weiblichkeit im Werk bedeutender österreichischer Avantgardefilmemacherinnen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Zentrum stehen die feministische Kritik an traditionellen Frauenbildern, die Rolle des weiblichen Körpers im Film, die Dekonstruktion von Geschlechterrollen sowie der Einsatz von Objekten und Maskeraden als Ausdrucksmittel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu analysieren, wie die ausgewählten Künstlerinnen stereotype Frauenbilder durch eine neue filmästhetische Sprache und feministische Perspektiven hinterfragen und neu definieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?

Die Autorin verwendet eine filmanalytische Vorgehensweise, bei der spezifische filmische Mittel wie Kameragestaltung, Montage und der Einsatz von Requisiten in ausgewählten Kurzfilmen interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Kapitel, die jeweils eine der Künstlerinnen – Valie Export, Linda Christanell und Mara Mattuschka – in den Fokus rücken und deren spezifische Herangehensweise an das Thema Weiblichkeit untersuchen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Avantgardefilm, feministische Ästhetik, Subjektwerdung, Objekt-Image, Körperdarstellung, Gender, Inszenierung und Identitätsbildung.

Wie unterscheidet sich Valie Exports Ansatz von dem der anderen Künstlerinnen?

Valie Export konzentriert sich stärker auf die direkte, oft provokative Arbeit mit dem menschlichen (weiblichen) Körper und dessen Medialisierung, um die phallokratische Gesellschaftsordnung in Frage zu stellen.

Welche Funktion haben die Alltagsgegenstände in den Filmen von Linda Christanell?

Christanell nutzt typisch weibliche Attribute wie Schmuck oder Highheels, um diese durch Fetischisierung und Ironie von ihrem ursprünglichen, klischeehaften Zweck zu entfremden und den kritischen Diskurs zu fördern.

Wie nutzt Mara Mattuschka ihre Kunstfigur Mimi Minus?

Mattuschka verwendet die Figur Mimi Minus als permanentes Alter Ego, das durch Maskerade und ein „Auslöschen“ des Gesichts klassische Rollenbilder karikiert und die Distanz zwischen Betrachter und Objekt bewusst steuert.

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Résumé des informations

Titre
Darstellung der Weiblichkeit in Filmen von Valie Export, Linda Christanell und Mara Mattuschka
Sous-titre
Österreichische Avantgarde-, Kurz- und Videofilmemacherinnen
Université
University of Vienna  (Theater-, Film- und Medienwissenschaft)
Cours
Eine andere Perspektive: Österreichische Avantgarde-, Kurz- und Videofilmemacherinnen
Auteur
Mag Barbara Kainz (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
14
N° de catalogue
V115576
ISBN (ebook)
9783640170449
ISBN (Livre)
9783640320189
Langue
allemand
mots-clé
Darstellung Weiblichkeit Filmen Valie Export Linda Christanell Mara Mattuschka Eine Perspektive Avantgarde- Kurz- Videofilmemacherinnen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Mag Barbara Kainz (Auteur), 2007, Darstellung der Weiblichkeit in Filmen von Valie Export, Linda Christanell und Mara Mattuschka, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115576
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Extrait de  14  pages
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