In dieser Arbeit liegt der Fokus auf der akademischen Prokrastination und wie der Mangel an Selbstregulation sich auf die Stärke der Prokrastination auswirkt. Dazu soll gezeigt werden, wie das emotionale Erleben während der akademischen Prokrastination ist.
Diese Arbeit soll demnach einen Ausblick darüber geben, wie Selbstregulation mit der Prokrastination zusammenhängt und zusätzlich dazu aufzeigen, wie die zumeist negativen Auswirkungen trotzdem zu positiven Ergebnissen während des Studiums führen können. Dazu wird die Prokrastination im Allgemeinen beschrieben und auf ihre Ursachen überprüft. Weiterhin soll der Begriff der Selbstregulation nahgeführt werden, wobei in diesem Zusammenhang die attraktiven Handlungsalternativen eine besondere Rolle spielen. Schließlich werden die Auswirkungen des Mangels an Selbstregulation auf die akademische Prokrastination bezogen sowie das emotionale Erleben dabei verdeutlicht.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Akademische Prokrastination
3 Definition
4 Ursachen
5 Selbstregulation
6 Attraktive Handlungsalternativen
7 Auswirkungen
8 Emotionales Erleben
9 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen mangelnder Selbstregulation und der akademischen Prokrastination bei Studenten, wobei insbesondere die Auswirkungen auf das emotionale Erleben sowie mögliche positive Aspekte des Aufschiebeverhaltens analysiert werden.
- Definition und theoretische Einordnung der akademischen Prokrastination
- Identifikation der Ursachen unter Berücksichtigung adaptiver und maladaptiver Charakteristiken
- Die Rolle der Selbstregulation und Selbstkontrolle beim Lernprozess
- Einfluss attraktiver Handlungsalternativen auf die Leistungsfähigkeit
- Analyse des emotionalen Erlebens bei Studierenden
Auszug aus dem Buch
8 Emotionales Erleben
In diesem Unterkapitel geht es darum darzustellen, wie sich die akademische Prokrastination auf das emotionale Erleben der Studenten auswirkt. Als emotionales Erleben sind alle Gefühle gemeint, die ein Student während der Prokrastination empfindet. Schraw (2007) stellt klar, dass Studenten zwar die Prokrastination einerseits als positiv empfanden andererseits aber auch die negativen Konsequenzen bemängelten. Als positiven Effekt führten die Befragten bei Schraw (2007) an, dass sie ohne die akademische Prokrastination nicht dazu gekommen wären dieselbe Effizienz erreichen. Außerdem konnten die Befragten dadurch, dass sie prokrastinierten während des Semesters mehr Freizeit haben und somit das Semester anders erleben.
Dem gegenüber steht aber die physische Erschöpfung. Dadurch, dass die Studenten in kürzester Zeit eine große Menge an Inhalten wiederholen und aufarbeiten mussten, stressten sie sich nicht nur mental sondern auch körperlich. Neben dem Stress empfanden viele auch eine Trägheit, was vermutlich mit dem Schlafmangel einhergeht (Schraw 2007 & Rozental 2014). Obwohl die Arbeitsqualität sich steigerte ließ die Lebensqualität vor allen in den Wochen nach, in denen die Studenten die Klausurinhalte aufarbeiteten mussten massiv gesunken ist. Abgesehen davon, dass sie enormen Stress empfanden, waren sie auch der Erschöpfung, Schuldgefühlen und Ängsten ausgesetzt (Schraw 2007 & Rozental 2014). Weiterhin gaben die Studenten bei Schraw (2007) und Rozental (2014) an, dass ihre letzten zwei Semesterwochen in totaler Isolation bestanden und dadurch auch ihre mentale Gesundheit Schäden genommen hat. Dies kann eine Folge der permanenten Prokrastination sein, wie auch bereits vorher Tice & Baumeister untersuchten (1997). Obwohl sehr vieles Negatives die Folge der Prokrastination war, gab es auch eine Menge an positiven Effekten, die die Prokrastination für die Befragten hatte.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die Relevanz der akademischen Prokrastination als weit verbreitetes Phänomen unter Studenten und skizziert die Zielsetzung der Untersuchung im Kontext der Selbstregulation.
2 Akademische Prokrastination: Das Kapitel differenziert den Begriff der Prokrastination und legt den Fokus auf die studentische Perspektive sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.
3 Definition: Hier werden sieben zentrale Merkmale nach Klingsleck (2014) vorgestellt, um Prokrastination präzise von anderen Formen des Aufschiebens abzugrenzen.
4 Ursachen: Dieses Kapitel analysiert adaptive und maladaptive Faktoren sowie den Einfluss von Akteuren wie Lehrpersonen und Aufgaben auf das Prokrastinationsverhalten.
5 Selbstregulation: Es wird der psychologische Vorgang der Selbstregulation beschrieben und dessen zentrale Rolle für eine erfolgreiche Zielverfolgung und Stressbewältigung dargelegt.
6 Attraktive Handlungsalternativen: Hier wird untersucht, wie alternative Beschäftigungen in der digitalisierten Welt die Konzentration stören und zur Prokrastination beitragen können.
7 Auswirkungen: Das Kapitel beleuchtet die Folgen mangelnder Selbstregulation auf das Lernverhalten und die Arbeitsweise im Studium.
8 Emotionales Erleben: Hier wird analysiert, welche Gefühle – von Stress bis hin zu Befriedigung – das Prokrastinieren bei den Studierenden auslöst.
9 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und fordert eine forschungsstärkere Ausrichtung auf die möglichen positiven Aspekte der Prokrastination.
Schlüsselwörter
Akademische Prokrastination, Selbstregulation, Selbstkontrolle, Zeitmanagement, Motivationskonflikte, Leistungsdruck, emotionales Erleben, psychische Gesundheit, Studienalltag, Lernstrategien, maladaptive Charakteristiken, adaptive Charakteristiken, Handlungsalternativen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert die akademische Prokrastination von Studenten und untersucht deren Ursachen sowie Auswirkungen unter dem speziellen Aspekt der Selbstregulation.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Kernbereichen gehören die Definition der Prokrastination, der Einfluss von Selbstregulation, die Rolle attraktiver Handlungsalternativen und das emotionale Befinden der Studierenden.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein Mangel an Selbstregulation das Aufschiebeverhalten begünstigt und welche emotionalen Konsequenzen sowie Effekte auf die Studienleistung daraus resultieren.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die aktuelle Forschungsstände und Studien zum Thema Prokrastination und Selbstregulation zusammenführt und analysiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Begriffs, eine Ursachenanalyse, die Untersuchung von Selbstregulation als Steuerungsmechanismus und eine detaillierte Betrachtung des emotionalen Erlebens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind akademische Prokrastination, Selbstregulation, Motivationskonflikte, Leistungsdruck und Zeitmanagement.
Welche Rolle spielt die "Wertorientierung" bei der Selbstregulation?
Laut der zitierten Forschung ist eine ausgeprägte Wertorientierung essenziell, da sie dem Studierenden hilft, Kriterien für die Zielerreichung festzulegen und strikte Linien gegen Ablenkungen zu ziehen.
Können sich auch positive Aspekte aus der Prokrastination ergeben?
Ja, laut Schraw (2007) berichteten einige Befragte von einer erhöhten Effizienz in den letzten Arbeitswochen und einem Gefühl der Befriedigung, wenn sie Aufgaben trotz des hohen Zeitdrucks erfolgreich meisterten.
Inwiefern beeinflussen moderne Medien das Prokrastinationsverhalten?
Attraktive Handlungsalternativen wie Smartphone-Nutzung oder Internetinhalte in der digitalisierten Welt dienen häufig als Ablenkung vom eigentlichen Lernziel und verstärken so das Aufschieben.
- Citation du texte
- Leutrim Dragusha (Auteur), 2017, Inwiefern führt der Mangel an Selbstregulation zur akademischen Prokrastination? Auswirkungen auf das emotionale Erleben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1157682