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Eine ethische und ökonomische Betrachtung der Erbschaftssteuer

Título: Eine ethische und ökonomische Betrachtung der Erbschaftssteuer

Trabajo Escrito , 2021 , 33 Páginas , Calificación: 1.0

Autor:in: Marius Rutenkröger (Autor)

Ética
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Die Notwendigkeit von Steuern als Einnahmequelle des Staates scheint unumstritten, denn ohne diese könnten die Staatsausgaben nicht gedeckt werden. Gleichzeitig stellen sie jedoch einen Eingriff in das Eigentum der Bürger*innen dar, der gerechtfertigt sein muss, zumal kein Anspruch auf eine konkrete Gegenleistung gegenüber dem Staat besteht.

In Deutschland besteht die Erbschaftssteuer seit 1906 und mindestens genauso lange scheinen die gesellschaftlichen Diskurse um die Rechtmäßigkeit dieser Steuer anzuhalten. Dabei fallen Begriffe wie "Neidsteuer", "Doppelbesteuerung", "Reichensteuer" und "Vermögensumverteilung". Inwieweit die vorwiegend emotionalen Äußerungen der Wahrheit entsprechen, wird in dieser Arbeit auf den Grund gegangen. Im Fokus steht dabei die Rechtmäßigkeit der Erbschaftssteuer. Bei der Untersuchung wird sowohl die wirtschaftliche als auch die moralische Vertretbarkeit geprüft. Dabei sollen die ökonomischen und moralischen Aspekte nicht voneinander getrennt betrachtet werden, sondern in einem engen Zusammenhang stehend. Dazu wird zu Beginn ein ethischer Rahmen geschaffen, der dank John Rawls1 eine spezifische Definition für die Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit liefert. Daraufhin werden die ökonomischen Grundlagen aufgezeigt, auf dessen die wirtschaftlichen Folgen der Erbschaftssteuer untersucht werden können. Durch die Grundlagen und den ethischen Rahmen ist es dann möglich, einzelne Argumente zu beleuchten, um schließlich zu einer moralischen Wertung zu gelangen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Relevanz der Thematik

2. Der Rawls’sche Gerechtigkeitsbegriff

a. Entstehung der gerechten Gesellschaft

b. Gerechtigkeitsgrundsätze

3. Präzisierung des 2. Grundsatzes Teil (a)

4. Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit

5. Erbschaftssteuer und der Rawls’sche Gerechtigkeitsbegriff

6. Ökonomische Grundlagen

7. Argumentation gegen eine Erbschaftsteuer

a. Geringere Leistungsbereitschaft

b. Geringere Sparrate

c. Ergebnis der Argumentation gegen die Erbschaftssteuer

8. Argumentation für eine Erbschaftsteuer

a. Erhöhte Leistungsbereitschaft

b. Öffentliche Güter

c. Ergebnis der Argumentation für die Erbschaftssteuer

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die ethische und ökonomische Rechtmäßigkeit der Erbschaftssteuer unter Anwendung der Gerechtigkeitstheorie von John Rawls zu untersuchen und zu bewerten. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, ob die Erbschaftssteuer als gerechtes oder ungerechtes Instrument innerhalb der Gesellschaft einzustufen ist.

  • Analyse der Gerechtigkeitsgrundsätze nach John Rawls
  • Untersuchung ökonomischer Auswirkungen auf Arbeit und Kapital
  • Abwägung von Argumenten gegen die Erbschaftssteuer
  • Diskussion von Argumenten für die Erbschaftssteuer
  • Beurteilung der steuerlichen Legitimation anhand des Differenzprinzips

Auszug aus dem Buch

a. Entstehung der gerechten Gesellschaft

Zu einer funktionierenden Gesellschaft gehören neben der Gerechtigkeit auch noch andere Prinzipien, die Rawls dieser jedoch unterordnet. Entscheidend ist vielmehr, wie die Gesellschaftsgrundsätze entstehen. Denn herrscht zum Zeitpunkt der Entstehung eine gerechte Haltung, so werden auch die Prinzipien, welche die Gesellschaft prägen sollen als gerecht angesehen werden.

Die Herleitung der Prinzipien soll dabei an zwei Kriterien geknüpft sein. Zuerst sollen die Grundsätze wie ein bindender Vertrag gesehen werden, der sowohl zwischen frei entscheidenden und rational denkenden Personen geschlossen werden soll, als auch den rechtlichen Grundsatz der Einwilligung: „Volenti non fit iniuria“ beachten soll. Dieser sagt aus, dass Jemand der freiwillig und mit vollem Bewusstsein seine Zustimmung zu einer Handlung gibt, bei einem dadurch eintretenden Schaden keinen Anspruch herleiten kann.

Das zweite Kriterium ist das wesentliche Merkmal der Rawlsschen Theorie. Danach soll die Findung der Gerechtigkeitsgrundsätze zusätzlich zum vertraglichen Kriterium auch noch fair ablaufen. Dazu hat Rawls nach der Bestimmung die Gerechtigkeit als Fairness anzusehen, die Wahl der Gerechtigkeitsgrundsätze näher aufgezeigt. Fundamental ist dabei der sogenannte „Schleier des Nichtwissens“. Es handelt sich dabei um ein Gedankenexperiment, bei dem angenommen wird, dass kein Mensch Wissen über seinen sozialen Status hegt. Niemand weiß also, ob er arm oder reich, weiß oder schwarz, gesund oder krank ist bzw. in Zukunft sein wird. Auch die Familienangehörigkeit oder das Geburtsland sind dabei nicht bekannt. Diesen Zustand nennt Rawls den „Urzustand“. Befindet sich jede Person in diesem Zustand soll über die Grundsätze der Gerechtigkeit abgestimmt werden. Jeder stimmt demzufolge für Prinzipien, welche die eigene Zukunft prägen sollen. Um die Wichtigkeit des Urzustandes zu verdeutlichen, wird im Folgenden die Verteilung des Reichtums auf der Welt aufgezeigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Relevanz der Thematik: Einführung in die Diskussion um die Erbschaftssteuer und Festlegung des theoretischen Rahmens unter Verwendung von John Rawls.

2. Der Rawls’sche Gerechtigkeitsbegriff: Darlegung der Gerechtigkeitstheorie als Fairness sowie des Konzepts des Urzustandes und der Gerechtigkeitsgrundsätze.

3. Präzisierung des 2. Grundsatzes Teil (a): Spezifizierung des Differenzprinzips als zentrales Element zur Beurteilung wirtschaftlicher Ungleichheiten.

4. Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit: Herleitung definitorischer Kriterien zur ethischen Bewertung im Kontext von Verschlechterungen oder Verbesserungen der Aussichten.

5. Erbschaftssteuer und der Rawls’sche Gerechtigkeitsbegriff: Vorstellung der aktuellen Erbschaftssteuerregelung in Deutschland und theoretische Einordnung.

6. Ökonomische Grundlagen: Beschreibung des neoklassischen Wachstumsmodells und Zusammenhänge zwischen Arbeit, Kapital und Wohlstand.

7. Argumentation gegen eine Erbschaftsteuer: Analyse negativer Auswirkungen der Steuer auf Produktionsfaktoren sowie deren ökonomische Begründung.

8. Argumentation für eine Erbschaftsteuer: Untersuchung möglicher positiver Effekte durch öffentliche Güter und Leistungsanreize.

9. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der Notwendigkeit einer spezifischeren Zweckbindung von Steuern.

Schlüsselwörter

Erbschaftssteuer, John Rawls, soziale Gerechtigkeit, Differenzprinzip, Schleier des Nichtwissens, ökonomische Grundlagen, Leistungsbereitschaft, Sparquote, öffentliche Güter, Umverteilung, Fairness, Wachstumsmodell, Steuerpolitik, Wohlstand, Gerechtigkeitstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die moralische und ökonomische Rechtmäßigkeit der Erbschaftssteuer basierend auf der Gerechtigkeitstheorie von John Rawls.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind soziale Gerechtigkeit, die ökonomische Wirkung von Steuern auf Arbeit und Kapital sowie die Rolle des Staates bei der Umverteilung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob die Erbschaftssteuer nach den Prinzipien von John Rawls als gerecht oder ungerecht bewertet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine ethische Analyse mittels des Rawls’schen Differenzprinzips, ergänzt durch eine Untersuchung ökonomischer Zusammenhänge auf Basis des neoklassischen Wachstumsmodells.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine ethische Grundlegung, eine ökonomische Analyse sowie eine detaillierte Argumentation für und gegen die Erbschaftssteuer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Erbschaftssteuer, Rawls, Differenzprinzip, ökonomische Gerechtigkeit, Sparquote und öffentliche Güter.

Was besagt das im Text erwähnte Differenzprinzip?

Das Differenzprinzip besagt, dass wirtschaftliche Ungleichheiten nur dann gerechtfertigt sind, wenn sie zu einem Vorteil für die am schlechtesten gestellten Mitglieder der Gesellschaft führen.

Warum spielt das Nonaffektionsprinzip für die Argumentation eine Rolle?

Es verdeutlicht, dass Steuereinnahmen im Haushalt gesammelt werden und keine direkte Korrelation zwischen einer speziellen Steuer und einer spezifischen Transferleistung besteht, was die ethische Bewertung erschwert.

Final del extracto de 33 páginas  - subir

Detalles

Título
Eine ethische und ökonomische Betrachtung der Erbschaftssteuer
Universidad
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Curso
Einführung in die Ethik
Calificación
1.0
Autor
Marius Rutenkröger (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
33
No. de catálogo
V1158714
ISBN (PDF)
9783346562968
ISBN (Libro)
9783346562975
Idioma
Alemán
Etiqueta
Rawls Erbschaftssteuer ökonomisch ethisch Ethik Bewertung Beurteilung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marius Rutenkröger (Autor), 2021, Eine ethische und ökonomische Betrachtung der Erbschaftssteuer, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1158714
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