Ziel dieser Arbeit ist es aufzuzeigen, welchen Wert an Intellektuellem Kapital [Intellectual Capital] der Franchise-Nehmer dem Franchise-Geber stiftet und welchen Wert an Intellektuellem Kapital [Intellectual Capital] der Franchise-Geber dem Franchise-Nehmer stiftet. Wieso kommt es aus Sicht des Franchise-Nehmers zu der Entscheidung in ein Franchisesystem einzutreten und sich auf diesem und nicht auf einem individuellen Weg selbständig zu machen? Was verspricht sich der Franchise-Geber davon, einem selbständigen auf eigene Rechnung handelnden Franchise-Nehmer einen Betrieb führen zu lassen? Ist der Wert des Intellektuellen Kapitals [Intellectual Capital] neben dem finanziellen Kapital der Auslöser dafür, das Franchise-Nehmer und Franchise-Geber in einer Partnerschaft zusammenkommen?
Untersuchungsgegenstand sind demzufolge der Franchise-Nehmer sowie der Franchise-Geber. Als Instrument zur Untersuchung wird der Ansatz des Intellektuellen Kapitals [Intellecutal Capital Approach] genutzt.
Es soll mit Hilfe des Ansatzes gezeigt werden, dass der Franchise-Nehmer dem Franchise-Geber einen Wert an Intellektuelles Kapital [Intellectual Capital] bietet und der Franchise-Geber dem Franchise-Nehmer einen Wert an Intellektuelles Kapital [Intellecutal Capital] bietet. Hierdurch wird erklärt, wieso der Franchise-Nehmer und wieso der Franchise-Geber eigentlich in einer Partnerschaft zusammen kommen. Durch die Untersuchung mittels des Intellektuellen Kapitalansatzes [Intellectual Capital Approach] kann Franchising in einer Perspektive erscheinen, so dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und Stand der Forschung
2 Problemstellung - Gang und Ziel der Untersuchung
3 Theoretische Grundlagen des Franchisings
3.1 Historischer Hintergrund
3.2 Entwicklung und Bedeutung des Franchisings in Deutschland
3.3 Begriff des Franchising
3.4 Definition – Franchising
3.5 Franchising -Typologien
3.6 Franchising - Charakteristika
4 Theoretische Grundlagen - Intellektuelles Kapital [Intellectual Capital]
4.1 Historischer Hintergrund
4.2 Intellektuelles Kapital [Intellectual Capital]
4.3 Elemente des Intellektuellen Kapitals [Intellecutal Capital]
4.3.1 Humankapital [Human Capital]
4.3.2 Strukturelles Kapital [ Structural Capital]
4.3.3 Relationales Kapital [Relational Kapital]
4.3.4 Wettbewerbskapital [Competitive Capital]
5 Intellektuelles Kapital [Intellectual Capital] des Franchise-Nehmers
5.1 Humankapital [Human Capital] des Franchise-Nehmers
5.2 Relationales Kapital [Relational Capital] des Franchise-Nehmers
5.3 Wettbewerbskapital des Franchise-Nehmers [Competitive Capital]
5.4 Wert des Intellektuellen Franchise-Nehmer Kapitals
6 Intellektuelles Kapital [Intellektuell Capital] des Franchise-Gebers
6.1 Human Kapital [Human Capital] des Franchise-Gebers
6.2 Strukturelles Kapital [Structural Capital] des Franchise-Gebers
6.3 Relationales Kapital [Relational Capital] des Franchise-Gebers
6.4 Wert des Intellektuellen Kapitals [Intellectual Capital]
7. Fallstudie – McDonald’s
7.1 Intellektuelles Kapital [Intellectual Capital] des Franchise-Gebers
7.1.1 Humankapital [Human Capital] von McDonald’s
7.1.2 Strukturelles Kapital [Structural Capital] von McDonald’s
7.1.3 Relationales Kapital [Relational Capital] von McDonald’s
7.2 Intellektuelles Kapital [Intellectual Capital] des Franchise-Nehmers
7.2.1 Humankapital [Human Capital] des Franchise-Nehmers
7.2.2 Relationales Kapital [Relational Capital] des Franchise-Nehmers
7.2.3 Wettbewerbskapital [Competitive Capital] des Franchise-Nehmers
8 Fallstudie - Accor Mercure Hotels
8.1 Intellektuelles Kapital [Intellektual Capital] des Franchise-Gebers
8.1.1 Human Kapital [Human Capital] von Accor
8.1.2 Strukturelles Kapital [Structural Capital] von Accor
8.1.3 Relationales Kapital [Relational Capital] von Accor
8.2 Intellektuelles Kapital [Intellectual Capital] des Franchise-Nehmers
8.2.1 Humankapital [Human Capital] des Franchise-Nehmers
8.2.2 Relationales Kapital [Relational Capital] des Franchise-Nehmers
8.2.3 Wettbewerbskapital [Competitive Capital] des Franchise-Nehmers
9 Fazit – Kritik
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, die wechselseitigen Werte des "Intellektuellen Kapitals" (Intellectual Capital) zwischen Franchise-Gebern und Franchise-Nehmern zu analysieren und aufzuzeigen, warum diese Akteure eine partnerschaftliche Zusammenarbeit der eigenständigen Selbstständigkeit vorziehen.
- Theoretische Fundierung des Franchising-Begriffs und dessen Geschichte.
- Analyse des "Intellectual Capital Approach" als wissenschaftliches Instrument.
- Untersuchung der Humankapital-, Struktur-, Relational- und Wettbewerbskapital-Komponenten in Franchise-Systemen.
- Empirische Überprüfung der theoretischen Annahmen anhand von Fallstudien zu McDonald’s Deutschland Inc. und Accor Hotellerie Deutschland GmbH.
- Diskussion der Bedeutung von Wissenstransfer und Kontrollmechanismen für den Erfolg der Partnerschaft.
Auszug aus dem Buch
3.1 Historischer Hintergrund
Das Wort „Franchise“ stammt ursprünglich aus dem Französischem (Martinek, 1992 S.6; Skaupy, 1995 S.1). Eine dem Sinn entsprechende Übersetzung wären die Worte „Privileg“ oder „Konzession“ (Martinek, 1992 S.6). In Frankreich bedeutet das Wort „Franchisen“ heute noch, dass man von Zöllen und Steuern befreit wird (Skaupy, 1995 S.1).
Im Mittelalter verstand man unter Franchising die Zahlung einer Gebühr für das Erhalten hoheitlicher Privilegien oder die Freistellung von der damals üblichen Leistung von Frondiensten. Daher stammt auch der heute noch verwendete Begriff „Royalties“ bzw. „Royalty fee“ (Pauli, 1992 S.12). Im 17.und 18. Jahrhundert erweiterte sich dann die Bedeutung des Begriffes Franchising. In Frankreich und in Großbritannien und zu späterer Zeit in den Vereinigten Staaten, wurden Privilegien von Königen oder dem Staat an gut gesinnte und verlässliche Bürger vergeben.
Mit der Einräumung dieses Privilegs wurde ein monopolistisches Recht erteilt, welches gegen eine Zahlung eines Entgeltes, eine im Sinne des Staates dienliche Produktion oder den Handel mit bestimmten Erzeugnissen zuließ (Skaupy, 1995 S.1).
Gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts wurden durch den Franchise-Begriff Unternehmen bezeichnet, die in Unternehmenskooperationen Rechte übertragen haben (Martinek, 1992 S.6). Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts traten dann die modernen Formen des Franchisings allmählich auf (Kunkel, 1994 S.7).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung und Stand der Forschung: Darstellung der wachsenden Bedeutung des Franchising und Klassifizierung der bestehenden Forschung in drei theoretische Schulen.
2 Problemstellung - Gang und Ziel der Untersuchung: Definition der Forschungsfrage nach dem Wert des Intellektuellen Kapitals in der Franchise-Partnerschaft und Erläuterung des methodischen Vorgehens.
3 Theoretische Grundlagen des Franchisings: Aufarbeitung der historischen Entwicklung, Begriffsdefinitionen und Typologien des Franchising, ergänzt durch betriebswirtschaftliche Charakteristika.
4 Theoretische Grundlagen - Intellektuelles Kapital [Intellectual Capital]: Einführung in das Konzept des Intellektuellen Kapitals, dessen Entstehungsgeschichte und die Unterteilung in Humankapital, strukturelles, relationales und Wettbewerbskapital.
5 Intellektuelles Kapital [Intellectual Capital] des Franchise-Nehmers: Analyse des vom Franchise-Nehmer eingebrachten Wissens und Kapitals in die partnerschaftliche Beziehung.
6 Intellektuelles Kapital [Intellektuell Capital] des Franchise-Gebers: Untersuchung der wertstiftenden Ressourcen, wie Training und Systemwissen, die vom Franchise-Geber bereitgestellt werden.
7. Fallstudie – McDonald’s: Empirische Anwendung des Modells auf die Struktur und den Wissenstransfer bei McDonald’s Deutschland Inc.
8 Fallstudie - Accor Mercure Hotels: Anwendung des Modells auf die Hotelbranche am Beispiel der Marke Mercure.
9 Fazit – Kritik: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Franchise-Wirtschaft.
Schlüsselwörter
Franchising, Intellektuelles Kapital, Intellectual Capital, Humankapital, Human Capital, Strukturelles Kapital, Structural Capital, Relationales Kapital, Relational Capital, Wettbewerbskapital, Competitive Capital, Wissenstransfer, Franchisenehmer, Franchisegeber, McDonald's, Accor, Systemkapital.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Phänomen Franchising aus der Perspektive des "Intellektuellen Kapitals" (Intellectual Capital Approach) und beleuchtet den wechselseitigen Nutzen, den Franchise-Geber und Franchise-Nehmer in einer Partnerschaft voneinander ziehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Kategorisierung von Wissen und immateriellen Werten, die spezifische Organisation von Franchise-Systemen sowie der Vergleich zwischen interner Wissensbildung und externem Wissenserwerb durch Kooperation.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, den Wert an Intellektuellem Kapital zu quantifizieren, den der Franchise-Nehmer dem Geber bietet und vice versa, um zu erklären, warum diese Akteure eine Franchise-Partnerschaft gegenüber einer unabhängigen Gründung bevorzugen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Herleitung, die durch eine qualitative Marktforschung und Fallstudien (McDonald’s und Accor) empirisch untermauert wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die vier Kapitalarten des Intellektuellen Kapitals (Human-, Struktur-, Relational- und Wettbewerbskapital) und ordnet diese spezifisch der Rolle des Franchise-Gebers sowie des Franchise-Nehmers zu.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Intellektuelles Kapital, Franchise-Systeme, Wissensmanagement, Humankapital, Wettbewerbsvorteile und partnerschaftliche Wertschöpfung definiert.
Welche Rolle spielt das Handbuch bei McDonald's?
Das Handbuch (Operational Manuel) ist ein zentraler Bestandteil des strukturellen Kapitals bei McDonald's. Es umfasst über tausend Seiten und kodifiziert das gesamte Systemwissen, um Standardisierung und Qualität in allen Filialen sicherzustellen.
Was ist das "Second Generation" Prinzip bei McDonald's?
Dieses Prinzip beschreibt die Übernahme von Franchise-Restaurants durch Kinder ehemaliger Franchise-Nehmer. Es stellt sicher, dass wertvolle Kundenbeziehungen und lokale Erfahrungswissen innerhalb des Systems erhalten bleiben, anstatt beim Ausscheiden eines Betreibers verloren zu gehen.
Wie nutzt Accor das Internet für sein Intellektuelles Kapital?
Accor integriert IT-Systeme wie das Reservierungssystem TARS und die "Accor Sales Application" (ASA), um globalen Wissenstransfer zu ermöglichen, Erträge zu optimieren und den Franchise-Nehmern direkten Zugang zu weltweiten Vertriebsdaten zu verschaffen.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2008, Franchising - Ansatz des Intellektuellen Kapitals , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115873