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Geschichte der Terminologiearbeit vom 19. Jahrhundert bis heute

Titre: Geschichte der Terminologiearbeit vom 19. Jahrhundert bis heute

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 13 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Sabine Veenker (Auteur)

Interprétation / Traduction
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der geschichtlichen Entwicklung der Terminologie,
aber was ist Terminologie überhaupt? In der DIN 2342 heisst es „Terminologie ist die
Gesamtheit der Begriffe und ihrer Bezeichnungen in einem Fachgebiet“ und die
„Terminologielehre ist die auf der Terminologielehre aufbauende Erarbeitung,
Bearbeitung und Verarbeitung, Darstellung oder Verbreitung von Terminologie.“
Terminologie im weitesten Sinne gibt es bereits seit dem Altertum. Marcus Fabius
Quintilianus ("Quitilian") (35-96 n. Chr.) war ein bedeutender Rhetoriker der Antike.
Dieser forderte, dass Fachausdrücke vor Gericht nicht verwendet oder sofort erklärt
werden müssten. Dies war der Anfang der Terminologie. (vgl. Schwarz 2006)
Im Laufe der Zeit und mit dem technischen Fortschritt hat sich die Terminologiearbeit
sehr gewandelt.
In dieser Arbeit soll genauer auf den Zeitraum vom 19. Jahrhundert bis heute
eingegangen werden, da in diesem Zeitraum die Terminologiearbeit, wie wir sie
heute kennen, entwickelt wurde. Das 19. Jahrhundert war sehr bedeutend für die Terminologiearbeit, denn in ihm
wurde die systematische Terminologiearbeit, d.h. die sachgebietsbezogene
Terminologiearbeit entwickelt. Bei dieser Art der Terminologiearbeit werden alle
Begriffe aus einem Sachgebiet gesammelt und zueinander in Beziehung gesetzt.
Das Ziel hierbei ist die Erstellung eines Begriffssystems für jede Sprache. Eine
vollständige Übereinstimmung der Begriffsysteme ist allerdings nicht immer möglich.
(vgl. Arntz, Picht, Mayer 2004, S. 135)
Den Anstoß zu dieser Art der Terminologiearbeit gab die technologische Revolution
des 19. Jahrhunderts, die eine einheitliche Terminologie zwingend erforderlich
machte. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es nämlich keine Standards im technischen
Bereich. Es gab z.B. 15 verschiedene Maßeinheiten für den elektrischen Strom und
acht verschiedene Maßeinheiten für motorische Kraft, was immer wieder zu
kostspieligen Missverständnissen führte und dem Handel schadete. So versuchte
man das Problem mit den Vorgängern der Normung und der Terminologiearbeit zu
lösen. (vgl. Arntz, Picht, Mayer 2004, S. 136)

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das 19. Jahrhundert

2.1. Systematische Terminologiearbeit

2.2. William Whewell

2.3. Jöns Jakob Berzelius

2.4. Die Brüder Grimm

3. Das 20. Jahrhundert

3.1. Die Prager Schule und Ferdinand de Saussure (1857-1913)

3.2. Normung

3.3. Ansätze zur Sprach- und Terminologieplanung

3.4. Eugen Wüster (1898-1977)

3.5. Dmitrij Semënovič Lotte (1898-1950)

3.6. Alfred Schlomann (1878-1952)

4. Terminologische Ansätze

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Terminologiearbeit vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart, wobei der Fokus auf der Entstehung systematischer Ansätze, der Bedeutung der Normung und einflussreichen Theoretikern liegt.

  • Grundlagen der systematischen Terminologiearbeit seit dem 19. Jahrhundert
  • Die Rolle der Normung im technischen und industriellen Kontext
  • Wichtige Akteure und Denkschulen wie Eugen Wüster und die Prager Schule
  • Internationale Entwicklung der Fachsprachen-Standardisierung
  • Verschiedene nationale Ansätze der Terminologiearbeit (z.B. sowjetisch, nordisch, kanadisch)

Auszug aus dem Buch

3.2. Normung

Im 20. Jahrhundert stieg der Bedarf an Normung stark an. Der Wunsch nach festgelegten sprachlichen Ausdrucksmitteln für bestimmte Fachgebiete wurde immer größer, denn dies würde einer Vielzahl von Missverständnissen vorbeugen.

In DIN 820 Blatt 1 (1994) wird "Normung" wie folgt definiert: „Normung ist die planmäßige, durch die interessierten Kreise gemeinschaftlich durchgeführte Vereinheitlichung von materiellen und immateriellen Gegenständen zum Nutzen der Allgemeinheit. Sie darf nicht zu einem wirtschaftlichen Sondervorteil einzelner führen. Sie fördert die Rationalisierung und Qualitätssicherung in Wirtschaft, Technik, Wissenschaft und Verwaltung. Sie dient der Sicherheit von Menschen und Sachen sowie der Qualitätsverbesserung in allen Lebensbereichen. Sie dient außerdem einer sinnvollen Ordnung und der Information auf dem jeweiligen Normungsgebiet.“

Bei der Normung kann zwischen der Sachnormung, die Gegebenheiten oder Eigenschaften eines Verfahrens, einer Sache oder eines Zustandes festlegt, und der terminologischen Normung, die Benennungen und die dazugehörigen Definitionen (oder Erklärungen) festlegt. (vgl Arntz, Picht, Mayer 2004, S. 138) Auf die Sachnormung soll an dieser Stelle allerdings nicht weiter eingegangen werden, da die terminologische Normung für diese Arbeit von größerer Bedeutung ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung definiert den Begriff der Terminologie und skizziert die historische Entwicklung des Fachbereichs vom Altertum bis in die Gegenwart.

2. Das 19. Jahrhundert: Das Kapitel behandelt die Entstehung der systematischen Terminologiearbeit infolge der technologischen Revolution und stellt Pioniere wie Whewell, Berzelius und die Brüder Grimm vor.

3. Das 20. Jahrhundert: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Internationalisierung von Wissenschaft und Handel sowie den Einfluss bedeutender Theoretiker wie Saussure, Wüster und Lotte auf die moderne Fachsprachenforschung.

4. Terminologische Ansätze: Hier werden fünf zentrale Ansätze (Prager, Sowjetische, Wiener, Nordische und Kanadische Schule) und deren unterschiedliche Zielsetzungen im Bereich der Sprachplanung gegenübergestellt.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die Entwicklung der Terminologielehre von einer technikbasierten Notwendigkeit hin zu einer wissenschaftlich fundierten Disziplin.

Schlüsselwörter

Terminologie, Terminologiearbeit, Normung, Fachsprache, Systematik, Eugen Wüster, Sprachplanung, Begriffssystem, Sachnormung, Terminologielehre, Internationalisierung, Standardisierung, Fachkommunikation, Terminologiedatenbanken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen historischen Überblick über die Entwicklung der Terminologiearbeit und wie diese von einer notwendigen Standardisierung in der Technik des 19. Jahrhunderts zu einer eigenständigen wissenschaftlichen Disziplin heranreifte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die systematische Erfassung von Begriffen, die Notwendigkeit der Normung zur Vermeidung von Missverständnissen und die Bedeutung verschiedener nationaler sowie theoretischer Ansätze für die internationale Fachkommunikation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Zeitraum vom 19. Jahrhundert bis heute zu analysieren, um aufzuzeigen, wie sich die Terminologiearbeit als Werkzeug zur Sicherung ungestörter Wissens- und Fachkommunikation entwickelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive historische Analyse, die auf Literaturrecherche, der Auswertung von Begriffsdefinitionen (DIN-Normen) und der Gegenüberstellung verschiedener terminologischer Schulen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die technologische Prägung im 19. Jahrhundert, die theoretischen Meilensteine des 20. Jahrhunderts durch Persönlichkeiten wie Wüster und Lotte sowie einen Vergleich fünf verschiedener terminologischer Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Terminologie, Normung, Fachsprache, Begriffssystematik und Sprachplanung charakterisiert.

Welche Rolle spielt die IEC in diesem Kontext?

Die IEC (International Electrotechnical Commission) wird als historischer Vorreiter genannt, der nach seiner Gründung 1906 maßgeblich zur Bereinigung und Vereinheitlichung elektrotechnischer Fachbegriffe beigetragen hat.

Warum unterscheidet Eugen Wüster zwischen Fachsprache und Gemeinsprache?

Wüster wollte betonen, dass sich seine wissenschaftlich fundierte Terminologielehre nur auf die Fachsprache bezieht, da eine Normung der Gemeinsprache weder sinnvoll noch umsetzbar wäre.

Was unterscheidet die sowjetische Schule von anderen Ansätzen?

Ein besonderes Merkmal ist die aktive Einbeziehung von Linguisten in die terminologische Grundsatzforschung sowie die enge Verknüpfung mit staatlicher Sprachplanung unter dem Aspekt der industrialisierten Planwirtschaft.

Warum ist der kanadische Ansatz für die Terminologiearbeit relevant?

Der kanadische Ansatz ist stark durch die Zweisprachigkeit des Landes geprägt, wodurch die Neologie eine zentrale Rolle spielt, um das Französische als voll funktionsfähige Sprache für alle Bereiche der modernen Gesellschaft zu sichern.

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Résumé des informations

Titre
Geschichte der Terminologiearbeit vom 19. Jahrhundert bis heute
Université
University of Applied Sciences Magdeburg
Cours
Terminologie Spanisch
Note
2,0
Auteur
Sabine Veenker (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
13
N° de catalogue
V115971
ISBN (ebook)
9783640178599
ISBN (Livre)
9783640647965
Langue
allemand
mots-clé
Geschichte Terminologiearbeit Terminologie Spanisch
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sabine Veenker (Auteur), 2008, Geschichte der Terminologiearbeit vom 19. Jahrhundert bis heute, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115971
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Extrait de  13  pages
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