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Diskriminierung in der öffentlichen Sphäre. Ist das Verbot der Homo-Ehe moralisch verwerflich?

Titre: Diskriminierung in der öffentlichen Sphäre. Ist das Verbot der Homo-Ehe moralisch verwerflich?

Dossier / Travail , 2021 , 17 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Mia Voß (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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Diese Hausarbeit geht der Frage nach, ob das Verbot der Homo-Ehe moralisch verwerflich ist oder besser gesagt, warum genau das Verbot der Homo-Ehe moralisch verwerflich ist und woraus diese moralische Verwerflichkeit resultiert.

Noch immer ist in vielen Ländern die Eheschließung zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren verboten, in einigen ist sogar die Todesstrafe für Homosexualität vorgesehen. Beim Verbot der Ehe zwischen homosexuellen Menschen handelt es sich um eine Art der Diskriminierung. Doch diese Feststellung allein klärt noch lange nicht die moralische Verwerflichkeit des Verbots. Um die Quelle der moralischen Verwerflichkeit des Verbots aufzudecken, geht die Hausarbeit folgendermaßen vor:
Zu Anfang wird der Diskriminierungsbegriff definiert und unterschieden, wie auch Michael Oliva Córdoba, zwischen der deskriptiven und der normativen Verwendung des Begriffs. Anschließend wird eine Trennung zwischen der Diskriminierung in der privaten und in der öffentlichen Sphäre vorgenommen, denn die Beurteilung der moralischen Verwerflichkeit erfolgt in beiden Sphären auf jeweils unterschiedliche Art und Weise.

Die Argumentation basiert hier auf Córdobas Überlegungen, dass Diskriminierung zwar nicht an sich, jedoch notwendigerweise verwerflich ist, wenn sie von den Treuhändern staatlicher Gewalt verübt wird. Die moralische Verwerflichkeit leitet sich beim Verbot der Homo-Ehe daraus ab, dass es sich um staatliche Diskriminierung und damit um Machtmissbrauch handelt. Hier spielt besonders die politische Perspektive eine Rolle. Beim Verbot der Homo-Ehe findet die Diskriminierung innerhalb der öffentlichen Sphäre statt, da es sich hier um Diskriminierung durch den Staat handelt. Deshalb wird der Fokus hier besonders auf die Diskriminierung in der öffentlichen Sphäre liegen. In den darauffolgenden Kapiteln wird die Diskriminierung durch den Staat direkt thematisiert und setzt sie in Verbindung mit dem Verbot der Homo-Ehe.

In erster Linie wird hier, als Grund für die Verwerflichkeit, der Machtmissbrauch durch den Staat aufgeführt. Um einen differenzierten Blickwinkel zu erlangen, wird auch der Frage nachgegangen, wie versucht wird, von Seiten des Staates ein Verbot der Homo-Ehe zu legitimieren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff der Diskriminierung

3. Diskriminierung in der „öffentlichen Sphäre“

4. Staatliche Diskriminierung

4.1. Machtmissbrauch

4.2 Soziologische Betrachtung des Verbots

5. Libertarismus und ‚small government‘

6. Fazit: Ist das Verbot der Homo-Ehe moralisch verwerflich?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die moralische Verwerflichkeit des Verbots der gleichgeschlechtlichen Ehe (Homo-Ehe), indem sie staatliche Diskriminierung als einen Akt des Machtmissbrauchs analysiert und Lösungsansätze durch libertäre Konzepte diskutiert.

  • Unterscheidung zwischen deskriptiver und normativer Diskriminierung
  • Differenzierung zwischen der privaten und der öffentlichen Sphäre nach Córdoba
  • Analyse staatlichen Handelns als Machtmissbrauch und Verletzung der Treuepflicht
  • Einfluss soziologischer Normalisierungsprozesse und Heteronormativität
  • Diskussion des Libertarismus und ‚small government‘ als Schutz vor staatlichem Übergriff

Auszug aus dem Buch

3. Diskriminierung in der „öffentlichen Sphäre“

Córdoba unterscheidet zwei unterschiedliche Sphären von Diskriminierung: Die private Sphäre und die öffentliche Sphäre, in welchen Diskriminierung, in Bezug auf die moralische Verwerflichkeit, jeweils unterschiedlich bewertet wird (vgl. Córdoba 2020, 194). Im Rahmen dieser Hausarbeit konzentriere ich mich auf die Diskriminierung in der öffentlichen Sphäre. Ich lege also meinen Fokus auf die „Diskriminierung unter Ungleichen“ (Córdoba 2020, 217), da es sich beim Verbot der Homo-Ehe um ein Beispiel für staatliche Diskriminierung handelt und die Diskriminierung hier in der öffentlichen Sphäre stattfindet. Doch wie kommen diese beiden Sphären zustande und wieso erfolgt die Beurteilung moralischer Zulässigkeit hier auf unterschiedliche Art und Weise?

Zur Begründung der beiden Sphären orientiert Córdoba sich an der Theorie des „Staatstheoretiker[s]“ (Córdoba 2020, 193) und Philosophen, Thomas Hobbes, welcher „in seinem Hauptwerk Leviathan“ (ebd.) eine „binäre Auffassung von Macht“ (ebd.) vertritt. Hobbes‘ Theorie, so Córdoba, zeigt den Gegensatz zwischen der „Allmacht des Staates“ (ebd.) und der „Ohnmacht seiner Bürger“ (ebd.) auf. Er schreibt, dass Hobbes die Machtverhältnisse vergröbert, im Sinne der Hervorhebung des „qualitativen Umschlag[s]“ (Córdoba 2020, 194), den das Verlassen des „Naturzustand[s]“ (ebd.) mit sich brachte und zur „Geburt des Gemeinwesens“ (ebd.) führte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung ein, definiert das Ziel der Arbeit und erläutert die methodische Vorgehensweise zur Untersuchung der moralischen Verwerflichkeit des Homo-Ehe-Verbots.

2. Der Begriff der Diskriminierung: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Definitionen von Diskriminierung, wobei zwischen deskriptiven und normativen Begriffsverwendungen unterschieden wird.

3. Diskriminierung in der „öffentlichen Sphäre“: Hier wird die Trennung zwischen privater und öffentlicher Sphäre anhand der politischen Philosophie von Thomas Hobbes analysiert.

4. Staatliche Diskriminierung: Dieses Kapitel behandelt den staatlichen Machtmissbrauch und die soziologischen Hintergründe, die zur Normalisierung von Diskriminierung führen.

4.1. Machtmissbrauch: Es wird dargelegt, warum staatliche Diskriminierung eine notwendigerweise moralisch verwerfliche Verletzung des staatlichen Mandats darstellt.

4.2 Soziologische Betrachtung des Verbots: Dieses Kapitel beleuchtet, wie heteronormative Strukturen durch gesellschaftliche Automatismen zur Diskriminierung von Homosexuellen beitragen.

5. Libertarismus und ‚small government‘: Das Kapitel diskutiert das Konzept des Minimalstaates als Mittel, um Machtmissbrauch durch die Regierung zu begrenzen.

6. Fazit: Ist das Verbot der Homo-Ehe moralisch verwerflich?: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass das Verbot aufgrund der Verletzung des staatlichen Treueeides moralisch verwerflich ist.

Schlüsselwörter

Diskriminierung, Homo-Ehe, staatlicher Machtmissbrauch, öffentliche Sphäre, Treuepflicht, Libertarismus, small government, Heteronormativität, Normalisierung, Hobbes, politische Philosophie, gesellschaftliche Strukturen, staatliche Diskriminierung, individuelle Freiheit, Mandatsverletzung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die moralische Zulässigkeit des Verbots der Homo-Ehe aus einer politisch-philosophischen Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das Phänomen der Diskriminierung, die Rolle staatlicher Machtausübung und die libertäre Forderung nach einer Begrenzung staatlichen Eingreifens.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob das Verbot der Homo-Ehe moralisch verwerflich ist und woraus sich diese Verwerflichkeit herleiten lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine analytische Auseinandersetzung mit philosophischen Theorien (u.a. Córdoba, Hobbes, Locke) und verknüpft diese mit soziologischen Ansätzen zur Normalisierung (Fuchs).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die theoretische Unterscheidung zwischen privater und öffentlicher Sphäre, die Analyse staatlichen Machtmissbrauchs sowie die Diskussion des Libertarismus als Lösungsansatz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch die Begriffe Diskriminierung, Machtmissbrauch, Treuepflicht des Staates und Heteronormativität gekennzeichnet.

Warum unterscheidet die Autorin zwischen privater und öffentlicher Sphäre?

Die Unterscheidung ist zentral, da die Bewertung der moralischen Verwerflichkeit davon abhängt, ob Akteure privat handeln oder als Repräsentanten staatlicher Gewalt an ein Mandat gebunden sind.

Inwiefern beeinflussen soziologische Automatismen die staatliche Politik?

Soziologische Automatismen erzeugen den Schein einer natürlichen Ordnung, was Treuhänder staatlicher Gewalt dazu verleiten kann, persönliche Wertvorstellungen als politische Norm durchzusetzen.

Warum wird das Konzept des 'small government' als Lösung vorgeschlagen?

Ein Minimalstaat lässt weniger Raum für willkürliche Eingriffe in das Leben der Bürger, was das Risiko für staatlich legitimierte Diskriminierung und Machtmissbrauch signifikant senkt.

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Résumé des informations

Titre
Diskriminierung in der öffentlichen Sphäre. Ist das Verbot der Homo-Ehe moralisch verwerflich?
Université
University of Hamburg  (Fakultät für Geisteswissenschaften)
Cours
Diskriminierung und Ungleichheit
Note
1,3
Auteur
Mia Voß (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
17
N° de catalogue
V1161598
ISBN (PDF)
9783346571687
ISBN (Livre)
9783346571694
Langue
allemand
mots-clé
Staatliche Diskriminierung Diskriminierung Verwerflichkeit Homo-Ehe Machtmissbrauch private Sphäre öffentliche Sphäre Minimalstaat Libertarismus Staat Bürger staatliche Gewalt Verbot
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Mia Voß (Auteur), 2021, Diskriminierung in der öffentlichen Sphäre. Ist das Verbot der Homo-Ehe moralisch verwerflich?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1161598
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Extrait de  17  pages
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