In der folgenden Hausarbeit wird die Eignung des Carbon Accounting als Instrument des Umweltcontrollings überprüft.
Hierfür werden zunächst die Ziele des Umweltcontrollings und dann das Carbon Accounting definiert und näher erläutert. Im vierten Kapitel wird ein Vorschlag eines Instruments zur Erfassung von Daten des Carbon Accounting der Firma CTCon GmbH vorgestellt. Im fünften Kapitel wird anhand eines Praxisbeispiels die Initiative GO Green der Firma DHL vorgestellt, in welchem DHL ein Carbon Accounting einführt. Im letzten Kapitel wird überprüft, ob mit dem Carbon Accounting die Ziele des Umweltcontrollings erreicht werden können und welche Schwachstellen es gibt.
Inhaltsverzeichnis
1 Relevanz des Themas
2 Wie und warum soll Carbon Accounting betrieben werden?
2.1 Definitionen „Ziele des Umweltcontrollings“ und des Carbon Accounting
2.2 Was wird im Carbon Accounting erfasst?
3 Betroffenheit der Unternehmen
4 Möglicher Ansätze zur Ausgestaltung eines Carbon Accounting
5 Praxisbeispiel DHL GO GREEN
5.1 Vorstellung der Initiative
5.2 Einführung des Carbon Accounting bei DHL
6 Fazit
7 Quellen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz und Eignung des Carbon Accounting als zentrales Instrument des betrieblichen Umweltcontrollings, um ökologische Transparenz und ökonomische Steuerung zu verbinden.
- Regulatorische Anforderungen und klimapolitische Rahmenbedingungen
- Methodische Grundlagen der Emissionserfassung und Klassifizierung (Scope 1, 2, 3)
- Analyse der unternehmerischen Betroffenheit in Abhängigkeit von Marktpotenzial und Leistungserstellung
- Praktische Implementierung von Carbon Accounting am Beispiel der DHL-Initiative GO GREEN
Auszug aus dem Buch
Betroffenheit der Unternehmen
Es gibt zwei Beweggründe, aus denen man das Carbon Accounting betreiben sollte.
Der erste Grund ist die Vorgabe des Staates und somit die Verpflichtung der Unternehmen zur Berichtserstellung, aber auch die mit den EU ETS verbunden Kosten. Durch die Vorgaben des Staates haben die Investoren starkes Interesse an der Veröffentlichung der Umweltzahlen, da diese Regularien das Unternehmen an einem möglichen Wachstum hindern könnten.
Der zweite Grund ist das Marktpotenzial, welches mit der Außenwirkung des Unternehmens zusammenhängt. Durch das wachsende Interesse der Öffentlichkeit zum Thema Umwelt, besteht ein großes Interesse an umweltfreundlich Produkten bzw. Produkten die den Emissionsausstoß von Unternehmen senken.
Um die Betroffenheit besser darzustellen kann man wie in Abbildung 2 Unternehmen in 4 verschiedene Gruppen einteilen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Relevanz des Themas: Das Kapitel beleuchtet die steigende Bedeutung von Umweltcontrolling durch regulatorischen Druck der EU und wachsende Erwartungen verschiedener Stakeholder.
2 Wie und warum soll Carbon Accounting betrieben werden?: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Umweltcontrollings sowie die Definition und Kategorisierung des Carbon Accounting in Scopes erläutert.
3 Betroffenheit der Unternehmen: Dieses Kapitel klassifiziert Unternehmen basierend auf ihrem Emissionsausstoß und Marktpotenzial, um die Notwendigkeit von Klimabilanzierungen zu begründen.
4 Möglicher Ansätze zur Ausgestaltung eines Carbon Accounting: Es wird die Methodik zur Bestimmung des Erfassungsumfangs mittels Dimensionen-Modellen vorgestellt, um die Komplexität der Datenerhebung abzubilden.
5 Praxisbeispiel DHL GO GREEN: Dieses Kapitel analysiert anhand der DHL-Initiative die konkrete Einführung eines Reporting-Systems und die Integration in bestehende Unternehmensstrukturen.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Carbon Accounting ein notwendiges, aber durch fehlende Standardisierung noch herausforderndes Instrument für eine nachhaltige Unternehmenssteuerung ist.
7 Quellen: Auflistung der verwendeten Literatur und Webressourcen zur Untermauerung der Untersuchung.
Schlüsselwörter
Carbon Accounting, Umweltcontrolling, Emissionserfassung, Kyoto-Protokoll, Treibhausgase, Scope-Modell, EU-Emissionshandel, Marktpotenzial, Nachhaltigkeitsstrategie, DHL GO GREEN, Klimabilanzierung, Emissionszertifikate, Unternehmenssteuerung, ökologische Kennzahlen, Ressourcenmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, inwieweit das Carbon Accounting als Instrument des Umweltcontrollings geeignet ist, um Emissionen zu erfassen und die ökologische sowie ökonomische Steuerung in Unternehmen zu verbessern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind regulatorische Anforderungen (EU ETS), die methodische Erfassung von CO2-Emissionen (Scopes), die strategische Klassifizierung von Unternehmen hinsichtlich ihrer Betroffenheit sowie eine praxisorientierte Fallstudie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu analysieren, wie Carbon Accounting genutzt werden kann, um Umweltziele des Unternehmens operativ zu planen, zu steuern und zu kontrollieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse theoretischer Konzepte in Kombination mit einer Fallstudienanalyse der DHL-Initiative GO GREEN zur Illustration der praktischen Anwendung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Definition der Scopes, die Matrix zur Betroffenheit von Unternehmen, Ansätze zur Datenausgestaltung sowie eine detaillierte Darstellung des Reporting-Systems bei DHL.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Carbon Accounting, Umweltcontrolling, Treibhausgas-Emissionen, CO2-Bilanzierung, EU-Emissionshandel und Nachhaltigkeitsmanagement.
Wie klassifiziert die Arbeit die Betroffenheit von Unternehmen?
Unternehmen werden in vier Gruppen eingeteilt, abhängig von ihrem direkten Emissionsausstoß und ihrem Marktpotenzial für emissionsarme Produkte.
Was ist das zentrale Fazit zur Anwendung von Carbon Accounting?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Instrument zwar zwingend notwendig für die Steuerung ist, jedoch aufgrund mangelnder Standardisierung bei den Messmethoden die Gefahr von "Schönrechnereien" besteht.
- Arbeit zitieren
- Fabian Kurzewitz (Autor:in), 2020, Ist das Carbon Accounting ein geeignetes Instrument des Umweltcontrollings?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1162490