Unterrichtsstunde: Pakistani or British? A film study of „East is East“

„Silent Viewing of a deleted scene“ – SUS entwickeln eine Tonspur zum Bild


Unterrichtsentwurf, 2007
8 Seiten

Leseprobe

1. Ziele der Unterrichtsstunde

Kernziel der Stunde

Die SUS erweitern ihre Kommunikationsfähigkeit, indem sie aus der visuellen Wahrnehmung einer Filmszene (Pub-Szene) auf deren Inhalt schließen, eine Tonspur für die Szene entwickeln und das Ergebnis mit der Realität vergleichen.

Sprachliches Lernen

Die SUS erweitern ihre Kommunikationsfähigkeit, indem sie einen vorstrukturierten Dialog anhand einer tonlosen Videovorlage verfassen.

Methodisches Lernen

Die SUS erweitern ihre Methodenkompetenz, indem sie mit „silent viewing“ eine Szene bearbeiten und die Methode auf ihre Vorteile hin reflektieren.

2. Bemerkungen zur Lerngruppe und zur Reihe

Die vorliegende Stunde steht im Kontext Film-Analyse. Entsprechend den Vorgaben des Zentralabiturs steht für die SUS 2009 „East is East“ im Mittelpunkt. Die 24 SUS befassen sich seit knapp zwei Wochen mit diesem Film. In den letzten Stunden wurde besonderer Wert auf die Analyse von filmischen Mitteln und dem „close viewing“ gelegt. In der heutigen Doppelstunde werden die SUS mit zwei neuen Methoden der Analyse einer Szene konfrontiert. Bei beiden Varianten steht die Fokussierung auf Ton bzw. Bild ohne den jeweils anderen Sinneskanal im Vordergrund. Zur Bearbeitung ziehe ich vom Regisseur gelöschte Szenen heran (Kanal-Szene und Pub-Szene), da die SUS den Film bereits im Ganzen gesehen haben und eine Analyse bereits gezeigter Szenen mit diesen Methoden nur schwer umsetzbar ist. Außerdem erhoffe ich mir durch die Präsentation von neuen Szenen eine Motivationssteigerung. In den folgenden Stunden werden dann wieder bekannte Szenen aus dem Film mit Hilfe eines viewing- log aufgearbeitet und mit unterschiedlichen Schwerpunkten analysiert. In diesem, dem zweiten Teil der Reihe, steht auch eher der Inhalt als die Form im Vordergrund. Daher fungiert die heutige Doppelstunde in einer Kombination aus Inhalt und Form als Übergang. Im ersten Teil ist diese durch Erstellung eines Story-Board stark formal orientiert, im zweiten Teil (UB) eher inhaltsorientiert aufgebaut.

Die SUS erarbeiten einen Dialog in Gruppen. Diese Gruppenorganisation ist mir bei dieser Lerngruppe besonders wichtig, da sich am Plenumsgespräch in der Regel nur 5-6 SUS beteiligen. Die SUS kennen die Gruppenarbeit erst seit zwei Unterrichtsstunden und befinden sich noch am Anfang der Spezialisierung auf verschiedene Gruppenaufgaben. Bislang habe ich nur einen „language manager“ eingeführt, da es mein erstes Ziel ist, die SUS zum Sprechen zu ermuntern. In den folgenden Stunden der Reihe werden diese Gruppenaufgaben schrittweise ausgebaut.

Eine zweite Methode, die ich in der vorliegenden Stunde verwenden möchte, ist „Think, Pair, Share“ in verschiedenen Ausführungen. Auch hier ist es das Ziel, mehr SUS zur Kommunikation zu bewegen. In den bisherigen Stunden hat sich dieses Verfahren bewährt.

3. Didaktisch-Methodischer Kommentar

Der Lehrplan Englisch fordert von den SUS in der Oberstufe im Sinne der „media literacy“ die Auseinandersetzung mit Filmen unter verschiedenen Perspektiven. Wichtig ist, so der Lehrplan, dass die SUS lernen, mehrfach kodierte Materialien zu entschlüsseln, indem sie „die Kodierungskanäle zunächst separat beobachten und dann im Zusammenhang analysieren“ und reflektieren.[1]

Die heutige Stunde setzt zwischen Entschlüsselung und Reflektion einen produktionsorientierten und kreativen Schwerpunkt, indem die SUS einen Dialog entwerfen. Auch dies wird vom Lehrplan eingefordert: „[Die SUS sollen] zum Bild eine eigene Tonspur entwerfen und das eigene Produkt mit der vollständigen Vorlage vergleichen.“[2]

Aufgrund der angesprochenen Kommunikationsproblematik meines Kurses sehe ich den Kern der Stunde auf zwei Ebenen. Zum einen sollen die SUS durch die produktionsorientierte und motivierende Aufgabe in der Kleingruppe zum selbständigen Arbeiten und vor allem zum Sprechen in der Fremdsprache ermutigt werden. Zweitens ist es mir wichtig, dass den SUS klar wird, dass die Fokussierung auf einen Sinneskanal bei dem Verständnis einer Szene helfen kann.

Es ist auch interessant nach Vergleich von Original und Produkt den SUS die Frage zu stellen, warum gerade diese Szene aus dem Film entfernt wurde. Hier wäre wünschenswert, dass die SUS zu dem Schluss kommen, dass das Problem der Fremdenfeindlichkeit bereits ausführlich thematisiert wird und daher die Szene redundant wird. Dies stellt aber nur eine optionale Variante dar, da ich den Schwerpunkt der Stunde in der Produkterstellung sehe.

[...]


[1] MSWF NRW [Hrsg.]. “Richtlinien und Lehrpläne für die Sekundarstufe II in NRW – Gymnasium/Gesamtschule – Englisch”, Ritterbach-Verlag, 1999. S.37

[2] ebd. S.38

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsstunde: Pakistani or British? A film study of „East is East“
Untertitel
„Silent Viewing of a deleted scene“ – SUS entwickeln eine Tonspur zum Bild
Autor
Jahr
2007
Seiten
8
Katalognummer
V116250
ISBN (eBook)
9783640185993
ISBN (Buch)
9783656872917
Dateigröße
754 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichtsstunde, Pakistani, British, East“
Arbeit zitieren
Sebastian Goetzke (Autor), 2007, Unterrichtsstunde: Pakistani or British? A film study of „East is East“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116250

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