Innovationsmanagement. Betrachtung von verschiedenen Aspekten


Projektarbeit, 2021

25 Seiten, Note: 1


Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Inhaltsverzeichnis

2 Abkürzungsverzeichnis

3 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Umsetzung der Aufgaben
2.1 Bekannte Innovationsarten und Formen inkl. Praxisbeispielen
2.1.1 Produktinnovationen
2.1.2 Prozessinnovationen
2.1.3 Marktinnovationen
2.1.4 Strukturinnovationen
2.1.5 Kulturinnovationen
2.1.6 Sozialinnovationen
2.1.7 Umweltinnovationen
2.1.8 Marketinginnovationen und Innovationsmarketing
2.1.9 Intensität, inkrementelle und radikale Innovation
2.1.10 Pull- und Push-Innovationen
2.2 Kundenintegration im Innovationsprozess (Open Innovation) und Abgrenzung von geschlossenen Innovationsprozessen (Closed Innovation)
2.3 Innovationsprozess in der Konsumgüterindustrie am Beispiel von Procter & Gamble
2.3.1 Kundenintegration im Innovationsprozess – Prozessdarstellung und Praxistest der P&G-Online-Plattform connect + develop

3 Literaturverzeichnis

2 Abkürzungsverzeichnis

AG. Aktiengesellschaft

App Applikation (mobile)

B2B... Business-to-Business

B2C. Business-to-Consumer

CEO... Chief Executive Officer

CO2. Kohlenstoffdioxid

DBA. Doctor of Business Administration

F&E Forschung & Entwicklung

FinTech... Finanz-Technologie

GbR.. Gesellschaft nach bürgerlichem Recht

GmbH.. Gesellschaft mit beschränkter Haftung

GPS... Global Positioning System

IKT.. Informations- und Kommunikationstechnologie

inkl... inklusive

MVP. Minimal Viable Product

NGOs Non-governmental Organisations

P&G.. Procter & Gamble

S. Seite

USA United States of America

vgl. vergleiche

z. B. zum Beispiel

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abbildung 1: Arten von betrieblichen Innovationen, Quelle/Grafik: (Disselkamp, 2012, S. 21)

Abbildung 2: Bekannte Problemfelder der Kundenintegration, Quelle/Grafik: (Grass, 2008, S. 46)

Abbildung 3: Closed Innovation vs. open Innovation, Quelle/Grafik: ORGArena GmbH, www.innovations-wissen.de

Abbildung 4: Darstellung des Open Innovation Prozesses - MVP, Quelle/Grafik: Digital Impact Labs Leipzig, https://digitalimpactlabs.de/blog/kundenintegration-innovationsprozess

Abbildung 5: Screenshot der Startseite der Corporate Website von P&G vom 18.1.2021, Quelle: de.pg.com/innovation

Abbildung 6: Open Innovation in der Praxis, Zielgruppen der connect + develop-Plattform von P&G Quelle: P&G, consumervaluecreation.com/2016/03/11/procter-gamble-from-rd-to-connectdevelop-platform/

Abbildung 7: Erläuterungen von Teilnahme am connect + develop-Programm vom P&G Quelle: pgconnectdevelop.com Grafik: Eigener Screenshot vom 18.1.2021

Abbildung 8: Testeinreichung eines Projektvorschlages des Verfassers bei connect + develop von P&G Quelle: Eigener Screenshot

Abbildung 9: Abschluss-Screen nach erfolgreicher Einreichung eines Projektvorschlages bei connect + develop von P&G Quelle: Eigener Screenshot vom 18.1.2021

1 Einleitung

Hierbei handelt es sich um eine DBA-Projektarbeit (Modul 6, Innovationsmanagement), in der drei Aufgaben inklusive Sub-Fragestellungen zu beantworten waren.

2 Umsetzung der Aufgaben

2.1 Bekannte Innovationsarten und Formen inkl. Praxisbeispielen

Beim Beschreiben der Arten von Innovationen ist es wesentlich, darauf hinzuweisen, dass Innovationen nicht nur neue oder verbesserte Produkte betreffen. Innovationen können vielmehr in allen Wirtschafts- und Gesellschaftsbereichen entwickelt und umgesetzt werden. Sie definieren ebenso die Weiterentwicklung von Dienstleistungen, Strukturen, Märkten und die kulturelle und politische Weiterentwicklung von Organisationen, Regionen und Staaten. Bei betrieblichen Innovationen unterscheidet Disselkamp (2012, S. 21) zwischen und beschreibt (vgl. Abbildung 1), dass diese Innovationsarten innerhalb eines Unternehmens in direktem Zusammenhang stehen.

- Produktinnovation
- Prozessinnovation
- Marktinnovation
- Strukturinnovation
- Kulturinnovation

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Arten von betrieblichen Innovationen, Quelle/Grafik: (Disselkamp, 2012, S. 21)

Graham Horton (2017), Professor an der Fakultät für Informatik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Experte für Innovationsmanagement (Zephram GbR, 2018), ergänzt diese fünf betrieblichen Innovationsbereiche um den Bereich der Geschäftsmodellinnovation und argumentiert, diese "[...] geht über bloße Produkt- und Prozessinnovationen hinaus und ermöglicht Neuerungen an der gesamten Wertschöpfungsarchitektur. Dies schließt das Preismodell, die Art der Kundenbeziehungen, die Verteilung der Wertschöpfung in einem Partnernetzwerk und Vieles [sic] mehr. Viele Unternehmen versprechen sich signifikante Wettbewerbsvorteile durch die Geschäftsmodellinnovation." (Horton, 2017)

Zusätzlich zu den von Disselkamp (2012) und Horton (2017) beschriebenen unternehmerischen Innovationsarten, kann im wirtschaftlichen Bereich weiters Marketinginnovation bzw. Innovationsmarketing als relevantes Segment und wesentlicher betrieblicher Erfolgs- und Innovationstreiber beschrieben werden. Außerhalb des engeren betrieblichen Bereiches sind Sozialinnovation und Umweltinnovation jene Innovationsbereiche, die in den letzten Jahren besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren haben, zum Beispiel im Zusammenhang mit Migrationsbewegungen und der Entwicklung des Weltklimas. Diese beiden nicht-betrieblichen Innovationsarten werden in der weiteren Projektarbeit ebenfalls beschrieben. Alle erwähnten Innovationsarten und Formen werden entsprechend der Aufgabenstellung der Projektarbeit nun erläutert und mit Praxisbeispielen aus der Literatur oder dem beruflichen Umfeld des Verfassers versehen.

2.1.1 Produktinnovationen

Produktinnovationen beschreiben neuartige oder verbesserte Produkte, Dienstleistungen oder Konzepte, die neuartigen oder wesentlich erweiterten Kundennutzen mit sich bringen. Produktinnovationen können sowohl in bereits bestehenden Märkten eingeführt werden als auch in neuen Märkten. Man spricht allerdings nur dann von Produktinnovationen, wenn es sich eindeutig um neue Produkte oder Dienstleistungen handelt. (vgl. Disselkamp, 2012, S. 22-24)

Beispiele für solche Produktinnovationen (zum Zeitpunkt der jeweiligen Markteinführung) sind die Ausstattung von Mobiltelefonen mit hochwertigen Kameras oder Armbanduhren mit integrierten GPS- und Gesundheitsfunktionen (z. B. Landkarten, Pulsmesser, Blutsauerstoffsättigung). Beide genannten Produktinnovationen haben nach ihrer Markteinführung rasch zu disruptiven Veränderungen am Markt geführt. Handy-Kameras haben mittlerweile die Produkte und Hersteller traditioneller Fotoapparate im Consumer-Bereich weitgehend verdrängt (vgl. Photoscala, 2019). Sogenannte Smart-Watches, die zumeist von etablierten IKT-Unternehmen (z. B. Apple, Huawei, Samsung, Xiaomi) oder Sportausstattern (z. B. Garmin, Suunto, Polar, Fitbit, Coros) produziert und vertrieben werden, setzen den traditionellen Uhrenherstellern zu und verzeichnen enorme jährliche Wachstumsraten (2016-2017: +48 %). (vgl. Deloitte AG, 2017, S. 28)

2.1.2 Prozessinnovationen

Prozessinnovationen sind Veränderungen oder Neuerungen in wiederkehrenden Abläufen in Betrieben oder Organisationen. Sie verfolgen das Ziel, Leistungen effizienter und effektiver erbringen zu können. Die Beseitigung von Schwächen bestehender Ablaufprozesse fällt ebenso in den Bereich der Prozessinnovationen wie die Erhöhung der Sicherheit, die Steigerung der Qualität, der Haltbarkeit, der Kundenzufriedenheit, oder die Umsetzung besonders ressourcenschonender Beschaffungs- und Produktionsprozesse. (vgl. Disselkamp, 2012, S. 24-25)

Beispiele für Prozessinnovationen sind die genaue zeitliche und produktspezifische Abstimmung der Zulieferketten in der Automobilindustrie, um Lagerhaltungskosten zu reduzieren und dabei gleichzeitig die Produktvielfalt und Auswahlmöglichkeiten für die Konsumenten zu steigern, oder die von den staatlichen Regulierungsbehörden durchgesetzten, neuen und vereinfachten Online-Prozesse zum Wechsel von Strom- und Gasanbietern für Privathaushalte und Unternehmen (vgl. Energie-Control Austria, 2020). Die Strommarktliberalisierung und die damit verbundenen, innovativen Anbieterwechsel-Prozesse und -möglichkeiten haben ab 1996 innerhalb der Europäischen Union zu umfassenden Markt- und Strukturinnovationen im gesamten Bereich der Energieversorgung geführt. (vgl. Verein Österreichs E-Wirtschaft, 2017)

2.1.3 Marktinnovationen

Marktinnovationen sind jene Innovationen, die es ermöglichen, auf neuen oder erweiterten Märkten oder mit neuen Kundengruppen wirtschaftlich zu interagieren (vgl. Büttgen, 2009, S. 114). Diese Innovationen können sowohl auf Absatz- als auch auf Beschaffungsmärkten wirksam werden (Disselkamp, 2012, S. 27). Dies ist etwa bei international tätigen E-Commerce-Plattformen (z. B. Amazon.com, AliExpress.com, Klarx.com) sowohl im B2C als auch im B2B sichtbar. Auch im sogenannten FinTech-Sektor, wo traditionelle Banken als Finanzierungspartner von Unternehmen und Organisationen immer öfter durch Crowdfunding-Initiativen ersetzt werden, sind durch diese Marktinnovationen neue Absatz- und Beschaffungsmärkte entstanden. Diese werden häufig durch die Kombination von internationaler Vernetzung und Technologiesprüngen getrieben.

2.1.4 Strukturinnovationen

Strukturinnovationen bzw. Strukturelle Innovationen im betrieblichen Bereich sind zum Beispiel solche, die sich mit der Veränderung von Arbeitsplatz- und Arbeitszeitmodellen (z. B. 4-Tage-Woche, regelmäßiges Home-Office, Job-Sharing) befassen. Auch Franchising und Direktvertrieb brachten in vielen Branchen Strukturinnovationen mit sich (vgl. Disselkamp, 2012, S. 29). In der Medienbranche und im Journalismus allgemein hat die digitale Transformation prozessuale, aber auch wesentliche strukturelle Innovationen hervorgebracht, da sich sowohl Beschaffung (z. B. Citizen-Journalismus) als auch die Distribution von journalistischen Inhalten (z. B. Push-Services in der Mobilkommunikation) in den letzten Jahren massiv verändert haben. (vgl. Griebeler-Kollmann & Nomos Verlagsgesellschaft, 2019, S. 77)

2.1.5 Kulturinnovationen

Kulturinnovationen oder kulturelle Innovationen im betrieblichen Bereich sind Neuerungen und Verbesserungen, die im Wertesystem oder auf der Beziehungsebene zwischen Individuen stattfinden oder allgemein betriebsweit vereinbart werden. Sieglinde Walter (2004) nennt dies in ihrer Dissertation an der Universität Bremen im Zusammenhang mit innovativen Unternehmensnetzwerken auch "sozio-kulturellen Kontext" (Walter, 2004, S. 17). Beispiele für betriebliche Kulturinnovationen wären etwa Transparenz-Offensiven, die allen MitarbeiterInnen Zugang zu allen wesentlichen Unternehmenskennzahlen und -daten ermöglichen, wenn diese bislang nur den EigentümerInnen oder dem Management zugänglich waren. Auch die Abschaffung von speziellen Bekleidungsvorschriften, Titeln und Höflichkeitsfloskeln oder der Verzicht auf die Sie-Form bei der Ansprache von ArbeitskollegInnen und KundInnen, wie es etwa das schwedische Möbelhaus IKEA – als internationalen Export schwedischer Umgangsformen – seit den 1960er-Jahren weltweit praktiziert, können als kulturelle Innovationen in Betrieben bezeichnet werden. (vgl. Schupp, 2017)

2.1.6 Sozialinnovationen

Sozialinnovation oder soziale Innovationen beschreiben jene Neuerungen und Verbesserungen, die vor allem durch die Neugestaltung und Neuorganisation von sozialen, gesellschaftlichen und politischen Strukturen und Rahmenbedingungen entstehen und umgesetzt werden. Das Center for Social Innovation der Universität Stanford (USA) beschreibt soziale Innovation als jenen Prozess, der zur Entwicklung und zur Implementierung von effektiven Lösungen im Umgang mit den Herausforderungen und häufig systemisch verankerten Umwelt- und Sozialproblemen unserer Zeit einhergeht. Das Center for Social Innovation weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass solche Innovationen die aktive Zusammenarbeit unterschiedlicher Wähler- und Bevölkerungsgruppen und von Regierungsstellen, Wirtschaft und NGOs erfordern. (vgl. Stanford Graduate School of Business – Center for Social Innovation, 2020)

Das österreichische Zentrum für Soziale Innovation (zsi.at) wiederum, ein als GmbH unter der Leitung von Univ. Prof. Dr. Josef Hochgerner geführtes "[…] sozialwissenschaftliches Institut, das durch Forschung, Bildung, Koordination von Netzwerken und Beratung zur Entwicklung und Anwendung von Wissen über soziale Innovationen beiträgt", definiert soziale Innovation als "[…] neue soziale Praktiken zur Bewältigung sozialer Herausforderungen, die von den betroffenen gesellschaftlichen Gruppen angenommen und genutzt werden." und beschreibt alle anderen Arten von Innovationen, zum Beispiel in Technik und Wirtschaft, als ebenfalls sozial relevant. (vgl. Hochgerner, 2012, S. 8)

Ein Praxisbeispiel für soziale und politische Innovationen aus dem beruflichen Umfeld des Verfassers – er ist Co-Gründer des Instituts –, ist das 2016 in Wien gegründete und mittlerweile europaweit tätige Innovation in Politics Institute (innovationinpolitics.eu). Dieses ermöglichte mit seinen innovativen Projekten "European Capital of Democracy" und "The Innovation in Politics Awards" unter anderem, dass inzwischen über 5.000 PolitikerInnen aus ganz Europa, parteien- und länderübergreifend vernetzt, an politischen und sozialen Innovationen arbeiten und deren lokale und regionale Implementierung forcieren und ermöglichen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Innovationsmanagement. Betrachtung von verschiedenen Aspekten
Veranstaltung
Innovationsmanagement
Note
1
Autor
Jahr
2021
Seiten
25
Katalognummer
V1162872
ISBN (eBook)
9783346585899
ISBN (Buch)
9783346585905
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Innovation, Kundenintegration, Open Innovation, Closed innovation, Betriebliche Innovationen, Push-Innovationen, Pull-Innovationen, Gangoly
Arbeit zitieren
Jürgen Gangoly (Autor:in), 2021, Innovationsmanagement. Betrachtung von verschiedenen Aspekten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1162872

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