In dieser Arbeit geht es um die schulische Förderung während der Coronaeinschränkungen. Dabei handelt es sich um eine qualitative Studie anhand von Expert*inneninterviews zu den Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit mit Eltern von 6-12-jährigen Kindern in der sozialpädagogischen Tagesgruppe.
In der Tagesgruppe kam es vermehrt zu Problemen in der Kooperation zwischen Eltern und Erziehern. In der Coronazeit findet kein Präsenzunterricht statt, sodass das Homeschooling in der Tagesgruppe regelmäßig abgearbeitet wurde. Die Kinder, die in die Tagesgruppe kommen, bringen ihre Schulaufgaben mit, um mit den pädagogischen Fachkräften die Aufgaben zu bearbeiten. Das funktioniert in den meisten Fällen gut. Dennoch kommen vereinzelte Eltern auf die Erzieher zu und behaupten, dass sie bei den Schulaufgaben etwas falsch gemacht haben. Hier gilt es, die Eltern ernst zu nehmen und durch den Austausch soll ein positives Umsetzen der Zusammenarbeit realisiert werden.
Mein Ziel dieser Arbeit ist es, eine stetige Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Erziehern und Eltern auch bereits vor der Pandemie zu erzielen. Ein dauerhafter kontinuierlicher Austausch ist hierbei durch Telefongespräche oder persönliche Gespräche im Rahmen der Möglichkeiten sehr hilfreich.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitende Gedanken zur Hinführung des Themas
2. Schulische Förderung von 6 - 12jährigen Kindern während der Corona Einschränkungen in der sozialpädagogischen Tagesgruppe
2.1. Corona Einschränkungen
2.2. Corona Einschränkungen in der Tagesgruppe
2.3. Aktuelle Situation in der Zusammenarbeit mit den Eltern
2.4. Schulische Förderung in der Tagesgruppe
3. Ökologische Systeme nach Urie Bronfenbrenner
3.1. Allgemeine Beschreibung des Modells bezogen auf die Tagesgruppe
4. Forschungsdesign
4.1. Das Leitfadeninterview
4.2. Auswahl der Interviewpartner
4.3. Aufbau und Inhalte des Leitfadens
4.4. Vorbereitung des Experteninterviews
4.5. Durchführung des Experteninterviews
4.6. Transkription
4.7. Auswertung der Daten nach Mayring
4.7.1. Qualitative Inhaltsanalyse
5. Darstellung der Ergebnisse
5.1. Datenerhebung
5.2. Datenauswertung
6. Analyse der Ergebnisse im Kontakt der Bronfenbrennerschen Theorie
6.1. Corona Einschränkungen
6.2. Möglichkeiten
6.3. Probleme
6.4. Auswirkungen auf das Kind
6.5. Verbesserungsvorschläge
7. Anschauungsbild
Über dieses Anschauungsbild
8. Fazit und Ausblick
8.1. Fazit
8.2. Ausblick
9. Literatur- und Quellenverzeichnis
9.1. Literaturverzeichnis
9.2. Quellenverzeichnis
10. Anhang
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit zwischen Sozialpädagog*innen und Eltern bei der schulischen Förderung von 6- bis 12-jährigen Kindern in einer sozialpädagogischen Tagesgruppe während der Corona-Pandemie.
- Schulische Förderung im Kontext von Corona-Einschränkungen
- Systemische Betrachtung nach Urie Bronfenbrenner
- Qualitative Experteninterviews mit pädagogischen Fachkräften
- Herausforderungen und Lösungsstrategien in der Elternarbeit
Auszug aus dem Buch
3.1. Allgemeine Beschreibung des Modells bezogen auf die Tagesgruppe
Die Mikrosysteme von den Kindern der Tagesgruppe sind abhängig von Entscheidungen der Eltern und oft beschränkt auf die Familie, die Verwandtschaft, den Kinderarzt und andere Fachpersonen aus dem sozialen oder medizinischen Bereich, zum Beispiel Psychologen, die Tagesgruppe oder Vereine, in denen die Kinder spielen. Aus dem Mikrosystem Tagesgruppe bringt Kind X, beispielsweise die Regel „Geschirr abwaschen nach dem Essen“ mit in die Mikrosysteme Familie und möchte dies auch zu Hause umsetzen.
Das Mesosystem sind soziale Netzwerke der Kinder. Für die Kinder sind das etwa die Beziehungen zwischen Elternhaus, Nachbarn, Verwandten, Freunden und Bekannten, die Tagesgruppe, Familienhelfer und Psychologen. Nach Bronfenbrenner (vgl. Bronfenbrenner, 1989) steigt das entwicklungsförderliche Potenzial dieses Systems, wenn:
- Aktivitäten und Ziele in allen Lebensbereichen miteinander vereinbar sind (vgl. Albrecht et al., 2014, S. 202)
- Das Verhältnis durch Vertrauen bestimmt ist und die Familien der sich entwickelnden Personen miteinbeziehen (vgl. Albrecht et al., 2014, S. 207)
- die kulturellen Kontexte dieser Lebensbereiche unterschiedlich sind, weil die Anreize für die Entwicklung vielfältiger werden (vgl. Albrecht et al., 2014, S. 203)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitende Gedanken zur Hinführung des Themas: Hinführung zur Fragestellung bezüglich der Elternkooperation in der schulischen Förderung während der Pandemie.
2. Schulische Förderung von 6 - 12jährigen Kindern während der Corona Einschränkungen in der sozialpädagogischen Tagesgruppe: Beschreibung der pandemiebedingten Einschränkungen im Tagesgruppenalltag und der aktuellen Elternarbeit.
3. Ökologische Systeme nach Urie Bronfenbrenner: Theoretische Rahmung durch das systemökologische Modell zur Einordnung der Lebensumwelt der Kinder.
4. Forschungsdesign: Erläuterung der qualitativen Forschungsmethodik mittels Leitfadeninterviews nach Mayring.
5. Darstellung der Ergebnisse: Aufbereitung und thematische Strukturierung der aus den Experteninterviews gewonnenen Daten.
6. Analyse der Ergebnisse im Kontakt der Bronfenbrennerschen Theorie: Verknüpfung der empirischen Erkenntnisse mit dem theoretischen Modell von Bronfenbrenner.
7. Anschauungsbild: Entwicklung einer Übersicht als Hilfestellung für die pädagogische Praxis.
8. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Ansätze der Elternarbeit.
Schlüsselwörter
Sozialpädagogische Tagesgruppe, Corona-Pandemie, Schulische Förderung, Elternarbeit, Erziehungskompetenzen, Experteninterview, Qualitative Inhaltsanalyse, Urie Bronfenbrenner, Ökologische Systeme, Kooperation, Homeschooling, Familienberatung, Kindeswohl, Pädagogische Fachkräfte, Krisenmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie sich die Corona-Pandemie auf die Kooperation zwischen Erziehern und Eltern im Bereich der schulischen Förderung in einer Tagesgruppe ausgewirkt hat.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Herausforderungen bei der Hausaufgabenbetreuung, die Kommunikation mit Eltern sowie die Auswirkungen veränderter Rahmenbedingungen auf die Kinder.
Was ist das primäre Ziel der Forschung?
Das Ziel ist es, Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit aufzuzeigen und ein praktisches Anschauungsbild zur Optimierung der Elternarbeit zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Verfasserin nutzt die qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring auf Basis von Leitfadeninterviews mit pädagogischen Fachkräften.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Neben theoretischen Grundlagen (ökologische Systeme) wird das Forschungsdesign detailliert dargestellt, gefolgt von der Auswertung und Analyse der Experteninterviews.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Elternarbeit, Corona-Einschränkungen, sozialpädagogische Tagesgruppe, schulische Förderung und systemische Beratung.
Wie gehen Erzieher mit desinteressierten Eltern um?
Die Experten berichten von unterschiedlichen Strategien, darunter intensivere Kontaktaufnahme per Telefon oder E-Mail, Elterngespräche oder die Vermittlung von externen Hilfsangeboten wie Deutschkursen.
Welche Rolle spielt das ökologische Modell nach Bronfenbrenner?
Das Modell dient dazu, die Wechselwirkungen zwischen dem Kind, seinem Elternhaus, der Tagesgruppe und den gesellschaftlichen (Corona-)Rahmenbedingungen ganzheitlich zu erfassen.
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- Anonym (Autor), 2021, Schulische Förderung während der Corona-Pandemie. Eine qualitative Studie zu den Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit mit Eltern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1163053