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Validierung nichtformal und informell erworbener Kompetenzen in Europa. Vergleich ausgewählter Validierungsansätze und Transferimpulse für Deutschland

Título: Validierung nichtformal und informell erworbener Kompetenzen in Europa. Vergleich ausgewählter Validierungsansätze und Transferimpulse für Deutschland

Trabajo Escrito , 2021 , 19 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Christoph Mikat (Autor)

Pedagogía - Formación profesional, capacitación profesional
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Der technologische und soziale Wandel haben das Verständnis darüber, wo und wann Lernen stattfindet, grundlegend verändert. Das Konzept des lebenslangen Lernens stellt eine Neubewertung des Terminus dar und umfasst jegliches Lernen, während des gesamten Lebens, welches kontinuierlich oder in regelmäßigen Abständen stattfinden kann. Damit wird der Blick ausgeweitet und nicht mehr nur auf das Lernen in formalen Kontexten gerichtet, sondern um nichtformales und informelles Lernen erweitert. Bildungspolitisch gewinnt das Lernen außerhalb formaler Qualifizierungs- und Bildungsprozesse zunehmend an Bedeutung.

Im Vordergrund des Interesses stehen somit die Ergebnisse von Lernen, die sich aus einer Vielzahl möglicher Aneignungswege ergeben. Laut dem Memorandum über lebenslanges Lernen der Europäischen Kommission (2000), soll lebenslanges Lernen zu einem Grundprinzip werden, an dem sich Angebot und Nachfrage in sämtlichen Lernkontexten ausrichten. Ziel dieser Vision ist vor allem die Schaffung von Chancengleichheit für alle in Europa lebenden Menschen über die Förderung einer aktiven Staatsbürgerschaft und die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit. Vor diesem Hintergrund steigt die Bedeutung der Validierung nicht formalen und informellen Lernens.

Im Jahr 2012 haben sich die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zum Ziel gesetzt, bis 2018 nationale Systeme einzuführen, die die Anerkennung nichtformalen und informellen Lernens durch eine zuständige Stelle ermöglichen sollen. In einigen Mitgliedsstaaten besteht seit vielen Jahren bereits die Möglichkeit, Berufserfahrungen durch eine Validierung zertifiziert zu bekommen und damit einen Zugang zu qualifizierten Tätigkeiten auf dem Arbeitsmarkt zu erlangen. Auch in Deutschland erfährt die Forderung breite Zustimmung, jedoch besteht an wenigen Stellen bislang Verbindlichkeit, tatsächlich erleichterte Zugänge in Bildung und Arbeit zu ermöglichen.

Mit der Diskrepanz zwischen der Entwicklung der Anerkennung nichtformaler und informeller Kompetenzen in Deutschland und in anderen Mitgliedsstaaten setzt sich diese Arbeit auseinander, indem sie folgende Fragestellung zu beantworten versucht: Welche Bedeutung hat die Anrechnung und Anerkennung nichtformal und informell erworbener Kompetenzen für die berufliche Bildung in Deutschland und was können wir von europäischen Nachbarstaaten lernen?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Anerkennung und Anrechnung nichtformal und informell erworbener Kompetenzen

2.1 Informelles und nichtformales Lernen

2.2 Bedeutung informellen und nichtformalen Lernens für die berufliche Bildung

2.3 Validierung, Anerkennung und Anrechnung informell und nichtformal erworbener Kompetenzen

3 Europäische Validierungsansätze im Vergleich

3.1 Stand der Umsetzung in Deutschland

3.2 Ausgewählte Länder

3.2.1 Frankreich

3.2.2 Finnland

4 Transferimpulse für Deutschland

5 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Anrechnung und Anerkennung von nichtformal und informell erworbenen Kompetenzen für die berufliche Bildung in Deutschland. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche Lehren aus europäischen Nachbarstaaten für die Weiterentwicklung des deutschen Validierungssystems gezogen werden können, um die Durchlässigkeit des Bildungssystems zu erhöhen und Kompetenzen besser sichtbar zu machen.

  • Grundlagen des informellen und nichtformalen Lernens
  • Bedeutung von Validierungsprozessen für die Personalentwicklung
  • Vergleich der Validierungssysteme in Deutschland, Frankreich und Finnland
  • Analyse von Transferimpulsen zur Verbesserung der institutionellen Verankerung
  • Herausforderungen und Chancen einer systematischen Kompetenzanerkennung

Auszug aus dem Buch

Informelles und nichtformales Lernen

Wie bereits dargestellt, hat sich durch das Memorandum über lebenslanges Lernen der Lernbegriff erheblich erweitert. Unter lebenslangem Lernen wird nun „alles Lernen während des gesamten Lebens, das der Verbesserung von Wissen, Qualifikationen und Kompetenzen dient und im Rahmen einer persönlichen, bürgergesellschaftlichen, sozialen, bzw. beschäftigungsbezogenen Perspektive erfolgt“ verstanden (Europäische Kommission 2000, S. 9). Lernen bezieht sich demnach nicht mehr nur auf das formale Lernen, das in organisierten Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen stattfindet, sich vorwiegend an didaktisch-methodischen Kriterien orientiert und zu anerkannten Abschlüssen und Qualifikationen führt, sondern schließt auch das informelle und nichtformale Lernen ein (vgl. Dehnbostel 2016, S. 349; Europäische Kommission 2000, S. 9).

Im Gegensatz zum formalen Lernen wird beim informellen Lernen in der Regel ein Lernergebnis bewirkt, ohne dass dieses im Voraus bewusst angestrebt wird. Es handelt sich dabei eher um ein beiläufiges Lernen als natürliche Begleiterscheinung des täglichen Lebens. Ein Erfahrungs-lernen, das auf andere Ziele und Zwecke ausgerichtet ist als auf Lernen an sich. Aus diesem Grund wird es von den Lernenden selbst unter Umständen nicht als Erweiterung ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten wahrgenommen. Es ist ein subjektiver Aneignungsprozess, der aus Situationsbewältigungen und Problemlösungen hervorgeht, sowie von individuellen Faktoren und situativen Kontexten abhängt (vgl. Cendon & Dehnbostel 2015, S. 229; Dehnbostel, 2016, S. 350; Rohs 2016, S. 4). Das informelle Lernen ergibt sich aus Handlungs- und Arbeitsprozessen und ist weder institutionell organisiert noch professionell pädagogisch begleitet (vgl. Dehnbostel 2016, S. 350).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Bedeutungsgewinn informeller und nichtformaler Lernformen und formuliert die zentrale Fragestellung bezüglich der Übertragbarkeit europäischer Validierungsmodelle auf das deutsche Bildungssystem.

2 Anerkennung und Anrechnung nichtformal und informell erworbener Kompetenzen: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe und erläutert die Bedeutung dieser Lernformen für die berufliche Qualifizierung sowie die theoretischen Hintergründe der Validierung.

3 Europäische Validierungsansätze im Vergleich: Hier wird der aktuelle Stand in Deutschland kritisch analysiert und mit den etablierten Systemen in Frankreich und Finnland kontrastiert.

4 Transferimpulse für Deutschland: Basierend auf dem Ländervergleich werden Handlungsempfehlungen und Transfermöglichkeiten für eine stärkere institutionelle Verankerung in Deutschland abgeleitet.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Notwendigkeit eines einheitlichen Rechtsrahmens sowie die Herausforderungen bei der Integration in das duale Ausbildungssystem.

Schlüsselwörter

Validierung, Informelles Lernen, Nichtformales Lernen, Berufliche Bildung, Kompetenzanerkennung, Durchlässigkeit, Qualifikationsrahmen, Anrechnung, Personalentwicklung, Transferimpulse, Lebenslanges Lernen, Frankreich, Finnland, Deutschland, Bildungsabschluss

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, außerhalb formaler Bildungswege erworbene Kompetenzen sichtbar zu machen und für den weiteren beruflichen Lebensweg anzurechnen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Definition informeller Lernprozesse, die europäische Bildungspolitik und den Vergleich spezifischer nationaler Validierungsmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Stand der Kompetenzanerkennung in Deutschland zu analysieren und konkrete Empfehlungen für eine systematische Verbesserung auf Basis europäischer Vorbilder zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der deutsche Strukturen mit den Ansätzen in Frankreich und Finnland verglichen werden, um Stärken und Schwächen zu identifizieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Lernbegriffs geklärt, bevor die Umsetzung in Deutschland sowie die Modelle in Frankreich und Finnland detailliert beschrieben werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Validierung, informelles Lernen, berufliche Bildung, Kompetenzanerkennung, Durchlässigkeit und lebenslanges Lernen.

Warum wird gerade Frankreich als Vergleichsland herangezogen?

Frankreich dient aufgrund seines langjährigen, gesetzlich verankerten VAE-Systems (Validation des Acquis de l'Expérience) als wichtiges Referenzmodell für institutionelle Steuerung.

Welche Rolle spielt Finnland im Kontext der Validierung?

Finnland wird für sein kompetenzbasiertes Qualifizierungssystem gelobt, das eine enge Verzahnung zwischen der Anerkennung informeller Lernleistungen und dem nationalen Qualifikationsrahmen aufweist.

Welche Hauptkritik äußert der Autor am deutschen System?

Der Autor kritisiert die fehlende Einheitlichkeit, die Unverbindlichkeit der bisherigen Ansätze und die mangelnde institutionelle Verankerung, die eine systematische Validierung erschweren.

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Detalles

Título
Validierung nichtformal und informell erworbener Kompetenzen in Europa. Vergleich ausgewählter Validierungsansätze und Transferimpulse für Deutschland
Universidad
Leuphana Universität Lüneburg
Calificación
1
Autor
Christoph Mikat (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
19
No. de catálogo
V1163786
ISBN (PDF)
9783346567413
ISBN (Libro)
9783346567420
Idioma
Alemán
Etiqueta
validierung kompetenzen europa vergleich validierungsansätze transferimpulse deutschland
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christoph Mikat (Autor), 2021, Validierung nichtformal und informell erworbener Kompetenzen in Europa. Vergleich ausgewählter Validierungsansätze und Transferimpulse für Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1163786
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