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Spracherwerb des Russischen in Deutschland. Eine empirische Studie zum unvollständigen Spracherwerb

Título: Spracherwerb des Russischen in Deutschland. Eine empirische Studie zum unvollständigen Spracherwerb

Trabajo , 2020 , 25 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Natalia Zohhova (Autor)

Ruso / Lenguas eslavas
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Zweisprachigkeit bzw. Mehrsprachigkeit stellt ein kontroverses Thema in der Wissenschaft dar, zumal die Sprache selbst traditionsbedingt oft einem bestimmten Staat zugewiesen wird, der bis auf einige Ausnahmefälle als einsprachig gilt. Insbesondere in Deutschland haben sich jedoch durch mehrere Zuwanderungswellen verschiedene Sprachgruppen gebildet. Die russischsprachige Gesellschaft bildet dabei eine der größten Sprachminderheiten Deutschlands. Während die erste Generation die russische Sprache als Muttersprache gelernt und perfektioniert hat, stellt das Erlernen der russischen Sprache für die zweite Generation, also die Nachkommen der ersten Generation, die bis zum 3. Lebensjahr immigriert oder bereits in Deutschland geboren wurden, eine Herausforderung dar. Sie lernen die Sprache in einer Umgebung, die ihre Sprache nicht beherrscht, sondern eine ganz andere, meist kaum verwandte Sprache spricht. Die Nutzung der Sprache ist daher auf bestimmte Areale des Lebens minimiert.

Es stellt sich die Frage, inwieweit das Erlernen der russischen Sprache innerhalb einer deutschen Umgebung möglich gemacht werden kann und ob es einen sprachlichen Unterschied bzw. sprachliche Defizite mit sich bringt. Die
folgende Arbeit soll diese Frage behandeln und untersuchen, in welchen Bereichen der Sprache der Spracherwerb unvollständig bleibt. Dafür beschäftigt sich die folgende Arbeit zunächst mit dem theoretischen Teil und den bereits vorhandenen Studien zum bilingualen Spracherwerb bzw. dem Spracherwerb einer Herkunftssprache in einem Land mit einer anderen Umgebungssprache. Anschließend soll anhand Untersuchungen zweier Probanden exemplarisch dargestellt werden, welche Merkmale des unvollständigen Spracherwerbs die Herkunftssprecher aufzeigen. Diese sollen
nicht nur die Frage beantworten, inwiefern Einwandererkinder die russische Sprache selbst beherrschen, sondern auch eventuelle Vorhersagen treffen können, ob die nachfolgende Generation weiterhin zur russischen Sprachminderheit gehören wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Generation der Herkunftssprache und Herkunftssprecher

3. Spracherwerb

3.1. Spracherwerbsgruppen

3.2 Arten des Spracherwebs

3.3 Spracherwerb und dessen Folgen

3.4 Gründe für einen sprachlichen Transfer

3.5 Exkurs: Attrition vs. Unvollständiger Spracherwerb

4. Empirische Untersuchung des unvollständigen Spracherwerbs

4.1. Methode

4.2 Analyse

4.2.1. Elisabeth

4.2.2. Anastasia

5. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Bedingungen und Merkmale des unvollständigen Spracherwerbs des Russischen bei Herkunftssprechern in Deutschland. Ziel ist es, anhand einer empirischen Analyse mündlicher Erzählungen aufzuzeigen, wie Sprachkontaktprozesse die Sprachkompetenz beeinflussen und welche individuellen Faktoren hierbei eine Rolle spielen.

  • Theoretische Grundlagen des bilingualen Spracherwerbs und der Herkunftssprache
  • Phänomene des Sprachkontakts wie Code-Switching und morphosyntaktischer Transfer
  • Unterscheidung zwischen unvollständigem Spracherwerb und Sprachverlust (Attrition)
  • Empirische Fallstudien zur mündlichen Sprachproduktion von Herkunftssprechern
  • Einflussfaktoren der Input-Qualität und individueller Sprachbiografien

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Elisabeth

Elisabeth ist siebzehn Jahre alt und ist wie bereits erwähnt in einem Haushalt aufgewachsen, in dem seit ihrer Geburt sowohl Deutsch als auch Russisch gesprochen wurde.

Als Elisabeth darum gebeten wird die Geschichte mit dem Frosch in der russischen Sprache zu erzählen, zögert sie zwar zuerst, findet sich allerdings schnell wieder ein. Insgesamt kann ihre Rede als flüssig bezeichnet werden, insgesamt dauert die Erzählung dreizehn Minuten und besteht aus 1085 Wörtern. Neben der unauffälligen russischen Rede fallen in Elisabeths Erzählung verschiedene Transfers aus dem Deutschen auf, welche sie unbewusst benutzt.

Am auffälligsten in Elisabeths Erzählung ist die häufige Verwendung von Demonstrativpronomina an den Stellen, wo in der russischen Sprache normalerweise keine Demonstrativpronomina eingesetzt werden. Sie benutzt diese nicht nur, um auf bestimmte Gegenstände hinzuweisen, sondern auch als eine Art Beiwort zu den Nomina.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Zweisprachigkeit in Deutschland ein und stellt die Forschungsfrage nach den Merkmalen des unvollständigen Spracherwerbs des Russischen.

2. Die Generation der Herkunftssprache und Herkunftssprecher: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Herkunftssprache und Herkunftssprecher und grenzt diese von Muttersprachlern ab.

3. Spracherwerb: Hier werden theoretische Grundlagen des Spracherwerbs, verschiedene Spracherwerbsgruppen, Arten des Erwerbs, Sprachkontaktphänomene und der Unterschied zur Sprachattrition beleuchtet.

4. Empirische Untersuchung des unvollständigen Spracherwerbs: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Vorgehensweise anhand der "Frog Story" und präsentiert die Analyseergebnisse der beiden Probandinnen Elisabeth und Anastasia.

5. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Studie zusammen und betont die Heterogenität der Herkunftssprecher sowie die Bedeutung individueller Faktoren für den Spracherwerb.

Schlüsselwörter

Herkunftssprache, Zweisprachigkeit, Spracherwerb, Russisch, Sprachkontakt, Code-Switching, Sprachattrition, Morphosyntaktischer Transfer, Bilinguale Sprecher, Input-Qualität, Herkunftssprecher, Empirische Untersuchung, Sprachmischung, Sprachverlust, Mehrsprachigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der russischen Sprache in Deutschland und untersucht, wie diese bei der zweiten Generation von Migranten als Herkunftssprache erworben wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Spracherwerb unter Kontaktbedingungen, den Auswirkungen des Deutschen auf das Russische sowie der Analyse von Sprachfehlern bei Herkunftssprechern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Merkmale eines unvollständigen Spracherwerbs im Russischen zu identifizieren und zu zeigen, wie Einwandererkinder die Herkunftssprache in einem deutschsprachigen Umfeld beherrschen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine empirische Analyse, bei der zwei Sprecherinnen die "Frog Story" (eine Bilderbuchgeschichte) auf Russisch nacherzählen, um ihre mündliche Sprachproduktion zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Abschnitt über Spracherwerbsformen und eine praktische Analyse, in der die Erzählungen der beiden Probandinnen detailliert auf Transferphänomene untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Herkunftssprache, unvollständiger Spracherwerb, Sprachkontakt, Code-Switching, Morphologie, Syntax und Sprachattrition.

Warum unterscheidet sich Elisabeth in ihrer Sprachkompetenz von Anastasia?

Obwohl Elisabeth weniger direkten Input in der Familie erhielt als Anastasia, zeigt Anastasia eine schwächere Sprachkompetenz, was auf komplexe Faktoren wie Motivation und Identität hindeutet.

Inwiefern ist der Sprachwechsel bei Elisabeth natürlich?

Der Wechsel zwischen Russisch und Deutsch erfolgt bei ihr fließend und unbewusst, besonders wenn ihr russische Vokabeln fehlen oder sie komplexe Sätze aus dem Deutschen überträgt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Attrition und unvollständigem Spracherwerb schwierig?

Die beiden Phänomene äußern sich in der Praxis oft durch ähnliche Fehlermuster wie Transfererscheinungen, was eine klare Trennung der Ursachen bei einzelnen Personen erschwert.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Spracherwerb des Russischen in Deutschland. Eine empirische Studie zum unvollständigen Spracherwerb
Universidad
Ruhr-University of Bochum  (Lotman-Institut für Slavistik)
Curso
Zweisprachigkeit bei Kindern und Jugendlichen
Calificación
1,7
Autor
Natalia Zohhova (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
25
No. de catálogo
V1163844
ISBN (PDF)
9783346567277
ISBN (Libro)
9783346567284
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mehrsprachigkeit Bilingual Zweisprachigkeit empirische Forschung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Natalia Zohhova (Autor), 2020, Spracherwerb des Russischen in Deutschland. Eine empirische Studie zum unvollständigen Spracherwerb, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1163844
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