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"Mein Kind gehört mir!" - Über den sexuellen Missbrauch an Schutzbefohlenen

Title: "Mein Kind gehört mir!" - Über den sexuellen Missbrauch an Schutzbefohlenen

Term Paper , 2003 , 14 Pages

Autor:in: Dipl. Soz. Carolin Schneider (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema „sexueller Kindesmissbrauch“. Zu Beginn soll nach einer Definition des Begriffs geklärt werden, was sexueller Kindesmissbrauch überhaupt bedeutet und wie sexueller Kindesmissbrauch durchgeführt wird. Im Anschluss daran folgt eine Darstellung und Charakterisierung von Täter und Opfer. Es wird auf die Häufigkeit und das Ausmaß von sexuellem Kindesmissbrauch eingegangen, sowie auf die gesellschaftlichen Bedingungen, die zu sexuellen Übergriffen auf Schutzbefohlene führen. Abschließend erfolgt eine Fokussierung auf die Bedingungen für sexuellen Kindesmissbrauch in Familien.

In unserer Gesellschaft ist das Thema sexueller Kindesmissbrauch noch immer stark tabuisiert und die Vorstellung, das sexuelle Übergriffe auf Kinder in Familien passieren, wirkt für den Großteil der Gesellschaft äußerst befremdlich. Es entspricht aber leider Tatsachen, dass gerade in der Familie der ideale Nährboden für gewalttätige Handlungen gegeben ist. „Gewalt spielt sich zu einem großem Teil in der Familie ab. Von niemand sonst werden Kinder, Frauen und Männer so oft geschlagen wie von ihren nächsten Angehörigen. Kinder sind die häufigsten Opfer familialer Gewalt.“ (Habermehrl 1999: 419)

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Definition

1.2 Was bedeutet sexueller Kindesmissbrauch?

2. Der sexuelle Übergriff

2.1 Der Täter

2.2 Das Opfer

3. Die Ursachen sexuellen Missbrauchs an Kindern

3.1 Familiäre Bedingungen für sexuellen Missbrauch an Kindern

4. Zusammenfassung

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen fundierten Einblick in die Problematik des sexuellen Kindesmissbrauchs zu geben, die Rollen von Täter und Opfer zu charakterisieren sowie gesellschaftliche und familiäre Ursachen für dieses Phänomen zu beleuchten, um für das tabuisierte Thema zu sensibilisieren.

  • Definition und Formen des sexuellen Kindesmissbrauchs
  • Charakterisierung und Verhaltensmuster von Tätern
  • Psychische und soziale Situation der betroffenen Opfer
  • Gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Machtstrukturen
  • Familiäre Bedingungen als Nährboden für Gewalt

Auszug aus dem Buch

2. Der sexuelle Übergriff

Sexuelle Gewalt an Kindern kommt in allen patriarchalischen Gesellschaften vor. Schon Sigmund Freud deutete den sexuellen Missbrauch an seinen Klientinnen vor vielen Jahren als deren Phantasien und trug so dazu bei, dass Missbrauch nicht öffentlich gemacht wurde und auch heute noch bei Bekannten angezweifelt wird. Aus den USA kommend hat sich in den 70er Jahren die Frauenbewegung für die Enttabuisierung dieses Themas stark gemacht und wenigstens etwas zur Verbesserung der Aufklärungssituation bei sexuellem Kindesmissbrauch beigetragen. Bereits damals propagierten die Frauen, dass jedes 4. Mädchen durch sexuellen Missbrauch betroffen sei und fast ausschließlich ihre eigenen Väter die Täter seien. Dadurch wurde das Thema politisch relevant, denn es berührte zum ersten Mal die gesetzlich garantierte Privatheit der Familie und die elterliche Gewalt über ihre Kinder, wobei man heute von der elterlichen Sorge spricht. „Das Thema berührte zum ersten Mal die gesetzlich garantierte Privatheit der Familie und die ,erlterliche Gewalt’ über ihre Kinder und gewann damit politische Sprengkraft.“ (Steinhage 1999: 651).

In den seltensten aller Fälle handelt der Täter spontan, geschieht der Missbrauch ohne Vorbereitung. Man nimmt an, dass der Täter den eigentlichen sexuellen Übergriff über einen langen Zeitraum plant und auch soweit geht, dass er Situationen herbeiführt, in denen er sich dem Kind immer weiter nähern kann. Der Übergang zwischen harmlosen und gutgemeinten „Streicheleinheiten“ zum sexuellen Missbrauch sind folglich fließend. Leider bleibt ein Täter nur äußerst selten bei einem einzigen Opfer; er missbraucht verschiedene Kinder und auch das nicht nur einmal. Oftmals dauert der sexuelle Missbrauch über einen längeren Zeitraum an. Dies ist besonders häufig bei sexuellen Übergriffen der Fall, die in Familien passieren. Die Übergriffe werden dabei von Mal zu Mal brutaler und gewalttätiger. Sexueller Missbrauch an Kindern ist nicht schichtspezifisch, das heißt, dass Kinder aller sozialen Schichten zum Opfer sexueller Übergriffe durch Erwachsene werden und auch die Täter selbst aus allen sozialen Schichten stammen und die unterschiedlichsten Bildungs- und Berufsgruppen repräsentieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, definiert den Begriff des sexuellen Kindesmissbrauchs und skizziert die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Gewalt innerhalb der Familie.

2. Der sexuelle Übergriff: Hier werden die Dynamik, die Täterstrukturen sowie die Situation der Opfer analysiert und der Missbrauch als Machtinstrument eingeordnet.

3. Die Ursachen sexuellen Missbrauchs an Kindern: Das Kapitel beleuchtet gesellschaftliche Machtstrukturen, geschlechtsspezifische Erziehung und spezifische familiäre Risikofaktoren, die Übergriffe begünstigen.

4. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Vielschichtigkeit des Themas und den aktuellen Forschungsstand in der Soziologie ab.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und weiterführenden Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Sexueller Kindesmissbrauch, Machtmissbrauch, Familie, Täter, Opfer, häusliche Gewalt, sexuelle Gewalt, patriarchalische Gesellschaft, Tabuisierung, elterliche Gewalt, Pädophilie, Machtgefälle, Dunkelfeld, Prävention, Kindeswohl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Thema sexueller Kindesmissbrauch, insbesondere unter dem Aspekt der familiären Bedingungen und der gesellschaftlichen Tabuisierung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Definition von Missbrauch, die Charakterisierung von Täter- und Opfergruppen, die Ursachenforschung sowie die Dynamiken innerhalb von Familien.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Problematik zu vermitteln und den Leser für die Hintergründe von sexuellem Missbrauch an Schutzbefohlenen zu sensibilisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Aufarbeitung und literaturbasierte Analyse soziologischer und psychologischer Aspekte des Kindesmissbrauchs.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse sexueller Übergriffe sowie die Untersuchung von Ursachen, wobei der Schwerpunkt auf den familiären Strukturen liegt.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Machtmissbrauch, elterliche Sorge, soziale Schichtung und die Dynamik von Täter-Opfer-Beziehungen.

Warum ist das Thema in Familien so problematisch?

Da Familien oft als private, geschützte Räume wahrgenommen werden, sind Übergriffe innerhalb dieses Umfelds besonders schwer zu identifizieren und unterliegen einer starken sozialen Tabuisierung.

Welche Rolle spielt das Machtgefälle?

Das Machtgefälle zwischen Erwachsenen und Kindern sowie zwischen den Geschlechtern wird als wesentlicher Faktor identifiziert, der den Täter dazu befähigt, das Kind gefügig zu machen und seine Bedürfnisse über das Wohl des Kindes zu stellen.

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Details

Title
"Mein Kind gehört mir!" - Über den sexuellen Missbrauch an Schutzbefohlenen
College
Bielefeld University
Author
Dipl. Soz. Carolin Schneider (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V116417
ISBN (eBook)
9783640179060
ISBN (Book)
9783640179183
Language
German
Tags
Mein Kind Missbrauch Schutzbefohlenen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Soz. Carolin Schneider (Author), 2003, "Mein Kind gehört mir!" - Über den sexuellen Missbrauch an Schutzbefohlenen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116417
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