Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Nursing Science - Miscellaneous

Zum Phänomen des Deliriums bei alten Menschen auf der Intensivstation

"Auf der Intensivstation begann mein Verstand mir einen Streich zu spielen"

Title: Zum Phänomen des Deliriums bei alten Menschen auf der Intensivstation

Term Paper , 2007 , 35 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: MScN Stefanie Monke (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

„Auf der Intensivstation begann mein Verstand, mir einen Streich zu spielen. Der Gedanke, dass ich im Ausland sei, wurde durch die vielen fremden Namen und die an der Wand befestigten Reiseplakate bestärkt.“ (Pearce 2002, S. 430)
Im Delirium oder auch Delir erscheinen Erfahrungen und verklärte Eindrücke eines kritisch kranken Menschen auf der Intensivstation äußerst real (vgl. Hewer 2003, S. A2008 u. Pearce 2002, S. 430).
Die akute Verwirrtheit mit ihren Wahrnehmungsstörungen ist besonders bei älteren und alten Menschen auf der Intensivstation ein ernst zu nehmendes Problem und verlangt medizinische und pflegerische Behandlung und Begleitung.
Intensivpflichtige alte Menschen mit Delirium bilden den Fokus der vorliegenden Hausarbeit. Zunächst werden vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung die natürlichen Alterungsprozesse von den pathologischen Alterungsprozessen unterschieden. Ein weiteres Kapitel widmet sich den ein Delirium fördernden Einflüssen einer Intensivstation auf den alten Menschen. In einem zweiten Teil wird das Phänomen der akuten Verwirrtheit in seiner Häufigkeit, Ätiologie, Symptomausprägung, Diagnose und Prognose erläutert.
Im anschließenden dritten Teil werden die aktuellen intensivpflegerischen präventiven und korrigierenden Behandlungsmaßnahmen bei akuten Verwirrtheitszuständen dargestellt. Durch die steigende Lebenserwartung wird das Delirium bei älteren Menschen auf Intensivstationen in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen. Deshalb werden abschließend Hinweise für weiterführende Überlegungen in der Behandlung des Delirs gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 PHYSIOLOGIE DES ALTERNS UND MÖGLICHE STÖRUNGEN

2.1 Zu dem Begriff „alt“ und „Alter“

2.2 Demographische Entwicklung in Deutschland

3 DER ALTE MENSCH IM KRANKENHAUS

3.1 Umgebung Intensivstation

4 DAS DELIRIUM UND DIE ÄTIOLOGIE

4.1 Ursachen und auslösende Faktoren

4.2 Symptome und Verlauf

4.3 Diagnose der akuten Verwirrtheit

4.4 Die Abgrenzung des Deliriums von Demenz und Depression

5 PRÄVENTION UND BEHANDLUNG DES DELIRIUMS

5.1 Stellenwert präventiver Maßnahmen

6 PFLEGERISCHE INTERVENTIONEN

6.1 Beruhigende Anwesenheit und Bezugspflege

6.2 Nonverbale Kommunikation und expressive Berührung

6.3 Orientierungshilfen und orientierende Pflege

6.4 Angehörige und Personal als „Erinnerungsvertreter“

6.5 Angehörige und Besuchszeit

6.6 Raumatmosphäre und ungestörte Schlafphasen

6.7 Bewegungsübungen und sinngebende Aktivität

6.8 Beachtung der Sicherheit

7 DISKUSSION UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Deliriums bei alten Menschen auf Intensivstationen, wobei ein besonderer Fokus auf pflegerischen Interventionsmöglichkeiten und der Relevanz einer interdisziplinären Behandlung zur Verbesserung der Versorgungssituation liegt.

  • Physiologische Grundlagen des Alterns und deren klinische Relevanz
  • Ätiologie, Symptomatik und Differentialdiagnose des Deliriums
  • Präventive Ansätze und Strategien in der Intensivpflege
  • Bedeutung der Einbindung von Angehörigen als „Erinnerungsvertreter“
  • Nonverbale Kommunikation und orientierende Pflegekonzepte

Auszug aus dem Buch

6.2 Nonverbale Kommunikation und expressive Berührung

Die nonverbale Kommunikation wird unbewusst ausgeübt, um Empfindungen, persönliche Einstellungen und Emotionen auszudrücken. Sie wird durch Mimik, Gestik, Blickkontakt, Körpersprache, Körperhaltung, Berührung und Körperkontakt bestimmt. Die bewusst eingesetzte nonverbale Kommunikation nimmt einen besonders großen Stellenwert bei bewusstseinsgetrübten und beatmeten Patienten ein. Sie bietet oft den einzigen Weg zum Patienten und kann wichtige Informationen unterstreichen. Sie ist Element in der Patientenbeziehung und nicht nur ein notwendiger instrumenteller oder aufgabenorientierter Kontakt in Pflege und Behandlungssituationen (vgl. Pearce 2002, S. 441-446). Depenbusch weist darauf hin, dass neben der nonverbalen Kommunikation zu jeder Zeit auch an die Nutzung bekannter Hilfsmittel der Kommunikation gedacht werden sollte wie Sprechkanülen, Kommunikationstafeln und andere Hilfsmittel (vgl. Depenbusch 1996, S. 180).

Berührung ist ein wichtiger Bestandteil der nonverbalen Kommunikation und eine sehr aussagekräftige Form: „Berührung übermittelt Mitgefühl, den Wunsch zu helfen und gibt dem Patienten ein Gefühl von Sicherheit und Bestätigung. ... Gefühle von Einsamkeit und Isolation des Patienten werden verringert und die Wahrnehmung von Trost, Identität und Integrität gesteigert.“ (Pearce 2002, S. 444)

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der akuten Verwirrtheit bei alten Menschen im intensivmedizinischen Kontext und Darlegung der Zielsetzung.

2 PHYSIOLOGIE DES ALTERNS UND MÖGLICHE STÖRUNGEN: Erläuterung altersspezifischer physiologischer Veränderungen und der erhöhten Anfälligkeit für Stressoren bei demographischem Wandel.

3 DER ALTE MENSCH IM KRANKENHAUS: Analyse der Umgebung Intensivstation und deren Einfluss auf die psychische Verfassung des älteren Patienten.

4 DAS DELIRIUM UND DIE ÄTIOLOGIE: Detaillierte Betrachtung der Definitionen, Ursachen, Symptome sowie der Abgrenzung zu Demenz und Depression.

5 PRÄVENTION UND BEHANDLUNG DES DELIRIUMS: Darstellung der medizinischen und pflegerischen Grundlagen zur Vorbeugung und symptomatischen Therapie.

6 PFLEGERISCHE INTERVENTIONEN: Vorstellung spezifischer Ansätze wie Bezugspflege, Kommunikation und Sicherheitsmaßnahmen zur Abmilderung der Delirium-Symptomatik.

7 DISKUSSION UND AUSBLICK: Kritische Reflexion der derzeitigen Versorgungssituation und Notwendigkeit weiterer Forschung zur intensiv-gerontologischen Pflege.

Schlüsselwörter

Delirium, Intensivstation, akute Verwirrtheit, gerontologische Pflege, Alter, Intensivpflege, Pflegeinterventionen, Orientierung, Angehörige, Assessment, Prävention, Kommunikation, Demenz, Multimorbidität, Stressoren

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Krankheitsbild des Deliriums bei alten Menschen, die eine intensivmedizinische Behandlung benötigen, und beleuchtet die Rolle der Pflege bei diesem Phänomen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit behandelt physiologische Aspekte des Alterns, die Umgebungsbedingungen einer Intensivstation, die Diagnose und Ätiologie des Delirs sowie konkrete pflegerische Interventionsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Stellenwert einer qualitativ hochwertigen pflegerischen Betreuung für delirante ältere Patienten aufzuzeigen und Strategien zur Symptomminderung und Prävention zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse aktueller Fachliteratur und pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse des Deliriums sowie eine detaillierte Darstellung von pflegerischen Maßnahmen zur Beruhigung, Orientierung und Sicherheit der Patienten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Delirium, akute Verwirrtheit, Intensivpflege, Alter und pflegerische Interventionen.

Warum ist das Konzept der „Erinnerungsvertreter“ so bedeutend?

Da Patienten im Delirium oft Schwierigkeiten haben, Erlebnisse auf der Intensivstation kohärent einzuordnen, fungieren Angehörige und Personal als „Erinnerungsvertreter“, um bei der Rekonstruktion der Ereignisse zu helfen.

Warum ist die Abgrenzung von Demenz und Depression kritisch?

Eine falsche Zuordnung der Symptomatik führt oft zu einer inadäquaten Behandlung, da ein Delirium aufgrund seiner Reversibilität und Akutheit völlig andere therapeutische Ansätze erfordert als eine chronische Demenz.

Excerpt out of 35 pages  - scroll top

Details

Title
Zum Phänomen des Deliriums bei alten Menschen auf der Intensivstation
Subtitle
"Auf der Intensivstation begann mein Verstand mir einen Streich zu spielen"
College
Philosophic and Theologic University in Vallendar  (Pflegewissenschaftliche Fakultät)
Course
Modul Gerontologische Pflege, Kurs Klinische Problemfelder und Interventionen im Alter
Grade
1,3
Author
MScN Stefanie Monke (Author)
Publication Year
2007
Pages
35
Catalog Number
V116604
ISBN (eBook)
9783640186785
ISBN (Book)
9783640188413
Language
German
Tags
Intensivstation Gerontologische Pflege Intensivpflege Delirium Delir Akute Verwirrtheit Interventionen akute Verwirrtheit Durchgangssyndrom Delir-Management Delir-Monitoring Delir-Therapie Maßnahmen akute Verwirrtheit Intensivpflege älterer Menschen Geriatrische Patienten Delir-Assessments kognitive Dysfunktion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MScN Stefanie Monke (Author), 2007, Zum Phänomen des Deliriums bei alten Menschen auf der Intensivstation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116604
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  35  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint