Wie geht die Kausalität mit dem Gettier-Problem um


Hausarbeit, 2021

10 Seiten, Note: 1.0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klassische Analyse des Wissens

3. Das Gettier-Problem

4. Kausalität
I. Nicht-inferentielles Wissen
II. Inferentielles Wissen

5. Fazit

6. Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Wie sich Wissen definieren lässt, ist für viele noch sehr unklar. Es liegt daran, dass an den bereits vorhandenen Definitionen immer einen oder mehrere Probleme mit sich bringen. Jedoch beschreibt die klassische Analyse des Wissens, Wissen als gerechtfertigte wahre Meinung. Wie genau diese Definition Zustande gekommen ist, werde ich in dieser Arbeit kurz erklären. Wichtiger ist hierbei, welche Probleme diese Auffassung von Wissen, mit sich bringt.

Dafür werde ich Edmund Gettiers Aufsatz zur Stütze nehmen, da dieser der Meinung ist, dass Wissen nicht nur als gerechtfertigte wahre Meinung gesehen werden soll, da mehrere Faktoren ebenfalls von Bedeutung sind. Basieren, tut er seine Aussagen auf die Idee, dass diese Definition von Wissen, sich dem intuitiven Wissensbegriff entgegenstemmen. Dank seiner Arbeit, erfahren wir welche Probleme die JTB (justified true belief) Analyse mit sich bringen.

Diese Beschreibung von Wissen die wir nun von Edmund Gettier erhalten haben, scheint jedoch für Externalisten immer noch ein Problem zu sein. Diese Externalistische Denkweise, bringt eine kausale Analyse von Wissen mit sich. Ein bekannter Vertreter der Kausaltheorie ist Alvin Goldman. Mithilfe seiner Werke werden wir herausfinden, ob wir Gettiers Aufsatz der klassischen Definition von Wissen standhalten kann, und ob Goldman Gettiers Analyse standhalten kann. So soll die Schlussfolgerung dieser Arbeit vorzeigen können, welche Probleme noch herrschen, wenn die Rede von Wissen ist.

2. Klassische Analyse des Wissens

Bei der Definition von Wissen, geht es darum herauszufinden, wann ein Subjekt S behaupten kann, die Proposition P zu wissen. Damit ein Subjekt dies behaupten kann, muss seine Behauptung einige Wahrheitsbedingungen erfüllen. Und zwar werden diese Wahrheitsbedingungen wie folgt zurechtgelegt:

S wei ss, dass P gdw. P wahr ist

S glaubt, dass P

S ist gerechtfertigt in seinem Glauben, dass P

In dieser Auffassung von Wissen, werden wir also mit 3 Notwendigen Faktoren konfrontiert.

Die erste wichtige Bedingung ist diese, dass S nur P wissen kann, wenn P auch wahr ist. Denn S kann nicht behaupten P zu wissen, wenn P falsch ist. So wird das Verb wissen in Oxford Languages als „durch eigene Erfahrung oder Mitteilung von außen Kenntnis von etwas, jemandem haben, sodass zuverlässige Aussagen gemacht werden können“.1 Was hiermit gemeint ist, ist dass man nichts wissen kann, was falsch ist. So kann ich zum Beispiel sagen „Ich weiss, dass du mich beklaut hast.“. Ich könnte mit dieser Aussage richtig liegen, aber ich könnte ebenfalls falsch liegen. Denn es kann sein, dass ich eine solche Aussage tätige, um zu schauen, ob die andere Person es nun zugibt, dass sie mich beklaut hat, falls sie es hätte. Wenn die Person es aber nicht gemacht hat, so ist meine Aussage falsch und kann nicht als Wissen bezeichnet werden.

Die nächste wichtige Bedingung ist diese, dass S glauben muss, dass P. Hiermit ist, gemeint, dass ich nur etwas wissen kann, wenn ich auch daran glaube. So kann ich zum Beispiel in einem Multiple-Choice-Fragebogen alle Fragen durch bloßes Raten richtig beantworten, doch trotzdem kein Wissen davon haben. Wichtig ist es also, dass mein Wissen aus meinem Glauben folgt.

Das Glauben an etwas ist jedoch nicht ausreichend. Es ist nämlich bekannt, dass viele behaupten etwas zu glauben, jedoch Schwierigkeiten haben deren Glauben zu rechtfertigen. So kann ich zum Beispiel glauben, dass ich meine Klausur nicht bestehen werde. Es mag möglich sein, dass ich die Klausur tatsächlich nicht bestehe und mein Glaube richtig ist. Wenn man mich jedoch fragt, wieso ich glaube, dass ich nicht bestehen werde, so kann meine Antwort lauten: „Ich habe zwar alle Fragen beantwortet, jedoch habe ich ein schlechtes Bauchgefühl, welches ich nicht begründen kann“. Kann man also sagen, dass mein, schlussendlich richtiger Glaube daran, dass ich nicht bestehen werde, Wissen ist? Dies scheint mir nicht so, denn ich habe keinen handfesten Grund diesen Glauben zu bilden.

Somit folgt, dass Wissen als gerechtfertigt wahren Glauben definiert wird. Dies bringt uns zum nächsten meiner Arbeit, und zwar ist es diese, wo wir mir Edmund Gettiers Aufsatz konfrontiert werden.

3. Das Gettier-Problem

Wissen als gerechtfertigt wahren Glauben zu definieren, mag auf den ersten Blick ausreichend wirken. Jedoch gibt sich Gettier mit dieser Definition nicht zufrieden. So erklärt er, dass es laut ihm, Aussagen die wahr sind, meinem Glauben entsprechen und auch gerechtfertigt sind. Kann man aber behaupten, dass dieses Wissen darstellen? Betrachten wir nun die zwei Fälle die Gettier in seinem Aufsatz rekonstruiert.

[...]


1 Oxford Languages „wissen

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Wie geht die Kausalität mit dem Gettier-Problem um
Hochschule
Université du Luxembourg
Veranstaltung
Erkenntnistheorie
Note
1.0
Autor
Jahr
2021
Seiten
10
Katalognummer
V1168145
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kausalität, gettier-problem
Arbeit zitieren
Sabrina Fiel Abade (Autor:in), 2021, Wie geht die Kausalität mit dem Gettier-Problem um, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1168145

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Wie geht die Kausalität mit dem Gettier-Problem um



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden