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Was sind die Gründe für unterschiedliche dominante Privatisierungsmethoden in Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik?

Titre: Was sind die Gründe für unterschiedliche dominante Privatisierungsmethoden in Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik?

Dossier / Travail de Séminaire , 2005 , 27 Pages , Note: 3

Autor:in: Michael A. Braun (Auteur)

Politique - Région: Europe de l'Est
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Résumé Extrait Résumé des informations

Nach dem 2. Weltkrieg wurde Europa in die kommunistisch regierten Staaten Ost-/ und die nicht-kommunistischen Länder Westeuropas geteilt. Von 1989 bis 1991 mussten die kommunistischen Regierungen jedoch auf Druck ihrer Bürger und wegen unüberbrückbarer Wirtschaftsprobleme zurücktreten. Staaten hörten auf zu existieren und alte Netzwerke zerbrachen. In dieser Konstellation entschied man sich für den Übergang von der zentral gelenkten Plan-/ zur Marktwirtschaft.
Doch wie geht man dabei mit ehemaligen Staatsunternehmen um? Diese können nicht einfach liquidiert werden – sie wurden stattdessen aus vielerlei Gründen mit sehr unterschiedlichen Methoden privatisiert. Diese Bemühungen haben in den letzten zwei Dekaden in beinahe allen Teilen der Welt deutlich an Bedeutung gewonnen. Die Ziele jedoch sind regional unterschiedlich. In Osteuropa sind sie mit der Privatisierung ganzer Volkswirtschaften Teil des gesamtgesellschaftlichen Wandels; im ’Westen’ hingegen nur Teil eines Struktur-/ und Politikwandels.
Interessant ist, warum sich einzelne osteuropäische Staaten für eine dominante Vorgehensweise entschieden. Als Hypothese wird angenommen, dass bestimmte, länderspezifische Gründe die Entscheidung beeinflusst haben. Dieser Frage wird am Beispiel Polens, Ungarns und der Tschechischen Republik anhand der unabhängigen Variablen ’Freiheit des Kapitals’, ’Zeitdruck’, und ’Grad der Verstaatlichung’ mit dem Ziel der Feststellung einer dominanten Strategie und der dazu führenden Gründe nachgegangen. Dazu folgen auf die Einleitung Anmerkungen zur ’Theorie der Privatisierung’, dann die ’Fallauswahl’ gefolgt von der ’Untersuchung’ anhand der genannten unabhängigen Variablen. Abschließend wird das Ergebnis kurz zusammengefasst und geschlussfolgert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Gegenstand und Gang der Untersuchung

2 Theorie der Privatisierung

2.1 Allgemeine Überlegungen zu Privatisierungen

2.2 Praxisbeispiel Privatisierung in Mittel-/ und Osteuropa

2.2.1 Insider-Privatisierung

2.2.2 Outsider-Privatisierung / Öffentlicher Verkauf

2.2.3 Voucher-Privatisierung

3 Fallauswahl

3.1 Polen

3.2 Ungarn

3.3 Tschechische Republik

4 Untersuchung

4.1 Freiheit des Kapitals

4.1.1 Polen

4.1.2 Ungarn

4.1.3 Tschechische Republik

4.2 Zeitdruck

4.2.1 Polen

4.2.2 Ungarn

4.2.3 Tschechische Republik

4.3 Quantitativer und qualitativer Grad der Verstaatlichung

4.3.1 Polen

4.3.2 Ungarn

4.3.3 Tschechische Republik

5 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Gründe für die Anwendung unterschiedlicher dominanter Privatisierungsmethoden in Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik während der Systemtransformation nach 1989. Ziel ist es, durch den Vergleich der Länder anhand der Variablen 'Freiheit des Kapitals', 'Zeitdruck' und 'Grad der Verstaatlichung' nachzuweisen, dass länderspezifische Faktoren die jeweilige Strategiewahl maßgeblich beeinflusst haben.

  • Vergleich der Privatisierungsstrategien (Insider, Outsider, Voucher) in Osteuropa.
  • Analyse des Einflusses der ökonomischen Ausgangslage auf Reformprozesse.
  • Untersuchung der Bedeutung von 'Zeitdruck' und 'Freiheit des Kapitals' als steuernde Variablen.
  • Bewertung der Rolle des Staates und der Gewerkschaften bei der Umsetzung von Eigentumsreformen.
  • Kritische Betrachtung des Transformationserfolgs im Kontext der gewählten Vorgehensweise.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Insider-Privatisierung

Den ersten Empfängerbereich bilden die ’Insider’. Da sich für privatisierende Regierungen aus theoretischen und praktischen Aspekten eine Anteilsbündelung anbietet, werden Insider ebenfalls berücksichtigt. So war das Ziel auch in Mittel-/ und Osteuropa die Schaffung eines tragfähigen Mittelstands, weshalb die meisten Insiderprivatisierungen bei kleineren und mittleren Unternehmen stattfanden. Darüber hinaus verfügten Insider zu Transformationsbeginn über Kontrollmacht und /-rechte; sollte die Privatisierung gegen deren Interessen sein, dann konnten die jeweiligen Regierungen mit Opposition rechnen. Am polnischen Beispiel zeigt sich, dass ohne direkte Beteiligung der Mitarbeiter an ’ihrem’ Unternehmen deren Zustimmung nicht zu erhalten wäre. Dies hing jedoch insbesondere mit der Gewerkschaft Solidarno auf dem Weg zur Transformation zusammen.

Allgemein lässt sich Insider-Privatisierung in managementorientiert und belegschaftsorientiert unterteilen. Beim Management-Buyout wird ein signifikanter Anteil eines Unternehmens an Führungskräfte verkauft. Diese bilden zwar nur eine kleine Interessengruppe, zeichnen sich jedoch durch ’Insiderwissen’ aus und haben einen strategischen Vorteil gegenüber externen Käufern da sie den ’wahren’ Wert der Firma kennen. Beim Employee-Buyout dagegen verschwindet die Grenze zwischen Kapital und Arbeit da sich Mitarbeiter mindestens die Sperrminorität kaufen. Deshalb machte die Förderung dieses Modells in Mittel-/ und Osteuropa auch keinen Sinn. Polen liefert dafür zahlreiche Negativbeispiele.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Gegenstand und Gang der Untersuchung: Einleitung in die Problematik der Privatisierung ehemaliger Staatsunternehmen in Osteuropa und Vorstellung der Forschungsfrage sowie der unabhängigen Variablen.

2 Theorie der Privatisierung: Darstellung theoretischer Grundlagen und Definitionen zur Privatisierung sowie Vorstellung der in Osteuropa angewandten Methoden wie Insider-, Outsider- und Voucher-Privatisierung.

3 Fallauswahl: Begründung für die Auswahl von Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik als Untersuchungsobjekte unter Berücksichtigung ihrer historischen und wirtschaftlichen Ausgangslage.

4 Untersuchung: Detaillierte Analyse der Privatisierungsmethoden in den drei Ländern unter Anwendung der drei definierten Variablen Freiheit des Kapitals, Zeitdruck und Grad der Verstaatlichung.

5 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Synthese der Ergebnisse, die bestätigt, dass länderspezifische Gründe maßgeblich für die Wahl der jeweiligen dominanten Privatisierungsstrategie verantwortlich waren.

Schlüsselwörter

Privatisierung, Systemtransformation, Osteuropa, Insider-Privatisierung, Outsider-Privatisierung, Voucher-Privatisierung, Polen, Ungarn, Tschechische Republik, Zeitdruck, Kapitalmarkt, Staatsanteil, Wirtschaftsreformen, Transformationsprozess, Eigentumsübertragung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, warum Polen, Ungarn und die Tschechische Republik nach 1989 unterschiedliche Strategien und Methoden bei der Privatisierung ihrer ehemaligen Staatsunternehmen gewählt haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Systemtransformation von der Plan- zur Marktwirtschaft, verschiedene Privatisierungsarten sowie den Einfluss von Reformtraditionen und staatlicher Verstaatlichungsquote auf wirtschaftspolitische Entscheidungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass spezifische länderspezifische Gründe wie 'Freiheit des Kapitals', 'Zeitdruck' und 'Grad der Verstaatlichung' die Wahl der jeweils dominanten Privatisierungsstrategie in den drei Ländern beeinflusst haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen vergleichenden, fallorientierten Ansatz, der die drei Länder Polen, Ungarn und die Tschechische Republik anhand von drei unabhängigen Variablen strukturiert analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Privatisierungsformen, die Auswahl der Fallbeispiele und die eigentliche Untersuchung der Länder anhand der gewählten Variablen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Privatisierung, Systemtransformation, Insider-Privatisierung, Outsider-Privatisierung und Wirtschaftsreformen in Osteuropa beschreiben.

Warum spielt die Variable 'Zeitdruck' eine so wichtige Rolle für die Tschechische Republik?

Aufgrund der extrem hohen Staatsquote von über 90 Prozent und der fehlenden Reformtradition der 1980er Jahre stand das Land unter massivem Druck, eine schnelle Lösung für den systemischen Wandel zu finden, was zur schnellen, aber teils problematischen Voucher-Privatisierung führte.

Welche Rolle spielt die Gewerkschaft Solidarno in Polen?

Die Gewerkschaft Solidarno übte während des Transformationsprozesses erheblichen Einfluss aus, was dazu führte, dass in Polen die Insider-Privatisierung zur Sicherung des sozialen Friedens und der Akzeptanz der Reformen an Bedeutung gewann.

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Résumé des informations

Titre
Was sind die Gründe für unterschiedliche dominante Privatisierungsmethoden in Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik?
Université
Free University of Berlin  (Osteuropa-Institut)
Cours
Transformationen in Osteuropa - Theoretische und methodische Zugänge
Note
3
Auteur
Michael A. Braun (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
27
N° de catalogue
V116899
ISBN (ebook)
9783640193707
ISBN (Livre)
9783640193806
Langue
allemand
mots-clé
Gründe Privatisierungsmethoden Polen Ungarn Tschechischen Republik Transformationen Osteuropa Theoretische Zugänge
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michael A. Braun (Auteur), 2005, Was sind die Gründe für unterschiedliche dominante Privatisierungsmethoden in Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116899
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Extrait de  27  pages
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