Die Arbeit beginnt mit einer kurzen Erläuterung der LAU-Studie,weil die ULME-Studie auf diese aufbaut. Danach folgen allgemeine Informationen zur ULME-Studie, d. h. allgemeine Ziele werden genannt und über die Operationalisierung der Studie aufgeklärt. Anschließend werden die Lernzieltaxonomien erklärt, worauf die Klassifikationsmatrix von ULME aufbaut. Die Klassifikationsmatrix von ULME war bei der Erstellung der Prüfungsaufgaben eine wichtige Komponente. Letztendlich werden ausgesuchte Ergebnisse der Studie vorgestellt und deren Bedeutung für die zukünftige Gestaltung des berufsbildenden (allgemeinbildenden) Schulsystems.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 LAU
3 ULME
3.1 Allgemeine Ziele der ULME-Studie
3.2 Operationalisierung der ULME-Studie
3.3 Lernzieltaxonomien
3.4 Die Klassifikationsmatrix zur ULME-Studie
4. Ergebnisse der ULME-Studie
4.1 ULME I
4.2 ULME II
4.3 ULME III
5 Die Bedeutung der Ergebnisse von ULME für die zukünftige Gestaltung des berufsbildenden (allgemeinbildenden) Schulsystems
6 Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Projekt "ULME" (Untersuchung von Leistungen, Motivation und Einstellungen in der beruflichen Bildung) detailliert zu erläutern, die angewandten Methoden und Klassifikationsmatrizen zu analysieren und die gewonnenen Ergebnisse im Hinblick auf deren Bedeutung für die Gestaltung des berufsbildenden Schulsystems kritisch zu reflektieren.
- Vorstellung des Konzepts und der Zielsetzungen des ULME-Projekts
- Analyse der Operationalisierung und der Lernzieltaxonomien
- Darstellung wesentlicher Untersuchungsergebnisse aus den drei Teilstudien ULME I, II und III
- Untersuchung von Einflussfaktoren auf den Bildungserfolg, wie soziale Rahmenbedingungen und kognitive Lernvoraussetzungen
- Reflektion der Bedeutung der Ergebnisse für zukünftige bildungspolitische Reformansätze
Auszug aus dem Buch
3.3 Lernzieltaxonomien
Unterricht ist nur dann effektiv, wenn es beim Schüler etwas bewirkt. Das „etwas“ muss aber vorher als Ziel von den Lehrenden definiert werden (Mager, 1977, S. 1), denn es muss eine stabile Basis für die Auswahl oder Gestaltung von Unterrichtsmaterialien, Inhalten oder Verfahren möglich sein. Es muss ein Vorher-Nachher-Vergleich stattfinden können (edb., S. 5), und dem Schüler muss von vorne herein klar sein, was von ihm erwartet wird, damit er sich danach richten und darauf einstellen kann (edb., S. 6).
Dann können mittels Tests überprüft werden, ob die Schüler die festgelegten Lernziele erreichen. Will man Vergleiche zwischen Prüfungen und anderen Bewertungsmassstäben ziehen, sind Klassifikationen der Testfragen notwendig, sprich Lernzieltaxonomien (Bloom, Engelhart, Furst, Hill,& Krathwohl, 1974, S. 24). Bloom entwickelte eine Lernzieltaxonomie, die aus den Hauptklassen Wissen, Verstehen, Anwenden, Analyse, Synthese und Bewertung bestand (edb., S. 31).
Auf der Grundlage der Bloom’schen Lernzieltaxonomie erstellten Anderson und Krathwohl eine neue Version, sie gliederten die Wissenskategorie der Bloom’ schen Lernzieltaxonomie auf und trennten diese von den kognitiven Prozessdimensionen (Hofmeister, 2005, S. 8).
Auch bei der Entwicklung der Testfragen in der ULME-Studie wurden Lernzieltaxonomien angewandt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik internationaler Bildungsstudien ein und stellt das ULME-Projekt als Forschungsgegenstand vor, welches den Fokus auf den berufsbildenden Bereich legt.
2 LAU: Dieses Kapitel erläutert kurz die LAU-Studie (Aspekte der Lernausgangslage und der Lernentwicklung) als Grundlage, auf der das ULME-Projekt aufbaut.
3 ULME: Hier werden die Ziele, die Operationalisierung und die theoretischen Grundlagen (Lernzieltaxonomien und Klassifikationsmatrix) des ULME-Projekts dargelegt.
4. Ergebnisse der ULME-Studie: Dieses Kapitel präsentiert die zentralen Befunde der drei Teilstudien ULME I, II und III und analysiert verschiedene Einflussfaktoren auf den Lernerfolg.
5 Die Bedeutung der Ergebnisse von ULME für die zukünftige Gestaltung des berufsbildenden (allgemeinbildenden) Schulsystems: Dieser Abschnitt diskutiert die Implikationen der Ergebnisse für notwendige Reformen im allgemein- und berufsbildenden Schulsystem.
6 Schluss: Das Schlusskapitel würdigt die Bedeutung der Längsschnittstudie für die Bildungsforschung und betont ihre Funktion als Grundlage für die Entwicklung neuer Konzepte.
Schlüsselwörter
ULME-Projekt, berufliche Bildung, Lernentwicklung, Lernstandsstudie, Klassifikationsmatrix, Lernzieltaxonomie, Kompetenzmessung, Schulerfolg, Fachleistungen, LAU-Studie, Bildungsstandard, berufliche Handlungskompetenz, schulische Motivation, Bildungsgerechtigkeit, Längsschnittstudie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem ULME-Projekt, einer wissenschaftlichen Untersuchung von Leistungen, Motivation und Einstellungen in der beruflichen Bildung in Hamburg.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit fokussiert auf Lernstände und -entwicklungen in verschiedenen berufsbildenden Schulformen, den Einfluss von Bildungsbiografien sowie die theoretische Fundierung durch Kompetenzmodelle.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Hintergründe für Leistungsunterschiede bei Schülern aufzudecken und Erkenntnisse zu gewinnen, die eine bessere Gestaltung der beruflichen Bildung ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird schwerpunktmäßig verwendet?
Die Studie nutzt die Auswertung quantitativer Testdaten und vergleicht diese auf Basis einer eigens entwickelten Klassifikationsmatrix zur Überprüfung von Anspruchsniveaus.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Untersuchungsaufbaus und die detaillierte Präsentation der Ergebnisse aus den drei Teilstudien ULME I bis III.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Wesentliche Begriffe sind ULME-Projekt, berufliche Bildung, Lernzieltaxonomie, Kompetenzmessung, Fachleistungen und schulische Rahmenbedingungen.
Welche Rolle spielt die Klassifikationsmatrix innerhalb der Studie?
Die Klassifikationsmatrix dient als Analyseinstrument, um Testaufgaben hinsichtlich ihres Anspruchsniveaus (Reproduktion, Anwenden, Kritisieren) zu bewerten und Lernleistungen vergleichbar zu machen.
Warum wird im Fazit eine Reform der allgemeinbildenden Schulen gefordert?
Die Ergebnisse legen nahe, dass Leistungsdefizite oft bereits am Ende der allgemeinbildenden Schule bestehen; eine Verbesserung dort würde die Erfolgsaussichten in der beruflichen Ausbildung signifikant erhöhen.
- Citar trabajo
- Luetfiye Temizsoy (Autor), 2007, Das ULME-Projekt: Konzept, erste Ergebnisse und deren Bedeutung für die zukünftige Gestaltung des berufsbildenden Schulsystems, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116949