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Schulische und familiäre Förderung der bilingualen Erziehung

Titel: Schulische und familiäre Förderung der bilingualen Erziehung

Hausarbeit , 2021 , 22 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Judith Scharna (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gegenstand dieser Hausarbeit wird die Frage sein, unter welchen Umständen man eine bilinguale Erziehung für die Zugewanderten ermöglichen kann. Dabei stehen vor allem die Teilbereiche der schulischen und der familiären bilingualen Erziehung im Vordergrund. Erläutert werden die Themen anhand von Fallbeispielen und verschiedenen Modellen. Außerdem werden Ansätze der Förderung für die einzelnen Teilbereiche vorgestellt.

Diese Fragestellung ist deshalb sonderpädagogisch relevant, weil laut dem KMK- Beschluss vom 26.06.1998, ein sonderpädagogischer Förderbedarf im Bereich Sprache vorliegt, “wenn das Kind oder der Jugendliche aufgrund problematischer Entwicklungs- und Lernbedingungen dabei behindert wird, sprachliche Handlungskompetenzen zu erwerben.”

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Definition „bilinguale Erziehung“

2.1.1 Simultan bilinguale Kinder

2.1.2 Sukzessiv bilinguale Kinder

2.2 Einordnung ins Weltgeschehen

2.3 Was sind die Probleme?

2.4 Teilbereich schulisch

2. 4.1 Fallbeispiele:

2.4.2 Konsequenzen aus den Fallbeispielen:

2.4.3 Modelle der schulischen einsprachigen Bildung

2.4.4 Modelle der schulischen zweisprachigen Bildung

2.4.5. Modelle der schulischen zweisprachigen Bildung in Deutschland

2.4.6 Ansätze der schulischen bilingualen Förderung

2.5 Teilbereich: familiär

2.5.1 Fallbeispiele

2.5.2 Das “one-person – one language” Prinzip (OPOL)

2.5.3 Probleme/Nachteile Deutsch innerhalb der Familie bei anderer Herkunftssprache

2.5.4 Ansätze der familiären bilingualen Förderung

3 Fazit:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Voraussetzungen, unter denen eine bilinguale Erziehung für Kinder mit Migrationshintergrund sowohl im schulischen als auch im familiären Kontext erfolgreich ermöglicht und gefördert werden kann, um eine gelungene Integration zu unterstützen.

  • Grundlagen der bilingualen Erziehung und Spracherwerbsprozesse
  • Schulische Rahmenbedingungen und Herausforderungen für geflüchtete Jugendliche
  • Modelle der schulischen ein- und zweisprachigen Bildung in Deutschland
  • Förderansätze und die Rolle des familiären Sprachgebrauchs

Auszug aus dem Buch

2. 4.1 Fallbeispiele:

Aus England: Rukhsana

“Eine der Aufgaben, die wir unseren Studentinnen zu Beginn ihres vierjährigen BA […] für Grundschullehrer/innen stellen, besteht im Schreiben eines autobiographischen Texts. Sie entscheiden sich häufig dafür, über sich selbst als Lernende zu schreiben. Einer der ersten Texte, die ich je erhielt, bewegte mich sehr und tut es immer noch. […] Sie schrieb über sich selbst als kleines Kind, das in die englische Schule kam und kein Englisch sprechen konnte. Keiner in der Klasse konnte Pandschabi, sodass sie niemanden zum Sprechen hatte. Einige Wochen später traf ein anderes kleines Mädchen ein, das Pandschabi sprach und auch etwas Englisch. Für Rukhsana wurde das Leben wesentlich besser. Doch eine Weile später geschah etwas, dass sie zutiefst traf. Eines Tages, als sie zufrieden mit ihrer zweisprachigen Freundin arbeitete, trat der Lehrer vor sie, hielt ihr einen bunten Gegenstand hin und sagte etwas zu ihr. Rukhsana verstand nicht die Worte, wusste aber, dass etwas von ihr erwartet wurde. Ihre Freundin erklärte ihr in Pandschabi, dass der Lehrer sie auffordere, die Farbe des Gegenstands zu benennen. Bevor sie jedoch antworten konnte, schimpfte der Lehrer sehr mit der Übersetzerin und schickte sie auf die andere Seite des Klassenzimmers. Rukhsana fuhr mit ihrer Geschichte fort: Der Lehrer verließ mich und ich starrte verständnislos auf die anderen Kinder. Jedes von ihnen war mit etwas beschäftigt: Sie spielten, lasen, arbeiteten oder sprachen auf Englisch. Ich saß da und bemitleidete mich selbst. Der Lehrer war weitergegangen, um andere Kinder zu beurteilen, so als ob nicht wirklich etwas Dramatisches geschehen wäre. Wahrscheinlich dachte er, es sei einfach eine Begebenheit mit einem asiatischen Kind, das keine Farben kennt und eigentlich nichts weiß. Es war ein Tag, an dem ich viele Emotionen in mir spürte. Gefühle, die ich nie zuvor erfahren hatte. Ich wollte nicht ich selbst sein.” (Conteh, 2006, S.210).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Sprache als Schlüssel zur Integration ein und formuliert die Forschungsfrage zur Förderung bilingualer Erziehung bei Migranten.

2 Hauptteil: Der Hauptteil definiert verschiedene Formen der Bilingualität und analysiert die spezifischen Herausforderungen im schulischen sowie familiären Bereich anhand von Modellen und Fallbeispielen.

3 Fazit: Das Fazit fasst die notwendigen Maßnahmen zusammen und betont die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen von Schule und Familie für eine erfolgreiche bilinguale Erziehung.

Schlüsselwörter

Bilinguale Erziehung, Mehrsprachigkeit, Integration, Schulische Förderung, Familiäre Förderung, Spracherwerb, Migrationshintergrund, Sprachbarrieren, Bildungssprache, Herkunftssprache, Submersion, Immersion, OPOL-Prinzip, Sprachvorbild, Chancengleichheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Möglichkeiten und Herausforderungen einer zweisprachigen Erziehung bei Kindern mit Migrationshintergrund in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der schulische Spracherwerb, die Einbindung der Herkunftssprache, das Sprachvorbild der Eltern und verschiedene pädagogische Modelle zur Sprachförderung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, unter welchen Bedingungen im schulischen und familiären Umfeld eine bilinguale Förderung erfolgreich gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Fallbeispielen, um Ansätze und Modelle der Sprachförderung kritisch zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Definition von Bilingualität, eine Analyse schulischer Probleme und Modelle sowie eine Untersuchung des familiären Sprachgebrauchs und entsprechender Förderansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Mehrsprachigkeit, Integration, Sprachförderung, Herkunftssprache und Bildungssprache.

Was ist das zentrale Problem bei Anissa im Fallbeispiel?

Anissa ist von ihrer deutschsprachigen Umgebung isoliert und findet in der Schule keinen Anschluss, da ihre Herkunftssprache nicht gewürdigt wird, was ihre Bildungschancen gefährdet.

Warum wird das OPOL-Prinzip kritisch betrachtet?

Das Prinzip, dass jedes Elternteil nur eine Sprache spricht, kann sich als kontraproduktiv erweisen, da natürliches Sprachverhalten wie das Mischen von Sprachen für die kindliche Entwicklung oft förderlicher ist.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schulische und familiäre Förderung der bilingualen Erziehung
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,7
Autor
Judith Scharna (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
22
Katalognummer
V1170242
ISBN (PDF)
9783346581211
ISBN (Buch)
9783346581228
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schule; Familie; Bilingualismus; bilinguale Förderung; Erziehung; Simultan bilingual ; sukzessiv bilingual ; DaZ OPOL ; One Person One Language
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Judith Scharna (Autor:in), 2021, Schulische und familiäre Förderung der bilingualen Erziehung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1170242
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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