Unternehmen stellen sich häufig die Frage, wie sie ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern und den Unternehmenserfolg langfristig sichern können. Deshalb entscheiden sie sich häufig für eine Strategie der Diversifikation, welche ein viel diskutiertes Thema betriebswirtschaftlicher Theorie und Praxis darstellt. Bei diesem Themenkomplex handelt es sich um die Ausweitung des Leistungsprogramms eines Unternehmens über die bisherigen Geschäftsaktivitäten und/ oder die Erschließung neuer Märkte. 1 Doch: Was veranlasst Unternehmen auf neuen Märkten zu agieren oder ihr Produktangebot zu verändern? Welche Ziele werden damit verfolgt? Wie stellt sich der Unternehmenswert am erfolgreichsten ein? Ist es sinnvoll zu diversifizieren oder sollten sich Unternehmen auf ihr Stammgeschäft konzentrieren? Das Ziel dieser Arbeit besteht zunächst darin eine grundsätzliche Begriffseinordnung anhand der Protagonisten, Kenneth R. Andrews, Harry I. Ansoff und Rolf Bühner, sowie die Entwicklungen im Bereich der Diversifikation seit der Zeit nach dem 2. Weltkrieg darzustellen. Es folgen verschiedene Bestimmungsgründe, exogener sowie endogener Art, welche Unternehmen zur Ausweitung ihres Leistungsspektrums veranlassen und welche Ziele diese mit der Diversifikationsstrategie verfolgen, um den gewünschten Erfolg verzeichnen zu können. Zudem werden die drei grundsätzlichen Ausprägungsformen, die horizontale, vertikale und laterale Diversifikation näher beschrieben und hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile untersucht. Die Diversifikationsarten und –stoßrichtungen werden ebenfalls betrachtet, ehe ein abschließendes Fazit die Seminararbeit abrundet.
Inhaltsverzeichnis
3. Einleitung
4. Grundbegriffe/ Grundlagen
4.1. Begriffliche Einordnung
4.2. Entwicklungsgeschichte
5. Bestimmungsgründe
5.1. Exogene Gründe
5.1.1. Technischer Fortschritt
5.1.2. Nachfrageschwankungen
5.1.3. Wettbewerbsintensität
5.2. Endogene Gründe
5.2.1. Produktions- und Absatzbereich
5.2.2. Forschungs- und Entwicklungsbereich
5.2.3. Managementbereich
5.2.4. Finanzbereich
6. Ziele
6.1. Wachstum
6.2. Risikoreduzierung
6.3. Rentabilität
6.4. Wettbewerbsfähigkeit
6.5. Zusammenfassung
7. Ausprägungsformen
7.1. Klassifizierung nach den Diversifikationsrichtungen
7.1.1. Horizontale Diversifikation
7.1.2. Vertikale Diversifikation
7.1.3. Laterale Diversifikation
7.1.3.1. Konzentrische Diversifikation
7.1.3.2. Konglomerate Diversifikation
7.2. Klassifizierung nach den Diversifikationsarten
7.2.1. Interne Diversifikation
7.2.2. Externe Diversifikation
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen, die treibenden Bestimmungsgründe sowie die vielfältigen Zielsetzungen und Ausprägungsformen von Diversifikationsstrategien in Unternehmen, um zu klären, wie diese zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und des Unternehmenserfolgs beitragen können.
- Begriffliche Einordnung und historische Entwicklung der Diversifikation
- Analyse exogener und endogener Bestimmungsgründe für Leistungsausweitungen
- Untersuchung zentraler strategischer Ziele wie Wachstum, Risikoreduzierung und Rentabilität
- Klassifizierung der Diversifikation nach Richtungen (horizontal, vertikal, lateral)
- Differenzierung zwischen internen und externen Diversifikationsarten
Auszug aus dem Buch
5.1.1. Technischer Fortschritt
Aufgrund eines sich ständig verbessernden technologischen Wissenstands wählen Unternehmen häufig die Strategie der Diversifikation.
Ein Grund liegt darin, dass man technologischen Entwicklungen möglicherweise finanziell nicht standhalten kann und somit aus seinem Kerngeschäft in neue Produkt-/ Marktbereiche vordringt um die Existenz der Unternehmung zu gewährleisten. Zudem stellt sich der sinkende Produktlebenszyklus als ein ernstzunehmendes Problem dar, da es nun zu einer rascheren Überalterung der hergestellten Produkte kommt. Unternehmen müssen somit rechtzeitig an technisch verbesserten Nachfolgeprodukten arbeiten oder sie diversifizieren hinsichtlich neuer Produkte um den eintretenden Gewinnrückgang des bisherigen Produkts mit Gewinnen des neuen Produkts zeitgleich aufzuheben. Somit steht die Diversifikationsstrategie hier für eine Aufrechterhaltung der gegenwärtigen Gewinnlage. Weiterhin sehen Unternehmen aufgrund technischen Fortschritts Möglichkeiten um ihre Wettbewerbsfähigkeit am Markt zu steigern. Durch den Eintritt in junge, wachsende Märkte, in denen Unternehmen Wachstumspotenziale verspüren, rechnen sie sich Chancen aus um ihre Ertragslage sowie ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.
Zusammenfassung der Kapitel
3. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, wie Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Diversifikation langfristig sichern können, und umreißt das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit.
4. Grundbegriffe/ Grundlagen: Hier wird die begriffliche Basis der Diversifikation durch bekannte Protagonisten definiert und die historische Entwicklung der Strategie seit der Nachkriegszeit nachgezeichnet.
5. Bestimmungsgründe: Dieses Kapitel differenziert zwischen exogenen Faktoren wie technischem Fortschritt und Nachfrageschwankungen sowie endogenen Motiven, die ihren Ursprung in unternehmensinternen Ressourcen und Kapazitäten haben.
6. Ziele: Die zentralen Zielsetzungen von Diversifikationsstrategien, insbesondere Wachstum, Risikostreuung, Rentabilitätssteigerung und die Stärkung der Wettbewerbsposition, werden hier detailliert erörtert.
7. Ausprägungsformen: Dieses Kapitel klassifiziert Diversifikation in verschiedene Richtungen (horizontal, vertikal, lateral) und unterscheidet methodisch zwischen internen und externen Realisierungswegen.
8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Diversifikationsstrategie, wobei die Bedeutung des Kerngeschäfts betont und ein Ausblick auf die zukünftige Relevanz gegeben wird.
Schlüsselwörter
Diversifikation, Strategie, Unternehmenswachstum, Risikoreduzierung, Rentabilität, Wettbewerbsfähigkeit, Marktentwicklung, Produktentwicklung, Synergieeffekte, Interne Diversifikation, Externe Diversifikation, Akquisition, Kooperation, Stammgeschäft, Ressourcenallokation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem strategischen Konzept der Diversifikation, welches Unternehmen zur Erweiterung ihres Leistungsprogramms oder zur Erschließung neuer Märkte nutzen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Definition und Historie des Begriffs, den Anreizen für eine Diversifikation, den verfolgten strategischen Zielen und den verschiedenen Formen der praktischen Umsetzung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel der Arbeit ist es, die Beweggründe, strategischen Ziele und die verschiedenen Ausprägungsformen der Diversifikation zu systematisieren und deren Beitrag zum Unternehmenserfolg zu untersuchen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung theoretischer Ansätze namhafter Managementtheoretiker wie Ansoff, Andrews und Bühner.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung exogener und endogener Ursachen, die Analyse der verfolgten Unternehmensziele sowie eine detaillierte Systematik der Diversifikationsrichtungen und -arten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Strategisches Marketing, Diversifikationsrichtungen, Synergiepotenziale, Ressourcenmanagement und Wettbewerbsvorteile geprägt.
Warum spielt der technische Fortschritt eine so große Rolle für die Diversifikation?
Der technische Fortschritt verkürzt Produktlebenszyklen, was Unternehmen dazu zwingt, entweder ihre bestehenden Produkte kontinuierlich zu verbessern oder durch Diversifikation neue Ertragsquellen zu erschließen, um Gewinnrückgänge abzufangen.
Welche Rolle spielt das "Stammgeschäft" laut Fazit?
Der Autor betont, dass Diversifikation zwar Chancen bietet, aber das Kerngeschäft nicht vernachlässigt werden darf, da sonst Marktanteilsverluste drohen, weshalb strategische Investitionen stets sorgfältig abgewogen werden sollten.
- Citation du texte
- Markus Bächer (Auteur), 2007, Bestimmungsgründe, Ziele und Ausprägungsformen der Diversifikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117513