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Lebenslanges Lernen als bildungspolitisches Konzept für europäische Hochschulen

Ein Vergleich deutscher und finnischer Hochschulen hinsichtlich des Bologna-Prozesses im Sinne des lebenslangen Lernens

Title: Lebenslanges Lernen als bildungspolitisches Konzept für europäische Hochschulen

Seminar Paper , 2019 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jan Dissemond (Author)

Pedagogy - Higher Education
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Die wachsende Heterogenität der Lernenden stellt das Bildungsangebot unlängst vor Herausforderungen und impliziert gleichzeitig die Notwendigkeit, Bildungszugänge aus verschiedenen Richtungen zu ermöglichen. Für die Durchlässigkeit des Bildungswesens ist daher der Zugang zur Hochschulbildung für Personen ohne eine klassische Hochschulzugangsberechtigung zu einem entscheidenden Thema der europäischen Hochschulpolitik geworden. Eine Möglichkeit, unterrepräsentierten Gruppen den Zugang zu erleichtern, sieht der Bologna-Prozess im Konzept des lebenslangen Lernens.

Während in Deutschland berufliche und hochschulische Bildung weitestgehend voneinander getrennte Bereiche darstellen, sind die Grenzen in vielen anderen europäischen Ländern fließender. Teilweise ist die Idee des lebenslangen Lernens bereits gelebte Hochschulkultur. Bei der Implementierung von lebenslangem Lernen im europäischen Hochschulraum schneiden vor allem skandinavische Länder besonders gut ab. Finnland hat sich beispielsweise umfangreich auf die Anforderungen des lebenslangen Lernens im Sinne des Bologna-Prozesses ausgerichtet. Das finnische Hochschulwesen zeichnet sich dadurch aus bildungsferne Schichten besonders gut zu integrieren. Finnland kann also eine deutlich höhere Durchlässigkeit der Hochschulen gegenüber der heterogenen Studierendenschaft vorweisen. Das deutsche Hochschulwesen scheint sich diesbezüglich noch schwer zu tun.

Die Divergenz der beiden angeführten Hochschulwesen, trotz des gemeinsamen europäischen Hochschulraumes und dem im Bologna-Prozess gesetzten Ziel zur Implementierung des lebenslangen Lernens, macht den Vergleich dieser beiden Hochschulwesen zu einem relevanten Thema. Aus dem Vergleich soll hervorgehen, warum sich das deutsche Hochschulwesen, im Vergleich zum finnischen Hochschulwesen, bei der Umsetzung des lebenslangen Lernens im Sinne des Bologna-Prozesses so schwertut. Mithilfe der dadurch gewonnenen Erkenntnisse sollen Rückschlüsse darauf gezogen werden, was deutsche Hochschulen von finnischen Hochschulen lernen können.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. LEBENSLANGES LERNEN: EINE EINFÜHRUNG

3. LEBENSLANGES LERNEN IM KONTEXT DES BOLOGNA-PROZESSES

4. LEBENSLANGES LERNEN AN DEUTSCHEN HOCHSCHULEN

5. LEBENSLANGES LERNEN AN FINNISCHEN HOCHSCHULEN

6. PERSPEKTIVEN

7. RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht im Rahmen eines Ländervergleichs zwischen Deutschland und Finnland, wie das Konzept des lebenslangen Lernens innerhalb des Bologna-Prozesses an den jeweiligen Hochschulen implementiert wurde, um die bestehenden Defizite im deutschen Hochschulwesen zu identifizieren und Potenziale zur Optimierung aufzuzeigen.

  • Bedeutung des lebenslangen Lernens als bildungspolitisches Konzept
  • Die Rolle des Bologna-Prozesses bei der Integration lebenslangen Lernens
  • Strukturelle Analyse der Umsetzung an deutschen Hochschulen
  • Analyse des finnischen Hochschulmodells als "Best Practice"-Beispiel
  • Vergleich der Rahmenbedingungen und Identifikation von Transfermöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

3. Lebenslanges Lernen im Kontext des Bologna-Prozesses

Hochschulische Lern- und Bildungsprozesse waren zuallererst, gerade in Deutschland, für die grundständige Ausbildung junger Menschen ohne berufliche Vorausbildung vorgesehen. Dieses Verständnis von Hochschulbildung sollte im Kontext des Bologna-Prozesses abgelöst werden. Im Rahmen des Bologna-Prozesses wird von europäischen Hochschulen gefordert sich als Institutionen lebenslangen Lernens zu verstehen (vgl. Hanft und Maschwitz 2012, S. 113).

Erklärtes Ziel auch deutscher Hochschulen war es, die Durchlässigkeit des Bildungssystems und insbesondere den Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte zu erleichtern. Dies soll, laut nationalem Bericht der Kultusministerkonferenz und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung aus letztem Jahr, durch eben dieses Konzept des lebenslangen Lernens im Sinne des Bologna-Prozesses geschehen, um auf die gesellschaftlichen Entwicklungen und die Ansprüche des Arbeitsmarktes angemessen reagieren zu können (vgl. Kultusministerkonferenz und Bundesministerium für Bildung und Forschung 2018, S. 11f.).

Wie es zu der Forderung und Umsetzung des Bologna-Prozesses gekommen ist, soll nun im Folgenden aufgezeigt werden. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Entwicklung der Gewichtung des lebenslangen Lernens in den ersten zehn Jahren der zweijährigen Treffen der europäischen Bildungsministerinnen und Bildungsminister gelegt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die steigende Heterogenität der Studierendenschaft und die Notwendigkeit, das deutsche Hochschulwesen durch die Implementierung des lebenslangen Lernens im Sinne des Bologna-Prozesses für neue Zielgruppen zu öffnen.

2. LEBENSLANGES LERNEN: EINE EINFÜHRUNG: Dieses Kapitel definiert lebenslanges Lernen als ganzheitliches Konzept, das über formale Weiterbildung hinausgeht und auf gesellschaftliche Herausforderungen wie den demografischen Wandel reagiert.

3. LEBENSLANGES LERNEN IM KONTEXT DES BOLOGNA-PROZESSES: Der Abschnitt skizziert die Entwicklung des Konzepts innerhalb der europäischen Hochschulministerkonferenzen seit 1999 und dessen zunehmende Verankerung als Schlüsselbegriff der Bildungspolitik.

4. LEBENSLANGES LERNEN AN DEUTSCHEN HOCHSCHULEN: Das Kapitel analysiert die deutsche Hochschullandschaft, die trotz formaler Reformansätze weiterhin starke Barrieren bei der Integration nicht-traditioneller Studierender aufweist.

5. LEBENSLANGES LERNEN AN FINNISCHEN HOCHSCHULEN: Hier wird das finnische Modell als Vorzeigeland präsentiert, das sich durch eine tiefgreifende strategische Einbettung des lebenslangen Lernens auszeichnet.

6. PERSPEKTIVEN: Dieser Teil erörtert, inwiefern finnische Ansätze auf das deutsche System übertragbar sind und welche strukturellen Anpassungen in Deutschland notwendig erscheinen.

7. RESÜMEE: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und betont das enorme Entwicklungspotenzial deutscher Hochschulen bei der Öffnung für heterogene Studierendengruppen.

Schlüsselwörter

Lebenslanges Lernen, Bologna-Prozess, Hochschulbildung, Deutschland, Finnland, Durchlässigkeit, Weiterbildung, Bildungsbiografie, Hochschulzugang, Studierendenschaft, Heterogenität, Hochschulpolitik, Vergleichsstudie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Umsetzung des Konzepts des lebenslangen Lernens an deutschen und finnischen Hochschulen im Kontext des Bologna-Prozesses.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die europäische Hochschulpolitik, die Durchlässigkeit von Bildungsbiografien und der Vergleich von Hochschulstrukturen.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Untersuchung?

Das Ziel ist es, Defizite im deutschen System aufzuzeigen und durch einen Vergleich mit Finnland Lösungswege für eine erfolgreichere Öffnung der Hochschulen zu finden.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie den Vergleich nationaler Hochschulsysteme und bildungspolitischer Strategien.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Fundierung des lebenslangen Lernens, die historische Entwicklung des Bologna-Prozesses sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Umsetzung in Deutschland und Finnland.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe lebenslanges Lernen, Bologna-Prozess, Hochschulzugang und Systemvergleich beschreiben.

Warum schneidet Deutschland im internationalen Vergleich bei der Umsetzung schlechter ab?

Laut Autor liegt dies an der historisch gewachsenen Entkopplung von beruflicher und akademischer Bildung sowie an einem starren Verständnis des "Normalstudierenden".

Was macht das finnische Modell laut dem Text zu einem "Best Practice"-Beispiel?

Finnland integriert Weiterbildung als Kernaufgabe in seine Universitätsstrategien und verfügt über eine hohe Durchlässigkeit, die den Begriff des "nicht-traditionellen Studierenden" überflüssig macht.

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Details

Title
Lebenslanges Lernen als bildungspolitisches Konzept für europäische Hochschulen
Subtitle
Ein Vergleich deutscher und finnischer Hochschulen hinsichtlich des Bologna-Prozesses im Sinne des lebenslangen Lernens
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
1,7
Author
Jan Dissemond (Author)
Publication Year
2019
Pages
22
Catalog Number
V1175846
ISBN (PDF)
9783346596253
ISBN (Book)
9783346596260
Language
German
Tags
Pädagogik Bildung Lebenslanges Lernen Bologna Finnland Deutschland Universitäten Hochschulen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Dissemond (Author), 2019, Lebenslanges Lernen als bildungspolitisches Konzept für europäische Hochschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1175846
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