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Wechselwähler

Eine Untersuchung des Wählerverhaltens anhand von Rational-Choice und Mikrosoziologischem Ansatz

Title: Wechselwähler

Seminar Paper , 2005 , 28 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Tobias Gräf (Author)

Politics - Other International Politics Topics
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Summary Excerpt Details

Im Wahlkampf zählt jede einzelne Stimme, deshalb die Parteien im politischen Wettbewerb
hart darum kämpfen. Auch wenn die Parteien über Stammwählerschafften verfügen,
müssen sie immer wieder damit rechnen, dass Wähler das Lager wechseln. Die Wechselwähler
bringen Bewegung in den politischen Wettbewerb. Das wissen auch die Parteien
nur zu gut und versuchen stets um dieses Wählersegment zu werben. Mehr als schwache
Wahlbeteiligung und demographischer Wandel beeinflussen sie die Gewinne und Verluste
der Parteien.
Die Wahlforschung kennt unterschiedliche Werkzeuge zur Messung des Wählerverhaltens.
Sie folgen unterschiedlichen Paradigmen und gehen das Problem von unterschiedlichen
Seiten an. Eine Theorie kann aber nie die ganze Wahrheit sondern stets nur einen Ausschnitt
der Realität zeigen. Daher sollen hier wenigsten zwei Ansätze miteinander verglichen
werden. Dieser Vergleich darf nicht als Schlagabtausch im Sinne eines Boxkampfes
verstanden werden. Weder wird es einen Sieg nach Punkten noch durch K.O. geben. AM
ende wird es keinen alleinigen Sieger geben. Vielmehr soll der Vergleich die Stärken und
Schwächen der Ansätze erörtern und aufzeigen, an welchen Stellen sich die beiden Ansätze
widersprechen und wo sie sie sich ergänzen.
Beginnen werde ich mit dem Rational-Choice Ansatz, genauer gesagt mit der Ökonomischen
Theorie der Demokratie von Anthony Downs. Dieser Ansatz beruht auf dem rationalen
Paradigma, sein Menschenbild ist der Homo Oeconomicus, ein nüchtern kalkulierender,
Kosten-Nutzen-maximierender und somit rationaler Akteur. Downs begreift den Wähler
als einen solchen rationalen Wähler. Er rechnet sich aus, welche Partei ihm den größten
Nutzen einbringt und leitet daraus seine Wahlentscheidung ab.
Einen anderen Weg geht der Mikrosoziologische Ansatz, dargestellt am Beispiel der beiden
Studien von Lazarsfeld und Berelson. Hier ist der Wähler eingebettet in ein soziales
Umfeld, das fortlaufend Einfluss auf ihn ausübt. Der Wähler reagiert auf diese Einflüsse,
möchte auf von seiner Umwelt akzeptiert werden und gleicht seine persönliche Meinung
der vorherrschenden kollektiven Meinung an. Das dazugehörige Menschenbild ist des
Homo Sociologicus.
Im Anschluss an die beiden Ansätze wird das Phänomen der Wechselwähler eingehend unter
die Lupe genommen. Wichtig ist hierbei, die Bedeutung des Wechselwählers herauszuarbeiten
und Rückschlüsse auf seinen Einfluss auf den Wahlkampf zu ziehen. Auch Möglichkeiten
der Messung werden vorgestellt. Schließlich werden die Bundestagswahlen von 2002 und 2005 untersucht, um das Ausmaß
der Wählerwanderung zu ermitteln.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Downs’ Ökonomische Theorie der Demokratie

2.1 Begriffliches

2.2 Das Parteidifferenzial

2.4 Wahlparadoxon

2.5 Zwischenbilanz

3. Der mikrosoziologische Ansatz

3.1 The People’s Choice

3.2 Der Aktivierungseffekt und der Verstärkungseffekt

3.3 Gruppendynamik

3.4 Voting

3.5 Zwischenbilanz

4. Wechselwähler

4.1 Zum Begriff

4.2 Die Bedeutung der Wechselwähler

4.3 Zur Messung

5. Empirische Befunde

5.1 Die Bundestagswahl 2002

5.2 Die Bundestagswahl 2005

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Wählerverhaltens, insbesondere die Dynamik von Wechselwählern, unter Anwendung der rational-choice-theoretischen Perspektive nach Anthony Downs sowie des mikrosoziologischen Ansatzes von Lazarsfeld et al. Das Ziel ist ein systematischer Vergleich beider Theorien, um deren Erklärungsgehalt für das Wahlverhalten und die Bewegungen im politischen Wettbewerb aufzuzeigen.

  • Analyse des Rational-Choice-Ansatzes und des Konzepts des Parteidifferenzials.
  • Untersuchung des mikrosoziologischen Ansatzes und der Rolle sozialer Kontexte.
  • Definition und Messung des Phänomens der Wechselwähler.
  • Empirische Anwendung der Theorien auf die Bundestagswahlen 2002 und 2005.
  • Bewertung der Stärken und Schwächen beider Ansätze für die Erklärung von Wählerwanderungen.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Im Wahlkampf zählt jede einzelne Stimme, deshalb die Parteien im politischen Wettbewerb hart darum kämpfen. Auch wenn die Parteien über Stammwählerschaften verfügen, müssen sie immer wieder damit rechnen, dass Wähler das Lager wechseln. Die Wechselwähler bringen Bewegung in den politischen Wettbewerb. Das wissen auch die Parteien nur zu gut und versuchen stets um dieses Wählersegment zu werben. Mehr als schwache Wahlbeteiligung und demographischer Wandel beeinflussen sie die Gewinne und Verluste der Parteien.

Die Wahlforschung kennt unterschiedliche Werkzeuge zur Messung des Wählerverhaltens. Sie folgen unterschiedlichen Paradigmen und gehen das Problem von unterschiedlichen Seiten an. Eine Theorie kann aber nie die ganze Wahrheit sondern stets nur einen Ausschnitt der Realität zeigen. Daher sollen hier wenigstens zwei Ansätze miteinander verglichen werden. Dieser Vergleich darf nicht als Schlagabtausch im Sinne eines Boxkampfes verstanden werden. Weder wird es einen Sieg nach Punkten noch durch K.O. geben. AM ende wird es keinen alleinigen Sieger geben. Vielmehr soll der Vergleich der Stärken und Schwächen der Ansätze erörtern und aufzeigen, an welchen Stellen sich die beiden Ansätze widersprechen und wo sie sie sich ergänzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz des Wählerverhaltens ein und stellt den Vergleich zwischen rational-choice-theoretischen und mikrosoziologischen Erklärungsansätzen als Zielsetzung vor.

2. Downs’ Ökonomische Theorie der Demokratie: Dieses Kapitel erläutert das rationale Modell von Anthony Downs, basierend auf dem Homo Oeconomicus und dem Konzept des Parteidifferenzials.

3. Der mikrosoziologische Ansatz: Hier wird der Ansatz von Lazarsfeld et al. dargestellt, der das Wahlverhalten stark an den sozialen Kontext und die Gruppenzugehörigkeit koppelt.

4. Wechselwähler: Das Kapitel definiert den Begriff des Wechselwählers, diskutiert seine Bedeutung für den politischen Wettbewerb und stellt Messmethoden vor.

5. Empirische Befunde: Die theoretischen Ansätze werden anhand der Ergebnisse der Bundestagswahlen 2002 und 2005 auf ihre praktische Anwendbarkeit geprüft.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Stärken und Schwächen der beiden untersuchten Paradigmen bei der Erklärung des Wählerverhaltens.

Schlüsselwörter

Wählerverhalten, Wechselwähler, Rational-Choice, Mikrosoziologischer Ansatz, Parteidifferenzial, Wahlparadoxon, Politische Partizipation, Bundestagswahl, Wählerwanderung, Soziale Prädisposition, Homo Oeconomicus, Homo Sociologicus, Parteienwettbewerb, Wahlforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen des Wahlverhaltens und insbesondere das Verhalten von Wechselwählern durch einen theoretischen Vergleich.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die rationale Wahlentscheidung nach ökonomischen Modellen und der Einfluss des sozialen Umfelds auf die politische Entscheidung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Rational-Choice-Ansatz von Downs und den mikrosoziologischen Ansatz von Lazarsfeld gegenüberzustellen, um zu verstehen, wie sie das Wahlverhalten erklären.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie die Anwendung dieser Theorien auf empirische Daten der Bundestagswahlen 2002 und 2005.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Modelle, die Definition und Bedeutung von Wechselwählern sowie die empirische Analyse konkreter Wahlergebnisse detailliert ausgeführt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Wechselwähler, Rational-Choice, soziale Prädisposition, Parteidifferenzial und die politische Dynamik bei Bundestagswahlen.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von Downs von dem mikrosoziologischen Ansatz?

Downs betrachtet den Wähler als rationalen, nutzenmaximierenden Akteur (Homo Oeconomicus), während der mikrosoziologische Ansatz den Wähler als in soziale Strukturen eingebettet sieht (Homo Sociologicus).

Was ist das Wahlparadoxon laut Downs?

Das Wahlparadoxon beschreibt den Widerspruch, dass die Kosten der Wahlentscheidung den erwarteten Nutzen aus einer einzelnen Stimme für einen rationalen Akteur in einer Massendemokratie eigentlich übersteigen.

Welche Rolle spielen Bundestagswahlen als Fallbeispiele?

Die Wahlen von 2002 und 2005 dienen dazu, die theoretischen Annahmen zu validieren und zu sehen, inwieweit Wählerwanderungen durch die Konzepte erklärt werden können.

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Details

Title
Wechselwähler
Subtitle
Eine Untersuchung des Wählerverhaltens anhand von Rational-Choice und Mikrosoziologischem Ansatz
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Theorie des Wählerverhaltens
Grade
2,3
Author
Tobias Gräf (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V117882
ISBN (eBook)
9783640210183
ISBN (Book)
9783640210220
Language
German
Tags
Wechselwähler Theorie Wählerverhaltens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Gräf (Author), 2005, Wechselwähler, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117882
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