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Burn-Out-Gruppenberatung. Die Umsetzung der coronabedingten Umstellung auf Onlineberatung

Eine empirische Studie über die Auswirkungen der Pandemie in Hinblick auf Beratungssettings

Titre: Burn-Out-Gruppenberatung. Die Umsetzung der coronabedingten Umstellung auf Onlineberatung

Thèse de Bachelor , 2021 , 52 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Sophie Fabienne Göthel (Auteur)

Psychologie - Consultation et Thérapie
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In dieser Arbeit sollen die Auswirkungen der Umstellung von Präsenz- auf Online-Beratungssettings in Hinblick auf Burn-Out Selbsthilfegruppen untersucht werden. Der Kontext Burn-Out ist in Hinblick auf das Forschungsthema besonders von aktueller Relevanz, da gerade in der Pandemie viele Menschen in berufliche Ausnahmesituationen geraten, ihre Stelle verlieren oder neue Aufgaben und/oder viele Überstunden übernehmen müssen. Somit entsteht eine neue Risikosituation tiefer emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung für viele Menschen. Des Weiteren soll besonders die Umstellung auf digitale Gruppenberatung in Selbsthilfegruppen erforscht werden, da auch dort besondere Herausforderungen wie die Auswahl der Kommunikationssysteme, der soziale Austausch oder die Koordination auftreten. Doch bietet die Umstellung von Präsenz- auf Online-Beratung nur Herausforderungen, oder eröffnet das neue Beratungssetting sogar neue Möglichkeiten?

Um sich der Thematik zu nähern, wird zunächst das Krankheitsbild des Burn-Out-Syndroms, sowie die Systematik der Selbsthilfegruppenberatung dargestellt. Als nächstes wird die Verbindung zur Onlineberatung hergeleitet und die verschiedenen Formen dieser näher erläutert. Um der Forschungsfrage: „Inwiefern ist das Beratungssetting durch die Umstellung auf Online-Beratung positiv oder negativ verändert?“ nachzugehen, wurden insgesamt sechs halboffene Interviews mit vier KlientInnen und zwei leitenden und beratenden Personen zweier verschiedener Selbsthilfegruppen aus Nordrhein-Westfalen geführt. Eingeleitet wird die eigene Forschung dieser Bachelorarbeit mit der Vorstellung der Methodik in Hinblick auf die Forschungsfrage, die gewählte Interviewform, sowie der Auswertungsmethode. Im Anschluss daran werden die Interviewergebnisse dargestellt und bezogen auf die Forschungsfrage diskutiert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Burn-Out und Selbsthilfegruppen

2.1 Das Burn-Out-Syndrom

2.2 Selbsthilfe als psychosoziale Beratungsform

3 Einführung in die Online-Beratung

3.1 Chat-Beratung

3.2 Video-Beratung

4 Methodik der Empirie

4.1 Fragestellung und Hintergrund

4.2 Die Interviewmethode

4.3 Die Auswertung

5 Ergebnisdarstellung

5.1 Burn-Out-Beratung

5.2 Rahmenbedingungen der Umgebung

5.3 Ablauf

5.4 Technik

5.5 Hilfreiche Faktoren

5.6 Vertrauen und Datenschutz

5.7 Emotionale Nähe

5.8 Zukunftsperspektive

6 Ergebnisdiskussion

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der pandemiebedingten Umstellung von Präsenz- auf Online-Beratungssettings bei Burn-Out-Selbsthilfegruppen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern sich diese Umstellung positiv oder negativ auf das Beratungssetting auswirkt und welche Herausforderungen sowie Chancen sich für die Teilnehmenden und Leitenden ergeben.

  • Vergleich von Präsenz- und Online-Beratung in Selbsthilfegruppen
  • Technische und organisatorische Herausforderungen der Umstellung
  • Einfluss der virtuellen Kommunikation auf Vertrauen und Nähe
  • Rolle von E-Mental-Health und digitalen Medien
  • Empirische Analyse von Nutzererfahrungen in der Burn-Out-Beratung

Auszug aus dem Buch

Die Interviewmethode

Um der Forschung nachzugehen, wurden insgesamt fünf halboffene Interviews geführt. Dazu wurden zwei Beraterpersonen und drei Teilnehmende aus zwei verschiedenen Selbsthilfegruppen zu dem Sachverhalt befragt. Die Stichprobe bestand aus zwei Frauen und drei Männern, die sich im Alter von 40 bis 65 befinden. Eine der Selbsthilfegruppen bietet eine themenzentrierte Beratung an, die andere eine klientenzentrierte Beratung. In der themenzentrierten Selbsthilfegruppe ist die Leiterin nicht selbst betroffen, sondern eine professionell ausgebildete Psychologin. In der klientenzentrierten Selbsthilfegruppe ist der Leiter hingegen selbst von dem Syndrom betroffen und nicht professionell psychologisch ausgebildet. Hierbei ist zu erwähnen, dass aufgrund der Pandemie die Interviews telefonisch geführt und die Einverständniserklärungen zum Datenschutz mündlich eingeholt wurden.

Als Interviewmethode wurde die halbstrukturierte Form des problemzentrierten Interviews nach Andreas Witzel (2000) angewendet. Dieses dient dazu, die Erfahrungen und subjektiven Wahrnehmungen der Befragten zu dem vorgestellten Problemkomplex durch eine halboffene Gesprächsführung zu erforschen. Das problemzentrierte Interview ist an das theoriegenerierende Verfahren der „Grounded Theory“ (Glaser & Strauss, 1998; zit. n. Witzel, 2000) angelehnt, die vorab entwickelten Hypothesen werden hierbei in einem Iterationsverfahren deduktiv-induktiv überprüft. Zur Durchführung sind vier Instrumente notwendig. Zunächst kommt ein Kurzfragebogen zum Einsatz, der das nachfolgende, halboffene Interview vor klassischen Frage-Antwort-Schemata bewahrt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Umstellung auf Online-Beratung für Burn-Out-Selbsthilfegruppen während der Corona-Pandemie ein.

2 Burn-Out und Selbsthilfegruppen: Dieses Kapitel definiert das Burn-Out-Syndrom und erläutert die Systematik sowie das Konzept der Selbsthilfe als psychosoziale Beratungsform.

3 Einführung in die Online-Beratung: Hier werden die Grundlagen und Wirkungsweisen der Online-Beratung sowie spezifische Formate wie Chat- und Video-Beratung behandelt.

4 Methodik der Empirie: Das Kapitel erläutert den Hintergrund der Forschung, die Fragestellung, das gewählte problemzentrierte Interviewverfahren und die Auswertungsmethode.

5 Ergebnisdarstellung: Die empirisch erhobenen Interviewergebnisse werden detailliert in den Kategorien Burn-Out-Beratung, Rahmenbedingungen, Ablauf, Technik, hilfreiche Faktoren, Datenschutz, Nähe und Zukunftsperspektive dargestellt.

6 Ergebnisdiskussion: Die Ergebnisse werden in Bezug auf die vorab aufgestellten Hypothesen kritisch reflektiert und diskutiert.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zur Umstellung auf Online-Beratung zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen sowie Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Burn-Out-Syndrom, Selbsthilfegruppe, Online-Beratung, Video-Beratung, Chat-Beratung, Corona-Pandemie, Psychosoziale Beratung, Digitale Medien, Interviewmethode, Qualitative Inhaltsanalyse, Datensicherheit, Gruppenberatung, Technologische Herausforderungen, Nähegefühl, Medienkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich die kurzfristige Umstellung von Präsenz- auf Online-Beratungsangebote auf Burn-Out-Selbsthilfegruppen auswirkt und welche Erfahrungen die Teilnehmenden dabei machen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Burn-Out, die Konzepte von Selbsthilfegruppen, die Möglichkeiten und Grenzen von Online-Beratung sowie die empirische Analyse technischer und emotionaler Aspekte in diesem Beratungssetting.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage: „Inwiefern ist das Beratungssetting von Burn-Out-Selbsthilfegruppen durch die Umstellung auf Online-Beratung positiv oder negativ verändert?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer qualitativen empirischen Studie, in der insgesamt fünf halboffene, problemzentrierte Interviews nach Witzel (2000) durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der theoretische Rahmen und die methodische Vorgehensweise erläutert, gefolgt von der Darstellung der Interviewergebnisse in spezifischen Kategorien und deren abschließender Diskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Burn-Out-Syndrom, Selbsthilfegruppen, Online-Beratung, digitale Transformation, psychische Belastung, Gruppenberatung und Videokonferenzen sind die prägenden Begriffe.

Wie unterscheidet sich die Online- von der Präsenz-Beratung laut den Ergebnissen?

Die Befragten berichten von Vorteilen wie Flexibilität und geringerem Zeitaufwand, jedoch auch von Nachteilen wie erschwerter Steuerung der Gruppendynamik, eingeschränkter nonverbaler Kommunikation und Herausforderungen beim Datenschutz.

Welche Bedeutung hat die technische Ausstattung für den Erfolg der Beratung?

Eine hochwertige technische Ausstattung sowie eine ungestörte Umgebung sind essenziell, da technische Störungen oder schlechte Bildqualität das Nähegefühl und die Vertrauensbasis in der Gruppe negativ beeinträchtigen können.

Ist die Online-Beratung eine Zukunftsoption für die befragten Gruppen?

Die meisten Befragten sehen die reine Online-Beratung nicht als langfristige Lösung, sondern bevorzugen Präsenz-Formate oder ziehen ein hybrides Modell als Kompromiss in Betracht.

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Résumé des informations

Titre
Burn-Out-Gruppenberatung. Die Umsetzung der coronabedingten Umstellung auf Onlineberatung
Sous-titre
Eine empirische Studie über die Auswirkungen der Pandemie in Hinblick auf Beratungssettings
Université
University of Duisburg-Essen
Note
1,3
Auteur
Sophie Fabienne Göthel (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
52
N° de catalogue
V1180644
ISBN (ebook)
9783346599971
ISBN (Livre)
9783346599988
Langue
allemand
mots-clé
burn-out-gruppenberatung umsetzung umstellung onlineberatung eine studie auswirkungen pandemie hinblick beratungssettings Burnout Beratung Corona Burn-Out Psychologie Empirie Covid-19 Depressionen Selbsthilfe Selbsthilfegruppen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sophie Fabienne Göthel (Auteur), 2021, Burn-Out-Gruppenberatung. Die Umsetzung der coronabedingten Umstellung auf Onlineberatung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1180644
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Extrait de  52  pages
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