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Verbreitung von Managementkonzepten: Neoinstitutionalistische Erklärungsansätze

Title: Verbreitung von Managementkonzepten: Neoinstitutionalistische Erklärungsansätze

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Claudia Trabold (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

Managementkonzepte als Konzepte der Unternehmensführung bieten Orientierung im Umgang mit unternehmerischen Problemstellungen. Bezugspunkte hierbei sind Struktur und Prozesse der (Unternehmens-)Organisation. Diese wiederum sind Gegenstand des Erkenntnisinteresses von Organisationstheorien, die Organisationen unter verschiedenen Blickwinkeln zu verstehen bzw. zu erklären suchen.
Grundlage und Erkenntnisinteresse der neoinstitutionellen Organisationstheorie, deren Ursprung in den USA liegt und die heute zu den führenden Organisationstheorien gehört, ist der Zusammenhang zwischen Umwelteinflüssen und der Struktur einer Organisation. Die makroinstitutionelle Richtung untersucht hierbei die organisationsübergreifende Verbreitung von Strukturen, die mikroinstitutionelle Richtung betrachtet die Organisation
selbst als Institution und untersucht organisationsinterne Diffusionsprozesse.
Ziel dieser Arbeit ist, die Verbreitung von Managementkonzepten aus
makro- und aus mikroinstitutionalistischer Perspektive zu analysieren.
In Kapitel 2 dieser Arbeit wird zunächst auf den Begriff des Managementkonzeptes eingegangen, bevor in Kapitel 3 die Grundlagen des Soziologischen Neoinstitutionalismus dargestellt werden. Kapitel 4 als Hauptteil dieser Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse der Verbreitung von Managementkonzepten aus makro- und mikroinstitutionalistischer Perspektive.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einführung: Problemstellung, Ziel und Aufbau der Arbeit

2 Begriff des Managementkonzeptes

3 Grundlagen des Soziologischen Neoinstitutionalismus

4 Verbreitung von Managementkonzepten

4.1 Makroinstitutionalistische Analyse

4.1.1 Rationalitätsmythen und Legitimität

4.1.2 Institutioneller Isomorphismus: Mechanismen und Prozesse

4.1.3 Verbreitung durch isomorphistische Prozesse

4.2 Mikroinstitutionalistische Analyse

4.2.1 Organisationale Problemstellungen und Innovationen

4.2.2 Phasen von Institutionalisierungsprozessen

4.2.3 Verbreitung durch Institutionalisierungsprozesse

5 Zusammenfassende Würdigung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Verbreitung von Managementkonzepten theoretisch fundiert zu analysieren, wobei der Soziologische Neoinstitutionalismus als wesentlicher Erklärungsrahmen dient. Es soll untersucht werden, wie Organisationen durch die Übernahme solcher Konzepte Legitimität erlangen und welche Mechanismen dabei sowohl auf makro- als auch auf mikroinstitutionalistischer Ebene wirken.

  • Grundlagen des Soziologischen Neoinstitutionalismus
  • Makroinstitutionalistische Analyse der Verbreitung (Legitimität und Isomorphismus)
  • Mikroinstitutionalistische Analyse der Diffusion innerhalb von Organisationen
  • Prozesse der Institutionalisierung, Habitualisierung und Sedimentation
  • Einfluss von Rationalitätsmythen auf Managementkonzepte

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Institutioneller Isomorphismus: Mechanismen und Prozesse

Institutioneller Isomorphismus entsteht nach DiMaggio/Powell durch drei analytisch zu verstehende, empirisch nicht immer eindeutig zu unterscheidende Mechanismen und führt zu einer zunehmenden Angleichung der Organisationen innerhalb eines organisationalen Feldes.

Der Isomorphismus durch Zwang beruht auf dem Druck, dem Organisationen durch andere Organisationen ausgesetzt sind und wird überwiegend durch staatliche Vorgaben (formeller Druck, z. B. Steuergesetzgebung), aber auch gesellschaftliche Erwartungen (informeller Druck, z. B. Umweltschutz) im organisationalen Feld bewirkt, auf die die Organisationen in gleicher Weise reagieren.

Isomorphismus durch Imitation entsteht aus Unsicherheit über Zukunft und Umwelt der Organisation. Unklare Ziele, Ungewissheit über die Mittel zum Erreichen der Ziele sowie Technologieunsicherheit führen dazu, dass Organisationen sich andere, als erfolgreicher wahrgenommene, Organisationen im gleichen organisationalen Feld zum Vorbild nehmen. Auch das Streben nach höherer Legitimität spielt bei der Übernahme von Strukturen und Konzepten eine wichtige Rolle. Eher unbeabsichtigt erfolgt die Verbreitung bestimmter Strukturen und Konzepte auch durch Einflüsse aus Unternehmensberatungen oder durch Personalwechsel zwischen Organisationen.

Isomorphismus durch Normen ist verbunden mit Professionen bzw. den im Unternehmen ausgeübten Berufen. Die Professionen wirken über Berufsverbände und Personalselektion auf Strukturen und Konzepte der Organisation ein. Berufsverbände legen Verhaltensregeln für die dem Beruf Zugehörigen als Orientierungsrahmen fest und verbreiten diese. Auf diesem Weg finden dann auch neue Konzepte schnell Verbreitung. Fachpersonal der verschiedenen Organisationen weist aufgrund gleicher Ausbildungswege untereinander große Ähnlichkeiten auf, was sich auch in ähnlichen Sichtweisen und Herangehensweisen an Probleme und Entscheidungen äußert. Auch bei den beschriebenen isomorphistischen Mechanismen und Prozessen sind Legitimität und Effizienz nicht deckungsgleich.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Problemstellung, Ziel und Aufbau der Arbeit: Das Kapitel definiert den Rahmen der Untersuchung und leitet die Forschungsfrage hinsichtlich der Verbreitung von Managementkonzepten aus neoinstitutionalistischer Perspektive ab.

2 Begriff des Managementkonzeptes: Hier wird der Managementbegriff präzisiert und eine begriffliche Einordnung von Managementkonzepten als strategische Instrumente vorgenommen.

3 Grundlagen des Soziologischen Neoinstitutionalismus: Es werden die theoretischen Wurzeln sowie die Kernannahmen über Legitimität, Rationalität und institutionelle Anforderungen dargestellt.

4 Verbreitung von Managementkonzepten: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, der die Verbreitung sowohl über makro- als auch mikroinstitutionalistische Mechanismen detailliert analysiert.

5 Zusammenfassende Würdigung: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Analyse und diskutiert die Grenzen des neoinstitutionalistischen Ansatzes bei der Erklärung des institutionellen Wandels.

Schlüsselwörter

Managementkonzepte, Neoinstitutionalismus, Legitimität, Isomorphismus, Zwang, Imitation, Normen, Rationalitätsmythen, Institutionalisierung, Habitualisierung, Objektivation, Sedimentation, Organisationale Felder, Diffusion, Unternehmensführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Erklärung, warum und wie sich Managementkonzepte in der Unternehmenswelt verbreiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Soziologische Neoinstitutionalismus, organisationale Legitimität, die verschiedenen Ebenen der Institutionalisierung sowie die Mechanismen der Konformität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse der Verbreitung von Managementkonzepten aus sowohl makro- als auch mikroinstitutionalistischer Perspektive.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse auf Basis führender Ansätze des Soziologischen Neoinstitutionalismus (u.a. Meyer/Rowan, DiMaggio/Powell, Zucker).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die makroinstitutionalistische Sicht, die sich auf Felder und Isomorphismus konzentriert, sowie die mikroinstitutionalistische Sicht, die organisationale Innovationsprozesse betrachtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Managementkonzepte, Legitimität, Isomorphismus und Institutionalisierungsprozesse.

Wie unterscheidet sich die Makro- von der Mikroebene?

Die Makroebene fokussiert auf organisationsübergreifende Angleichungsprozesse (Isomorphismus), während die Mikroebene die Entstehung neuer Strukturen innerhalb einzelner Organisationen durch Problemlösungsprozesse untersucht.

Was versteht die Arbeit unter dem Begriff "Legitimität"?

Legitimität bezeichnet die gesellschaftliche Anerkennung der Daseinsberechtigung einer Organisation, die notwendig ist, um Zugang zu Ressourcen zu sichern.

Welche Bedeutung haben "Rationalitätsmythen" für Organisationen?

Sie dienen als symbolisch akzeptierte Begründungen für Strukturen, die weniger der technischen Effizienz als vielmehr dem Erhalt der gesellschaftlichen Legitimität dienen.

Was besagt das Konzept der Sedimentation?

Sedimentation ist die letzte Phase des Institutionalisierungsprozesses, in der ein Konzept als selbstverständlich und dauerhaft etablierte Norm innerhalb einer Organisation gilt.

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Details

Title
Verbreitung von Managementkonzepten: Neoinstitutionalistische Erklärungsansätze
College
University of Hagen
Course
Seminar
Grade
1,7
Author
Claudia Trabold (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V118179
ISBN (eBook)
9783640207855
Language
German
Tags
Verbreitung Managementkonzepten Neoinstitutionalistische Erklärungsansätze Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Trabold (Author), 2007, Verbreitung von Managementkonzepten: Neoinstitutionalistische Erklärungsansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118179
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