Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Études latines - Littérature

Der Staatslenker (‚rector rei publicae’) in Ciceros „De re publica“

Titre: Der Staatslenker (‚rector rei publicae’) in Ciceros „De re publica“

Dossier / Travail de Séminaire , 2008 , 19 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Fokko Peters (Auteur)

Études latines - Littérature
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

In dieser Arbeit soll die Frage behandelt werden, welche Sicht Cicero auf den Staatslenker hat, dessen „Figur“ er ja selbst erst so besonders hervorhebt. Deswegen wird sich auch die Frage anschließen, warum Cicero der idealen Verfassung einen solchen Mann an der Spitze des Staates überhaupt beigibt. Welches Ziel verfolgte er mit der Konzeption eines solchen „Lenkers“?

Um letztere Fragen beantworten zu können, ist zunächst eine umfassende Betrachtung der Textstellen notwendig, durch die das Bild des idealen Staatslenkers gleichsam mit Inhalt und Farben gefüllt wird. Erst wenn die erste Frage nach Ciceros genauer Vorstellung des ‚optimus civis’ beantwortet ist, wird es möglich sein, die Rolle zu erörtern, die ein solcher Mann im Staat innehaben sollte und schließlich eine Antwort auf die Frage zu finden, warum solch eine Position im Staat überhaupt vorhanden und ausgefüllt werden muss.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Eigenschaften des ‚rector rei publicae’

3. Die Aufgaben des ‚rector rei publicae’

4. Der „Staatsmann“ in Ciceros „De re publica“ und sein Platz in der Mischverfassung

4.1. Das Konzept der Mischverfassung

4.2. Der Platz des „rector rei publicae“ innerhalb der Republik

5. Der ‚rector rei publicae’ und die Nähe zur Monarchie

6. Die Begriffsproblematik des ‚rector rei publicae’

7. Ciceros Ziel bei der Konzeption des ‚rector rei publicae’ – ein Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des ‚rector rei publicae‘, wie es von Marcus Tullius Cicero in seinem staatstheoretischen Werk „De re publica“ entworfen wurde. Ziel ist es, das Profil dieses idealen Staatslenkers hinsichtlich seiner Eigenschaften und Aufgaben zu analysieren, seine Rolle innerhalb der römischen Mischverfassung zu bestimmen und die politische Intention Ciceros hinter dieser Konzeption vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Krisensituation der Römischen Republik zu hinterfragen.

  • Die geistigen und charakterlichen Eigenschaften des idealen Staatsmannes.
  • Die konkreten Aufgaben und die lenkende Funktion des ‚rector‘ im Staat.
  • Die Einordnung der Staatslenker-Figur in das Konzept der Mischverfassung.
  • Das Spannungsfeld zwischen republikanischer Tradition und monarchischen Tendenzen.
  • Die historische Intention Ciceros und die mögliche Selbstidentifikation mit dem Staatslenker-Ideal.

Auszug aus dem Buch

3. Die Aufgaben des ‚rector rei publicae’

Wenn das vorige Kapitel mit der wohl wichtigsten Eigenschaft des Staatsmannes begann, soll jetzt zuerst jene Aufgabe thematisiert werden, die schon in dem Wort „Staatslenker“ enthalten ist und für die die Weisheit ganz besonders benötigt wird: die Lenkung des Staates bzw. die Verantwortung des obersten Mannes im Staat, die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit zum Wohl des Gemeinwesens zu treffen.

Die Aufgabe der Staatslenkung wird an verschiedenen Textstellen durch den Gebrauch unterschiedlicher Bilder diskutiert und verdeutlicht. Zum einen wird das Bild eines Steuermannes (‚gubernator’) herangezogen, der das „Staatsschiff“ gleichsam auf Kurs halten soll (vgl. I 45; V 8); zum anderen vergleicht Cicero in Buch V auch die Aufgaben eines Gutsverwalters (‚vilicus’ bzw. ‚dispensator’) mit denjenigen des Staatslenkers. Außerdem werden Bezüge zum ‚pater familias’ hergestellt (vgl. V 4). In V 8 wird dann mit dem Namen ‚moderator[i] rei publicae’ sogar noch eine neue Bezeichnung für den ‚rector rei publicae’ eingeführt, die gleichzeitig auch auf bestimmte Aufgaben des Staatslenkers hinweist. Es ist interessant zu sehen, dass trotz der nur sehr bruchstückhaften Überlieferung des fünften Buches von „De re publica“ solch eine Fülle von Beispielen vorliegen, die die Aufgabenfelder des ‚rector rei publicae’ beschreiben. Cicero muss es wohl wichtig gewesen sein, eine wirklich treffende Charakterisierung des „Berufbildes“, d.h. der Arbeitsanforderungen zu finden; deshalb ist er so erfinderisch in Bezug auf andere Titel oder Namen für den Staatslenker und auch sehr kreativ bezüglich der beruflichen Vergleiche, die jetzt noch etwas genauer beleuchtet werden sollen.

Wenn der Vergleich mit dem Steuermann eines Schiffes herangezogen wird, wird die Aufgabe des Staatslenkers verdeutlicht, den Staat außen- wie innenpolitisch auf dem rechten Kurs zu halten (‚cursus secundus’; V 8). Besonders in stürmischen Zeiten, wenn die Feinde der Republik das Staatswesen bedrohen und zum Untergang der ‚res publica’ beitragen könnten, wird ein Mann benötigt, der gleichsam das Ruder mit starker Hand festhält und die richtigen Entscheidungen bezüglich des einzuschlagenden Kurses trifft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung bettet Ciceros „De re publica“ in den historischen Kontext der späten Römischen Republik ein und umreißt die Forschungsfrage nach dem Konzept des idealen Staatslenkers.

2. Die Eigenschaften des ‚rector rei publicae’: Das Kapitel analysiert die notwendigen moralischen und geistigen Qualifikationen des Staatslenkers, wobei insbesondere Weisheit, Mäßigung sowie juristische und rhetorische Fähigkeiten im Fokus stehen.

3. Die Aufgaben des ‚rector rei publicae’: Hier werden die konkreten Pflichten und Wirkungsbereiche des Staatslenkers beleuchtet, indem Cicero verschiedene bildhafte Vergleiche wie den des Steuermannes oder Gutsverwalters heranzieht.

4. Der „Staatsmann“ in Ciceros „De re publica“ und sein Platz in der Mischverfassung: Dieses Kapitel verortet den Staatslenker in der gemischten Verfassungsform und untersucht, wie er Stabilität bewahren soll, ohne autokratische Strukturen zu etablieren.

5. Der ‚rector rei publicae’ und die Nähe zur Monarchie: Hier wird die kontroverse Frage erörtert, ob Ciceros Konzeption des Staatslenkers monarchische Züge trägt und wie sich dies zu den antimonarchischen Idealen der Römer verhält.

6. Die Begriffsproblematik des ‚rector rei publicae’: Das Kapitel untersucht die Vielfalt der Titel und Bezeichnungen, die Cicero für den Staatslenker verwendet, und diskutiert die bewusste Vermeidung des Begriffs ‚princeps‘.

7. Ciceros Ziel bei der Konzeption des ‚rector rei publicae’ – ein Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet Ciceros Intention, die Römische Republik durch sein staatstheoretisches Werk vor dem Zerfall zu bewahren.

Schlüsselwörter

Cicero, De re publica, Rector rei publicae, Staatslenker, Mischverfassung, Römische Republik, Weisheit, Politische Philosophie, Staatsmann, Optimus civis, Politische Ethik, Rhetorik, Monarchie, Senat, Stoa.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Ciceros staatstheoretisches Ideal des ‚rector rei publicae‘, wie er es in seinem Werk „De re publica“ entwickelt hat, um der Krise der Römischen Republik zu begegnen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Eigenschaften und Aufgaben des idealen Staatslenkers, seine Rolle in der Mischverfassung sowie die Frage nach monarchischen Tendenzen und Ciceros politischer Absicht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, wie Cicero den Staatslenker konzipiert, welche Funktion diesem in der Römischen Republik zukommt und welche politischen Ziele er damit verfolgte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Analyse der erhaltenen Textstellen von „De re publica“ sowie die Auseinandersetzung mit einschlägiger Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Eigenschaften, Aufgaben, die Einordnung in die Mischverfassung, die Abgrenzung zur Monarchie und die Analyse der verwendeten Begrifflichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Cicero, De re publica, Staatslenker, Mischverfassung, Politische Philosophie und die Römische Republik.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Staatslenkers in der Mischverfassung?

Der Autor zeigt auf, dass der Staatslenker keine verfassungsrechtlich dauerhafte Alleinherrschaft innehaben soll, sondern als weiser Mittler in Krisenzeiten fungiert, um das Gleichgewicht der Republik zu wahren.

Warum vermeidet Cicero laut der Arbeit den Begriff ‚princeps‘?

Die Arbeit legt dar, dass der Begriff ‚princeps‘ zur Zeit Ciceros zu mehrdeutig oder negativ konnotiert war, weshalb er gezielt die Bezeichnung ‚rector rei publicae‘ einführte.

War Ciceros Konzept erfolgreich in der historischen Realität?

Das Fazit der Arbeit kommt zu dem Schluss, dass es Cicero nicht gelang, sein theoretisches Konzept in ein politisches Programm zur Rettung der Republik umzusetzen.

Fin de l'extrait de 19 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Der Staatslenker (‚rector rei publicae’) in Ciceros „De re publica“
Université
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Altertumswissenschaften, Klassische Philologie)
Cours
HS Cicero, De re publica
Note
1,3
Auteur
Fokko Peters (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
19
N° de catalogue
V118311
ISBN (ebook)
9783640210282
ISBN (Livre)
9783656834397
Langue
allemand
mots-clé
Staatslenker Ciceros Cicero
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Fokko Peters (Auteur), 2008, Der Staatslenker (‚rector rei publicae’) in Ciceros „De re publica“ , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118311
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint